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PANORAMA: Europas Einzige wieder flügge!


FLUGZEUG CLASSIC - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 07.10.2019

■ MESSERSCHMITT ME 262

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Bildquelle: FLUGZEUG CLASSIC, Ausgabe 11/2019

Vielleicht bald wieder auf Airshows zu sehen: Die Me 262 aus Manching hob am 12. Juli über ihrem Heimatflughafen ab


Foto Andreas Zeitler

Nach mehr als zwei Jahren ist die Messerschmitt Me 262 in Manching wieder im Flugbetrieb. Während der langen Zwangspause hat das Restaurierungsteam hauptsächlich das Hauptfahrwerk überholt sowie weitere kleine Modifikationen durchgeführt. Dem ersten Flug nach der langen Standzeit am 12. Juli folgten weitere. Projektpilot Geri Krähenbühl war am Steuer. Damit steigt die Hoffnung, dass diese einzige in Europa fliegende Me 262 im nächsten Jahr wieder ...

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... auf diversen Veranstaltungen zu sehen sein wird.

■ JAKOWLEW JAK-9

Yankee Jak

Die Jak-9UM des verstorbenen Eddie Andreini erhielt für ihren neuen Besitzer Chad Doyle in New Mexico ein neues Farbkleid. Als eines der in Orenburg neu gebauten Exemplare flog sie viele Jahre in einem hellroten Farbkleid als N900EA»Barbarossa« . Die neue Lackierung repräsentiert eine nordkoreanische Jak-9P, die von US-Truppen am 17. September 1950 nahezu flugfähig auf dem Flugplatz Kimpo erbeutet und danach zur Erprobung in die USA verschifft wurde. Am 26. Dezember kam sie beim Cornell Aeronautical Laboratory in Buffalo an. Der Testpilot von Cornell führte drei Versuchsflüge durch, anschließend brachte man die Maschine am 4. September 1951 auf die Wright-Patterson AFB, wo sie am 21. September ihren Erstflug feierte. Mit der Seriennummer T2-3002 fanden insgesamt 16 Erprobungsflüge statt, der letzte am 12. Dezember. Nach Abschluss der Testreihe kam die Jak-9 Mitte der 1950er-Jahre in das USAF Museum. 1958 landete sie dann wegen Platzmangels auf dem Schrotthaufen.

Dave McDonald

Die originale Jak-9 fiel US-Truppen im Koreakrieg in die Hände, daher der Name »Kaptured Korean«


Die Jak-9UM in den Markierungen T2-3002 aus der Zeit der Erprobung in den 1950er-Jahren


Fotos (2) Chuck Gardner

■ SUPERMARINE SPITFIRE

Etappenziel für die »Silver Spit«

Am 5. August starteten die Piloten Steve Boultbee Brooks und Matt Jones mit ihrer »Silver Spitfire« zu einer Rekordreise um die Welt. Sie hoben vom Flugplatz Goodwood in Großbritannien ab, machten einen Zwischenstopp auf den Färöern und flogen dann weiter nach Island. Dort begrüßte sie der Sänger JJ Julius Son von der heimischen Rockband Kaleo. »JJ war so freundlich, uns die Sehenswürdigkeiten von Reykjavík zu zeigen und fand sogar Zeit für ein paar Drinks mit uns«, so Brooks und Jones. Nach einem längeren Aufenthalt wegen ungünstigen Wetters erreichten sie nach rund einer Woche Grönland. »Über die Polkappe zu fliegen war etwas, das wir nie vergessen werden.« 1943 lief diese Spitfire vom Band, nach 50 Einsätzen stellte die RAF sie außer Dienst. Brooks und Jones holten die Maschine aus einem Museum und ließen sie restaurieren. Mehr dazu inFlugzeug Classic 8/2019.

Alexander Müller

Was für ein Anblick! Die »Silver Spitfire« über den Eismassen Grönlands


Foto Benjamin Uttley

■ BEECHCRAFT T-34-C-1

And the Golden Wrench goes to …

Prämierte Restaurierungsarbeit: Die Beechcraft T-34-C-1 Turbo Mentor NX34CC zeigt ihre Schokoladenseite


Foto Frank B. Mormillo

Auf dem jährlichen AirVenture Fly-In der Experimental Aircraft Association in Oshkosh hat das Team von Weaver Aircrafts für seine Arbeit an der 1975 gebauten Beechcraft T-34-C-1 Turbo Mentor NX34CC (Seriennummer 86) den Goldenen Schraubenschlüssel (Golden Wrench Award) gewonnen. Dieser Preis ist eine Auszeichnung für besonders gelungene Restaurierungsprojekte. Das Team arbeitet zusätzlich an einer weiteren T-34-C-1.

Frank B. Mormillo

■ LOCKHEED HUDSON

Letzte Überlebende

Gerade noch rechtzeitig für die Restoration Row bei der Classic Fighters Airshow gelangte die Lockheed Hudson, NZ2049, ins Aviation Heritage Centre. Die Königliche Neuseeländische Luftwaffe (RNZAF) erhielt 90 Exemplare dieses Typs. Sie sollten die Küsten der Insel vor deutschen Kriegsschiffen verteidigen. Später ersetzte man sie durch die Lockheed Ventura. Diese Hudson ist die letzte Überlebende ihres Typs. Sie nahm an der ersten Einsatztour der No. 3 (GR) Squadron teil und kam im November 1942 von Guadalcanal aus zum Einsatz. Zweimal griffen sie japanische Jäger an, das zweite Mal waren es drei Zeros; sie schaffte es aber beide Male, zu ihrer Heimatbasis zu entkommen. Für diese Aktionen erhielt Flying Officer George Gudsell als erster Neuseeländer die US Air Medal.

Nachdem sie nach Neuseeland zurückgekehrt war, blieb sie zunächst für mehrere Jahrzehnte bei John Smith in Mapua eingelagert, bevor Bill Reid sie 2007 erwarb. Künftig kann sie als zentrales Exponat im Aviation Heritage Centre brillieren.

Dave McDonald n

Sehr zur Freude der Enthusiasten schaffte es die Lockheed Hudson, NZ2049, noch rechtzeitig zur Airshow. Der Kriegsveteran hat eine reichhaltige Geschichte hinter sich


Foto Dave McDonald

■ KLEMM KL 35

Böblinger Perfektion

Die Kl 35 D, D-EBUX, in schwedischen Farben. Die Böblinger Klemm-Flieger haben sie ab 2011 restauriert. Am 4. August 2019 …


Acht Jahre und über 7000 Stunden haben die Böblinger Klemm-Flieger an ihrer Kl 35 D, D-EBUX, gearbeitet. Mit einem Flugzeug-Puzzle aus Holland hatten sie 2011 begonnen, und 2017 präsentierten sie die Maschine in ihren schwedischen Originalfarben erstmals öffentlich (siehe auchFlugzeug Classic 6/2017). Ursprünglich hatten sie gehofft, bereits Anfang 2018 mit ihr wieder in die Luft zu gehen, aber dann machte ihnen der Motor einen Strich durch die Rechnung. Hilfe brachte ein Fliegerfreund mit einem grundüberholten Hirth-Motor, der im September 2018 bei seinen Testläufen überzeugte.

Ab Herbst hatte das Team dann noch zahlreiche kleinere Einstellarbeiten vorzunehmen. Außerdem musste es die Sitze einbauen, die Motorhaube fertigstellen, sich um Kennzeichnung und Wägung kümmern, das Flugzeug abschließend prüfen und die vorläufige Verkehrszulassung beantragen.

Am Sonntag, dem 4. August 2019, war es schließlich so weit. Der Motor sprang sofort an und Testpilot Klaus Plasa startete um 12 Uhr im württembergischen Eutingen zum ersten Flug seit 1962 mit der Klemm Kl 35 D. Er war sehr zufrieden mit den Flugeigenschaften der Maschine und der perfekten Arbeit der Böblinger Flieger.

Peter W. Cohausz

… flog sie zum ersten Mal seit 57 Jahren


Fotos (2) Stefan Saile

■ LOCKHEED SUPER CONSTELLATION

Sie kommt nach Deutschland!

Nun kommt doch alles anders als gedacht: MeierMotors soll die Schweizer »Super Connie« in Bremgarten wieder flügge machen


Foto Andreas Zeitler

Nachdem man über ein Ende des Flugbetriebs der Schweizer Super Constellation (sieheFlugzeug Classic 9/2019) nachgedacht hatte, überraschte die Super Constellation Flyers Association (SCFA) im Juli mit einer Pressemeldung, die insbesondere deutsche Warbird-Fans aufhorchen ließ: »Unsere Super Connie L-1049, inklusive Inventar, geht – rückwirkend zum 1. Juli 2019 – an eine deutsche Investorengruppe von Flugbegeisterten, die es sich zum Ziel gesetzt hat, sie in den nächsten drei Jahren zu sanieren und wieder in die Luft zu bringen.« Dafür soll die HB-RSC »Star of Switzerland« die Schweiz allerdings verlassen. Vorbereitung und Demontage der Maschine für den Transport nach Bremgarten sind bereits im Gang. Die Firma MeierMotors am Flugplatz Eschbach-Bremgarten hat die anspruchsvolle Aufgabe übernommen, sie wieder flugfähig zu machen.

Kaum Informationen gibt es über die Investorengruppe. Laut SCFA besitzt sie aber bereits mehrere flugfähige historische Maschinen und übernimmt auch sämtliche zukünftig entstehenden Kosten.

Andreas Zeitler

■ BRITISH AIRCRAFT SWALLOW UND PERCIVAL PROCTOR I

Eindecker-Revival

In Australien erstrahlen zwei englische Holzveteranen wieder wie neu. Am 25. November 2018 durften die Besucher der Lilydale Airshow mit der British Aircraft Swallow VH-UUM einen besonderen britischen Vorkriegs-Eindecker bestaunen. Die Maschine befindet sich seit dem Jahr 1967 im Besitz des Australian National Aviation Museum. Sie wurde über mehrere Jahre unter der Leitung von Nelson Wilson restauriert und ist komplett neu aufgebaut. Die Krönung ist der einsatzbereite Pobjoy-Sternmotor mit Getriebe im Rumpfbug.

Die Proctor I, VH-UXS, nach ihrem ersten Testflug im April


Foto Paul Gliddon

Der restaurierte Swallow-Eindecker, VH-UUM, in Lilydale 2018


Foto Brad Hurley

In Morwell, 149 Kilometer östlich von Melbourne, vollendete die Firma Latrobe Valley Airframes and Welding derweil einen weiteren Eindecker: die Percival Proctor I. Vormals VH-DUL (c/n K.246), nun VH-UXS, konnte am 29. April diesen Jahres ihren ersten Testflug absolvieren. Zuletzt hob sie 1972 ab. Seit 2012 arbeiteten Vater und Sohn Turner, die Inhaber der Firma, am Wiederaufbau. Nach mehreren Jahren konnten sie nun das Ergebnis präsentieren. Die gesamte Struktur und alle Systeme sind sorgfältig wiederaufgebaut.

Dave McDonald

MTT-REGENSBURG

Unveröffentlicht

Bisher unbekannte Aufnahme: Bf 109 des JG 53


Foto Sammlung Peter Schmoll

Am 2. November 2019 findet ab 10 Uhr im Landgasthof Haslbeck in Semerskirchen, einem Ortsteil von Herrngiersdorf, der historische Tag zur Zeitgeschichte der Interessengemeinschaft MTT-Regensburg statt. Dabei möchte man dem Publikum einen Film über ein Stuka-Geschwader zeigen, der bisher unveröffentlichtes Bildmaterial enthält. Außerdem gibt es Lesungen aus dem Tagebuch eines Obergefreiten sowie Vorträge zur Sturmfahrt der Deutschen Kriegsmarine nach Narvik und dem Tauchgang zu den Wracks in diesem Jahr, zum KZ Flossenbürg und zum Jagdgeschwader 53 im Zweiten Weltkrieg. Darüber hinaus findet eine Buchvorstellung zur dritten AuflageLuftangriffe auf Regensburg statt, wobei ebenfalls bisher unbekanntes Filmmaterial von Regensburg aus den Jahren 1943 bis 1945 gezeigt wird. Anmeldung telefonisch unter 09452 933650. Der Eintritt ist frei.

AMu

STADTMUSEUM MAINZ

Fliegerhochburg

1872 konstruierte der Mainzer Paul Haenlein das Luftschiff Aeolus


Foto Stadtarchiv Mainz

Am 18. August dieses Jahres eröffnete im Stadthistorischen Museum Mainz eine neue Sonderausstellung zum Thema »Ballone – Luftschiffe – Flugmaschinen«. Sie möchte die Besucher an die Geschichte von Mainz als Zentrum der frühen deutschen Luftfahrt erinnern. Die Ausstellung findet bis Sommer 2020 statt. Weitere Informationen erhalten Sie unter Tel. 0176 21985939 oder unter www.stadtmuseum-mainz.de.

Amu

»Old Shakey«

jahrestag & Personalien

Douglas C-124C des USAF Military Air Transport Service


Foto Douglas

Schuld war die Berliner Luftbrücke, wo man ein geräumiges Transportflugzeug für schweres Gerät vermisst hatte. Größter Vertreter unter den fliegenden Lasteseln der US Air Force und zugleich bis dahin größtes Landflugzeug der Welt war damals die Douglas C-74 Globemaster.

Sie dient nun als Ausgangsbasis für die weit voluminösere Globemaster II: Während man Tragflächen und Motoren beibehält, wird der Rest des Flugzeugs radikal umgestaltet. Der Rumpf, nun annähernd rechteckig im Querschnitt, wächst um das Doppelte in die Höhe. Sein durchgängiger Frachtraum hat zwei Decks, wobei man das obere gegen die Rumpfinnenseiten klappen kann, um Platz selbst für sperrigste Lasten zu schaffen. Zugänglich ist der Laderaum über zwei Klappentüren im Bug unterhalb des Cockpits. Im Heckbereich gibt es ferner einen Lastenaufzug; zwei Schwerlasthebezeuge im Hauptdeck helfen gleichfalls beim Beladen. Doch um dabei nicht auf den Steiß zu fallen, braucht es unter selbigem einen Ständer.

Bis zu 34 Tonnen Fracht wuchtet der Riese in die Luft, dessen Prototyp YC-124 am 27. November 1949 erstmals fliegt. Bereits im folgenden Mai übernimmt die USAF die ersten Serienflugzeuge C-124 A.»Old Shakey« , wie der Transporter wegen seiner »Symphonie aus Schütteln, Knarzen und Vibrieren im Flug« bei der Truppe rasch heißt, bietet Platz für 200 voll ausgerüstete Soldaten oder 127 Liegendkranke. Als erste große Bewährung wartet der Koreakrieg; davon abgesehen liefern Globemaster II bald Hilfs- und Versorgungsgüter rund um den Globus. 1953 rollt die verbesserte C-124C aus den Hallen. Bei Produktionsende 1955 sind 448 Globemaster II fertiggestellt. Mit dem Vietnamkrieg intensiviert sich ihre militärische Nutzung erneut. So lange, bis die C-5 Galaxy sie ablöst. 1970 verabschiedet sich»Old Shakey« an vorderster Linie, vier Jahre später auch aus der Reserve.

Wolfgang Mühlbauer

Die C-124 »verspeist« sogar ganze Mittelstreckenraketen


Foto Douglas