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PANORAMA: KULTUR: LEICHT: Pergamon-Panorama wieder in Berlin


Deutsch perfekt - epaper ⋅ Ausgabe 8/2018 vom 25.07.2018
Artikelbild für den Artikel "PANORAMA: KULTUR: LEICHT: Pergamon-Panorama wieder in Berlin" aus der Ausgabe 8/2018 von Deutsch perfekt. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Deutsch perfekt, Ausgabe 8/2018

Gigantisches Bild: Besucher sehen hier den Alltag der Menschen in Pergamon.


Vor sieben Jahren war es schon einmal in der Hauptstadt zu sehen: das gigantische Pergamon-Panorama des in Berlin lebenden Künstlers Yadegar Asisi. 2011 haben es circa 1,5 Millionen Menschen gesehen. Jetzt kommt das inzwischen noch größere Werk wieder zurück. Noch bauen Arbeiter das jetzt 104 Meter lange und 30 Meter hohe 360-Grad-Bild der antiken Metropole in einer neuen Rotunde auf. Aber bald können Besucher es bewundern – direkt gegenüber vom Pergamonmuseum. Es zeigt verschiedene Szenen aus dem Leben der Menschen in der ...

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... kleinasiatischen Stadt im Jahr 129 nach Christus. Der Grund für die temporäre Ausstellung inklusive vieler Objekte aus der Pergamon-Sammlung: Das Museum wird seit 2013 saniert. Auch der populäre Pergamonaltar ist komplett erst 2024 wieder zu sehen. Aber: Das Museum zeigt Teile des Altars und manche Statuen in der Rotunde zusammen mit dem Panorama.

SCHULE: Unterricht am Samstag?

Nach den Sommerferien gibt es in Berlin nur noch eine Schule, an der die Lehrer auch am Samstag unterrichten: das Goethe- Gymnasium in Wilmersdorf. Früher war in Ostberlin, aber auch in vielen Schulen in Westberlin die Sechstagewoche normal. Als Berlin dann 1991 beide Schulsysteme vereinheitlicht hat, war damit fast überall Schluss. Denn viele Schüler wollen am Samstag andere Veranstaltungen besuchen. Und auch Lehrer haben gern zwei Tage am Stück frei.

AVUS-TRIBÜNE: Mit Blick auf die Autobahn AUDIO

Wer von Südwesten auf der A115 nach Berlin fährt, kommt am Autobahnende an einem speziellen Objekt vorbei: Dort steht eine mehr als 200 Meter lange Tribüne – direkt an der Autobahn. Aber wozu? Die Antwort findet sich in der Berliner Geschichte. Die Avus (Automobil- Verkehrs- und Übungsstrecke) war die erste autobahnähnliche Strecke der Welt. Heute ist sie ein Teil der A115. Bis 1999 haben auf der Avus Motorsport-Veranstaltungen stattgefunden. Aber seit dem Ende des Motorsports in Berlin hat die Tribüne keine Funktion mehr. Das soll sich bald ändern: Im April hat der aktuelle Besitzer, Hamid Djadda, damit begonnen, das Objekt zu sanieren. Firmen können es ab 2021 für Veranstaltungen benutzen. Dann wird die Avus 100 Jahre alt.

3 FRAGEN: Mobiler Fahrradexperte

Ullrich Christ kümmert sich mit seiner mobilen Werkstatt um die Fahrradprobleme in der Hauptstadt. Der 58-Jährige Berliner repariert immer dort, wo man ihn aktuell braucht.

Das sind circa 4000 Kilometer. Aber ich bin außerdem 15 000 Kilometer mit Bus und Bahn unterwegs. Denn die Distanzen in Berlin sind oft groß. Und ich möchte natürlich schnell bei meinen Kunden sein. Ich repariere dann immer dort, wo die Kunden sind: auf der Straße, im Garten, in der Hofeinfahrt. Ich bin immer an anderen Orten und bei anderen Leuten. Das macht den Job so interessant.
Sie haben alle Werkzeuge immer dabei?
Natürlich. An meinem Fahrrad hängen viele Taschen. Ich weiß genau, wo ich welches Werkzeug finde. Wichtig sind auch Schläuche in verschiedenen Größen. Probleme mit dem Reifen sind nämlich typisch. Es ist wichtig, dass ich das Problem vor Ort lösen kann. Denn wie soll jemand mit einem kaputten Fahrrad oder einem kaputten Rollstuhl in die nächste Werkstatt kommen? Also komme ich. Genau das ist die Idee meiner mobilen Werkstatt.
Arbeiten Sie jeden Tag?
Eigentlich schon. Natürlich habe ich manchmal keine Lust. Es ist auch sehr anstrengend. Besonders dann, wenn es sehr heiß ist. Aber meine Kunden haben auch am Feiertag Probleme. Warum soll ich ihnen dann nicht helfen? Und eine Regel habe ich: Rollstuhlfahrern helfe ich immer. Auch an Weihnachten. Natürlich hätte ich gern einen Partner. Aber das ist nicht so einfach. Ich brauche nicht nur jemanden, der sich gut mit Fahrrädern auskennt. Er oder sie muss auch gut mit Menschen zurechtkommen – und Englisch sprechen. Berlin ist sehr international. Wenn Sie jemanden kennen, sagen Sie Bescheid!

VERKEHR: Nicht falsch parken!

Manche Autofahrer parken ihren Pkw gern auf der Busspur, auf Straßenbahngleisen oder vor einer Haltestelle. Das ist für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ein großes Problem. Jetzt dürfen sie aber selbst entscheiden, ob sie ein Auto abschleppen. Vorher durfte das nur die Polizei oder das Ordnungsamt. Damit auch alles korrekt passiert, bilden die BVG jetzt Menschen für diesen Job aus. Die Polizei hilft dabei gern – denn Falschparken bringt nicht nur Verspätungen für Bus und Bahn. Es kann auch gefährlich sein.

TECHNIK: Roboter-Dame Gisela: AUDIO

Im Einkaufszentrum Bikini Berlin haben die Verkäufer seit kurzer Zeit eine neue Kollegin: Roboter-Dame Gisela. Sie gilt als „Deutschlands erster humanoider Verkaufsroboter“. Der 2,10 Meter große Roboter hat 85 Zentimeter lange Arme. In einem eigenen Kiosk in dem Einkaufszentrum stellt er einen 3-D-Spielzeugroboter her. Den kann er für jeden Kunden individuell designen. Gisela verkauft den Toybot dann auch selbst. Die Kunden können mit Bargeld und bald auch mit Karte zahlen.

WASSERQUALITÄT: Kontrolle durch Tiere

Sie sind nur zwei Zentimeter groß, haben aber eine wichtige Aufgabe: Kleine Bachflohkrebse kontrollieren in Berlin die Qualität des Wassers. In allen neun Wasserwerken der Stadt helfen die Tiere. Warum sie diesen Job haben, ist auf der Internetseite der Firma zu lesen: „Unsere Mitarbeiter haben besonders feine Antennen fürs Wasser“, steht dort. Bachflohkrebse reagieren nämlich, wenn die Wasserqualität nicht mehr stimmt: Ihre Kiemenbeinchen vibrieren dann anders. Weil die Tiere so klein sind, kann das natürlich kein Mensch sehen. Aber Laser können die Vibrationen registrieren – und einer intelligenten Software Bescheid geben. Ein Team Bachflohkrebse muss immer eine Woche „arbeiten“. Dann hat es in einem Aquarium Freizeit – und kann auch etwas essen.

ESSEN UND TRINKEN: Syrisch wird populär: AUDIO

Italienisch, griechisch, türkisch, indisch, chinesisch oder auch israelisch – die Berliner Gastronomie bietet viele Optionen. Jetzt wird aber ein neuer Küchenstil immer populärer: der syrische. Denn immer mehr Syrer machen in der Hauptstadt ein Restaurant oder ein Café auf. So können sie Geld verdienen und ein Stück ihrer Heimat ins neue Land mitnehmen. Die meisten syrischen Lokale liegen in Berlin-Kreuzberg und -Neukölln. Speziell an der Sonnenallee und in der Yorckstraße gibt es mehrere von ihnen, zum Beispiel die Konditorei Damaskus und den Imbiss Yasmin Alsham. Die Gäste der Syrer sind sehr verschieden. Manche sind selbst Syrer – für sie schmeckt es dort nämlich fast so wie zu Hause. Aber auch für viele Berliner ist „zum Syrer gehen“ inzwischen ganz normal.

BOTANIK: Die grüne Victoria ist wieder zu sehen

Zwölf Jahre lang war das bekannte Victoriahaus im Zentrum des Botanischen Gartens geschlossen. Seit ein paar Wochen kann endlich jeder wieder das mehr als 100 Jahre alte Gewächshaus mit seinen vielen tropischen Sumpf- und Wasserpflanzen besuchen. Die Wasserpflanzen- Sammlung ist international eine der wichtigsten Sammlungen dieser Art. Besonders populär ist beim Publikum die Riesenseerose Victoria. Sie schwimmt in einem zentralen Pool. Ihre Blätter haben bis zu zwei Meter Durchmesser. Sie können circa 50 Kilogramm tragen. Eigentlich kommt die Riesenseerose aus der Amazonas-Region. Genau wie ihre tropischen Pflanzengeschwister mag sie es deshalb gern warm: Im Gewächshaus sind es immer über 30 Grad. Deshalb war das Victoriahaus auch so lange geschlossen: Es musste nicht nur so saniert werden, dass die historische Fassade bleibt. Der Botanische Garten hat außerdem in moderne Technik investiert, damit er für das künstliche Klima nur wenig Energie braucht. Im Winter kann es sonst nämlich sehr teuer werden, Tropen im ziemlich kalten Berlin zu simulieren. Für die Umwelt ist die moderne Technik auch besser.

LEICHT: START-UP DES MONATS: Selbst machen!

Die Idee Kleidung selbst machen – mit Video-Tutorials und Internet-Schnittmustern.
Warum braucht die Welt das? Nähen ist ein Trend! Man kann wieder etwas mit den eigenen Händen tun – und das Resultat ist toll.
Der schönste Moment? Die Mail einer Frau: Sie sagt Danke, weil wir sie aus ihrer Wochenbett-Depression geholt haben – mit dem Nähen von Kleidung für ihr Baby.

Eigentlich ist alles spontan passiert. Es hat keine Investoren gegeben, keinen großen Business-Plan und auch keine PR-Strategie. Trotzdem haben sie heute zehn Angestellte und ein Büro in Berlin- Charlottenburg. Es hat damit angefangen, dass Ina Fischer in ihrer Babypause einen Blog gestartet hat. Als Schneiderin und mit einem Diplom in Bekleidungstechnik war der Inhalt schnell klar: Nähen! Zusammen mit ihrem Mann Christian Jähnel hat sie dann einen Video-Clip produziert. „Es war ein Tutorial darüber, wie man Stoffe verarbeitet“, erzählt der 41-Jährige. „Wir haben sofort sehr viele Klicks bekommen, wir konnten es kaum glauben!“

Das war der Beginn des Start-ups Pattydoo. Offiziell gibt es die Firma seit 2013. Die Idee ist einfach: In YouTube-Videos erklärt Fischer genau, wie man ein Kleidungsstück aus mehreren Teilen zusammennäht. Und zwar so, dass es auch Anfänger verstehen. Das Schnittmuster zu dem Kleidungsstück verkauft Pattydoo für 2,99 Euro zum Download als PDF auf seiner Internetseite. Auch Schnittmuster aus Papier gibt es seit letztem Jahr. „Aktuell haben wir circa 140 verschiedene Produkte“, erzählt Jähnel. Er und seine Frau wissen genau, was die Pattydoo-Fans mögen: Es darf nicht zu kompliziert sein. Und Abendmode eines Designerlabels will auch niemand. „Es geht um Kleidung für den Alltag, die praktisch ist und trotzdem toll aussieht“, sagt Jähnel.

Ihre Video-Clips haben über 170 000 Menschen abonniert. Die Facebook-Gruppe hat über 100 000 Mitglieder – inklusive kleiner Stars. „Manche Fans werden in Berlin auf der Straße erkannt, weil sie immer wieder ihre fantastische Arbeit zeigen“, erzählt Jähnel. „Wenn wir um 15 Uhr ein Video-Tutorial auf unsere Seite stellen, sind schon um 18 Uhr die ersten Fotos auf Facebook da.“

NAVIGATOR: Diesen Ort gibt es wirklich

Das Wort
Am See oder am Meer liegen und ein gutes Buch lesen – für viele Menschen sieht so ein schöner Sommernachmittag aus. Man kann ein Buch kaufen oder in der Bibliothek leihen. An Berlin denken bei dem Wort nur wenige Menschen.

Der Ort
Buch im Bezirk Pankow ist der nördlichste Ortsteil von Berlin. Er ist im 13. Jahrhundert entstanden und war lange nur ein kleines Dorf. Aber 1898 hat die Stadt Berlin das Areal gekauft und dort eine gigantische Krankenhausstadt gebaut. Aktuell leben in Buch rund 15 700 Menschen. Der Ort ist auch heute noch für seine Krankenhäuser bekannt. Es gibt dort außerdem eine barocke Schlosskirche und einen Schlosspark. Seinen Namen hat Buch wahrscheinlich aus dem Slawischen: vonBuckow für Rotbuchenhain oderBuck für Buche.


Fotos: picture alliance/Gregor Fischer/dpa; Berliner Wasserbetriebe; Chr. Hillmann-Huber Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin; Illustration: Elecstasy/iStock.com