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Papaya-Power


Einfach Hausgemacht - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 08.01.2020

@Sie ist eine Exotin unter den Früchten und steckt voller guter Inhaltsstoffe.


Die Papaya (Carica Papaya) gehört zu den Melonenbaumgewächsen. Ihre zunächst grünen, leicht birnenförmigen Früchte wachsen an bis zu zehn Meter hohen, palmenartigen Pflanzen, direkt unterhalb der Baumkrone und direkt am Stamm. Papayas gedeihen am besten bei Temperaturen um 25 Grad und viel Sonne, so können sie zwischen 500 bis 6 000 Gramm schwer werden. Ursprünglich stammt die Frucht aus Mittelamerika. Spanische Seefahrer sorgten Anfang des 16. Jahrhunderts für ihre weitere Verbreitung. Heute liegen einige der ...

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Bildquelle: Einfach Hausgemacht, Ausgabe 1/2020

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Einkauf & Lagerung

Eigentlich gibt es bei uns im Handel das ganz Jahr über Papaya. Jedoch bietet sie nicht jeder Supermarkt an. Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die Früchte bereits eine gelbe Färbung oder gelbe Flecken haben. Denn gänzlich grüne Papayas wurden zu früh geerntet und reifen nicht mehr nach. Wer die Papaya direkt verwenden möchte, sollte also gelbe Früchte wählen, deren Schalen bei leichtem Druck mit dem Finger etwas nachgeben. Zu Hause lagert man Papayas am besten im Kühlschrank. Je nach Reifegrad sind sie dort eine Woche haltbar. Noch nicht ausgereifte Früchte können hingegen bei Zimmertemperatur nachreifen. Bilden sich jedoch braune Flecken auf der Frucht, ist sie in der Regel nicht mehr gut.

Geschmack & Gesundheit

Papayas schmecken je nach Reifegrad unterschiedlich süß. Der Geschmack einer reifen Frucht erinnert an Aprikose und Melone. Grüne, unreife Papayas schmecken herber. Die exotischen Früchte stecken voll guter Inhaltsstoffe, enthalten dabei aber nur wenige Kalorien. 100 Gramm Fruchtfleisch liefern etwa 30 Kilokalorien und 80 Milligramm Vitamin C. Dadurch sind bereits 80 Prozent unseres Tagesbedarfs an Vitamin C gedeckt. Daneben kann das in den Papayas enthaltene Vitamin A unser Sehvermögen stärken. Da die Papaya einen geringen Säuregehalt hat, ist sie leicht bekömmlich und auch für empfindliche Mägen geeignet. Papayas enthalten zudem hohe Mengen des eiweißspaltenden Enzyms Papain. Dieses sorgt dafür, dass unverdautes Eiweiß im Magen-Darm-Trakt aufgespalten und verdaut wird. Besonders hohe Konzentrationen des Papains befinden sich in den runden braunen Kernen im Inneren der Frucht. Beim Verzehr großer Mengen ist etwas Vorsicht geboten, denn Papain wirkt abführend.

In der Küche

Die exotische Frucht eignet sich reif für Desserts, Marmeladen oder Smoothies. Noch unreife Früchte passen gut in herzhafte Gerichte wie Currys oder für Salate. Die Schale der Papayafrucht ist ungenießbar und sollte mit einem Sparschäler entfernt werden. Die Papayakerne reifer Früchte hingegen können noch in der Küche verwendet werden. Einfach säubern, waschen, trockentupfen und 3 – 4 Stunden bei 50 Grad im Ofen trocknen. Sie sind leicht scharf, erinnern an Kresse und schmecken gut als Topping. Sie können ähnlich wie Pfeffer auch in der Mühle verwendet werden.
Das in der Frucht und den Kernen enthaltene Enzym Papain hat neben den vielen positiven Eigenschaften auch negative. Milchprodukte werden bei längerem Kontakt mit der rohen Frucht bitter. Daher am besten immer erst kurz vor dem Essen kombinieren. Gelatine wird mit Papaya nicht fest. Darum besser Agar-Agar oder Pektin verwenden.

Orangen-Sorbet mit Crêpes

Für 1 Liter Sorbet und 6 Crêpes I für Gäste I braucht et-was Zeit

Sorbet:

750 g Papayafruchtfleisch
1 unbehandelte Orange
125 g Zucker
100 ml Wasser

Crêpes:

½ Vanilleschote
30 g Butter
125 g Mehl
200 ml Milch
50 ml Mineralwasser, mit Kohlensäure
3 Eier
1 TL Zucker
1 Prise Salz

Außerdem: Butter zum Backen Puderzucker oder Zimtzucker zum Bestreuen

Für das Sorbet den Zucker und das Wasser in einem Topf aufkochen und rühren, bis der Zucker vollständig gelöst ist. Die Hitze deutlich reduzieren und das Ganze etwa 10 – 15 Minuten zu Sirup einkochen. Die Papaya waschen, schälen, halbieren und die Kerne mit einem Löffel entfernen. Die Papaya würfeln und im Mixer fein pürieren. Die Orange heiß abwaschen und abtrocknen. Etwa ¼ TL Schale abreiben sowie einige Orangenzesten zum Garnieren abreißen. Die Orange halbieren, den Saft von einer Hälfte auspressen und mit dem Schalenabrieb unter das Papayapüree rühren. Den Topf mit dem Sirup vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Dann das Papayapüree einrühren. Das Ganze im Kühlschrank 4 Stunden durchkühlen lassen.
Die gekühlte Papayamasse in eine Eismaschine geben und ca. 40 Minuten zu Sorbet verarbeiten. Das Sorbet anschließend noch 1 Stunde im Eisfach durchfrieren lassen.
Für die Crêpes in der Zwischenzeit die Vanilleschote längs halbieren und das Mark mit dem Messerrücken herauskratzen.
Die Butter in einem Topf zerlassen und vom Herd nehmen. Das Mehl in eine Schüssel sieben, die Milch, das Wasser und die Eier zugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Die zerlassene Butter, den Zucker, das Vanillemark und das Salz zugeben und untermischen. Abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
Eine Pfanne mit flachem Rand dünn mit Butter bestreichen und den Teig portionsweise backen.
Jeden Crêpe auf einen Teller legen. Eine Kugel Sorbet dazugeben, mit den Orangenzesten garnieren und nach Belieben mit Zimtzucker oder Puderzucker bestäuben.


Fotos: Rogge & Jankovic Fotografen