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PAPUA-NEUGUINEA: RUNDREISE: IN EINEM LAND VOR UNSERER ZEIT


TAUCHEN - epaper ⋅ Ausgabe 70/2018 vom 15.06.2018

InPapua-Neuguinea scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Es ist wahrscheinlich das letzte Abenteuerland, in dem noch nicht alles vermessen und kartografiert wurde und vor dem noch nicht jeder abgetaucht ist.TAUCHEN -Autor Timo Dersch entdeckte mystische Kulturen, unerschlossene Wälder und unberührte Riffe.


Artikelbild für den Artikel "PAPUA-NEUGUINEA: RUNDREISE: IN EINEM LAND VOR UNSERER ZEIT" aus der Ausgabe 70/2018 von TAUCHEN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

FOTOS: A. COTTON (2), T. DERSCH (2)

Beim Kenu & Kundu Festival in der Milne-Bay-Provinz werden alte Kriegskanus ausgefahren (gr. Foto). Touristen zu begegnen finden die Kinder in der Oro-Provinz immer noch zu komisch (u. l.) Die Bemalung der Huli Wigmen ist besonders bunt (u. r.).


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Mein Großvater wusste noch, wie Menschenfleisch schmeckt. Er sagte, es ist zarter als Hühnchen.“ Tourguide Gilbert schaut mir direkt in die Augen, während er das erzählt. Als wäre es völlig normal – Menschen essen. „Als die Missionare kamen, brachten sie uns bei, welche Tiere nahrhaft sind. Schweine, Hühner – sie mochten es nicht, dass wir Menschenfleisch als Nahrung ansahen. Dabei waren das doch alte Menschen oder kranke.“ Manchmal waren es aber auch Feinde, die in Kämpfen starben. Dann wurde der Kopf als Trophäe aufgehoben und zu Hause stolz zur Schau gestellt. „Auch das mochten die Missionare nicht. Sie zwangen uns, die Schädel loszuwerden. Also brachten wir sie in die Höhlen. 100 oder 200 Jahre ist das jetzt her.“ So genau weiß Gilbert das auch nicht. „Die einen sind älter, die anderen jünger.“

GESPENSTISCHE SCHÄDEL

Die Höhlen der Totenköpfe erreicht man nach 20 Minuten Bootsfahrt vom Tawali Resort aus. Die erste liegt direkt am Ufer. Vom Korallenriffdach geht es ein paar Schritte durch den Dschungel, schon steht man vor ein paar Steinstufen, die hinab in die Höhle führen. Nacheinander schieben sich die neugierigen Gäste hindurch und stehen in einer weitläufigen Halle. Ihre Schatten tanzen in den Lichtkegeln der Taschenlampen, knapp über den Köpfen flattern Fledermäuse hin und her. Die Luft riecht modrig. Der erste Totenkopfhaufen erscheint im Schein der Taschenlampen. Gespenstisch liegen sie in einer Ecke. Zeugen aus einer anderen Zeit. Viele der Totenköpfe haben große Löcher: Spuren des Kampfes. In einer Vertiefung in der Felswand liegt ein zweiter Haufen. Ein paar neugierige Dorfbewohner hat es mittlerweile auch in die Höhle verschlagen. Fremde sehen sie hier selten.

Gilberts Lieblingshöhle liegt noch ein Stück weiter. „Dort sind die Stalaktiten schöner.“ Ein Trampelpfad führt bergauf. Über umgestürzte Baumstämme, unter Farnen und Schlingpflanzen hindurch und vorbei an Spinnennetzen. Ständig begleitet von den Rufen der Vögel, die sich im Dickicht verstecken.

Nach etwa zehn Minuten öffnet sich ein weiteres Tor zur Unterwelt. Der Abstieg ist kurz, die Höhle heller als erwartet. Doch der Anblick lässt das muntere Reisegeplapper schlagartig verstummen. Stalagmiten ragen aus dem Boden, Stalaktiten hängen von der Decke herab. Um ein Tropfsteingebilde in Kleinwagengröße steht ein regelrechter Altar aus Totenköpfen. Ein perfekt intaktes Exemplar sitzt auf einem Vorsprung, als wache es über den Rest seiner „Höhlenmitbewohner“. Der Zusammenschluss aus zwei aufeinander zu gewachsenen Tropfsteinen ist übersät mit Kristallen, die die Strahlen der Taschenlampen reflektieren. Mystisch funkelt es über den Schädeln. „Nicht alle Toten wurden automatisch gegessen“, erzählt Gilbert. „Früher wurden die Körper der Verwandten aufrecht bis zum Hals in der Erde begraben.“ Ein Teil der unzähligen Schädel dürfte wohl auch aus dieser alten Tradition stammen. Es sind schlichtweg so viele.

Wer durch die Höhle klettert, findet im dichten Urwald dahinter ein weiteres Loch im Boden. Eine weitere Höhle? Ja. Sie kann aber nur im Entenwatschelgang erkundet werden. Die Höhle selbst ist nicht so beeindruckend wie die Tropfsteinhöhlen zuvor. Doch da ist etwas, das ein flaues Gefühl im Magen verursacht. Etwas, das einen kurz schlucken lässt: rote Flecken an den Wänden. Das wird doch nicht frisches Blut sein? Gilbert erklärt: „Als die Ahnen hier aßen, haben sie danach ihre Hände an den Wänden sauber gerieben. Das sind die Reste dieser Spuren.“ Als alle wieder am Ufer stehen, lässt die feuchte Meeresbrise das Leben zurück in die Gesichter kehren. Was für ein Erlebnis! Was für eine Reise in eine andere Zeit und in eine Kultur, die für uns nur schwer nachvollziehbar ist. Und heute? „Heute isst niemand mehr Menschenfleisch“, sagt Gilbert. „Hunde schon. Die schmecken nämlich besser als Schwein.“ Wieder verzieht er keine Miene.

Barrakudaschwärme kreisen vor allem bei den nördlichen Inseln.


Die Reste des Kannibalismus wurden in Höhlen versteckt.


FOTOS: S. RICCARDO (1), T. DERSCH (1), A. COTTON (3)

Die Bemalung der Melpa-Women-Tänzerinnen (o.). Festmahl: Süßkartoffeln und Schweinefleisch unter heißen Steinen gegart (u.).


Die Skeleton Men vertreiben mit ihren Imitationen böse Waldgeister und feindliche Stammeskrieger.


Die Krokodilmänner bekommen in einer rituellen Skarifizierung die Haut aufgeritzt – in Krokodilmusterform.


PARADIESISCHE RIFFE

Das Tauchen nördlich der Milne Bay fühlt sich im Gegensatz zum Höhlenausflug wie eine Entspannungskur an. Kaum Strömung, kaum Taucher, kaum Stress. Die Durchgänge und Torbögen im Flachwasser laden zum Erkunden ein. Das lebendige Riff ist üppig mit schönsten Korallen bewachsen. Unzählige Bewohner tummeln sich darin. Nur die großen Schwärme bleiben aus. Also geht es auf die Suche nach Makromotiven. Allein die Nacktschneckenvielfalt ist gigantisch. Mit einem geschulten Auge und etwas Geduld kommen die Kleingetierfans hier voll auf ihre Kosten. Selbst Rauschnauzen-Geisterpfeifenfische gibt es. Schmuck-Geisterpfeifenfische gehören schon zum Tagesprogramm. Und dann quietscht die japanische Tauchlehrerin Nozaki plötzlich und zeigt hinaus ins Blaue. Da schwimmt doch glatt eine Mobulaschule vorbei! Ein bisschen Glück gehört eben auch dazu.

Die Reise geht weiter auf die nördlichen Inseln. Hier ist alles etwas fortschrittlicher. Es gibt gute Straßen, Palmölfelder, eine ansatzweise funktionierende Wirtschaft. Vom Flughafen Hoskins ist es eine einstündige Shuttlebus-Fahrt bis ins Paradies: Hier liegt die Kimbe-Bucht eingebettet zwischen Vulkangipfeln. In dem unberührten Urwald und im Meer liegen Flugzeugwracks – Zeugen des Krieges gegen die Japaner. Doch nur wenige Tauchtouristen kommen allein wegen der Kriegsgeschichte. Es ist die Unterwasserwelt der Kimbe-Bucht, die Forscher und Taucher aus aller Welt magisch anzieht, denn das Wort Vielfalt wäre hier untertrieben: Hartkorallengärten, bei deren Anblick der Garten Eden verblassen würde. Softkorallen, weich wie Wattewolken. Und diese Berge, diese eindrucksvollen Berge! Moment: Berge? Taucher und Berge? Seamounts lautet das Zauberwort, das die Bucht so einzigartig macht – es handelt sich um Unterwasserberge.

Überall ragen sie aus den großen Tiefen der Bucht bis etwa 20 Meter unter die Wasseroberfläche hinauf. Das tiefe Gewässer um sie herum bedeutet Strömung an ihren Berggipfeln. Und das wiederum bedeutet große Räuber aus der Tiefe. Barrakudaschulen fühlen sich hier pudelwohl – sie bilden regelrechte Tornados. Hunderte von Fischen in ständiger Rotation. Das Gefühl, durch das Auge des Orkans zu tauchen, ist der absolute Hammer. Besser als jede Haifütterung. Auge in Auge mit nicht nur einem Raubfisch, nein mit Hunderten gleichzeitig, die einen dabei in Tunnelform umkreisen. Das gibt es nicht nur in Papua, hier hat man aber die Garantie auf dieses Erlebnis. Doch Vorsicht: Verschreckt man den Schwarm, zieht er in die Tiefe davon. Bis auf 40 Meter kann man ihm folgen. Dort, wo der Grat den Seeberg verbreitert und beeindruckende rote, buschige Seepeitschenfelder wachsen. Graue Riffhaie flitzen hier umher. Und auch die Stachelmakrelenschwärme sind fast so beeindruckend wie die der Barrakudas. Doch letztere ziehen von dannen. Sie haben für heute genug ihrer Show abgeliefert.

„Die Seamounts sind ein Mysterium, mit ganz eigenen Ökosystemen“, sagt Ben Cresswell, Meeresbiologe aus England, der gemeinsam mit seiner Kollegin in der Forschungsstation des Walindi Resorts in der Bucht stationiert ist. „Wir verfolgen die Entwicklung des Korallenreichtums und versuchen, Rückschlüsse zu ziehen, wie sich ihre Gesundheit auf den Fischreichtum auswirkt. Die Bucht ist dafür perfekt geeignet. Hier gibt es viele Stellen mit kerngesunden Korallen.“

Die Schwämme wachsen hier zu Kaventsmännern heran.


Etwas, was die Resortgäste stutzen lässt, findet sich in der Lobby: Sie hängt voller Orca-Fotos. Wie kann das sein? Man ist doch nicht in Norwegen. „Ja, ab und an kommen die Orcas hier vorbei. Sie spielen und fressen. Passiert vielleicht alle zwei Jahre mal.“ Max, der Resortleiter scheint das nicht besonders außergewöhnlich zu finden. Die Gäste sind ungläubig. Doch in der Tat – auch in diesem Jahr haben einige Taucher Glück und beobachten eine Gruppe Orcas, wie sie mit einem Mondfisch spielt. Derart gesegnet sind nicht alle, die Chancen auf Delfine stehen da schon besser. „Sie mögen es, mit unseren Booten mitzurasen“, lacht Max. „Unter Wasser triffst du sie nicht so leicht, an der Oberfläche sehen wir sie ständig.“

ABENTEUER ÜBER WASSER

Doch eines sollte man in Papua auf gar keinen Fall auslassen. Hier nur zu tauchen, wäre, wie nur das erste Kapitel eines Thrillers zu lesen. Oder den Blockbuster nach 20 Minuten auszuschalten. Es sind die Jahrhunderte alten Kulturtraditionen, die Papua zur bunten Fabellandschaft werden lassen – zu einem Fest für die Sinne. Und wie erlebt man Kulturtraditionen am eindrucksvollsten, egal in welcher Region auf dem Globus man sich befindet? Auf Festen und Zeremonien. „Sing Sings“ werden sie hier genannt – eine Mischung aus Gesang und Tanz. Eine Aufführung der alten Bräuche und eine Präsentation der eigenen Kräfte zur Einschüchterung der bösen Waldgeister.

Sing Sings sind fester Bestandteil eines jeden Dorfes. Und so wie fast jedes größere Dorf in Papua seine eigene Sprache spricht, so pflegt auch jedes größere Dorf seine eigene Tanzkultur. In den Bergregionen, von den Einwohnern hier meist als Highlands bezeichnet, begegnet man zum Beispiel den „Skeleton Men“, die sich mit Kohle und Korallenstaub zu wandelnden Skeletten transformieren, um den Gegnern das Fürchten zu lehren. Oder den „Mud Men“, den Matschmännern, die riesige Tonmasken auf dem Kopf tragen, ihre Körper ganz mit braunem Schlamm eingerieben haben und auf ihre Finger lange Bambuskrallen stecken. In den Flussregionen der Provinz East Sepik River kann man mit etwas Glück einem der auserwählten Krokodilmännern begegnen. Im jugendlichen Alter wird ihnen in einer Initiierungszeremonie am ganzen Körper die Haut aufgeritzt und die Wunden anschließend mit Flussschlamm eingerieben. Beginnen sie zu verheilen, werden sie aufgekratzt und es kommt wieder etwas Schlamm hinein. So entstehen dicke Narben in Krokodilmusterform und die Transformation hin zu den Krokodilmännern ist perfekt. Sie sollen nun besondere Kräfte haben, den Geistern das Fürchten lehren, Krokodile jagen und vor allem die Geschichten der Ahnen hüten und weiter überliefern. Aus unserer westlichen Perspektive ist es kaum nachvollziehbar, dass ein Mensch durch diese lange, zermürbende Zeremonie voller Schmerzen geht, darauf stolz ist und die Bürde mit Haltung auf sich nimmt. Doch hier ist es eine große Ehre, Krokodilmann zu werden.

Es ist das unerwartet Andere, das den Charme Papua-Neuguineas ausmacht. Das Unberührte, das Abgeschottete. Und der Stolz der Bewohner, ihre Kultur und ihre Traditionen zu präsentieren. Wer sich beim Reisen darauf einlässt zu beobachten, zu akzeptieren und nicht zu urteilen, der kann eine einzigartige Schönheit zu Gesicht bekommen. Denn in Papua-Neuguinea sind die Eindrücke besonders intensiv.

UNSERE RESORT-TIPPS

FOTO: F. FISCHER

Lissenung Island Resort

Wer die absolute Entspannung sucht, ist hier richtig. Das Insel-Resort mit Hausriff wird geleitet von dem Österreicher Dietmar Amon, den so schnell nichts aus der Ruhe bringen kann. Zur Verfügung stehen vier Bungalows mit insgesamt sieben Zimmern. Vier Zimmer haben eigene Badezimmer, die anderen teilen sich ein Gemeinschaftsbad. Tagsüber geht es zu erstklassigen Tauchplätzen hinaus, abends wird in familiärer Atmosphäre gemeinsam gegessen. Das absolute Highlight ist Albatross Passage – mit Barrakuda- und Stachelmakrelenschwärmen, Grauen Riff- und Schwarzspitzenriffhaien, Thunfischen, Adlerrochen und manchmal sogar Mobulas. Auch Wrack-Spots gibt es zu bestaunen – drei Kriegsflugzeuge und einen gut erhaltenen Fischtrawler. Das Lissenung Resort bietet auch Ausfahrten zum Surfen an. Um die Inseln herum gibt es tolle Reefbreaks, was die Brettsportler anzieht.
Preise: Doppelzimmer mit VP ab 116 US-Dollar pro Person, 2 Bootstauchgänge 106 US-Dollar.www.lissenungisland.com

FOTO: TUFI RESORT/M. KRUMINS

Tufi Resort

Das Tufi Resort begeistert mit hervorragendem Fischreichtum an den Außenriffen und extravagantem Makro-Leben in den Fjorden. Die Außenriffe liegen weit entfernt und sind nur mit einer einstündigen Bootsfahrt zu erreichen. Leider ist die Sicht ist dort nicht immer die Beste, aber dafür tummeln sich unzählige Graue Riff-, Weißspitzenriff- und auch Hammerhaie an den Riffen. Im Resort gibt es 16 Deluxe-Zimmer, die komfortabel eingerichtet sind. Es gibt einen kleinen Pool mit Sonnendeck und Liegestühlen sowie eine Grill-Terrasse mit tollem Ausblick über den Fjord. Wer mag, kann als Ausflug in einem der nahen Dörfer übernachten. Nur so taucht man wirklich in die Kultur der lokalen Bevölkerung ein und lernt, wie es sich anfühlt, ohne Strom und fließend Wasser zu leben (eine Nacht kostet inklusive VP 120 US-Dollar).
Preise: Doppelzimmer mit VP 145 US-Dollar pro Person, 3 Bootstauchgänge 220 US-Dollar.www.tufidive.com

FOTOS: TAWALI RESORT

Tawali Resort

Der Tipp für Genießer, denn im Tawali Resort ist das Essen einfach hervorragend! Das Hotel ist komplett auf Stelzen gebaut und fügt sich in den Urwald ein wie ein Einsiedlerkrebs in ein Schneckenhaus. Das Resort hat zudem ein eigenes Liveabord und ein wirklich großes, gut ausgestattetes Tauchschiff für den täglichen Tauchbetrieb. Nozaki, die japanische Tauchlehrerin, ist ein echter Engel und hat ein hervorragendes Auge für die Suche nach Makro-Motiven. Wer außer den Riffen auch den Dschungel erkunden möchte, kann sich auf die Spuren des Paradiesvogels begeben. Mit etwas Glück kann man diesen auf einer der geführten Birdwatchingtouren beobachten. Absolutes Highlight: die Skull Caves – die Höhlen der Totenköpfe. Die angebotenen Touren führen auf die Spuren der Kannibalenkultur der malayischen Vorfahren.
Preise: 7 Nächte im Doppelzimmer mit VP und 18 Bootstauchgängen kosten 2310 US-Dollar.www.tawali.com

FOTO: WALINDI RESORT/M. BENZ

Walindi Plantation Resort

Das bekannte Resort ist etwas hochpreisiger, was sich aber auch im Service und Komfort bemerkbar macht. Die Holzbungalows sind solide gebaut und gut ausgestattet. Die Kimbe Bay ist ein taucherischer Traum mit Großfisch und Korallenvielfalt en masse. Die Hartkorallenriffe sind sehr flach und bieten sich daher wunderbar für Schnorchler an. Die Seamounts liegen etwas weiter draußen (30 bis 40 Minuten Fahrt) und strotzen vor Großfisch. Etwas näher zum Ufer kann das schön bewachsene Wrack einer Propellermaschine betaucht werden. Die Tauchboote fassen acht bis zwölf Taucher. Das Resort ist auch der Ausgangspunkt für Touren mit dem Liveabord „Febrina“. Für Ornithologen interessant: Es werden umfangreichen Birdwatching-Touren angeboten. Die Gegend lässt dank ihrer Artenvielfalt die Herzen von Vogelliebhabern höher schlagen.
Preise: Doppelzimmer ab 175 US-Dollar pro Person (inkl. VP), 3 Bootstauchgänge ab 190 US-Dollar.www.walindifebrina.com

Der Karawari-Fluss ist Lebensraum vieler Stämme.


Anreise Flug nach Singapur, dann weiter mit Air Nuigini nach Port Moresby. Von dort aus verbindet die Fluglinie PNG Air mit allen Landesteilen.
Beste Reisezeit April bis November
Tauchen Das Wasser ist zwischen 27 und 29 Grad Celsius warm, die Strömungen reichen von null bis sehr stark.
Gesundheit Eine Malariaprophylaxe sollte vor der Reise mit dem Arzt besprochen werden.
Highlands & Flussregionen Der Anbieter Transniuguinitours hat sich auf die abgelegenen Winkel des Landes spezialisiert und bringt seinen Gästen die verschiedenen Kulturen Papuas näher. Auf dem Programm stehen zum Beispiel Touren zum Mount Hagen. Die dortigeRondon Ridge Lodge liegt 2164 Meter über dem Meeresspiegel und hat einen sensationellen Ausblick. DieAmbua Lodge bei Tari liegt auf 2000 Höhenmetern. Von hier geht es zu Dschungeltouren und Dörfern. Highlight sind die Huli Wigmen mit ihrer Haartradition – heiligen Perücken aus eigenen Haaren. Von den Highlands bietet der Operator auch Flüge in die Provinz East Sepik River an. DieKarawari Lodge ist der perfekte Ausgangspunkt, um die Region zu erkungen – ausschließlich auf dem Wasserweg. Preis: 9-Tage-Tour zu allen drei Resorts inkl. aller Mahlzeiten und Touren 4877 US-Dollar im Doppelzimmer. www.pngtours.comPreisbeispiel 7 Nächte im Tawali Resort mit VP und täglichen Tauchgängen und 7 Nächte im Walinidi Plantation Resort mit VP und 10 Tauchgängen kosten im November 2018 ab/an Port Moresby inklusive aller Inlandsflüge und Transfers 5088 Euro pro Person. Info: www.wirodive.de
Weitere Reiseveranstalter www.aquaventure- tauchreisen.de, www.as-tauchreisen. de, www.belugareisen. de, www.botg.de, www.extratour-tauchreisen. de, www.rogertours.de, www.tourmare.de
Weitere Infos www.papuanewguinea.travel/ europe, www.facebook.com/PNGTourismEurope


FOTOS: A. COTTON, S. RICCARDO, T. DERSCH

FOTO: A. COTTON; KARTE: S. TIMMANN