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PASSFOTOS: Fotohändlern drohen UMSATZEINBUSSEN


FOTOwirtschaft - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 13.02.2020

Um zu verhindern, dass Passfotos nicht digital verfremdet werden, sollen sie künftig unter Aufsicht der Behörde von Beamten im Meldeamt geschossen werden. Dies geht aus einem Gesetzesentwurf des Bundesinnenministeriums hervor.


Artikelbild für den Artikel "PASSFOTOS: Fotohändlern drohen UMSATZEINBUSSEN" aus der Ausgabe 2/2020 von FOTOwirtschaft. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Handelsverbände und die United Imaging Group setzen alles daran, dass Erika Mustermann auch in Zukunft Ihre Passfotos beim Fotografen oder Fotofachhändler ihrer Wahl anfertigen lassen kann.


Um für mehr Sicherheit bei Passfotos zu sorgen und eine nachträgliche Verfremdung durch das so genannte ...

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... „Morphing“ zu verhindern, sollen Passbilder zukünftig nur noch von den Beamten der Passbehörde aufgenommen werden. So sieht es ein Gesetzesentwurf des Bundesinnenministeriums vor. Was dieser Entwurf nicht berücksichtigt: Deutschen Fotografen und Fotofachhändlern drohen dadurch Umsatzeinbußen in Millionenhöhe. Schließlich ist das Geschäft mit Passfotos ein wichtiges Standbein. Dagegen protestieren jetzt auch der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Handelsverband Technik (BVT).

„Existenzielle Bedrohung für viele mittelständische Unternehmen“
„Da die Fotohändler mit der Erstellung der Passfotos nicht nur den höchsten Deckungsbeitrag erzielen, sondern dieser Service auch maßgeblich für Kundenfrequenz in den Geschäften sorgt, würde dieser Plan Millionenumsätze im Handel vernichten. Angesichts der ohnehin angespannten Lage im stationären Einzelhandel stellt dies eine existenzielle Bedrohung für viele mittelständische Unternehmen dar“, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser und der Vorstandsvorsitzende des BVT, Frank Schipper, in einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer.

Sichere Erstellung von Passfotos auch im Fotofachhandel realisierbar
Es sei richtig und wichtig, Manipulationen bei der Pass- oder Personalausweisbeantragung zu verhindern. Der Handel unterstütze dies ausdrücklich. Allerdings brauche es dafür kein faktisches Verbot der Erstellung von Passfotos im Fotohandel. Denn über eine Zusammenarbeit von Privatwirtschaft und Behörden seien im Handel die gleichen Sicherheitsstandards realisierbar. „Grundsätzlich ist höchste Sorge angebracht. Denn der mögliche Wegfall des Passbildgeschäftes ist für jeden Fotofachhändler existenzbedrohend“, sagt auch Michael Gleich, Geschäftsführer der United Imaging Group (UIG). Beruhigt allerdings im gleichen Atemzug die Gemüter: Der politische Prozess befinde sich bei einem Referentenentwurf noch im Anfangsstadium und müsse noch sehr viele Hürden nehmen, so Gleich.

Die UIG hatte bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Pläne ihren Mitgliedern empfohlen, die Bundestagsabgeordneten ihres Wahlkreises anzuschreiben und ihnen in diesem Schreiben deutlich zu machen, dass die Überlegungen des Referenten ihre Existenz bedrohen. Die UIG-Zentrale hat parallel zu den Aktivitäten ihrer Mitglieder entsprechende Schreiben an Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verschickt.

UIG und Partner arbeiten an einer sicheren Passbildlösung für den Handel
Die United Imaging Group arbeitet, wie Michael Gleich betont, zudem bereits an einem Konzept, das eine sichere, unterbrechungsfreie und einfache Bildübertragung an die Passbild- Ämter gewährleistet. Hierfür sei man in enger Absprache mit Herstellern von Passbildstationen wie VST und Silverlab. Außerdem seien Softwarehersteller sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) involviert. Dadurch, so Michael Gleich, werde ein noch zu kreierender „Passbildmacher“ auf Beamtenebene überflüssig.


FOTO: BMI