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PASTE PERFEKT


ANGELSEE aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 20/2019 vom 08.02.2019

Forellenteig gehört zu den gängigsten und fängigsten Ködern am Forellensee. Trotzdem werden beim Angeln mit Teig viele Fehler gemacht. Wie man die Paste perfekt einsetzt, zeigt Waldemar Merdian. Der Pasten-Profi benutzt den Top-Köder sowohl beim aktiven als auch beim passiven Angeln gleichermaßen erfolgreich.


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Forellenteig bringt die Salmoniden an den Haken – aber nur, wenn man ihn richtig einsetzt.


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Fürs Schleppen verwendet Waldemar eine Posenmontage (links). Das auf dem Vorfach platzierte Bleischrot liegt auf dem Boden, der Köder treibt auf. Fürs passive Grundangeln kommt ein Sbirolino zum Einsatz. Auch hier legt ein Bleischrot die Auftriebshöhe des Köders fest.


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Die Schleppgeschwindigkeit hängt vom Verhalten der Forellen ab. Sind die Fische hungrig und aktiv, darf man relativ schnell einkurbeln. Sind die Salmoniden passiv, sollte man die Montage deutlich langsamer einholen.


Forellenteig aus dem Glas, am Haken befestigen, auswerfen und schon stürzen sich die Salmoniden auf den Köder. Das klingt gut, aber ganz so einfach ist es nicht. Die Paste ist zwar ein sehr guter Köder, aber man muss sie auch richtig anködern und präsentieren, damit die Forellen zuschnappen.

Grundsätzlich muss man wissen, dass es zwei Pastentypen gibt: schwimmend und sinkend. Der klassische Forellenteig, der meist noch in Heimarbeit hergestellt wurde, sinkt ab und auch im Angelladen kann man sinkende Pasten kaufen. Sinkender Forellenteig bringt Fisch, aber die meisten Forellenangler setzen auf schwimmende Paste. So auch Waldemar. Warum? Weil man damit einfach variabler angelt.

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Forellen stehen auf Knoblauch-Aroma – besonders in der kalten Jahreszeit.


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Die passive Rute wird auf einem Rutenhalter abgelegt.


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Die Bremse sollte so eingestellt werden, dass der Fisch beim Biss Schnur abziehen kann. Sonst ist das Risiko groß, dass die komplette Angel ins Wasser gerissen wird.


Besser zweifarbig

Waldemar Merdian angelt am liebsten mit einem Pastenpropeller, der aus zwei kontrastreichen Farben besteht. Mit diesen bunten Ködern erzielt er deutlich bessere Fänge als mit einfarbigem Teig. Seine Lieblingskombinationen sind:

● Grün-Schwarz

● Orange-Schwarz

● Weiß-Schwarz

● Rainbow (Kombination aus unterschiedlichen Farben)

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Zur Herstellung eines zweifarbigen Teigpropellers formt Waldemar aus zwei Teigsorten jeweils eine Kugel (1). Die beiden Kugeln werden aneinandergedrückt (2). Dann formt man einen Tropfen (3). Das dicke Ende des Tropfens wird platt und nach unten gedrückt (4). Mit dem Zeigefinger kerbt man den Rücken des Köders leicht ein und drückt die Seiten des entstandenen Tellers leicht nach vorne (5). Fertig ist der zweifarbige, rotierende Teigköder (6).

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Jetzt ist höchste Konzentration angesagt. Denn da hängt definitiv ein dicker Fisch am Haken.


VARIABEL MIT AUFTRIEB

An einer Grundmontage würde ein sinkender Teig unauffällig auf dem Gewässerboden liegen. So wird man keine Forelle zum Biss verführen. Schwimmender Teig hingegen treibt vom Gewässergrund verführerisch auf und schwebt ins Blickfeld der Forellen. Außerdem kann man (sinkende) Lebendköder wie Maden, Bienenmaden oder Würmer mit schwimmender Paste präsentieren und dem Köder auf diese Weise Auftrieb verleihen.

Auch zum Schleppen eignet sich auftreibende Paste bestens. Fürs Schleppen mit Paste verwendet Waldemar eine schlanke Pose mit einer Tragkraft von 3 Gramm, die auf der Hauptschnur verschoben werden kann. Weil die Montage nicht „gezittert“ wird, wie beim Angeln mit der Tremarella-Technik, sind bauchige Posen hier nicht erforderlich. Eine schlanke Pose bietet dem Fisch beim Biss weniger Widerstand. So kann man auch zickige Salmoniden besser verhaften. Außerdem hat Waldemar festgestellt, dass besonders im Sommer eine voluminöse Pose eher Scheuchwirkung hat.

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Waldemar wurde seinem Ruf als Großforellen- Fänger wieder einmal gerecht. Diese Lachsforelle konnte dem Pastenköder nicht widerstehen.


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Ein einfacher Einhänge-Bissanzeiger informiert den Angler darüber, was am Köder gerade passiert.


SCHLEPPER-TAKTIK

Beim Schleppen angelt Waldemar gerne mit Vorfächern ab 1 Meter Länge. Unterhalb der Pose befindet sich der Großteil der Bebleiung in Form eines dickeren Bleischrotes. Auf dem Vorfach sitzt ein weiteres Bleischrot. Die Montage wird so eingestellt, dass dieses Bleischrot beim Schleppen über den Gewässergrund schleift. Der Abstand zwischen diesem Bleischrot und dem Haken mit Teigpropeller bestimmt, wie hoch der Köder auftreibt. Möchte man hart am Grund angeln, ist der Abstand zwischen Bleischrot und Köder klein. Soll der Propeller flacher laufen, wird der Abstand vergrößert.

In der kalten Jahreszeit muss man vorwiegend grundnah schleppen und den Köder im tiefen Wasser halten. Dann verwendet Waldemar 0,5 bis 1 Gramm schwere Bleischrote. Im Sommer, wenn die Forellen aktiver sind und näher an der Wasseroberfläche stehen, kann flacher gefischt werden. Dann fällt das Schrotblei mit 0,3 bis 0,6 Gramm auch leichter aus. Ein schweres Bleischrot würde den Köder in die Tiefe hinabrauschen lassen. Und dort halten sich die Forellen in der warmen Jahreszeit meist nicht auf.

Grundsätzlich ist die Schleppgeschwindigkeit abhängig vom Verhalten der Forellen. Sind die Fische aktiv, kann man die Montage relativ schnell führen. Verhalten sich die Salmoniden hingegen eher heikel, sollte man deutlich langsamer schleppen. Fürs Schleppen setzt Waldemar gerne lange Steckruten ein, die Matchruten ähneln. Allerdings sollte man bei der Rutenwahl darauf achten, dass die Rutenringe relativ groß ausfallen. Durch diese Ringe läuft die Schnur widerstandsloser und bei Minustemperaturen eisen sie nicht so schnell zu.

EINFACH LIEGEN LASSEN

Auch fürs stationäre Angeln kann man (auftreibende) Forellenpaste sehr gut einsetzen. Die beschriebene Schleppmontage kann man einfach liegenlassen: Das Bleischrot legt sich auf den Gewässergrund, der Teig treibt verführerisch auf. Im Gegensatz zu anderen Posen-Montagen ohne aufliegendes Blei, wird diese Montage nicht vom Wind verdriftet. Man muss also nicht alle zehn Minuten auswerfen, weil der Wind die Montage und den Köder ans Ufer gedrückt hat.

Waldemar angelt gerne mit einer aktiv geführten Montage und einer „passiven“ Rute, die er auf Grund legt. Für die Grundmontage verwendet er allerdings kein Grundblei. Das Gewicht könnte im Sediment versinken und dadurch den Schnurdurchlauf behindern. Deshalb montiert er anstelle eines Laufbleies lieber einen langsam sinkenden Sbirolino von maximal 8 Gramm auf die Hauptschnur. Vorteile des Sbiros: Er lässt sich aufgrund seiner aerodynamischen Form sehr gut auswerfen, sinkt in Zeitlupe ab und legt sich auf den Gewässergrund. Waldemar setzt auf transparente Sbirolinos, weil sie besonders unauffällig sind.

An den Haken kommt übrigens keine Teigkugel, sondern ebenfalls ein Teigpropeller. Das hat folgenden Grund: Zwischendurch wird die Montage immer ein bisschen herangekurbelt. Dabei rotiert der Teigpropeller und wenn der Sbirolino sich dann wieder auf den Boden legt, trudelt der auftreibende Propeller wieder nach oben.

Auf dem Vorfach befindet sich ebenfalls wie bei der Schleppmontage ein Bleischrot, das die Auftriebshöhe des Köders bestimmt. Bei Bedarf kann das Bleischrot verschoben werden und man kann die Höhe verändern, in der der Köder schwebt. Gerade beim Grundangeln hat es sich bewährt, den Teigköder noch mit einer Bienenmade oder einem Wurm(stück) zu garnieren.

MIT OFFENER BREMSE

Die passive Rute wird auf einen Rutenhalter abgelegt. Ein Einhänge- Bissanzeiger hilft Waldemar dabei zu erkennen, wenn sich ein Fisch am Köder zu schaffen macht. Ganz wichtig: Bremse öffnen, so dass der Fisch beim Biss Schnur abziehen kann. Denn die passive Rute hat man nicht permanent im Blick. Beißt eine starke Lachsforelle und ist die Rollenbremse geschlossen, kann es passieren, dass die Rute ins Wasser gerissen wird.

Ob aktive oder passive Rute – beim Biss gilt: kühlen Kopf bewahren! Wer sofort den Anhieb setzt, wird nicht selten Fehlbisse zu beklagen haben. Deshalb besser die Rute nach vorne führen, langsam Kontakt zum Fisch aufbauen und den Anhieb erst setzen, wenn die Forelle entschlossen abzieht.

Großforellen-Gewässer in der Eifel

Waldemar Merdian demonstrierte seine Angeltechniken mit Forellenteig in der Barweiler Mühle in der Eifel. Die Gewässer dieser Anlage werden regelmäßig mit großen Lachsforellen besetzt. Mehrere Hütten stehen für einen Angelurlaub zur Verfügung: Barweiler Mühle Barweiler Mühle 2 53534 Barweiler Tel. 0 26 91-76 84 Website: www.barweilermuehle.de

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Text und Fotos: Gregor Bradler

ext und Fotos: Gregor Bradler

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