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Patricia Kelly: „Als wir am Boden waren, begannen wir, unseren verrücktesten Traum zu verfolgen“


Stars und Melodien - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 19.03.2020

Auf ihrem neuen Album offenbart sie ihre Gefühle und verrät ihren größten Herzenswunsch


Artikelbild für den Artikel "Patricia Kelly: „Als wir am Boden waren, begannen wir, unseren verrücktesten Traum zu verfolgen“" aus der Ausgabe 3/2020 von Stars und Melodien. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Stars und Melodien, Ausgabe 3/2020

Das silberne Kleid stammt aus der VOX Sendung „Sechs Mütter“ - ein für Patricia sehr spannendes Projekt


EXKLUSIV

Sie ist ein Mitglied der weltbekannten Kelly Family und hat sich längst auch als Solosängerin und Songwriterin einen Namen gemacht. Im Interview mit Stars und Melodien erzählt Patricia Kelly (49) ganz offen über schmerzhafte Momente in ihrem Leben. Ebenso macht sie mit ihren bestärkenden Songs anderen Menschen unglaublich viel Mut.

Wie würden Sie Ihre aktuelle Stimmung bezeichnen?

Also, ich bin sehr ...

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... aufgeregt und voller Vorfreude, denn ich hab’ noch nie so viel Herzblut in eine CD reingesteckt und noch nie so persönlich geschrieben wie bei „One More Year“ („Ein weiteres Jahr“)

Sie haben sich für die Recherche zu Ihrem Buch „Der Klang meines Lebens“ auf Spurensuche in Ihre Vergangenheit nach Paris begeben. Was ist Ihnen eindrücklich in Erinnerung geblieben?

Das war sehr emotional, weil mich diese Reise zu der Zeit zurückgeführt hat, als meine Mama ein Jahr zuvor verstorben war, das war eine sehr wichtige Phase für uns Kellys. Wir haben auf den Straßen und in der Metro gesungen, und wir haben ganz bewusst gesagt, wir werden weitermachen. Wir haben es gewagt, davon zu träumen, dass wir eines Tages ein Stadion voller Menschen füllen werden. Dabei waren wir wirklich am Boden, pleite, Papa war in Depressionen versunken, wir haben ein paar Monate nicht einmal die Miete bezahlen können.

Was haben Sie Ihrem Mann Denis und Ihren Söhnen von dieser Nostalgiereise erzählt?

Bei ihrem Besuch hab’ ich ihnen natürlich alle Stationen gezeigt, wo wir in der Metro gesungen haben, die Station Notre- Dame, die für uns ganz wichtig war und das Hotel, wo wir gelebt hatten. Ich glaube schon, dass meine Kinder da beeindruckt waren. Als sie das erlebt haben, ist ihnen klar geworden: „Du, meine Güte, Mama hatte teilweise auch ein hartes Leben geführt.“

Für wen haben Sie das Lied „Don’t Lose Hope“geschrieben?

Für meine Geschwister, es ist ein Tribut an unser Leben als The Kelly Family, und dass wir nie aufgegeben haben. Jonas Myrin und ich wollten als Songwriter damit einfach Hoffnung ausstrahlen. Es gibt so viele Menschen, denen es nicht gut geht und die in schwierigen Situationen sind. Diesen Menschen möchten wir zeigen, dass wir an sie denken und ihnen ganz bewusst sagen: ‚Macht weiter, ihr schafft es!’

Frau Kelly, Sie selbst haben eine sehr schwere Zeit erlebt, als Sie 2009 an Brustkrebs erkrankt sind. Wie sind Sie damit umgegangen?

Das war natürlich ein Schock, das ist ja nicht nur die Erkrankung, sondern auch das Seelische dabei. Man ist auf einmal in einer anderen Welt, das ist ja wie ein Sturm, der auf einen zukommt, ein Orkan, und man ist plötzlich mittendrin. So beschreibe ich das auch in meinem Lied „One more year“.

Sie beteten als Christin für zehn weitere Jahre, damit Ihre Söhne den möglichen Verlust besser als Sie selbst würden tragen können.

Meine Kinder waren damals sechs und acht Jahre und ich wollte nicht, dass sie den gleichen Schmerz erleben, wie ich als 12-Jährige, als meine Mutter starb. Ich bat Gott, mir noch zehn Jahre zu schenken, und bekam meinen Wunsch gewährt. Im August 2019 ist diese Zeit abgelau- fen und mich beschäftigt die Frage: Habe ich nur die erbetenen Jahre bekommen, oder geht es weiter? Ich habe noch so viel Feuer in mir, so viel zu geben. Ich spüre in mir eine Kraft, eine Lust zu leben, wie noch nie zuvor. Deshalb wünsche ich mir jetzt ein weiteres Jahr und werde nicht aufgeben.

Strenger Dutt, schlichtes Kleid - vor 20 Jahren gab sie ihrem Denis das Jawort


Patricia mit ihrem Mann Denis Sawinkin und den Söhnen Alexander und Ignatius (r.) beim Tischgebet


Patricia (2.v.l.) trat zusammen mit ihren Geschwistern Paul (l.), Kathy (h.l.), Jimmy (2.r.), Angelo (h.r.) und John als The Kelly Family im November 2019 beim RTL-Spendenmarathon auf


Was ging Ihnen beim Einsingen dieses Titelsongs durch den Kopf?

Ich habe noch alles vor Augen, es kam dann auch noch mal alles hoch. Eine Situation, die aber auch zu meistern ist. Ich habe das bewältigt mit Hilfe von Denis, meiner Familie und mit meinem Glauben. Heute kann ich rückblickend sagen, das hat mich viel stärker gemacht.

Sind Sie bei Iggi als Mutter im Zwiespalt, denn er möchte auch ins Rampenlicht, richtig?

Rampenlicht ist für mich kein Begriff. Ich sehe mich als Künstlerin, die Songs schafft. So sieht mich auch Iggi und das ist es, was auch er anstrebt. Er schreibt jeden Tag Songs, und ich muss sagen, mittlerweile wirklich gute Songs. Iggi hat auch bei dem Song „Thank you“ mitgeschrieben und einen wichtigen Beitrag geleistet. Ob er damit auf der Bühne auftritt oder nicht, das ist zweitrangig. Deswegen mache ich mir jetzt keine Sorgen, er hat den Fokus in diese kreative Arbeit gesetzt, darin blüht er auf.

Daniela Kerscher

Im Videoclip zum Song „Roses of Red“ hat sie den klassischen Piro gespielt, der traurig ist


10 CDs ZU GEWINNEN

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Fotos: German Popp, Herbert Schulze, instagram, MG RTL D/Robert Grischek/Endemol Shine (2), picture alliance, Thomas Stachelhaus, Universal Music