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Payment│Kontaktlos bezahlen: Sicher bezahlen per Fingerabdruck


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e-commerce magazin - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 05.09.2018

Kontaktloses Bezahlen mit biometrischen Daten beruht auf drei Grundvoraussetzungen: einem Mobiltelefon, dem technischen Standard NFC und einem Fingerabdruck, um sich zu identifizieren. Das Schweizer Unternehmen Netcetera zeigt, warum dies eine gute Alternative zu herkömmlichen Bezahl-Methoden ist.


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Bildquelle: e-commerce magazin, Ausgabe 6/2018

MICHAEL SEIFERT …
ist Geschäftsführer der Netcetera GmbH und verantwortet die geographische Expansion außerhalb der Schweiz.

www.netcetera.com

► Die Near Field Communication (NFC) steckt schon längst nicht mehr in den Kinderschuhen, dennoch wird sie nur zögerlich verwendet. Warum? Eine Studie vom Digitalverband ...

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... Bitkom aus dem Jahr 2016 verdeutlicht, dass Verbraucher nicht ausreichend über das neue Verfahren informiert waren. Hinzu kamen Sicherheitsbedenken (37 Prozent) und vor allem Unwissenheit. 36 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen das Verfahren bisher nicht bekannt war.

Großes Potenzial, verhaltene Umsetzung

Zwei Jahre später. 2018 haben viele User gelernt, wie sie ihr Handy per Fingerabdruck bedienen können. Selbst viele Banking-Apps erlauben inzwischen den mobilen Kontozugang per Biometrie. Vorteil: Ein Fingerabdruck ist sicher und nur mit extremem Aufwand zu fälschen. Als Identifikationsmittel ist er unverwechselbar.

Das NFC-Verfahren erfüllt höchste Sicherheitsstandards und überträgt Daten vom Smartphone zum Lesegerät nur verschlüsselt. Auf der Strecke zwischen Kassenterminal und Smartphone ist ein Datendiebstahl nahezu ausgeschlossen. Deutschland bietet mit rund 820.000 NFC-fähigen Karten-Terminals zwar ein großes Potenzial für kontaktloses Bezahlen, dennoch ist die Umsetzung verhalten. In der Schweiz sieht das anders aus.

Die Schweizer Softwarefirma Netcetera hat eine der ersten unabhängigen Lösungen für kontaktloses Bezahlen in der Schweiz implementiert. Kunden der Freiburger Kantonalbank und der Banque Cantonale du Jura können per NFC und Fingerabdruck ihr Android-Smartphone als Geldbörse verwenden. Möglich machte dies die Viseca Card Services SA, die zu den größten Schweizer Herausgebern von Zahlkarten gehört. Als erster Anbieter hat sie das Bezahlmodul direkt in ihre bestehende VisecaOne App integriert. Da die Netcetera-Anwendung auf der ToPay-Cloud-Payment-Lösung basiert, funktioniert sie laut Hersteller genauso einfach wie mobile Payment-Angebote von Smartphone-Herstellern: Der Kunde öffnet seine Bezahl-App, hält sein Handy mit aktivierter NFC-Funktion ans Terminal und stellt die Verbindung her. Anschließend bezahlt er den Betrag, der auf seinem Handy erscheint per Fingerabdruck – fertig. Netcetera bietet diese Lösung für Kartenherausgeber weltweit an. In der Schweiz wird die Lösung für Kartenherausgeber von SwissWallet vertrieben. Aktuell stehen über 800.000 Wallets auf der Plattform für einen Einkauf bereit. Die Lösung funktioniert auch weltweit.

In Deutschland könnten Kartenherausgeber ihre eigenen Apps mit einem weltweit standardisierten und zertifizierten Mobile-Payment-Modul ergänzen. Doch bis jetzt geben die meisten Anwender noch den Pin-Code ein. Dabei spricht einiges für die Netcetera-Lösung: Denn ToPay Cloud Payment enthält neben herkömmlichen CVM-Methoden auch die CDCVM- (Consumer Device Cardholder Verification Method) Methode, die eine Bestätigung einer Bezahltransaktion per Fingerabdruck auf dem Smartphone ermöglicht. Die PIN-Eingabe ist dann nicht mehr notwendig.

Zahlung per Fingerabdruck ist einfach und sicher

Zudem muss der Verbraucher, um digital bezahlen zu können, sie erst aktivieren lassen. Beispielsweise bei Google oder Apple müssen in der Regel die eigenen Kartendaten wie Nummer, Ablaufdatum und CVC, also den Card Validation Code, eingegeben werden. Dann muss der Kunde den AGB zustimmen und abschließend beweisen, dass er der legitime Karteninhaber ist. Der letzte Schritt erfolgt separat über eine Step-Up Authentication, etwa über einen Servicepoint im Call-Center. Für den Endanwender ein mühsames Prozedere. Im Gegensatz dazu läuft ToPay Cloud Payment laut Netcetera schneller. ToPay Cloud Payment wird direkt in eine vom Issuer bereitgestellte App integriert, etwa in Mobile Banking Apps oder Issuer Wallets. Die Authentifizierung als Bankkunde ist dann erfolgt und eine Aktivierung mit höchstens zwei Klicks ausgelöst. Sie beginnt mit der Auswahl aus der Liste der verfügbaren zulässigen Karten und endet mit der Zustimmung zu den AGB. Der Kunde bezahlt mit der vertrauten App seiner Bank oder seines Kreditkartenanbieters. Zudem kann die Bank die Schnittstelle zum Kunden für weitere Angebote nutzen. Das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone bietet den Vorteil besonderer Sicherheit, es unterliegt den hohen Anforderungen der Kreditkartenanbieter und wird laufend durch externe Zertifizierungsfirmen geprüft. Dazu werden im ToPay-Cloud-Payment-Modul die Kreditkartendaten durch ein Token ersetzt und der App zur Verfügung gestellt. Tokenisierung bedeutet dabei, dass für die Kartennummer (PAN oder auch Funding PAN) vom Token Service (MDES, VTS) eine neu erzeugte Nummer für das anfordernde Gerät (DPAN = Device PAN) generiert und vom ToPay Service von Netcetera an das mobile Gerät geliefert wird. Im Software Development Kit (SDK) erfolgt die Zahlung anschließend mit der DPAN über das Acquiring-Netzwerk, womit die Zahlungsdaten zuerst zu den Scheme Token Services weitergeleitet, dort geprüft und dann zur FPAN rückübersetzt werden. Erst nach dieser Prüfung werden die Daten an den Issuer Host zur Autorisierung geschickt. So könnte mobiles kontaktloses Bezahlen Kunden noch stärker an Ihre Karte binden und die Kundenommunikation intensivieren.

★ Digital Payment Service ToPay

– Geeignet für Mastercard-, Visa- und American-Express-Karten und deren Tokenization-Dienste
– Weltweite Akzeptanz bestehender Zahlungsdienstleister und an kontaktlosen Bezahlterminals
– Wallet-as-a-service: Von Netcetera gehosteter und betriebener Service für eine schnelle Markteinführung und gleichzeitig minimale Einrichtungs- und Betriebskosten für Kartenherausgeber
– Volle PCI-DSS-Konformität für Wallet-Server, SDK (Software Development Kit), Hosting und Betrieb
– Umfassend konfigurierbar für Karten von Herausgebern oder Inhabern, optionale Karten-Vaults, Treue-Programme
– Erweiterungsmöglichkeiten für converged Wallets bei Mehrkanal-Zahlungen (Mastercard DSRP – Digital Secure Remote Payments)
– Mastercard „Gold-Level Digital Vendor Status“
– Ein einziger Dienstanbieter für die gesamte Beratung, Anpassung, Projektimplementierung, Systemintegration und Sicherheitskonfiguration


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