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PAZIFIK GROSSFISCH-SPOTS: GOLDENES DREIECK


TAUCHEN - epaper ⋅ Ausgabe 80/2018 vom 13.07.2018

Im Ostpazifik liegen drei herausragende Großfisch-Spots:Cocos, Malpelo und Galapagos . Unser Fotografen-Autoren-Team, Damien Mauric und Jamie Watts, stellt diese Ausnahmeregion vor, die in mehrfacher Hinsicht bedroht ist.


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ie eindrucksvollen Galapagosinseln liegen am Äquator und gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe.


ALLE FOTOS: D. MAURIC

Wer sich an Haien nicht sattsehen kann, ist vor Malpelo goldrichtig. Hier tummeln sich verschiedene Spezies.


Die Felsnadel La Ferretaria bei Malpelo ist bekannt für ihre vielen Muränen.


MAGISCHES GROSSFISCHREVIER

Der Ostpazifik wartet mit spektakulären Unterwasserwelten auf – ...

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... unter ihnen sind einige, die zu den absolut besten der Erde zählen. Im Mittelpunkt steht das „goldene Dreieck“: Costa Ricas Cocos, Kolumbiens Malpelo und Ecuadors Galapagos. Die Namen dieser geschützten Inseln erwecken Bilder der schieren Unterwasserpracht: riesige Schwärme großer Fische, darunter Makrelen, Barrakudas und Thunfische. Und Großfisch – von kapitalen, trächtigen Walhaien, die sich hier versammeln, über die größte Ansammlung von tropischen Delfinen bis zu gigantischen Schulen von Hammer-und Seidenhaien. Und damit ist die Aufzählung noch nicht beendet, denn Riesenkalmare fühlen sich hier ebenfalls wohl, und Blau-, Pott-und Buckelwale haben hier ihre Brut-und Fressgründe. Es ist eine aufregende Zeit, als Wissenschaftler beginnen, die Geheimnisse der Region und die Wanderungen ihrer charismatischen Giganten entlang der Seamount-Ketten zu entschlüsseln. Spannend, aber auch Bedenken schürend, die durch das aufkeimende Verständnis entstehen. Das Markieren großer Tiere und eine bessere Einschätzung der Jahreszeiten sowie der Ökologie geben Einblick in die Funktionsweise dieser Region. Man weiß jetzt mehr über die Wanderungen großer Ozeanreisender zwischen den Inseln und in den Seamount-Hotspots. Hammerhaie und andere Haiarten nutzen diese Gebiete, um sich tagsüber auszuruhen und über Tage bis Monate als sozialen Treffpunkt. Nachts gehen sie auf die Jagd, während andere Tiere saisonal zwischen den Hotspots hin und her wandern. Doch während sich die wandernden Tiere von diesen Inseln wegbewegen, verlassen sie auch die geschützten Gebiete – und schwimmen damit einem unbekannten Schicksal entgegen.

Galapagos fasziniert mit einzigartiger Natur – dazu zählen zum Beispiel Braune Pelikane (Jungvogel)


Galapagos-Seelöwen, die hier endemisch sind


COCOS ISLAND: LEIDENSCHAFTLICH UND WÜTEND

Cocos Island ist seit 1978 ein Nationalpark Costa Ricas. Seit 1997 gehört die Insel zu den UNESCO-Welterbestätten.


Randall Arauz ist ein leidenschaftlicher, intelligenter und engagierter Mann. Und in letzter Zeit oft auch ein wütender. Seit 2004 engagiert er sich für die Erforschung und den Erhalt von Cocos. Als Meereswissenschaftler hat er die Insel bereits 36 Mal besucht, um Haie und Schildkröten mit akustischen Sendern auszustatten und Empfänger auf den umliegenden Unterseebergen zu platzieren. Mehrere hundert Tiere wurden bereits getaggt.

Die Hammerhaie halten sich bevorzugt im Herzen des goldenen Dreiecks auf. Ein Dutzend der vor Cocos gekennzeichneten Hammerhaie schaffte es bis nach Malpelo und Galapagos. Die meisten bewegen sich jedoch eher zwischen Cocos und Las Gemelas, zwei Tiefseebergen knapp 65 Kilometer vor der Insel entlang des Kokosrückens (Cocos Ridge), der die Insel mit Galapagos verbindet. Der von Lederund Suppenschildkröten sowie von Galapagos-, Hammer-und Seidenhaien als Migrationsroute von Costa Rica zu den Galapagosinseln genutzte Kokosrücken wird von Wissenschaftlern auch „Galapagos-Cocos Swimway“ genannt. Dieser viel frequentierte Korridor dient den Meeresbewohnern als Brücke zwischen Costa Rica und dem Humboldt-Galapagos-Ökosystem.

Die von Randall und anderen Wissenschaftlern durchgeführten Untersuchungen wurden von der vorherigen Regierung umfassend unterstützt und führten zur Einrichtung und Erweiterung eines Meeresschutzgebiets und einer „No-Take-Zone“, die sich heute über 1036 Quadratkilometer erstrecken. Zusammen mit anderen Wissenschaftlern und Umweltschützern gründete Randall Migramar (www.migramar.org) mit dem Ziel, solide Daten über die Migrationsrouten und Unterseeberge sowie die Bewegungsmuster der Haie, Schildkröten und Wale in der Region zu sammeln. Dieses Wissen nutzen sie, um Regierungen hinsichtlich des Schutzes dieser Lebensräume und des Erhalts der Megafauna zu beraten.

Die neue Regierung Costa Ricas scheint sich hingegen mehr für die Interessen der Fischereiindustrie als für den Umweltschutz zu interessieren. Die Frustration hierüber ist Randall deutlich anzumerken, denn um die Interessen der Fischerei Folge leisten zu können, änderte die Regierung die Zusammensetzung des Wissenschaftsrats, der die Regierung berät. Nun sitzen darin nur noch ein Wissenschaftler und mehrere Mitglieder der industriellen Fischwirtschaft, augenscheinlich um ein Gremium zu erhalten, das den Export von Haiflossen als nachhaltig klassifiziert. Solange die Diskussionen andauerten, wurde der Haifischfang fortgesetzt. Anstatt die Flossen direkt zu verkaufen, lagerten die Fischereiflotten sie einfach ein, bis die Empfehlung des Rats umgangen oder aufgehoben werden kann.

Randall Arauz wurde 2010 der Goldman Environmental Prize für seinen Einsatz zum Schutz der Haie verliehen.


INFO: COCOS – DER HAMMERHAI-SPOT

Cocos – knapp 7,5 Kilometer lang und gut 4,5 Kilometer breit – liegt 494 Kilometer vor Costa Rica und ist von üppigen, grünen Wäldern bedeckt. Die Gewässer sind die Heimat einer der größten Hammerhaipopulation der Welt. Von Mai bis September erreicht die Zahl der Hammerhaie sowie die der Walhaie und Mantas ihren Höhepunkt. Berühmt ist Cocos auch für kleine Riffhaie. Damien Mauric: „Bei einem Nachttauchgang bei Manuelita hielten wir Ausschau nach Weißspitzenhaien. Im Laufe des Tauchgangs gesellten sich immer mehr Haie zu uns, rotteten sich zusammen, um im Licht unserer Lampen zu jagen. Im nächsten Moment kommt ein Galapagoshai herangeschossen, scheinbar angelockt von der Aktivität, und fällt über einen Weißspitzenhai her.“ Veranstalter: www.aquaventuretauchreisen.de, www.actionsport.de, www.as-tauchreisen.de


„ Alcyone-Seamount ist zweifellos ein Paradies für Taucher. Es kommt vor, dass Hammerhaie hier eine Wand aus mehreren hundert Tieren von weit unterhalb der Taucher bis hinauf zur Meeresoberfläche bilden.
DAMIEN MAURIC


Wie eine Wand aus Fisch: Wo großer Nahrungsreichtum herrscht, bilden Großaugen-Makrelen besonders große und dicht stehende Schwärme.


MALPELO: INFO: DIE HAI-OASE IM PAZIFIK

Die Insel Malpelo vor Kolumbien ist rund 1,5 Kilometer lang und 700 Meter breit, liegt in warmen, relativ nährstoffarmen Gewässern – und ist Magnet für Seiden-und Hammerhaie. Mit einer Entfernung von etwas über 480 Kilometern befindet sich Malpelo nah genug an der Küste, um von den kalten Tiefenwassern des Panamastroms zu profitieren, die entlang des Rückens aufsteigen und für einen großen Nahrungsreichtum in den ersten Monaten des Jahres sorgen – der Hammerhai-Saison. Eine Handvoll Hammerhaie, die im Frühjahr in Malpelo getaggt wurden, wurde nur wenige Tage später vor Galapagos gesichtet. Viele davon wanderten von Malpelo nach Cocos. Im späteren Jahresverlauf nimmt der Nährstoffreichtum und damit die Anzahl der in Malpelo ansässigen Hammerhaie ab. Veranstalter: www.rcf-tauchreisen.de, www.extratour-tauchreisen.de

Seit 1995 ist Malpelo ein kolumbianisches Schutzgebiet. Seit 2006 zählt die Insel zum UNESCO-Weltnaturerbe.


Bogenstirnhammerhaie sieht man in den ersten Monaten des Jahres besonders viele – bis im späteren Jahresverlauf der Nährstoffreichtum im Meer sinkt.


EIN LEBEN FÜR DIE HAIE

Sandra Bessudo kam 1987 zum ersten Mal nach Malpelo und war überwältigt von den riesigen Seiden-und Hammerhaischulen. Sie bemerkte aber auch etliche Fischerboote, die an den Riffen rund um die Insel ankerten und Haie an Bord hatten. Seitdem hat sie sich den Schutz von Malpelo zur Lebensaufgabe gemacht und gründete 1989 die Fundación Malpelo. (www.fundacionmalpelo.org)

Eine zufällige Begegnung mit Präsident Cesar Gavaria, der ebenfalls passionierter Taucher war, führte dazu, dass Malpelo zum Meeresschutzgebiet erklärt wurde. Seit 1995 ist eine Fläche von 8575 Quadratkilometern geschützt. Heute organisiert die kolumbianische Marine gemeinsam mit der Nationalparkbehörde einmal pro Jahr wissenschaftliche Expeditionen zu der Insel.

Seit 2000 gibt es dank der Fundación Malpelo ein richtiges Forschungsprogramm. Ziel und Aufgabe der Fundación ist es, Gelder für die Erforschung und den Schutz von Malpelo zu sammeln, was die Stiftung gemeinsam mit der Nationalparkbehörde betreibt. Die Gelder dienen zur Finanzierung des Forschungsprogramms, das die Migration der Meeresbewohner zwischen den Inseln des goldenen Dreiecks untersucht. Momentan sammelt die Stiftung Mittel für die Anschaffung eines Katamarans, um die Gegend um die Insel besser überwachen zu können.

Seitdem Malpelo zum Meeresschutzgebiet erklärt wurde, zeigen die meisten Spezies Anzeichen von Erholung. Lediglich die Hammerhaipopulation nimmt noch immer in beunruhigender Geschwindigkeit ab. Seidenhaie hingegen sind seit einigen Jahren wieder vermehrt vertreten mit mehreren Tausend Exemplaren; allerdings hat Sandra etliche Tiere gezählt, die durch Haken im Maul verletzt sind.

Kolumbien hat als erstes Land ein Gesetz erlassen, das das Anlanden von Haifischflossen und den gezielten Haifischfang verbietet. Zwar ist der Beifang von Haien nicht illegal, allerdings muss der gesamte Hai, einschließlich Flossen, angelandet werden.

Nach sechs Jahren Lobbyarbeit wurde im Juli 2017 für ein Gesetz gestimmt, das illegalen Fischfang und Wilderei unter Strafe stellt. Die Regierung vergrößerte zudem das Meeresschutzgebiet auf 27 000 Quadratkilometer. Weitere Schutzmaßnahme: Die Marine patrouilliert dort nun aktiv, um Wilderer aufzuspüren und festzunehmen.

Nach der Verabschiedung des Gesetzes im letzten Juli wurde ein Schiff dingfest gemacht. Seither sind keine illegalen Schiffe mehr in der Region gesichtet worden. Sandra glaubt, dass die kolumbianischen Behörden den Willen und das Durchsetzungsvermögen haben, um gegen die illegale Fischerei vorzugehen.

Sandra Bessudo hat 1989 die Fundación Malpelo gegründet, die sich der Förderung des Schutzes und der Pflege der Meeres-und Küstengebiete Kolumbiens verschrieben hat.


GALAPAGOS

Die Galapagosinseln sind durch einen Nationalpark geschützt (hier Topspot Darwin’s Arch).


Galapagoskormorane jagen Fische und Kopffüßer.


Die skurrilen Meerechsen ernähren sich von Tang und Algen.


„ Der Tauchgang geht dem Ende zu. Es war unglaublich – Hammerhaie überall und Tausende Makrelen. Und beim Sicherheitsstopp kommt noch ein Bus-großer Walhai vorbei. Ich kann mich nicht losreißen!
DAMIEN MAURIC


UNERMÜDLICH IM EINSATZ

Die Galapagosinseln werden regelmäßig von schwangeren Walhai-Weibchen aufgesucht. Neue Untersuchungen dazu laufen.


César Peñaherrera ist der akademische Leiter der Päpstlichen Katholischen Universität von Ecuador.


César Peñaherrera leitet die Erfassung und Analyse der biologischen Daten bei Migramar. Das letzte Jahrzehnt verbrachte er mit der Kennzeichnung von Haien und anderen Großlebewesen sowie mit der Untersuchung der Populationsdynamik und der Ökosystemstruktur mit dem Ziel, die Vorteile von Meeresschutzgebieten zu verstehen und, wenn möglich, zu quantifizieren.

Die Thunfischfänger – die größten Fischereibetriebe der Region – konnten ihre Fangzahlen mit Einrichtung des Galapagos-Meeresschutzgebiets außerhalb des Schutzgebiets überall in Ecuador verbessern. Die Auswirkungen auf die Haipopulation waren weniger eindeutig: „Das Meeresschutzgebiet funktioniert gut für ortsansässige Spezies, nicht jedoch für diejenigen, die zwischen verschiedenen Gebieten wandern“. Insbesondere nicht für die Hammerhaie. Wie in Cocos und Malpelo sind auch hier Hammerhaie am stärksten betroffen unter den Großlebewesen, weiß César: „Die Population hat sich halbiert. Viele Hammerhaie verlassen das Schutzgebiet und können andernorts gefangen werden.“

César arbeitet derzeit an einer wissenschaftlichen Datengrundlage, um Regierungen eine fundierte Entscheidung über die Ausdehnung der Meeresschutzgebiete zu ermöglichen. Die industriellen Fischereiflotten in Ecuador sind sich im Klaren darüber, dass Meeresschutzgebiete ihrem Geschäft langfristig zugutekommen und die Fischpopulation anwachsen lassen. Aber kleinere, private Fischereibetriebe leben oft von einem Tag auf den anderen und haben nicht immer das große Ganze im Blick.

Die Fischerei stellt nach wie vor die größte Bedrohung für Meeresgroßtiere in der Region dar, glaubt César. Die Taucherszene beobachtet bereits seit einigen Jahren, dass Fischerboote am Rand der 40-Meilen-Zone des Galapagos-Meeresschutzgebiets auf das Einbrechen der Nacht warten, bis die Patrouillen-und Safariboote die Gegend verlassen haben, damit sie fischen können. Nach Einschätzung von César gibt es in großen Meeresschutzgebieten immer ein gewisses Maß an illegaler Fischerei, die an den Grenzen des Schutzgebiets stattfindet.

Die Fischerei ist jedoch nicht die einzige Bedrohung für die Tierwelt von Galapagos. César und Migramar haben Schildkröten und andere Großtiere auf ihrem Weg von den Inseln nach Westen und Norden beobachtet, wie sie Gruppen von Quallen folgten und sich in dem großen pazifischen Müllstrudel verfingen. Plastik in den Mägen von Großtieren ist eine Sache – das weitaus größere und heimtückischere Problem ist jedoch Mikroplastik, das sich in die Nahrungskette bahnt. Wenn man der Fischerei Herr geworden ist, stellt das Plastik den nächsten gravierenden Faktor dar, der das marine Leben bedroht.

Genau wie Sandra in Malpelo und Randall in Cocos ist César fest davon überzeugt, dass der Tauchtourismus eine große Unterstützung beim Schutz dieser Gebiete sein kann. Er stellt eine alternative Einnahmequelle zur Fischerei dar, und natürlich sind die wirtschaftlichen Erträge aus dem Tauchtourismus weitaus beständiger. Dies scheint für sich selbst zu sprechen, und die Taucher zieht es eindeutig in die Region. Der Druck auf die Fischbestände keimt jedoch über politische Kanäle immer wieder auf – in diesem Kampf geht es folglich um Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit, und er ist noch lange nicht gewonnen.

Auch die Riffe vor Galapagos faszinieren mit Einzigartigkeit.


Mantas sieht man zwischen Dezember und Mai besonders häufig.


INFO: FASZINATION GALAPAGOS

Das Ökosystem der Galapagosinseln ist eine der Küste vorgelagerte, tropische Verlängerung des Humboldtstroms, der von der Antarktis kommend die Westküste Südamerikas mit nährstoffreichem Wasser versorgt. Zwischen Dezember und März sind besonders viele Hammerhaie in der Region, insbesondere zwischen Wolf und Darwin und der Umgebung. Zwischen Mai und Oktober kühlt sich das Galapagossystem weiter ab – die Saison der großen Walhaie steht an. Veranstalter: www.aquaactive.de, www.belugareisen.de, www.orca.de