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PERFEKT GEPFLEGT: Sommer, Sonne, schönes Haar


Ratgeber Frau und Familie - epaper ⋅ Ausgabe 8/2020 vom 31.07.2020

UV-Strahlen, Hitze und Regen, aber auch falsche Pflege machen unserem Haar zu schaffen. Hier die besten Tipps für seidigen Glanz


Endlich Urlaub, endlich Sonne satt! Doch was für die Seele Balsam ist, bedeutet für die Haare Stress. Behutsame Pflege ist jetzt angesagt. Und die beginnt mit dem richtigen Waschprogramm.

Bei häufigem Haarewaschen nur den Ansatz shampoonieren. Das schont die Spitzen

1 x 1 der Haarwäsche

Zu heiß, zu lange, zu oft – beim Haarewaschen kann man einiges falsch machen. Wie die Haut sollten auch die Haare nicht mit heißem Wasser gereinigt werden. Sonst geht es den hauteigenen Lipiden ...

Artikelbild für den Artikel "PERFEKT GEPFLEGT: Sommer, Sonne, schönes Haar" aus der Ausgabe 8/2020 von Ratgeber Frau und Familie. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Ratgeber Frau und Familie, Ausgabe 8/2020

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... (Fettstoffen), die die Kopfhaut geschmeidig halten, an den Kragen. Die Folge: das Haar trocknet aus. Besser ist es, nur kurz und lauwarm zu spülen. Der kalte Guss nach der Wäsche ist eine gute Idee für Hartgesottene. Er schließt die Schuppenschicht und sorgt damit für mehr Glanz. Allerdings können Pflegestoffe, die in Leave-in-Produkten stecken, durch die Prozedur weniger gut eindringen.Wichtig bei längerem Haar: Es reicht, nur den Ansatz zu shampoonieren – so werden die Spitzen geschont.Die ideale Shampoo-Portion: ein etwa haselnussgroßer Klecks – diesen in der Hand mit Wasser aufschäumen und gleichmäßig über die Kopfhaut verteilen. Wer die Haare nicht so häufig wäscht, shampooniert zweimal. Ein Plus an Feuchtigkeit erhalten die Haare schon beim Waschen durch Shampoos mit Zusätzen wie Aloe vera oder mit dem Öl der Kaktusfeige – beide werden in Südamerika aufgrund ihrer hydratisierenden Eigenschaften hoch geschätzt .Ist die Kopfhaut gereizt, kann das an den Schaumschlägern im Shampoo, den Tensiden liegen. Eine Alternative bieten „grüne“ Shampoos, in denen milde waschaktive Substanzen aus Aminosäuren oder Zucker- und Kokos-Tenside stecken. Diese sind zudem biologisch abbaubar.Gut zu wissen: Zertifizierte Naturkosmetik ist frei von glanzspendenden Silikonen. Daher kann das Haar in den ersten Wochen nach einem Wechsel stumpfer wirken – es braucht etwas Zeit für die Umgewöhnung. Was außerdem wichtig ist:Das Haar nach dem Waschen nicht trocken rubbeln und auch nicht nass auskämmen, sonst bricht es. Besser sanft mit dem Handtuch trockendrücken. Dann von unten nach oben entwirren. Mit einem grobzinkigen Kamm oder einem „Detangler“, einer Bürste mit biegsamen Borsten, geht’s leichter.

Reparatur-Service

Besser kämmbar und geschmeidiger wird das Haar mit einer Spülung, dem sogenannten Conditioner. Die Produkte verschließen die Schuppenschicht, sodass im Haarinneren Feuchtigkeit gespeichert wird.

In Härtefällen, zum Beispiel wenn das Haar durch UV-Strahlen sehr gestresst ist, empfiehlt es sich, eine Kur anzuwenden. Darin stecken wesentlich mehr Inhaltsstoffe als im Shampoo. Diese regenerieren und kräftigen das Haar, zum Beispiel mit Vitamin E-Öl, das strapaziertes Haar in Schutz nimmt 2. Für eine Packung brauchen Sie etwa eine walnussgroße Menge. Am besten ins handtuchtrockene Haar geben und einen Turban drumherum wickeln. Durch die Wärme können die Inhaltsstoffe noch besser eindringen. Oder Sie investieren komplett in Öl – wie es die Südländerinnen gerne tun. Sie halten ihr Haar traditionell mit Olivenöl geschmeidig. Dieses sollte mindestens 20 Minuten einwirken und muss dann mit einem milden Shampoo gründlich ausgewaschen werden.
Eine Haarkur kann man bei strapaziertem Haar 1- bis 2-mal pro Woche anwenden. Bei feinem Haar jedoch sollte man es nicht übertreiben. Wird das Haar von zu vielen Wirkstoffen beschwert, wirkt es schlaff und hängt kraftlos herunter. Soll es fix gehen, empfiehlt sich eine Leave-in-Kur, die man einfach ins handtuchtrockene Haar sprüht. Tolle Glanzspender sind Produkte mit Hanfsamen-, Argan- oder Kokosnussöl, die man in die Längen gibt 3. Möglichst nicht mehr als die Größe einer Blaubeere verwenden, sonst wirkt das Haar strähnig.

Reinigungskräfte

Wer einen klaren Kopf braucht, sollte gelegentlich (!) ein Haar-Peeling machen. Es löst Talg, Schmutz oder Überschüsse von Stylingprodukten wie Silikone, und reinigt porentief. Das funktioniert zum Beispiel mit Moringasamen, die die Kopfhaut sanft klären 4. Eine fettabsorbierende Maske hat einen ähnlichen Effekt. Geheimtipp: Braune Heilerde (von Luvos) oder weiße Lavaerde (von Logona), die Unreinheiten aufsaugt wie ein Löschblatt. Während sich braune Heilerde besonders für fettiges Haar oder Schuppen eignet, ist weiße Lava-Erde für feines und dünnes Haar ideal. Ist die Kopfhaut sehr trocken, einen kleinen Schuss Öl dazugeben.

Strahlen-Schutz

Die Haare müssen aber nicht nur von Schmutz befreit, sondern auch vor UVStrahlen geschützt werden – selbst wenn man nur auf Balkonien Urlaub macht. UV-Strah- len lassen kein gutes Haar an uns, da sie das Keratin, den Hauptbaustein der Haare, angreifen. Damit kein Stroh auf dem Kopf entsteht: Immer einen Conditioner 5 oder ein Haaröl 6 mit UV-Schutz benutzen.
Wichtig: Auch die sensible Kopfhaut will vor sengender Hitze geschützt werden 7. Am besten im Freien einen Sonnenhut aufsetzen oder einen Turban binden.

- 1 - Splash für trockenes Haar: „feuchtigkeitsaufbau Shampoo mit kaktusfeigen-Öl” von guhl
250 ml 4,99 €

- 2 - fünf Minuten-kur: „Miracle drops“ mit Vitamin-e-Öl von John frieda, speziell für strapaziertes Haar
25 ml 1,99 €

- 3 - 2-Phasen-Spray: „PUre: renew kokosnuss + Aloe Haaröl“ von Herbal essences mit exotischem Duft
100 ml 5,99 €

- 4 - tiefenreinigung: „Peeling Anti-Pollution“ von Yves rocher mit Moringasamen
35 ml 2,99 €

- 5 - Bodyguard fürs Haar: „Sun Care Conditioner“ von glynt mit UV-filter, der vorm Ausbleichen der farbe schützt
200 ml 13,90 €

Nach der Haarwäsche sorgt eine Spülung oder ein Conditioner für glanz und geschmeidigkeit – auf Wunsch auch für natürliche farbreflexe


- 6 - luxuriöser Schutz: „System Professional Solar Sun Oil“ von Wella, mit wertvollen Ölen und UV-filter
100 ml 38,80 €

- 7 - kopfhaut-Schutz: „Solvinea liquid Ak lSf 30“ von Dermasence, mit glycerin und Panthenol
75 ml 16,50 €

Besonders problematisch in der Sonne: coloriertes Haar. Ohnehin gestresst durch die Färbe-Prozedur, bleicht es jetzt besonders schnell aus. Blondierungen bekommen durch zu viel Sonne rasch einen unerwünschten Gelbstich. Hier kann man jedoch mit Tönungen gegensteuern, auch zu Hause.


Wer auf Chemie weitgehend verzichten möchte, erzielt auch mit pflanzlichen Colorationen gute Farb- Ergebnisse


Frische-Kicks mit Farbe

Am einfachsten funktioniert eine Auffrischung mit einem Color-Shampoo, das die Haarfarbe sofort intensiviert. Unschönes Gelb wird durch Shampoos und Spülungen mit blauen oder auch lila Pigmenten neutralisiert 8 . Die sollte man jedoch nicht zu oft anwenden, damit kein Grauschleier entsteht. Wer selbst färben will, sollte die Haare vorher nicht mit Shampoo waschen! Legen sich die Inhaltstoffe des Shampoos ums Haar, können sie das Farbergebnis verfälschen. Tipp: Vor dem Farbauftrag die Haut zum Haarsansatz und die Ohren mit Fettcreme einreiben, um Flecken auf der Haut vorzubeugen.
Für ein gleichmäßiges Ergebnis, die Strähnen mit einem Stielkamm in Partien teilen und mit Haarklammern fixieren. Am besten am Hinterkopf starten und die feinen Haare ums Gesicht zuletzt einpinseln – sie nehmen die Farbe schneller an. Besonders präzise geht es mit einem speziellen Haarfärbepinsel (gibt es auch mit integriertem Kämmchen).
Anschließend die Haare mit einem groben Kamm vorsichtig durchkämmen, damit die Farbe gleichmäßig verteilt wird. Vor dem Auswaschen die Farbe kurz aufemulgieren, sodass sich Farbrückstände besser von der Kopfhaut lösen. Haben Sie sich in der Farbe vertan und ist das Ergebnis zu dunkel geworden: eine Haarkur längere Zeit einwirken lassen – die entzieht ein wenig die Pigmente.
Professioneller sind spezielle Hair Color Remover, mit denen man die alte Haarfarbe weitgehend zurückbekommt. Achten Sie darauf, dass Shampoo und andere Pflegeprodukte frei sind von Silikonen (zum Beispiel Methicone, Dimethicone, Cyclomethicone, Dimethiconol, Polysiloxane). Diese umhüllen sonst das Haar wie ein Mäntelchen und verhindern das Eindringen der Farbe.
Wenn Sie Ihrem Haar beim Colorieren nicht zu viel Chemie zumuten möchten: Milde Pflanzenfarben, die frei von Peroxid und Ammoniak sind, gibt es in vielen schimmernden Nuancen – vom leuchtenden Goldblond bis zum samtigen Schwarz. Kamille, Henna, Indigo, Kaffeepulver, Rhabarberwurzel und Walnuss machen es möglich. Nur aufhellen kann man damit nicht.

Die ideale Ausgangsbasis für Naturhaarfarben ist feines, blondes bis dunkelblondes Haar, das die pflanzlichen Farbpigmente besonders gut aufnimmt. Selbst die Abdeckung vom grauen Haaransatz ist mittlerweile möglich. Allerdings bleiben graue Haare heller und müssen eventuell mehrmals gefärbt werden. Auch sollte man besser Blond- oder Brauntöne mit wenig Rotanteil wählen und nur kurz einwirken lassen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Eine sichere Grauabdeckung verspricht eine naturnahe Oxidationshaarfarbe, die nur maximal 3,5 Prozent Wasserstoffperoxid und 1 Prozent synthetische Farbpigmente enthält 9.
Wer nur den Ansatz kaschieren möchte: dafür gibt es Ansatz-Sprays, deren Farbe sich dem eigenen Haarton anpasst (nicht zu nah am Ansatz aufsprühen) und Hair Mascara, mit der man auch einzelne Strähnen betonen kann 10. Besonders natürlich wirkt Ansatzpuder, der mit einem Schwämmchen oder Pinsel aufgetupft wird 11.

- 8 - glanz ohne gelbstich: „Balea Professional Silberglanz Shampoo“
250 ml 1,35 €

- 9 - Naturnahe farbe „Sanotint sensitive” mit glättender goldhirse und stärkender kieselsäure
12,95 € in Reformhäusern

- 10 - kaschier-Mascara: „Magic retouch” von l’Oréal Paris
8 ml, 7,55 €

Anti-Platt-Macher

Apropos Ansatz: Bei Hitze – beziehungsweise, wenn wir schwitzen – fällt der Stand schnell zusammen. Dagegen wirken Blättchen mit Haarpuder, die die Schweißperlen rasch aufsaugen.
Einfacher Styling-Trick: den Scheitel mal ein paar Zentimeter umlegen oder ganz zur anderen Seite kämmen. Dadurch richten sich die Haarwurzeln wieder auf. Für einen guten Stand und mehr Volumen am Oberkopf sorgen auch Trockenshampoos 11 und Ansatzbooster 12, die in das halbtrockene Haar (etwa auf Ohrhöhe) eingeknetet werden. Nicht zu viel davon nehmen – sonst kann das Haar verkleben.
Auch mit dem Föhn kann man tricksen: auf Kalt stellen und die Haare lediglich an der Wurzel vom Kopf wegziehen. Oder über eine Rundbürste warm anfönen, dann mit Kaltluft anblasen und die Bürste nach ein paar Minuten aus dem Haar nehmen. Wer will, kann das Haar natürlich auch dezent toupieren.

Regenschirm

Nicht nur Hitze, auch ein Sommerregen kann den Haaren zu schaffen machen. Sie beginnen sich dann wild zu krisseln, vor allem, wenn man zu lockigem Haar neigt. Hier helfen Styling-Produkte mit Anti-Frizz-Effekt 11, die sich wie ein Schutzfilm ums Haar legen. So wird dem Kräuseleffekt vorgebeugt. Damit glatte Haare nicht aus der Reihe tanzen: Das Haar in möglichst dünne Strähnen unterteilen, diese mit einem Glätteisen straffziehen. Anschließend vom Ansatz aus in Wuchsrichtung föhnen. Dann eine kleine Menge Anti-Frizz-Spray in die Längen geben. So sollte Ihnen die Luftfeuchtigkeit kaum etwas anhaben.

- 11 - Ansatz-Puder: „Dualsenses Color revive root retouch Powder” von goldwell
3,7 g 29,80 €

- 12 - Auffrischung für zwischendurch: „trockenshampoo“ von Alcina, mit reisstärke und pflegendem Sonnenblumenöl
200 ml ca. 12,50 €

- 13 - Uplifting: „Volume lift Schaumfestiger“ von Syoss, mit extra starkem Halt
250 ml, ca. 3,79 €

- 14 - Wetterschutz: „frizz ease regenschirm“ von John frieda, schützt vor luftfeuchtigkeit
250 ml ca. 6,95 €


Fotos: Balea; Produktfotos: Hersteller