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Perfekt geregelt


Off Road - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 10.08.2021

FAHRBERICHT SUZUKI ACROSS

Artikelbild für den Artikel "Perfekt geregelt" aus der Ausgabe 9/2021 von Off Road. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Off Road, Ausgabe 9/2021

Hochwertig und komfortabel präsentiert sich der Innenraum.

Erster optischer Eindruck: Es wirkt schon sehr schnittig und dynamisch, das Outfit des ersten Plug-in-Hybrids, der das Suzuki-Label trägt. Sein großer Kühlergrill sowie die für SUV charakteristischen Radlaufumrandungen betonen zusätzlich den sportlichen Touch im Design des Across genannten Japaners. Die serienmäßig verbauten LED-Scheinwerfer mit automatischer Leuchtweitenregulierung ermöglichen eine weitreichende, sehr gute Fahrbahnausleuchtung. Sehen und gesehen werden.

Apropos gesehen werden: Für diejenigen, die Wert darauf legen, dass ihr automobiler Schatz schickes Schuhwerk trägt, hat Suzuki einen richtigen Blickfänger zu bieten: 19 Zoll große, auf Hochglanz polierte Fünfspeichen-Felgen in noblem Silberschwarz. Sie bilden eine stilvolle Ergänzung der Gesamterscheinung des flotten Japaners.

SCHLÜSSIGES KONZEPT

Angetrieben wird das sportlich anmutende Fahrzeug durch einen ...

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... 2,5 Liter großen Vierzylinder-Ottomotor von Toyota, der es auf 185 PS und 225 Nm Drehmoment bringt. Hinzu kommt jeweils ein Elektromotor auf der Vorder- und der Hinterachse, wobei der vordere mit 134 kW und 270 Nm deutlich stärker ist als sein Pendant (40 kW und 121 Nm). Diese beiden Elektromotoren und der langhubige Ottomotor, der ein hohes Verdichtungsverhältnis aufweist und in seinem Einspritzsystem Saugrohr- und Direkteinspritzung kombiniert, ergeben zusammen ein schlüssiges Antriebskonzept.

Nutzt man den Across nur als Stromer, kommt er 75 km weit. Den für diese Strecke nötigen „Saft” ziehen seine Elektromotoren aus einer Lithium-Ionen-Batterie, deren Kapazität 18,1 kWh beträgt. Dass diese Batterie im Unterboden verbaut ist, hat einen tiefen Fahrzeugschwerpunkt zur Folge, der sich bekanntlich positiv auf die Fahreigenschaften auswirkt.

Beim Thema Motor interessieren uns natürlich auch die im WLTP- Zyklus ermittelten Verbrauchs- und Emissionswerte. Laut Herstellerangaben benötigt der Suzuki Across gerade mal 1,2 Liter auf 100 Kilometer und stößt 22 Gramm CO 2 pro Kilometer aus.

Was die Themen Elektromobilität, Emissionen und Umweltverträglichkeit anbelangt, mögen Sie sich, lieber Leser, anhand der Verbrauchs- und CO 2 -Werte Ihre eigene Meinung bilden. Fakt ist, dass der Suzuki Across über ein zeitgemäßes Antriebskonzept verfügt.

E-FOUR

Bei unseren Testfahrten waren wir immer wieder erstaunt, wie emsig der Plug-in-Hybrid beschleunigt. Das ist neben der Systemleistung von 306 PS auch der Tatsache zu verdanken, dass das SUV in der Lage ist, sein Drehmoment über die Allradregelung je nach Bedarf mehr an die Vorder- oder an die Hinterachse zu verlagern. Das elektronisch gesteuerte Allradsystem E- FOUR regelt die Drehmomentverteilung zwischen den beiden Achsen im Bereich von 100:0 bis 20:80. Auf diese Weise verbessert das E-FOUR-System unter anderem die Stabilität beim Anfahren auf nassen Fahrbahnen beziehungsweise rutschigen Oberflächen sowie bei Kurvenfahrten auf verschieden Straßenbelägen. Der steinige und lose Untergrund, auf dem wir ihn zum Teil gefahren sind, ermöglichte es der Fahrdynamikregelung, zu zeigen, aus welchem Holz sie geschnitzt ist. Es ist bemerkenswert, wie spurtreu dieses Fahrzeug sich verhält, selbst wenn man das Potentiometer des Landschaftsbeschleunigers unten rechts im Fuß- raum zügig zum Anschlag führt. Ein echter Spaßmacher. Völlig klar, dass wir den Gierratensensor in den Arbeitsmodus versetzt haben. Dennoch geriet das Fahrzeug in keiner Situation außer Kontrolle.

OHNE SPERRE

Auf dem abgelegenen, schottrigen Gelände, auf dem wir den sportlichen Japaner unter anderem getestet haben, ist eindeutig klar geworden, dass das E-FOUR-System hält, was es verspricht: ein stets kontrollierbares Fahrverhalten - auch auf Untergrund mit geringem Reibwert. Was ebenfalls unbedingt erwähnt werden muss, sind die unerwartet guten Offroad-Eigenschaften des flinken Japaners. Im sogenannten Trail-Mode ist der Suzuki Across in der Lage, die Funktion eines Sperrdifferenzials zu übernehmen. Das System bremst Räder mit beginnendem Traktionsverlust und leitet das Drehmoment an die Räder ohne Schlupf weiter.

MODUS OPERANDI

Für den Fahrer stehen diverse Fahrmodi zur Auswahl. Im EV-Modus wird der Suzuki ausschließlich elektrisch angetrieben. Dem leisen Anschleichen nachts in der Wohnsiedlung oder im Wald steht selbst beim vollen Abrufen der elektrischen Leistung nichts im Weg. Die rein elektrische Reichweite von 74 km kann sich sehen lassen. Wer gerne noch zügiger unterwegs sein möchte, dem steht der Auto-EV/ Hybrid-Modus zur Verfügung. Hier wird der Otto unter der Haube zusätzlich abgerufen. Je nach Leistungsanforderung ist mehr oder minder dezent das vertraute Trommeln des Vierzylinders zu vernehmen, der seine 2,5 Liter Hubraum in knackigen Vortrieb umsetzt.

Im Gegensatz dazu steht der Batterielade-Modus. Hierbei dient der Verbrenner als Antrieb für den Generator, welcher die elektrischen Ladungen für die Batterie erzeugt und die Batterie lädt.

SICHERHEIT

Moderne Fahrassistenzsysteme wie ein Spurhaltewarnsystem, Verkehrszeichenerkennung und der Adaptive Tempomat sind serienmäßig im Across verbaut. Das Pre- Collision-System erkennt Fahrzeuge und Fußgänger vor dem Auto, warnt den Fahrer vor einer drohenden Kollision und leitet notfalls eine automatische Bremsung ein, um eine Kollision zu verhindern oder die Unfallfolgen zu verringen. Die kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung informiert den Fahrer im Across via Multifunktionsdisplay über die jeweils geltenden Überholverbote und Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie über deren Aufhebung. Abgerundet wird das Sicherheitspaket von einem Toten-Winkel-Warnsystem und einem Ausparkassistenten, der beim Zurücksetzen vor Querverkehr warnt.

INNERE WERTE UND AUSSTATTUNG

Silberne Applikationen bringen Glanz in den Innenraum, die angenehmen Materialien am Armaturenbrett und an den Türverkleidungen sowie die benutzerfreundliche Anordnung der Bedienelemente machen ihn sympathisch.

Wenn es um SUV geht, ist die erhöhte Sitzposition und die dadurch bessere Übersicht des Fahrers ein häufig angeführtes Kaufargument. Das gilt natürlich auch für den Suzuki Across. Dessen Sitze bieten einen guten Seitenhalt, was man besonders in kurvigen Passagen begrüßt. Werfen wir noch einen Blick in den Kofferraum: Der erlaubt ordentliches Zuladen, denn sein Volumen von knapp 500 Litern lässt sich dank der 60:40 teilbaren Rückbank auf fast 1170 Liter vergrößern.

Der Across wird ausschließlich in der Variante Comfort+ angeboten. Soll heißen, dass er außer Keyless Start beispielsweise auch eine elektrische Heckklappe mit Fußbedienung, eine Zweizonenklimaautomatik mit Pollenfilter, Sitzheizung vorne sowie auf den äußeren Fondsitzen und einen 220-Volt-Anschluss im Kofferraum zu bieten hat.

FAZIT

Unterm Strich erweist sich der Across als durchdachtes SUV, das hält, was es verspricht. Mich hat beim Austesten der physikalischen Grenzen vor allem die perfekte Arbeitsweise der elektronischen Fahrzeugregelung beeindruckt.

T | | Martin Frentz F | | Markus Kehl