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Perfekte Abwechslung


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GOLF MAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 120/2022 vom 14.11.2022

MAURITIUS

Artikelbild für den Artikel "Perfekte Abwechslung" aus der Ausgabe 120/2022 von GOLF MAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: GOLF MAGAZIN, Ausgabe 120/2022

EWIGE ERINNERUNG GARANTIERT: Eine Runde auf der Ile aux Cerfs, den Platz hat Bernhard Langer entworfen.

Stau – und was für einer! Da fliegt man mehr als elf Stunden gen Süden in eine absolute Traumdestination und dann das. Nur wenige Minuten nach Verlassen des Flughafens Sir Seewoosagur Ramgoolam im Südosten von Mauritius findet man ein Szenario vor, das einem von zuhause nur allzu gut bekannt ist. Es ist Rushhour am frühen Morgen auf dem Weg vom Flughafen zum Sugar Beach Resort in Richtung der Hauptstadt der Insel, Port Louis. »Jedes Jahr kommen auf der Insel 10.000 neue Autos hinzu, die Straßen sind aber seit Jahren nahezu unverändert,« erklärt Fahrer Govanni (was für ein Name!) den Grund für den Stillstand. Also ist es fast ein wenig wie zu Hause.

Natürlich nicht! In Deutschland gibt es keine Litschi-Bäume am Straßenrand, keine Zuckerrohrfelder oder zahllose Palmen und schon gar keine Sendemasten für den Mobilfunk, die als Palmen getarnt sind. Eine übrigens sehr charmante Lösung diese ...

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... wenig ansehnlichen »Antennen« ins Landschaftsbild zu integrieren. Auffällig zudem: Es ist alles sattgrün und hohe, steile Hügel, die vermeintlich direkt am Meer stehen. Willkommen auf der Südhalbkugel unseres Planeten. Hier ist Mauritius, in den zurückliegenden Jahren ein sehr prosperierendes Ziel für Golfer aus Europa. Speziell die deutschen Golfer haben ihr Herz an die Insel im Indischen Ozean verloren, wie die Zahlen der GM Travel Awards der vergangenen Jahre zeigen. Aktuell rangieren drei Plätze sowie vier Resorts und Hotels unter den Top-10 der Kategorien Golfplätze bzw. Hotel & Resorts International (s.a. GM 10/22)

Wer hier nicht das Wort »wunderschön« fallen lässt, kennt wohl noch ganz besonders tolle Ecken auf dem Globus.

Das Angebot für den golfenden Gast ist auch allzu verlockend. Neben der prächtigen Umgebung – die tollen Strände waren bisher hier noch nicht erwähnt – locken starke Kurse und prächtige Hotels, wie beispielsweise das Sugar Beach Resort der Sunlife Gruppe, die gleich mehrere wunderbare Unterkünfte auf der Insel unterhält. Doch nicht nur Golfer sind zu Gast. Klassische Badetouristen ebenso und viele Paare, die die Insel mit einer Fläche von 2.040 km² als Hochzeitsort wählen. Tourismus ist längst zum bedeutendsten Volkswirtschaftsfaktor geworden. Kein Wunder also, dass die Corona-Pandemie deutliche Spuren hinterließ. »Wir mussten die Hotels schließen und hatten durchaus viel zu leiden«, sagt Joelle Edwards-Tonks, Verkaufsund Marketing-Chefin von Sunlife und man merkt ihr an, dass die Erleichterung über die nun wieder anschwellenden Touristenströme groß ist.

Auch auf den Golfplätzen blieb die Pandemie natürlich nicht ohne Folgen, berichtet der Chef der Anlage Ile aux Cerfs Marc Amelot: »Wir hatten so gut wie keine Einnahmen, mussten uns in der Folge von Mitarbeitern trennen, gleichzeitig aber den Platz immer so gut in Schuss halten, damit wir, sobald es wieder losgehen konnte, die gewohnte Qualität bieten.« Keine leichte Aufgabe, wie man sich gut vorstellen kann. Jetzt sei man nahezu wieder auf dem Besucherniveau von 2019 und sehr froh darüber, aber leider wisse man ja nie, was einem noch bei diesem Virus bevorstehen könne, ergänzt Amelot. Eine Anmerkung dazu: Von Energiekrise und sonstigem Unbill war während des GM-Besuchs Ende Mai noch gar nicht die Rede…

Doch genug dem Trübsal – das ist eigentlich überhaupt nicht das Ding der Mauritianer. Die große Freundlichkeit, Herzlichkeit und Offenheit der Menschen ist auffallend. Die vielen ethnischen Unterschiede scheinen keine Rolle zu spielen. Christen, Hindus und Moslems leben augenscheinlich in Harmonie Seit an Seit zusammen. Wer aufmerksam ist, sieht vor einem Haus eine Madonna als Schutzpatronin, vor dem nächsten wacht in einem Schrein sitzend, neben dem kleine rote Fähnchen stehen, eine Hindu-Göttin über das Gebäude. Zahllose Feiertage der unterschiedlichen Religionen gibt es und, so wird glaubhaft versichert, feiern alle gerne mit.

Vielfältig sind nicht nur die Religionen, auch die Sprachen sind es. Ob Englisch oder Französisch, als Tourist kommt man mit beidem prima durch. Ein Großteil der Insulaner selbst unterhält sich auf Kreolisch – und das meist mit einem Lächeln im Gesicht.

Wenig überraschend, dass einem diese Freundlichkeit und Gelassenheit als großer zusätzlicher Trumpf neben der beeindruckenden Natur »vorgehalten« wird. Aber das muss eigentlich nicht sein, denn der Gast kann dies in den Hotels bestens selbst erleben. Oder auf dem gut ein Dutzend Golfplätzen, die es über die ganze Insel verteilt gibt. Einen, oder besser gesagt, den idealen Ausgangspunkt für die Plätze zu benennen, ist nicht leicht. Die Ostküste bietet sich mit ihrer Dichte an Anlagen am ehesten an. Gleichwohl sind die Entfernungen zu den anderen Plätzen nicht allzu weit, man sollte sich aber nicht der Vorstellung hingeben, dass Fahrten beispielsweise in den Norden (Stichwort: Verkehr) schnell hinter sich gebracht werden können.

GM begann seine Visite im bereits erwähnten hübschen Sugar Beach Mauritius in dessen Hotelpreis auch das Greenfee für den Tamarina-Platz inkludiert ist. Der ein stückweit von der Küste entfernte Kurs könnte auch als Runde rund ums Matterhorn umschrieben werden. Von nahezu jedem Punkt aus ist der Rempart Mountain zu sehen, der verblüffende Ähnlichkeit mit dem Symbol der Schweizer Berge aufweist. Der Kurs selbst geht munter auf und ab, ist mit vielen Bäumen und Büschen an den Fairways flankiert und bietet zahlreiche Herausforderungen. Zu denen dürften für nicht wenige deutsche Golfer auch die topgepflegten und richtig flotten Grüns gehören, auf denen es, wenn man sich daran gewöhnt hat, richtig viel Spaß macht zu putten.

Während es von Tamarin nicht lange dauert, bis man wieder an den phantastischen Stränden ist, gibt es im Avalon GC überhaupt keine Meernähe. Ganz im Gegenteil. Das noch junge Areal befindet sich mitten im Eiland, nahe einer großen Hindu-Pilgerstätte, dem Grand Bassin auf einer Anhöhe umgeben von Teeplantagen. Der sportliche Platz bietet auf der ersten Halbrunde imposante Blicke auf den Indischen Ozean und sollte vielleicht eher in Bälde besucht werden. Wie so oft, soll der Platz die Käufer von Immobilien anlocken, von denen derzeit noch nicht viel zu sehen ist. Gut möglich, dass sich das ändert und dann von der hübschen Umgebung deutlich weniger zu erkennen sein wird. Ebenso gut vorstellbar ist es, dass es bei wenigen Villen bleibt. Es ist ein »lost place« und man muss viel Phantasie aufbringen, sich an diesem Ort ansiedeln zu wollen. Den Greenfee-Gast soll’s nicht kümmern – aus golferischer Sicht ergibt der Abstecher vor allem dann viel Sinn, wenn man sich von West nach Ost (oder andersrum) begibt.

Gerade die Ostküste erweist sich als golferischer Hot Spot. In der Region rund um den kleinen Ort Belle Mare, der seinen Namen dem hier besonders schön leuchtenden Ozean verdankt, finden sich gleich vier hochkarätige 18-Löcher-Plätze auf engstem Raum. Zwei davon hat GM beim Besuch aus ganz praktischen Gründen in Augenschein genommen. Wir nächtigten am nördlichen Ende des schier endlos langen Strands – im Long Beach Mauritius. Von den Villen dieses weitläufigen, reichhaltigen Resorts, die außen eher puristisch, innen aber sehr großzügig gestaltet sind – ist es per Shuttle nur einige Minuten auf die Partneranlagen des Resorts Ile aux Cerfs GC und dem Four Seasons Golf Club Mauritius at Anahita. Die Runden sind im Hotelpreis inbegriffen, während für die vom Long Beach nur einen Steinwurf entfernten Plätze des Constance Belle Mare Plage Greenfee bezahlt werden muss.

Die beiden Partneranlagen des Hotels sollte man nicht allein deshalb besuchen, weil’s eh schon bezahlt ist. Vielmehr, weil es sich um richtige Top-Anlagen handelt, die einfach mal gespielt werden sollten. Das Layout auf der Ile aux Cerfs von Bernhard Langer ist als anspruchsvoll bekannt, auch wenn den Bahnen vor einigen Jahren an Schärfe genommen wurde. Dennoch gilt, dass man über nahezu die ganze Runde gefordert wird, viele mentale Blockaden gelöst werden müssen, gerade wenn es, wie besonders eindrucksvoll an den beiden Schlussbahnen gelungen, darum geht, den Ball über eine gefühlt ewig lange, üppig bewachsene Senke vom Tee aufs Fairway zu bringen. Gepaart mit immer wieder gigantischen Blicken aufs Meer entsteht eine Runde, die ewig im Gedächtnis bleibt. Gleiches gilt für Anahita, ein Kurs, der von Ernie Els gezeichnet wurde. Die Herausforderungen sind ebenfalls knackig, speziell wenn’s Richtung Grün geht. Dennoch ist’s hier ein wenig leichter zu spielen als auf dem »Nachbarplatz«. Nicht minder hübsch sind zudem die Blicke auf die Ile aux Cerfs oder den Küstenstreifen auf der Platzseite. Wer hier nicht das Wort »wunderschön« fallen lässt, kennt wohl noch ganz besonders tolle Ecken auf dem Globus.

Sei es wie es sei: Als Golfer Mauritius auf seine Liste der Ziele, die man mal gesehen haben sollte, zu setzen, ist mehr als gerechtfertigt. Und nicht nur auf die Liste setzen! Wer es sich erlauben kann, sollte auch reisen – und nicht ewig warten. Die letzten Jahre haben einen bitter gelehrt, dass es eben nicht nur im schönen Sinne vorangeht, mögliche persönliche Schläge sind dabei noch gar nicht in Betracht gezogen. Also ab in den Flieger!

1_ Avalon Golf Estate

Hoch oben, in der unmittelbaren Nähe von Teeplantagen und fast mitten in der Insel gelegen, ist der Platz aus der Feder von Peter Matkovich zu finden. Das Golfareal aus dem Jahr 2015 gehört zu einem großen Immobilien-Projekt, das im Wachsen begriffen ist, noch aber sind Villen an den Fairways die Ausnahme. Beeindruckend sind die guten Übungseinrichtungen, das richtig große, moderne Clubhaus und die imposanten Blicke aufs Wasser bereits am ersten Tee. Je weiter man kommt, desto mehr Meer gibt es zu sehen, bis zu Bahn 8 spielt man dem Ozean entgegen. Die sportliche Anlage ist gekennzeichnet von welligen Fairways, Senken und Gräben, die es unbedingt zu beachten gilt. Ein starkes Doppel spielen die Löcher 3 und 4. Das erste, weil es mit seinen 402 Metern Länge von Gelb schon zwei richtig gute und gerade Schläge verlangt, um »in Regulation« aufs Grün zu gelangen. Das Zweite, weil es einem am Abschlag erst einmal die Sprache verschlägt. Gleich hinter den Tee-Boxen tut sich eine tiefe Schlucht auf, die kaum zu überwinden scheint. Aber eben nur scheint – ein solider Hieb reicht, um auf dem kurzen Par 4 eine veritable Birdie-Chance zu haben. Die zweiten Neun, die Richtung Clubhaus führen, bieten optisch weniger, spielerisch sind sie den ersten Löchern aber absolut ebenbürtig.

2_ Tamarina Golf Club

Ein etwas ambivalentes Gefühl stellte sich bei der Abfahrt von diesem Platz ein. Ja, es war beeindruckend – die Kulisse mit dem nahezu immer präsenten Rempart Mountain, das satte Grün, die vielen Bäume an den Fairways, die Ruhe und die wirklich superb gepflegten schnellen sowie absolut spurtreuen Grüns. Andererseits gab’s zu notieren, dass die Kulisse auch dafür sorgt, dass viele Bahnen sich kaum unterscheiden und einem nicht lange im Gedächtnis bleiben, weil irgendwie alles gleich aussieht. Haften bleibt, dass es immer wieder rauf und runter geht, der Driver fast immer gezückt werden kann und die tollen Grüns (man kann’s kaum oft genug erwähnen) bestens bewacht sind. Herausragend sind die Bahn 5 und die 13. Erstere, weil der Drive hier erst über eine kleine Schlucht auf ein Plateau muss, der zweite Schlag runter in eine Senke und der dritte wieder steil nach oben zum Grün führt und die 13: Bei diesem Par 3 fällt ein malerisch gelegener Abschlag oberhalb des Grüns ins Auge

3_ Ile aux Cerfs Golf Club

Eine traumhafte Lage auf einer eigenen, kleinen Insel, dazu die vielen Teiche, tropische Mangrovenwälder, bunte Blumenbeete, unterschiedliche Bäume und weißer Sand am Strand. Viel schöner kann es kaum sein. Zu dumm nur, dass man dieser wunderbaren Umgebung nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenken sollte. Denn nach wie vor ist das Layout von Bernhard Langer fordernd – und zwar über alle 18 Löcher. Auch wenn der Kurs vor einigen Jahren entschärft wurde, ist ein das ein oder andere Par einfach eine tolle Sache für den Normalgolfer, und ein Birdie vergisst man wohl nicht mehr. Vor allem Genauigkeit, Vorstellungskraft und die realistische Einschätzung des eigenen Spielvermögens helfen, den niemals langweiligen Platz zu genießen. Ein Pflicht-Stopp für alle, die auf Mauritius zum Golfen kommen und dabei auch mal ihr Schlag-Repertoire in Gänze ausprobieren wollen.

4_ Anahita Golf & Spa Resort

»Diskutabel ist dagegen, ob sich der 2008 eröffnete Parcours vom Tee als urlauber-freundlicher Resort-Kurs zeigt«. Dies schrieb das Golf Journal beim Besuch der Anlage im Jahr 2018. Aktuell würden wir »ja« sagen. Der Platz ist von Gelb über 6.000 m lang. Ja, man kann vom Tee aus nahezu gedankenlos ballern, da die Landezonen so breit angelegt sind, dass man einen Ball kaum ins Aus befördern kann. Dennoch ein kleiner Tipp: Warum nicht mal einen Abschlag weiter nach vorn gehen? Das erhöht den Spaßfaktor und auch die Par-Chancen bei den langen Bahnen. Schließlich ist man ja zum Vergnügen da! Klar – der Hieb aufs Grün ist weiterhin alles andere als einfach, weil die Putt-Flächen gut verteidigt sind. Mögliche Fehlschläge dürften zum Ende der Runde nebensächlich werden. Dort bieten sich zum Teil sensationelle Blicke aufs türkisfarbene Wasser des Meeres, insbesondere die kurze 17 ist schlicht und ergreifend atemberaubend. Das lässt sich übrigens zudem für den tollen Service sagen und auch für den Zustand.

Avalon Golf Estate Bois Sec, Bois Ceri, Mauritius Tel. 430 5800, 18 Löcher, 5.820/4.934 Meter (H/D) Par 72, CR 71,2/71,2, Slope 129/120 Greenfee: 6.500 MUR

Tamarina Golf Club Tamarina Bay, 90922, Mauritius Tel. 401 3006, 18 Löcher, 5.942 /5.130 Meter (H/D) Par 72, CR 71,2/72,1, Slope 129/123 Greenfee: 5.500 MUR

Ile aux Cerfs Golf Club Ile aux Cerfs, Trou d‘Eau Douce Tel. 4 02 77 20, 18 Löcher, 5.448/4.595 Meter (H/D) Par 72, CR 72,0/69,3, Slope 124/129 Greenfee: 8.500 MUR

Anahita Golf & Spa Resort Beau Champ, Grande Rivière Sud Est, 40901 Tel. 4 02 3991, 18 Löcher, 6.086/4.971 Meter (H/D) Par 72, CR 71,8/71,4, Slope 129/122 Greenfee: 7.700 MUR (Twilight: 5.500), jeweils inkl. Golf-Cart

Der Golf Magazin-Platztest † Alle Platzdaten – Länge, Course-Rating- und Slope- bzw. SSS-Werte – beziehen sich immer auf die Abschläge Gelb und Rot (oder auf die entsprechenden Tees bei anderer Farbgebung, wie etwa in den USA). Der Maximalwert für GM-Score beträgt 100 Punkte, die Höchstwerte für die einzelnen Kriterien stehen rechts in der Tabelle. Mit dem GM-Index wird das Preis-Leistungs-Verhältnis ausgedrückt: 1,0 bedeutet angemessen; je höher dieser Wert über dieser Marke liegt, desto mehr bekommt der Golfer für sein Geld.

GM-Score-Legende Weltklasse (85 und mehr Punkte): Diese meist weltberühmten Plätze bilden sozusagen das Inventar der diversen Top-100-Rankings. Beispiele: Royal County Down (93 GM-Score-Punkte), Royal Portrush (90), Pebble Beach Golf Links (89), Valderrama (86) oder Kingsbarns (85). Deutschland: Fehlanzeige. † Spitzenklasse (70-84 Punkte): Viele nationale und auch einige »hidden champions« im Ausland. In Deutschland verbuchten bislang WinstonLinks (83), Hamburger GC und Faldo Course Berlin (je 82) die meisten Punkte. Internationale Beispiele: Carnoustie (84), Penha Longa (77), Alcanada (70). † Oberklasse (60-69 Punkte): Richtig gute Golfplätze, die stets einen Besuch lohnen. Einige Beispiele in Deutschland: Schloss Course in Fleesensee (69), Achental (65), Starnberg (62) oder Bad Salzuflen (60). Im Ausland: North Berwick (69), Els Club Dubai (65) oder Kärntner GC Dellach (60). † Mittelklasse (50-59 Punkte): Auch in dieser Gruppe kommt das Golfvergnügen nicht zu kurz. Denn meistens steht hier bei den Punktzahlen nur deshalb die Fünf vornedran, weil der sportliche Anspruch nicht besonders hoch ist. Doch genau das suchen ja viele Golfer: eine entspannte Runde.