Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 11 Min.

Perpignan ist „Europäische Stadt des Weins 2019”: Reise zum Mittelpunkt der Welt


SAVOIR-VIVRE - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 01.07.2019

Das Jahr 2019 eignet sich vorzüglich für einen Aufenthalt im Roussillon: Zum einen ist Südfrankreich – zumal der Südwesten mit seinen atemberaubenden Landschaften zwischen Bergen und Meer – immer eine Reise wert. Zum anderen aber finden gerade in diesem Jahr in Perpignan und Umgebung diverse Veranstaltungen statt, die auch für Touristen von großem Interesse sind.


Artikelbild für den Artikel "Perpignan ist „Europäische Stadt des Weins 2019”: Reise zum Mittelpunkt der Welt" aus der Ausgabe 8/2019 von SAVOIR-VIVRE. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: SAVOIR-VIVRE, Ausgabe 8/2019

Die Hauptstadt des ehemaligen Königreichs Mallorca kann viele Bezeichnungen für sich verbuchen: Salvador Dalí erklärte sie einstmals zum „Mittelpunkt der Welt”, ein Titel, auf den noch heute ein Verkehrsschild in Perpignan hinweist („Le Centre ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 4,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von SAVOIR-VIVRE. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 8/2019 von Sebastian Frank | kuk (cook): Der große Wurf des Sebastian Frank. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Sebastian Frank | kuk (cook): Der große Wurf des Sebastian Frank
Titelbild der Ausgabe 8/2019 von GEMÜSETRIEBE. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
GEMÜSETRIEBE
Titelbild der Ausgabe 8/2019 von FALSCHES MARZIPAN VOM KÜRBIS. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FALSCHES MARZIPAN VOM KÜRBIS
Titelbild der Ausgabe 8/2019 von Marktplatz der Genüsse. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Marktplatz der Genüsse
Titelbild der Ausgabe 8/2019 von Bücherkritiken von Horst-Dieter Ebert : Schrebergärten und Risotto weltweit. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Bücherkritiken von Horst-Dieter Ebert : Schrebergärten und Risotto weltweit
Titelbild der Ausgabe 8/2019 von „Auf ein Bier!” – Mit Daniel Olsberg: Eines der besten Fassbiere. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
„Auf ein Bier!” – Mit Daniel Olsberg: Eines der besten Fassbiere
Vorheriger Artikel
Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal”: Aktivurlaub …
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Kolumne „Eberts Bordbuch”: Kreuzen wie auf der eigene…
aus dieser Ausgabe

... du Monde”). Aufgrund ihrer besonderen Bedeutung für die gesamte, spanisch geprägte Region und zur Abgrenzung vom restlichen Frankreich trägt sie zudem den Beinamen „La Catalana” und darüber hinaus den Ehrentitel „La Fidelissima”, verliehen von den damaligen Königen Aragoniens, weil sich die Stadt im Mittelalter zugunsten des westlichen Nachbarn gegen Frankreich erhoben hatte. Seit dieser Zeit behauptet sie immer wieder ihre Eigenständigkeit und demonstriert diese auch in einer Lebendigkeit, die selbst für südländische Verhältnisse ihresgleichen sucht. Wer in dieser Stadt geboren ist, zeigt Stolz: Stolz auf seine Gegenwart, aber ebenso auf seine Herkunft. Und auch um seine Zukunft, so will es scheinen, sorgt sich der Einwohner Perpignans weniger als viele andere Südeuropäer.

Monumente vergangener Pracht

Den Besucher verwundert zunächst, weshalb eine Stadt, die so pulsierend ihr Dasein feiert, im Bewusstsein der Öffentlichkeit häufig wenig bekannt ist. Dies liegt zum einen sicherlich daran, dass dem restlichen Frankreich der Südwesten eher suspekt ist und man ihn aufgrund Lebensart und Flair wohl schon teilweise der iberischen Halbin sel zurechnet. Zum anderen sind es in der Tat nicht allzu viele eindrucksvolle Monumente, die als Reiseziel taugen. Diese allerdings haben es in sich und sind Botschafter einer Zeit, als von Perpignan aus sogar Teile des Mittelmeers regiert wurden.

So beginnt fast jeder Stadtrundgang am Palais des Rois de Majorque (Place Docteur René Puig, Zugang über die Rue des Archers). Der Palast ist das bemerkenswerteste Beispiel für die zivilmilitärische Architektur des mittelalterlichen Südfrankreichs. Er wurde 1276 erbaut, um den Hofstaat von Jacques II. de Mallorca unterzubringen und zeugt von der Blütezeit Perpignans als peripherer Mittelpunkt des Königreichs Mallorca. Zu bedenken ist, dass der Zugang für gehbehinderte Personen nicht geeig net ist; dagegen findet sich für Kinder ein eigenes kleines Atelier, in dem sie beispielsweise zeichnen können. Nicht entgehen lassen darf man sich bei einem Rundgang durch die Parkanlagen den Blick über die gesamte Stadt bis hin zu den Pyrenäen mit ihrem eindrucksvollen Massiv.

FOTO: OFFICE DE TOURISME PERPIGNAN

Impressionen aus der „spanischsten” Stadt Frankreichs: Hauptplatz „Loge de Mer” mit Venusstatue, Campo Santo, Palast der mallorquinischen Könige, Straßenszene, Kathedrale Saint Jean und Elektroboot-Fahrer auf der Bassée: Perpignan bietet für alle Touristen Attraktionen, auch Familien mit Kindern kommen hier – vor allem während der Sommermonate – auf ihre Kosten .

FOTO: SERVICE PHOTO – VILLE DE PERPIGNAN

Perpignan im Südwesten Frankreichs wurde bereits von Dalí als „Mittelpunkt der Welt” bezeichnet.

Ein Rundgang sollte zudem die Loge de Mer (Place de la Loge) umfassen, ein Gebäude, das ehemals Börse und der Sitz des Konsulats für Meeresangelegenheiten war – Beleg der Bedeutung des Mittelmeers für das damalige Königreich. Die Loge wurde – wie auch der Palast – in mehreren Baustilen errichtet (13., 16. und 17. Jahrhundert), die den unterschiedlichen Zeitgeist widerspiegeln. Der aus dem 16. Jahrhundert stammende Patio bildet einen atmosphärisch geeigneten Rahmen für das von Aristide Maillol geschaffene Meisterwerk „La Méditerranée”; vor dem Gebäude befindet sich seine „Vénus au collier”. Heute beherbergt es das Rathaus und die Touristeninformation.

Nur wenige Schritte weiter gelangt man zum Castillet (Place de Verdun), das zunächst als Stadttor, später als Gefängnis genutzt wurde. Heute ist es ein lokalgeschichtliches Museum (Casa Pairal) und lockt auch aufgrund der umgebenden Restaurants viele Besucher an; allerdings auch hier wieder mit der Einschränkung, dass der Zutritt für gehbehinderte Personen nicht möglich ist. Schließlich ist für einen Rundgang noch der Campo Santo (Rue Amiral Ribell) Pflichtprogramm, ein in ganz Frankreich einzigartiger Kloster-Friedhof an der Südseite der Kathedrale Saint Jean. Das Gebäude hat vier Säulengänge, welche aus einer langen Reihe von gotisch gewölbten Grabnischen aus weißem Marmor bestehen. Allerdings finden immer wieder große Veranstaltungen mit entsprechenden Bühnenaufbauten im Hof statt, so dass eine „Besichti gung” oft nur durch kleine Lücken in der robusten Steinmauer möglich ist. Hier ist es sinnvoll, sich im Vorfeld auf der Internet-Seite des örtlichen Tourismusverbands zu erkundigen, zu welchen Zeiten man das Areal betreten kann.

Grundlage des Facettenreichtums der Weine im Roussillon sind die verschiedenen Gesteinsarten: Schiefer / Mergel, Gneis / Granit, Schiefer, Ton / Quarz / Rundkiesel, Sand / Kiesel (von oben nach unten).

Oben: Die Gegend um den renommierten Weinort Maury lädt zum Wandern in der malerischen Landschaft ein.

Weniger interessant, wiewohl von Stadtführern häufig als Erlebnis betont, erscheint da das Hotel Pams (18 Rue Émile Zola). Das Jugendstil-Dekor und der Innengarten werden als Beleg für den Reichtum seines bürgerlichen Besitzers im 19. Jahrhundert und damit auch als heutige Attraktion zitiert, doch scheint dies ebenso übertrieben wie die Hervorhebung der Casa Xanxo (8 Rue de la Main de Fer), ein Herrschaftshaus vom Anfang des 16. Jahrhunderts, erbaut für den reichen Tuchhändler Bernat Xanxo. Die Casa ist Beispiel für den Stil der Gotik, die Fassade mit einem Fries verziert, auf dem Figuren und Szenen der sieben Todsünden und der Hölle zu sehen sind. Umgeben von hohen Mauern erscheint hier der kleine, schön angelegte Innenhof eher erwähnenswert, ist dieser doch beispielhaft für viele solcher PatioAnlagen in ganz Perpignan (und auf Mallorca).

Zeugnisse lebendiger Gegenwart

Überhaupt sind es vor allem auch die Gartenanlagen und begrünten Innenhöfe der Stadt, die „La Catalana” zu ihren aktuellen Schätzen zählen darf. Nicht umsonst wurde sie deshalb als eine von wenigen französischen Städten mit vier „Blüten” ausgezeichnet („Villes et Villages Fleuris”), um die besondere Verantwortung für die Natur zu würdigen. Große Stadtparks, unter anderem die ästhetisch angelegten und bunt bepflanzten Uferanlagen des kleinen Flüsschens La Bassée, ehe dieses schließlich in die Têt mündet, sorgen immer wieder für willkommene Unterbrechungen der Häuserschluchten. Die Uferanlagen können allerdings nicht betreten werden, eine nähere Betrachtung ist nur in einem kleinen Abschnitt mit gemieteten Elektrobooten möglich.

Häufig genügt allerdings bereits ein kleiner Blick von der Straße aus, um in oder zwischen den großen romanischen und gotischen Villen kleine, manchmal größere Grünflächen zu entdecken, so beispielsweise in der Avenue de Grande-Bretagne im Musée des Monnaies et Medailles Joseph Puig (Villa Les Tilleuls).

Philippe Bourrier, Präsident der Winzervereinigung, und Jordi Rudelle vom Comptoir des Crus: Stolz auf den Erfolg.

In der Fortsetzung dieser Straße, sobald diese ihren Namen in Avenue du Général Leclerc geändert hat, findet sich rechterhand nach wenigen Metern das Comptoir des Crus. In diesem Weinladen findet der Besucher all das, was die Region an Besonderheiten und Raritäten zu bieten hat. Die Inhaber, Jean-Pierre und Jordi Rudelle sowie Benoit Boutillot, beraten fachkundig und sind auch bei weitergehenden Fragen stets hilfsbereit, so dass man hier gerne einige Zeit mit Degustationen verbringt.

Zur Vorbereitung dieses Genusses empfiehlt sich natürlich eine ausreichende kulinarische Grundlage, beispielsweise im „Le Divil”, wo der Geschäftsführer Stéphane Bulliot als bester Fleischer Europas ausgezeichnet wurde. Vor den Augen des Publikums wird hier Fleisch auf das Beste tranchiert, es wird geschnitten und gesäbelt, zerlegt und geteilt – ein Augenschmaus, der wenig später in einen Gaumenschmaus mündet. Allein die Herkunft der Rinder umfasst knapp zehn Staaten und reicht bis nach Japan, Skandinavien und Amerika. Vegetarier sollten dieses Lokal meiden, selbst wenn auch für sie passende Gerichte auf der Speisekarte zu finden sind.

Das „Weinjahr” 2019

Vor allem die Sommermonate sind geprägt von vielen Veranstaltungen und Ereignissen, die – natürlich – in erster Linie unter freiem Himmel stattfinden. Hierzu sind überall in der Stadt Bühnen errichtet, auf denen vor allem des Abends Konzerte und Theater- oder Kleinkunststücke aufgeführt werden. Es ist eine besondere Atmosphäre, gemeinsam mit den lebensfrohen französischen Katalanen hier regionaler Musik zu lauschen oder sich nur dem bunten Treiben hinzugeben, das bis in die tiefen Nachtstunden hinein auch von Kindergelächter geprägt ist.

Vor allem für 2019 darf man sich hier viele zusätzliche Highlights erwarten, wurde die Stadt doch vom Netzwerk RECEVIN („Réseau Européen des Villes du Vin”) zur „Ville Européenne du Vin” ausgerufen. Noch stehen nicht alle Termine und Veranstaltungen definitiv fest, doch sind einige bereits jetzt fest in die Agenda aufgenommen.

Von besonderem Reiz auch für den Tourismus wird dabei die Versammlung der Confréries Bachiques sein, die Mitte Oktober in Perpignan stattfindet. Wer bereits einmal an solch einem Ereignis teilgenommen hat, das in etwa vergleichbar ist dem sogenannten Ban des Vendanges in Südfrankreich, wenn zu Lesebeginn Hunderte von Abordnungen und Bruderschaften in farbenfrohen Roben und mit Standarten durch die Straßen ziehen, der weiß, dass dieser Anblick unvergesslich ist. Diesen Zeitpunkt sollte man auf keinen Fall versäumen, wenn er in die eigenen Reiseplanungen passt.

Bereits am 17. und 18. April fand der internationale Weltkongress der Grenache-Rebe hier statt, eine willkommene Gelegenheit für alle Weinliebhaber, während dieser zwei Tage Gleichgesinnte bzw. „Gleichschmeckende” zu treffen. Diese Traubensorte wird im Roussillon in drei verschiedenen Varianten ausgebaut (rouge, blanc und gris) und stellt damit die Haupttraube der Region dar, die sogar als Süßwein angeboten wird

Beispiel für das herausragende vinifikatorische Können der Winzer im Roussillon: Ipso Facto vom Château de l’Ou

Die renommierte Zeitschrift „Revue du Vin de France” wird ebenfalls einen Wettbewerb durchführen, nähere Angaben hierzu sind aber noch nicht bekannt. Für den Connaisseur von Interesse ist eine weitere Besonderheit dieser Gegend, die neben den vier klassischen Weinrichtungen (rot, weiß, rosé und süß) auch den sogenannten Rancio bietet. Dieser Wein erinnert in seinem Geschmack und seiner Farbe eher an Sherry, der Name leitet sich vom spanischen Wort für „oxidiert” ab. 2019 versammeln sich alle Regionen dieser Varietät in Perpignan, wobei die Anbaugebiete Jura (F), Xerex (SP), Sardinien (IT) und Madeira (PT) zusammenkommen. Schließlich ist die Stadt Gastgeberin des alljährlichen Treffens der französischen Sommeliervereinigung – all dies nur ein kleiner Ausschnitt aus den zahlreichen Angeboten, die dieses Jahr für Einheimische und Touristen bieten wird

Dr. Martin Sachse-Weinert

ANREISE:

Mit dem Auto : Aus Norden bzw. Osten über die A9 aus Toulouse bzw. Montpellier. Man weiß, dass man sich der Stadt nähert, wenn im Navigationsgerät die Autobahn A9 ihren Namen von „La Languedocienne” in „La Catalane” ändert.

Mit dem Flugzeug : Perpignan verfügt in der Nachbargemeinde Rivesaltes über einen Flughafen (PGF), ist allerdings aus Deutschland nur via Brüssel erreichbar.

Mit dem Zug : Perpignan ist Haltepunkt an der TGVStrecke nach Barcelona und deshalb mit einem einzigen Umstieg in Paris auch von Frankfurt aus komfortabel erreichbar (allerdings in 10,5 Stunden).

INFORMATIONEN

www.perpignantourisme.com Umfangreiches Prospektmaterial, darunter beispielsweise den „Guide”, erhält man bereits im Vorfeld der Reise über das dortige Tourismusbüro (www.perpignantourisme.com).

Stadtrundgänge Sehr empfehlenswert sind die thematischen Stadtrundgänge, die tagsüber oder abends auch unbekannte Plätze aufsuchen. Eher traditionell muten die „Balades historiques” an, während „Les soirées terroir” und „Aux patios gourmands” mehr den Feinschmecker ansprechen. Eine Fackelwanderung („La balade aux flambeaux”) schließlich wirft ein ganz eigenes Licht auf die vielfältige Architektur der Stadt. Diese und weitere Führungen zu buchen im Rathaus unter visites@mairie-perpignan.com oder unter +33 (0)4 68 66 33 78

EINKAUFEN

Comptoir des Crus
Informationen und Einkaufsmöglichkeiten für regionale Weine bietet das Comptoir des Crus (Tel.: +33 (0)4 68 35 54 44; www.le-comptoir-des-crus.com).

Pâtisserie Esparcel
Dort (11 Rue de la Barre) finden Naschkatzen typische Delikatessen, beispielsweise Croissants aus Marzipan und kleine Viennoiseries. Im hinteren Teil des Art-déco-Ladens befindet sich ein kleines Café (+33 (0)4 68 34 48 06)

HOTELS IN PERPIGNAN

• La Villa Duflot
An der Peripherie gelegen, aber atmosphärisch und ästhetisch sehr gelungenes Beispiel für die dortige Arkadenarchitektur im Stil einer Villenanlage mit Pool, Fitnessraum und Restaurant. Rond-Point Albert Donnezan, Tel.: +33 (0)4 68 56 67 67 www.villa-duflot.com

La Fauceille
Ebenfalls nicht im Zentrum gelegen und von außen eher dem Charme eines Motels entsprechend, gruppieren sich die beiden Seitenflügel des Hotels um das Schwimmbecken. Besonders empfehlenswert die preisgünstige Präsidenten-Suite, die kaum einen Wunsch offenlässt (Kamin, eigenes Laptop, iPhone-Anschluss mit Lautsprechern). Das hoteleigene Restaurant bietet als „Kindermenü” eine ganze Dorade an – für das Fischstäbchengewohnte deutsche Kind eine gewisse Herausforderung. 860 Chemin de la Fauceille, Tel.: +33 (0)4 68 21 09 10, www.lafauceille.com

Suite Novotel Perpignan Méditerranée
Als gehobener Vertreter der renommierten Accor-Hotelkette präsentiert sich das Novotel an einer der Prachtstraßen im Zentrum der Stadt. Es verfügt weder über ein eigenes Restaurant noch über ein Schwimmbad, die Suiten allerdings garantieren den gewohnten Standard. Von Vorteil ist auch der hoteleigene Parkplatz im Stadtzentrum.
34 Avenue du Maréchal Léclérc, Tel.: +33 (0)4 68 92 72 72, www.novotelsuite.com

Mas des Arcades
Größere Hotelanlage mit 60 Zimmern im Süden der Stadt, die durch ihre Urlaubsatmosphäre überzeugt. Die Lage an einer der Haupteinfallstraßen nach Perpignan vermag den ruhigen Eindruck am Pool nicht zu stören, von dem man einen erhöhten, grandiosen Blick auf die Umgebung hat. Das Restaurant bietet gehobene traditionell-katalanische Küche mit regionaltypischen Weinen. 840 Avenue d’Espagne, Tel.: +33 (0)4 68 85 11 11 www.hotel-mas-des-arcades.fr

Can Artists - La Loge
Absolut zentrumsnah gelegen sind diese Chambres d’hôtes (Bed and Breakfast) am Rathausplatz. Entsprechend teuer und klein ist das Angebot mit drei Zimmern für sechs Personen, doch gibt es kaum eine Unterkunft, in der man z. B. von einer Terrasse aus als Tourist das katalanische Flair so hautnah erleben kann. 6 Place de la Loge, Tel.: +33 (0)6 63 46 04 36, www.canartists.fr/can-artist.html

RESTAURANTS

Le Divil
Der Genussfreudige sollte nicht den Fehler begehen, nur an einem der Tische vor dem unscheinbaren Restaurant zu speisen: Seine Individualität und sein ganzes landestypisches Flair entfaltet das Lokal im Inneren, wo sich alles um exzellent zubereitetesFleisch dreht: Man isst Kobe, Galice, Angus, Wagyu, Rind aus Aquitanien, dem Limousin und (natürlich) den Pyrenäen - die Aufzählung ließe sich fast beliebig fortsetzen. Für Vegetarier deshalb nicht geeignet! 9 Rue Fabriqués d’en Nabot, Tel.: +33 (0)4 68 34 57 73, www.restaurant-le-divil-66.com

Le Ben Aqui / A Coté
Auch hier steht Fleisch, vor allem Schweinernes, im Vordergrund der spanisch dominierten Küche, wobei Doumé, Benjamin und Laurent zugleich Tapas und andere typische Speisen auf den Tisch bringen: Serrano und Manchego werden am langen Tresen ebenso serviert wie eine breite Weinauswahl, der der Gast direkt gegenübersitzt. 33 Avenue Gal Leclerc, Tel.: +33 (0)4 68 34 79 57

Le Saint Jean
Benannt nach der benachbarten, gleichnamigen Kathedrale, liegt das Restaurant mitten im Zentrum der Stadt. Besonders einladend ist hier der von historischen Mauern umgebene Innenhof. Yann Auger, vom Michelin ausgezeichneter Koch, und Laurent Drajkowski, selbst Winzer in Latour, verwöhnen die Gäste lukullisch und vinophil auf hohem Niveau. 1 Rue Cité Bartissol, Tel.: +33 (0)4 68 51 22 25,

Le VIP
Mitten im Herzen der Stadt steht das Akronym VIP nicht etwa für die sehr wichtigen Gäste, sondern für das katalanische „Vineu i Profiteu” („Kommt und genießt”) sowie für hohe Kochkunst. Sowohl innen wie auch außen findet der Genießer sofort ein angenehmes, idyllisches Ambiente vor, in dem man getrost das Menü wählen kann: Vorspeisen, Hauptgerichte und Nachspeisen sind allesamt delikat. 4 Rue Grande des Fabriques, Tel.: +33 (0)4 68 51 02 30

Le Mas Chabry
Am Rande Perpignans gelegen, macht dieses Mas seinem Namen alle Ehre: Ob es nun die hundertjährigen Platanen sind, die den besonderen Charme dieses Mas ausmachen, oder die gegrillten ganzen Schweine, Hammel und frischen Fische – all dies bedingt in Kombination mit ausgewählten Weinen eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Route de Canohes / Chemin de la Charlette, Tel.: +33 (0)4 68 85 11 79, www.lemaschabry.com

RESTAURANT IN MAURY

La Maison du Terroir
Neben Hunderten von Weinflaschen in der Cave Cooperative (250 verschiedene Sorten werden zum Essen angeboten) speist man in ungezwungener Atmosphäre regionale Gerichte. Der Koch gehört zu den Toques Blanches, einer Vereinigung, die sich die Aufrechterhaltung lokaler Traditionen und Gerichte auf die Fahnen geschrieben hat, sowie zu den Maître Restaurateurs. Unbedingt besuchen, essen und Wein kaufen!
2 Avenue Jean Jaures, Tel.: +33 (0)4 68 8628 28, www.restaurantmaisonduterroir.fr

RESTAURANT IN RIVESALTES

La Table d’Aimé
Im gutseigenen Restaurant der Domaine Caze findet der Gast lokale Gerichte aus biologischer Produktion. Der Innenhof ist äußerst lauschig, in der Mitte plätschert ein Springbrunnen, im Hintergrund spielt häufig eine Band südländische Rhythmen. Auch hier gilt: Vor dem Essen nicht vergessen, in der Vinothek den Wein einzukaufen! 4 Rue Francisco Ferrer, Tel.: +33 (0)4 68 34 35 77, www.latabledaime.com