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Persil - da weiß man, was man hat!


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Meine Stars von damals - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 09.01.2019
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Bildquelle: Meine Stars von damals, Ausgabe 1/2019

Diese Liebe hält schon 111 Jahre: So lange verlassen sich Hausfrauen auf die Wirkung von Perborat und Silikat – Persil!


Persil kommt 1907 auf den Markt. Später kommt die Jahreszahl auf die Packung, zuletzt 1970


Persil kommt 1907 auf den Markt. Später kommt die Jahreszahl auf die Packung, zuletzt 1970


Nie wieder rubbeln! Der geplagten Hausfrau muss das „moderne Waschmittel“ im Jahre 1907 wie die Antwort auf viele Stoßgebete erscheinen. Statt mühsam die Hemden auf dem Waschbrett zu reiben, kommt Persil ins Waschwasser. „Man lasse die Wäsche in der Lauge einige Stunden, am bequemsten über Nacht, stehen. ...

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... Zeitweiliges Umrühren ist wünschenswert“, heißt es auf der Packung. Der Luxus der Kraftersparnis hat seinen Preis: Mit 35 Pfennig für nur 250 Gramm ist es teurer als die Konkurrenz. Also steckt der Hersteller Henkel Geld in die Werbung. 1908 lässt er Männer in weißen Anzügen und mit weißen Schirmen durch Berlin flanieren, 1924 geben Haushaltsberaterinnen Tipps zum Waschen, 1932 wird Persil in dem abendfüllenden Film „Wäsche, Waschen, Wohlergehen“ sogar zum Kinostar. Und für was wirbt die erste Fernseh-Reklame am 3. November 1956? Sie ahnen es – für Persil. Dieses Produkt ist eben immer auf der Höhe der Zeit! So auch 1975, als erstmals der berühmte Spruch „Persil – da weiß man, was man hat!“ fällt. Sensation: Ein Mann ist nun das Gesicht von Persil! 20 Jahre lang versichert Jan-Gert Hagemeyer, dass wir das Richtige tun, wenn wir beim Altbewährten bleiben. Die Botschaft wirkt bis heute. Noch immer ist Persil hierzulande das meistverkaufte Waschmittel.

Bloß keine Experimente!

„Das ist ja wohl Asbach!“ heißt es, wenn etwas nicht mehr so ganz taufrisch ist. Was im ersten Moment wie eine Beleidigung klingt, ist ein Kompliment. Nur wenige Produktnamen schaffen es, sich in die Alltagssprache einzuschleichen. Das ist „Asbach Uralt“ durch pure Beharrlichkeit gelungen. Alle Nase lang neue Sprüche klopfen? Nicht bei Asbach! Seit 1882 gibt es die Marke aus Rüdesheim schon, aber mehr als zwei Slogans müssen es doch wirklich nicht sein: „Im Asbach ist der Geist des Weines“ (1937) und „Wenn einem so viel Gutes widerfährt, ist das schon einen Asbach Uralt wert!“ (1955). Damit ist ja das Wichtigste gesagt. Eine ebenfalls bis heute beliebte Asbach-Innovation kommt 1924 auf den Markt: die Weinbrand-Praline. So kann endlich auch die feine Dame das Stöffchen genießen.

Apropos Stöffchen: Fehlende Bekleidung sorgt 1969 für einen handfesten Skandal: Zum ersten Mal flimmern nackte Brüste über den Bildschirm! Schuld ist die „junge Fa mit der wilden Frische von Limonen“. Die marmorierte Seife gibt es seit 1953, jetzt schwächelt der Absatz. Im Karibik-Urlaub kommt dem Werbeleiter die Idee: Die wilde Frische von Limonen soll den Verkauf ankurbeln. Der Hersteller Henkel ziert sich: Grüne Limonen würde der

Käufer für unreife Zitronen halten und nackte Haut käme nicht in Frage. Kurzerhand erfindet die Werbeagentur einen Limonen-Trend in den USA. Nun gibt Henkel nach. Die Kombination von Limonen und blanken Busen im TV-Spot macht Fa zur erfolgreichsten Seife der 70er-Jahre.

Immer zur Hand: Im Flachmann wärmt der gute Asbach in jeder Situation!


Da hat sie das Oberteil noch an – im TV-Spot taucht sie oben ohne durch die Fluten


Der Alltag kann das weibliche Nervenkostüm vor eine Zerreißprobe stellen. Läuft es in der Ehe nicht mehr rund? Der Haushalt stresst? Der Chef nervt? Die Lösung aller Probleme steckt in einer braunen Flasche. „Frauen- gold“ stärkt ab 1953 das schwache Geschlecht. Tatsächlich dürfte der Trank die Frauenwelt eher beschwingt haben, denn sein Alkoholgehalt lag bei 16,5 Prozent. 1981 ist Schluss damit. Das Gesöff wird aus dem Verkehr gezogen!

Mmh, Jacobs Kaffee!

Ach ja, die Frau Sommer! Sie weiß Rat, wenn die Gäste die Kaffeetassen halb voll stehen lassen oder der Ehemann sie seiner Gattin an den Kopf wirft „Dein Kaffee schmeckt mir nicht!“ Dann empfiehlt Frau Sommer Jacobs Krönung. Aber die Vorzüge von Jacobs Kaffee kennen schon unsere Urgroßmütter: 1907 beginnt Johann Jacobs in Bremen mit dem Rösten von Kaffeebohnen.


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