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PERSONAL TRAINER


FMT RC-Hangflug - epaper ⋅ Ausgabe 19/2019 vom 30.10.2019

Fitnessprogramm mit dem Snipe 2/2 EL von Vladimir’s / Mahmoudi


Artikelbild für den Artikel "PERSONAL TRAINER" aus der Ausgabe 19/2019 von FMT RC-Hangflug. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: FMT RC-Hangflug, Ausgabe 19/2019

Man sollte mehr für seine Gesundheit tun. Klar doch. Aber, wie wir alle wissen, der schwierigste Weg beim Fitnessprogramm – gleich welcher Art – ist der von der Couch bis zur Haustür. Und so sind sich auch alle, die kluge Ratschläge geben, einig. Man braucht eine Motivation.

Fitnessprogramm hinauf durch die Weinberge.


Gleich ist eine Startstelle erreicht.


Ich wohne am Rand der Rheinebene. Hinter unserem Haus geht es sofort den Berg hinauf. In etwa einer Stunde habe ich auf meinem Standard-Weg unsere Burg erreicht. Dabei habe ich einen ...

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... Höhenunterschied von etwa 350 m überwunden. Wenn ich das jeden zweiten Tag machen würde: super!

Routine

Jedoch kenne ich nicht nur meinen Standard- Weg, sondern alle einschlägigen Wege hinauf über die Jahrzehnte aus dem FF. Knapp die erste Hälfte des Anstiegs geht durch Weinberge. Da habe ich einen herrlichen Ausblick über die Rheinebene. In nördlicher Richtung sehe ich den Rand des Pfälzer Waldes, die Hardt. Schaue ich weiter nach Süden zeigen sich die ersten Höhen der Vogesen. Irgendwo weiter in der Ferne, aber außer Sicht, ist der Petit Ballon. Und natürlich muss ich immer prüfen, ob das Straßburger Münster noch steht. Dieses ist gut zu erkennen, da es die Stadt weit überragt – außer es ist schlechtes Wetter. Diese Aussicht ist zwar wunderschön, doch ich kenne ja alles schon seit Ewigkeiten. Irgendetwas anderes sollte mich zur regelmäßigen Fitness-Tour motivieren.

Die Wende

Modellfliegen motiviert mich immer. Mit dem Segler am Hang, sei es im dynamischen oder thermischen Aufwind, ist einfach fantastisch. Doch haben wir im Nordschwarzwald zwar viele Berge, aber keine Hänge – jedenfalls nicht aus modellfliegerischer Sicht. Fliegen könnte man an vielen Stellen. Aber: in den unteren Regionen wird überall Wein angebaut. In den Reben zu landen macht kein Modell mit – und keine Freunde bei den Winzern. Weiter oben am Berg ist Wald, Schwarzwald eben.

Doch halt. Von Zeit zu Zeit werden immer mal wieder in einer Parzelle die Reben entfernt – um später leider wieder neue Pflanzungen anzulegen. Doch damit bietet sich für kurze Zeit eine Startstelle an. Da sie klein und meist relativ steil ist, könnte man sie mit einem kleinen, dafür passenden Segler befliegen – und auch dort landen. Klein muss er sein, aber er sollte ein gutes Potential für erfolgreiches Thermikfliegen an Schwachwindtagen genauso wie für flottes Fliegen im dynamischen Aufwind haben, wenn der Hang mal gut angeblasen wird. Ganz wichtig ist auch ein extrem gutes Landeverhalten. Manchmal muss an einem Wegesrand mit Anflug quer zum Weg gelandet werden. Dazu kam mir der Snipe EL gerade recht. Er hat alles, was man braucht. Vor allem ist er mein Motivator, das Haus zu verlassen!

Aufmerksam geworden bin ich auf diesen DLG (Disc Launch Glider, zu Deutsch: Schleudersegler) durch den Testbericht von Jonas Kessler in der FMT 02.2019. Er beschreibt dort sehr ausführlich den Bau, die Ausrüstung und die exzellenten Flugeigenschaften des CFK-Fliegerchen – das allerdings in der Segler-Version und für den Wettbewerbseinsatz. Ich wollte natürlich die elektrifizierte Variante – wegen der Weinberge (siehe oben).

Bauen oder bauen lassen

Da es keine explizite Bauanleitung für den Elektro- Snipe gibt, holt man sich die meisten Infos aus der Anleitung des Seglers auf www.f3j.in.ua. Aufwww.mahmoudi-modellsport.eugibt es auf den Seiten des „Elektrischen“ zusätzliche Bilder, auf denen man nach einiger Eindenkarbeit die Unterschiede erkennt. Viel ist wirklich nicht zu tun. Nur ist es teils recht kniffelig. Alles ist sehr klein. Da gebe ich Jonas recht: Zeit lassen sowie langsam und sorgfältig arbeiten! Die Alternative: Von Mahmoudi Modellsport bauen lassen. Den Motor bestellt man sich am besten gleich mit. Dieser ist passgenau und wird von vorne an den Motorspannt geschraubt. Auch den Vladimir- Spinner sollte man nehmen. Der passt super. Alternativ zum Segler kommen in der E-Variante die vier Servos im Rumpf weiter nach hinten und liegen unter der Tragfläche. Dank zweier Schrauben ist das Servobrett immer wieder ausbaubar.

Rucksack-tauglich

Weitere wichtige Unterschiede zur Seglerversion, die für unseren Weinberg-Einsatz wichtig sind, muss ich noch benennen. Beide Leitwerke sind getrennt voneinander über eine zentrale Schraube demontierbar. Die Tragfläche kann man zweiteilig(!) bestellen. Aus diesen beiden Tatsachen leitet sich ab, dass man DLG-Schleuderstarts vergessen muss. Das macht aber gar nichts. Zu guter Letzt ist die Rumpfnase nur mit Klebeband befestigt und kann ebenfalls demontiert werden. Daraus ergibt sich, wenn man will, ein Packmaß von nur 810 mm Länge. Das ist dann bei längeren Bergwanderungen oder auf dem Fahrrad durchaus interessant. Auf den kurzen Strecken im Weinberg lasse ich die Leitwerke und die Rumpfnase immer montiert. Tragflächen und Rumpf werden aber in den originalen Snipe-Taschen verpackt.

Landeanflug in eine Schneise zwischen den Rebstöcken.


Beide Leitwerke sind für den Transport mittels einer Schraube demontierbar.


Die Rumpfnase wird mit Klebeband befestigt.


Für den Rucksacktransport ein Muss: Geteilte Tragfläche.


Passt doch super.


Doch welchen Akku nehmen? Dazu fand ich keine Hinweise. Der Motor ist für 3s bis 4s ausgelegt. Beides erschien mir doch recht üppig – obwohl es tatsächlich mit identischem Setup geht. Mit dem 6x3‑Propellerchen und einem 2s, 430er LiPo habe ich im Stand 9 A gemessen. Schließlich benötige ich den Motor ja nur, wenn es mal erbarmungslos säuft. Der 430er von My- Lipo ist schlank und lang. Er lässt viel Platz im Rumpf übrig. Den Schwerpunkt konnte ich damit einrichten, ohne die Rumpfnase zu kürzen. Apropos: Flugfertig kamen 295 g auf die Waage. Da kam schon mal Vorfreude auf.

Das Einfliegen fand zwar am Hang, aber nicht im Weinberg statt. Erste Erkenntnis: Die spärlichen Angaben zu den Ruderausschlägen in Vladimir’s englischsprachigen Manual passen. Selbst die Landestellung der Querruder ist mit 35 Grad vollkommen ausreichend. Okay, ich habe 40 Grad eingestellt. Vielleicht brauche ich es einmal.

Jetzt geht es los

Doch eins nach dem anderen. Denn die zweite Erkenntnis war: Erst mal landen üben. Nein, nicht das Landen als solches. (Das kann ich doch!) Das kurz anfliegen und steil von oben auf den Punkt landen wollte ich erst mal trainieren. Das bekommt man nämlich ganz klasse hin, wenn man den Dreh raus hat.

So gerüstet ging es hinterm Haus hinauf in den Weinberg. Die Falken und Bussarde warteten schon auf mich. In der Luft natürlich. Welch eine Freude, mit ihnen in „meinen Weinbergen“ gemeinsam zu fliegen und nicht nur ihnen zuzuschauen. Mit der Zeit wurde ich immer mutiger, was die Auswahl der Startstellen betraf. Sie wurden teils immer kleiner. Aber so kann ich viel besser dahin gehen, wo gerade der Wind gut auf den Hang steht.

Über das Fliegen mit dem Snipe muss ich nicht viel sagen. Einfach spitze. Bei dem geringen Gewicht geht es in der Thermik super nach oben. Das Handling ist hervorragend präzise. Er lässt sich auf engstem Raum wenden, Achter fliegen oder kreisen. So wie ich das – natürlich – von einem CFK‑Hochleistungsflieger erwarte. Schön, dass er auch bei auffrischendem Wind noch so super marschiert. Und er sieht auch noch schick aus. – Beinahe habe ich es vergessen: Ich bin ja auch den Berg zu Fuß hinaufgelaufen.

Fitness-Programm

Es geht immer öfter hinauf in die Weinberge. Mein Personal Trainer lockt und motiviert. Auch andernorts findet der Snipe EL seinen Platz im Rucksack. Da halte ich es jetzt wie Wolfgang Wallner (siehe seinen Bericht in diesem Heft): Nie mehr ohne. Und ich kann getrost Kurt Albrecht begegnen (siehe sein Bericht in diesem Heft).