Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 8 Min.

Pflanzenschutz und Artenvielfalt


GB Gärtnerbörse - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 02.06.2018

Beim Jahres-Pressegespräch Sonderkulturen am 12. April 2018 in Deidesheim informierte Bayer CropScience Deutschland über seine Aktivitäten bei Pflanzenschutzmitteln und Social Media. Ein weiteres Thema war die Biodiversität.Heinrich Dreßler gibt einen Überblick.


Artikelbild für den Artikel "Pflanzenschutz und Artenvielfalt" aus der Ausgabe 6/2018 von GB Gärtnerbörse. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Das Bayer-Team: (von links, oben) Dr. Marco Harms, Dr. Helmut Schramm, Heinz Breuer (Kommunikation); (unten) Georg Beer, Dr. Jürgen Esser, Maike Thiemann


Fotos: Heinrich Dreßler, Werkfoto

Dr. Helmut Schramm, Geschäftsführer Bayer CropScience Deutschland, nannte das Bevölkerungswachstum und den Klimawandel als globale Herausforderungen, auch für ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 13,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von GB Gärtnerbörse. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 6/2018 von Klipp & Klar: Der richtige Umgang. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Klipp & Klar: Der richtige Umgang
Titelbild der Ausgabe 6/2018 von Neuseeland: Branche schrumpft. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Neuseeland: Branche schrumpft
Titelbild der Ausgabe 6/2018 von Aleia Roses setzt auf Nützlinge. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Aleia Roses setzt auf Nützlinge
Titelbild der Ausgabe 6/2018 von Zwischenruf: Lust auf Ausbildung. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Zwischenruf: Lust auf Ausbildung
Titelbild der Ausgabe 6/2018 von Unternehmen: Tom Canders, Straelen: Zukunftsorientierte Entwicklung. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Unternehmen: Tom Canders, Straelen: Zukunftsorientierte Entwicklung
Titelbild der Ausgabe 6/2018 von Unternehmen: Regional und umweltfreundlich. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Unternehmen: Regional und umweltfreundlich
Vorheriger Artikel
Basewell: Gel statt Substrat
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Technik: IPM: Maschinen und Gewächshaustechnik
aus dieser Ausgabe

... die Landwirtschaft. Allein in Deutschland sei ein täglicher Verlust von Ackerflächen in einer Größenordnung von rund 60 Hektar zu verzeichnen. Weltweit lasse sich die verfügbare Anbaufläche kaum vergrößern. Dabei wachse die Weltbevölkerung ständig an, während die Erträge durch den Klimawandel tendenziell zurückgehen, zum Beispiel bei Weizen.

Um die Ernährung der Weltbevölkerung sicherzustellen, müsse die Landwirtschaft ihre Produktivität steigern bei gleichzeitiger Schonung der Ressourcen. Dafür seien Innovationen notwendig.

Komplettlösungen

Bayer setze auf Komplettlösungen, die sowohl chemische und biologische Pflanzenschutzmittel als auch Genetik und Saatgut sowie digitale Technologien umfassen. Die biologischen Präparate stammen zum Teil von zugekauften Firmen, Schramm nannte als Beispiele Contans und Serenade. Diese Produkte würden aber wenig nachgefragt.

Durch die Digitalisierung stünden heute satellitengestützte Daten in großem Umfang zur Verfügung, mit denen sich der Pflanzenschutz immer weiter optimieren lasse, erklärte Schramm. Als Beispiel nannte er gezielte Herdbehandlungen.

Transparenz ist gefordert

Die Akzeptanz der modernen Landwirtschaft in der Gesellschaft sieht Schramm als Herausforderung. Transparenz werde von verschiedenen Seiten gefordert – die Branche müsse deshalb darlegen, wie sie arbeite und warum bestimmte Dinge geschehen. Die Qualität der Lebensmittel sei heute so gut wie nie zuvor, dennoch zeigten Presseberichte oft das Gegenteil. Zwar würden häufig Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen, meist sei die gefundene Menge aber sehr gering.

Die von Medien und Nichtregierungsorganisationen verbreiteten Informationen zu Agrarthemen seien zum Teil fehlerhaft, es würden „eigene Fakten“ geschaffen. Dazu komme, dass viele Verbraucher keinen Bezug zur Landwirtschaft haben. Im Internet würden bevorzugt Inhalte konsumiert, die die bestehende Meinung der Nutzer bestätigen. Letztlich beeinflusse dies auch die Politik und den Handel, der eigene Standards neben den gesetzlichen Vorgaben schaffe.

Begegnen müssten Unternehmen wie Bayer diesen Entwicklungen mit besserer Kommunikation. In zwei „Forward Farming“-Musterbetrieben zeige Bayer, wie sich moderne Landwirtschaft nachhaltig gestalten lasse. Das Unternehmen konzentriere sich beim Thema Nachhaltigkeit auf die Förderung der Biodiversität, die Erhaltung der Bienengesundheit, den Gewässerschutz und den Anwenderschutz.

Bereit zur Diskussion

Die Bereitschaft zur Diskussion belegte Schramm mit einem Interview, das „Zeit Online“ im März 2018 mit ihm und Jörg-Andreas Krüger von der Umweltorganisation WWF in Form eines Streitgesprächs geführt hatte.

Auch sorge Bayer für Transparenz, indem das Unternehmen seine Studien aus dem Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel öffentlich mache.

Schramm erinnerte daran, dass jede Veränderung Konsequenzen hat, zum Beispiel ein Wegfall bestimmter Präparate. Dies müsse die Branche der Allgemeinheit noch deutlicher machen. Er bedauerte, dass einzelne bewährte Pflanzenschutzmittel aufgrund geänderter Bewertungskriterien vom Markt verschwinden. Die Industrie sei deshalb gefordert, Innovationen zu entwickeln, auch wegen neuer Schädlinge oder Resistenzen. Um letztere zu verhindern, sei eine breite Palette von Wirkstoffen notwendig.

Die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln sei in Deutschland ein komplexer und schwerfälliger Vorgang, bedauerte Schramm. Eine Reform sei dringend notwendig. Die vorgesehene Anerkennung einer zonalen Zulassung sei in Deutschland nicht immer gewährleistet, als Beispiel nannte er das Präparat Movento. Bei der Zulassung sollten wissenschaftliche Kriterien maßgeblich sein, forderte Schramm. Er begrüßte, dass die neue Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner aus dem Agrarbereich kommt.

Monsanto-Übernahme

Zur geplanten Übernahme des US-Konzerns Monsanto durch Bayer erklärte Schramm, dass inzwischen etwa 20 von 30 beteiligten Behörden zugestimmt hätten. In den USA sei man bezüglich der Zustimmung des Justizministeriums „auf der Zielgeraden“.

Bayer sei verpflichtet, im Rahmen der Übernahme einige Geschäftsbereiche an Mitbewerber abzugeben, zum Beispiel gehe ein Paket an BASF. Dieses Unternehmen sei strukturell mit Bayer vergleichbar, sagte Schramm. BASF wolle die Forschungs- und Entwicklungsarbeit fortsetzen. Auch für die betroffenen Mitarbeiter sei BASF eine gute Lösung, erklärte Schramm.

Den Abschluss der Monsanto-Transaktion strebe Bayer für das zweite Quartal 2018 an. Monsanto sei vor allem im Saatgutbereich gut aufgestellt und passe daher zu dem Konzept von Bayer, Komplettlösungen anzubieten. Ein mögliches Problem sei das schlechte Image von Monsanto, dem Bayer durch die Übertragung seiner Unternehmenskultur auf Monsanto begegnen wolle. Erfahrungen mit Übernahmen seien bei Bayer vorhanden, betonte Schramm.

Spätfröste im April

Georg Beer, Vertriebsteamleiter Sonderkulturen, warf einen kurzen Rückblick auf die Saison 2017, die durch Spätfröste im April geprägt war. Die Schäden bei Kernobst, Steinobst und Wein hätten zu einer „Missernte“ geführt. Durch Importe gab es aber keine Engpässe im Einzelhandel.

Zum Thema Pflanzenschutzmittel-Rückstände sagte Beer, dass die Fundquote bei deutscher Ware im vergangenen Jahr im Bereich von 0,8 Prozent lag. Dieser im internationalen Vergleich niedrige Wert belege das Know-how deutscher Erzeuger und den Nutzen der Anbauberatung.

Einsatz von Herbiziden

Zur Situation bei Herbiziden erklärte Beer, dass das Blattherbizid Basta seit Juli 2017 nicht mehr angewendet werden darf. Es diente unter anderem zum Freihalten von Baumzeilen. Der Herbizid-Wirkstoff Phenmedipham fällt eventuell 2020 weg, so Beer.

Bei Glyphosat, das derzeit auch als Basta-Ersatz dient, könne man von einer leichten „Entspannung“ in der kontroversen Diskussion sprechen. Beer erwähnte aber auch Marketing-Aussagen des Lebensmitteleinzelhandels wie „Glyphosat-frei erzeugt“, die die Erzeuger unter Druck setzen. Bei einem Wegfall des Präparats seien in der Praxis Probleme zu erwarten.

Eine Alternative zum Herbizid-Einsatz seien mechanische Verfahren, die laut Beer aber auch Nachteile haben. Er nannte unter anderem höheren Dieselverbrauch, Beeinträchtigung des Bodenlebens, Stickstoff-Freisetzung im Herbst, Bodenverdichtung bei Nässe oder Erosion in Hanglagen. Auf jeden Fall erhöhten sich der Arbeitsaufwand und die Kosten.

Gegen Echten Mehltau

Beer erwähnte verschiedene Pflanzenschutzmittel für Zierpflanzenbaubetriebe und Baumschulen. Das Präparat Luna Sensation kann nach Artikel 51 gegen Echten Mehltau an Zierpflanzen im Freiland und im Gewächshaus eingesetzt werden, eine Erweiterung der Genehmigung fürBotrytis werde erwartet.

Den Produzenten von Ziergehölzen empfahl Beer, sich bis zum 30. Juni dieses Jahres mit dem Herbizid Maister OD einzudecken. Die Anwendung sei bis zum 30. Juni 2019 möglich. Movento OD gegen Blattläuse an Ziergehölzen kann wegen der Verträglichkeit nur bei geeigneten Witterungsbedingungen eingesetzt werden. Besser verträglich ist Movento SC, die Markteinführung werde vorbereitet.

Online-Imagearbeit

Imagearbeit für die Landwirtschaft leistet Maike Thiemann, bei Bayer CropScience Deutschland zuständig für Internet und Social Media. Ein Problem der Branche sei, dass das landwirtschaftliche Expertentum von Laien oft nicht akzeptiert oder ernstgenommen werde. Während sich kaum jemand zutraue, beispielsweise einen neuen Motor zu beurteilen, gebe es bei Agrarthemen oft eine Meinung ohne Wissensbasis.

Die Branche und der einzelne Landwirt befinden sich in einem Spannungsfeld der Meinungen zwischen „Ernährer“ und „Zerstörer“. Der Dialog mit Außenstehenden sei schwierig, da das Wissenslevel sehr unterschiedlich sei. Viele Interessengruppen befassten sich mit Agrarthemen, die Branche sei dadurch auch eine Art Spielball. Einzelne Landwirte haben die Kommunikation selber in die Hand genommen und versuchen, ihren Alltag zu zeigen und ihren Expertenstatus zu vermitteln.

Passende Inhalte

Social Media-Plattformen wie Facebook, Instagram und YouTube bieten laut Thiemann viele Möglichkeiten. Bei Facebook haben private Nachrichten eine höhere Relevanz als Unternehmens-News. Die Reichweite lässt sich aber durch Bezahlung erhöhen, sagte Thiemann. Wichtig sei, der jeweiligen Zielgruppe den passenden Inhalt und einen Mehrwert zu bieten.

Blühstreifen fördern die Artenvielfalt


Bayer setze in der Online-Kommunikation auf die drei Bausteine „Information und Hintergrund“, „Austausch und Dialog“ sowie „Humor und Unterhaltung“. Die Beiträge richten sich nicht nur an Landwirte, sie sollen deshalb allgemein verständlich sein und zur Diskussion sowie zu Interaktionen einladen. Dazu gehöre zum Beispiel eine Playlist der Ernte-Hits, also der Musik, die Landwirte bei der Arbeit auf dem Feld gern hören.

Nutzer-Kommentare

Die Beiträge sollen ein positives Bild von der modernen Landwirtschaft und der Arbeit der Landwirte vermitteln und so die Wertschätzung der Branche erhöhen. Die Kommentare der Nutzer sind sowohl positiv als auch kritisch (zum Teil pauschal). Kritik wird nach Thiemanns Angaben aber fast nie gelöscht, um einen (sachlichen) Dialog mit Menschen aus der Branche entstehen zu lassen. Insgesamt sei der Anteil der kommentierenden Nutzer aber gering, die meisten lesen nur.

Dr. Helmut Schramm begrüßte die Diskussionen mit der Agrarbranche, sofern die Diskutierenden offen für Fakten seien. Viele Verbraucher seien indifferent und somit für Botschaften erreichbar, während man bei „Ideologen“ nicht durchdringe. Während das Handeln auf Fakten beruhe, erfolge der Transport von Informationen heute vor allem über Emotionen, sagte Schramm.

Verlust an Artenvielfalt

Für das Thema Biodiversität hatte Bayer CropScience einen externen Spezialisten zum Pressegespräch eingeladen. Dr. Jürgen Esser (Büro für Freilandökologie, Dormagen) berichtete, dass ein Verlust an Artenvielfalt inzwischen auch in Naturschutzgebieten zu beobachten sei, während diese Entwicklung in der öffentlichen Wahrnehmung nur in der Agrarlandschaft stattfinde. Immerhin lasse sich der Verlust an Insekten viel schneller umkehren als der Klimawandel.

Da Primärkonsumenten wie Insekten meist spezialisiert seien, müsse das Nahrungsangebot vielseitig sein, erklärte Esser. Wichtig für die Artenvielfalt seien durchgehende Nahrungsketten von Primärproduzenten (Pflanzen) über Primärkonsumenten bis zu Sekundärkonsumenten wie Vögeln. Diese Ketten seien heute oft unterbrochen, zudem würden die Lebensräume vieler Arten zerstört.

Aufbau einer Nahrungskette

Positiv für die Artenvielfalt sind nach Essers Aussage Blühflächen oder Blühstreifen. Dort baue sich schnell eine Nahrungskette auf, neben Insekten profitieren auch Bodenlebewesen und Vögel. Circa 14.000 Insektenarten in Deutschland seien Blütenbesucher. Etwa zehn Prozent davon seien in Blühstreifen nachweisbar, insgesamt seien dort 2000 bis 3000 verschiedene Tierarten zu finden.

Wichtig sei der Faktor Zeit. Die Blühstreifen sollten sich möglichst über mehrere Jahre entwickeln können, empfahl Esser. Bei einjährigen Streifen kommen viele der angelockten Insekten im Herbst um. Hummeln werden erst ab dem dritten Jahr stark gefördert.

Viele der im Handel angebotenen Insektenhotels hätten kaum einen Nutzen, da sie den Bedürfnissen der meisten Insekten nicht entsprechen. Ohnehin ließen sich dadurch nur wenige Arten fördern, erklärte Esser. Die meisten Bienenarten würden im Boden brüten. Esser empfahl zusätzlich zu den Blühstreifen das Anlegen von Erdhügeln, Totholzhaufen, Sandbeeten und Trockenmauern, um die Artenvielfalt in der Natur zu fördern.

Emotionales Thema

Dr. Helmut Schramm erklärte, dass der Verlust an Biodiversität neben der Landwirtschaft noch weitere Ursachen habe. Bayer nehme dieses Thema ernst und versuche, die Landwirte zu entsprechenden Maßnahmen zu motivieren, zum Beispiel über die Bayer-Berater. In Sachsen laufe seit 2009 ein Projekt zur Förderung der Biodiversität in Obstanlagen, an dem Bayer beteiligt sei. Fuß gefasst habe das Thema ebenfalls im Gemüsebau. Es eigne sich wegen der Emotionalität gut für Betriebe mit einem Hofladen.

Gefordert sind nach Ansicht von Schramm aber auch die Kommunen, ebenso die Verbraucher mit Hausgärten. Das Thema Biodiversität betreffe letztlich die gesamte Gesellschaft.

SIVANTO PRIME GEGEN SAUGENDE INSEKTEN

Dr. Marco Harms, Leiter Entwicklung bei Bayer CropScience Deutschland, kündigte ein neues Bayer-Pflanzenschutzmittel an. Das Insektizid Sivanto Prime sei unter anderem für den Gemüse- und Zierpflanzenbau vorgesehen. Der Wirkstoff Flupyradifurone gehöre zu der neuen chemischen Klasse der Butenolide.
Das nützlingsschonende Präparat mit Bienengefährdungseinstufung B4 hat nach Aussage von Harms eine relativ breite Kontakt- und Fraßwirkung, vor allem gegen saugende Insekten wie Blattläuse und Zikaden. Bei Gemüse und Zierpflanzen kann Sivanto Prime im Freiland gegen Läuse und im Gewächshaus gegen Läuse und Weiße Fliege eingesetzt werden, wenn das Präparat wie beantragt zugelassen wird.
Anfang April 2018 habe Sivanto Prime eine Zulassung in den Niederlanden erhalten, die deutschen Behörden müssten im Rahmen der zonalen Zulassung innerhalb von 120 Tagen nachziehen. Mit der Markteinführung des Präparats sei 2019 oder 2020 zu rechnen.
Harms berichtete, dass die Entwicklung eines Pflanzenschutzmittels ein sehr komplexer Prozess sei, bei dem vielfältige Aspekte eine Rolle spielen. Die Entwicklung eines Produkts von der Entdeckung des Wirkstoffs bis zur Marktreife dauere etwa zehn bis zwölf Jahre.
Zunehmende Beschränkungen und Vorgaben, zum Beispiel in Bezug auf Studien, erhöhten die Entwicklungskosten deutlich, sagte Harms. Insgesamt sei heute mit durchschnittlichen Kosten von 250 Millionen Euro je Präparat zu rechnen, was wirtschaftlich gesehen einen Verkauf über viele Jahre notwendig mache. Die Zahl der Wirkstoffe, die sich in der Entwicklungsphase befinden, nehme tendenziell ab.

dre

FAKTEN ZU BAYER

Im Geschäftsjahr 2017 erzielte der Bayer-Konzern weltweit mit rund 99.800 Beschäftigten einen Umsatz von 35,0 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich nach Angaben des Unternehmens auf 2,4 Milliarden Euro, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,5 Milliarden Euro.
Die Bayer CropScience Deutschland GmbH mit Sitz in Langenfeld ist die deutsche Vertriebsgesellschaft der Bayer CropScience AG. Das Produktsortiment umfasst Herbizide, Fungizide, Insektizide sowie Produkte zur Saatgutbehandlung und Rapssaatgut, außerdem Produkte für Anwendungen im nicht-landwirtschaftlichen Bereich.

BCS