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Philips 55OLED854


HDTV Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 22.11.2019
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Bildquelle: HDTV Magazin, Ausgabe 6/2019

Preis: 2 299 Euro • Bildgröße: 55 Zoll (auch erhältlich in 65 Zoll) • Maße: 128 × 70,6 × 5,2 cm • Gewicht: 23,7 kg • Bauweise: OLED • Auflösung: 3 840 × 2 160 Bildpunkte • Stromverbrauch: ca. 60 – 330 Watt • Festplattenaufnahme: ja, USB (Aufnahme und Time-Shift) • 3D: nein (2D-Wiedergabe, aber störende Info-Einblendung) • HDR10: ja • HLG: ja • Dolby Vision: ja • HDR10+: ja • Dolby Atmos: ja (intern und ARC, TrueHD-Verarbeitung intern oder Weiterleitung in DD-Plus-Qualität) • dreiseitiges Ambilight • Google Assistant • kompatibel zu Amazon-Alexa-Geräte


Die kompakte Fernbedienung liefert alle wichtigen ...

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... Funktionen per Knopfdruck, Lautstärke und Programmwahltasten lassen sich zusätzlich mittig drücken. Die Ambilight-Taste leuchtet bei Druck auf. Auf der Rückseite finden Sie eine vollwertige Tastatur, alternativ nutzen Sie Mikrofon und Sprachsteuerung


Metallblenden • Rahmenbreite: ca. 0,2 cm (ca. 0,8 cm bis Bild) • Displaydicke: ca. 0,5 cm (ca. 5 cm mit Gehäuse) • Displayhöhe Unterkante (TV auf Standfuß): ca. 2,8 cm • Standfußfläche: ca. 80 × 24,5 cm (ca. 9,5 cm vorn überstehend, Oberfläche spiegelt) • Display drehbar: ja • Statusanzeige: LED ändert Farbe • Lichtsensor: ja


Anschlüsse für Wandmontage ausgelegt • keine Blenden oder Kabelkanäle • dreiseitiges Ambilight (LEDs strahlen nach oben, links und rechts) • Länge Stromkabel ca. 2,5 m • Wandhalterung Maße: 30 × 30 cm • Taste für Grundbedienung an Rückseite (abgestimmt mit On-Screen-Menü)


HDMI: 4 × (4K 60 Hz HDR) • 120 Hz: fehlerhaft • 1 440p: nein • CEC: ja • ARC: 4 × • VRR: nein • ALLM: ja • USB: 3 × (1 × 3.0) • Kopfhörer: ja • Netzwerk: ja (oder WLAN) • Video analog: 1x Komponente • Audio: digital optisch • CI: 2 × • Tuner: DVB-S/- C/-T (Twin-Tuner, Unicable)


Mit Dolby Vision und Dolby Atmos unterstützt Philips dieses Jahr wichtige Heimkinostandards und auch bei der Bildabstimmung ab Werk geht der Hersteller mit großen Schritten auf Filmfans zu.

Das Display des OLED854 verharrt keinesfalls starr auf dem hochwertigen, aber auch spiegelnden Standfuß, sondern lässt sich um einige Grad drehen. Auf der Rückseite das bekannte Bild: Ultraflach ist der OLEDTV nur im äußeren Bereich, während das Kunststoffgehäuse durch Elektronik, Anschlüsse und Ambilight keinen Schönheitspreis gewinnt und eine 360-Grad-Aufstellung des Fernsehers mangels Blenden und vollwertigen Kabelkanäle nicht zu empfehlen ist. Durch das extralange Stromkabel und den, für eine Wandmontage optimal ausgerichteten Schnittstellen, ist die Installation des Fernsehers dennoch praxistauglich gelöst. Dies trifft auch auf die Ersteinrichtung des Fernsehers mitsamt der Fernbedienung zu, die selbst Einsteiger nicht vor unlösbare Probleme stellen sollte.

Neue Funktionen inklusive

Schalten Sie den Fernseher ein, geht sprichwörtlich ein Licht auf, denn die rückseitig abstrahlenden LEDs erzeugen den berühmten Ambilight-Effekt, sodass Ihre Wand in einer passend zum Bildinhalt abgestimmten Farbe erstrahlt. Platzieren Sie den OLED854 im Schlafzimmer, können Sie sich vom Fernseher mitsamt Klängen, Ambilight und aktuellen Wetterdaten täglich wecken lassen. Wie es sich für einen Fernseher dieser Preisklasse gehört, können Sie über die Twin-Tuner-Funktion und eine angeschlossene USB-Festplatte eine Aufnahme starten und währenddessen den Sender wechseln. Alternativ können Sie das Programm pausieren (Time-Shift). Im Gegensatz zu den letztjährigen Modellen stattet Philips den OLED854 mit vier gleichwertigen HDMI-Schnittstellen aus, sodass Sie 4K-HDR-Signale mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde über alle Eingänge zuspielen können. Auch die Android-Software und -Hardware zeigt sich runderneuert, wenngleich unsere Leistungstests eine eher durchwachsene Prozessorleistung skizzierten. Die App-Unterstützung ist dagegen tadellos: Videos über Youtube, Amazon oder Netflix streamen Sie in 4K-HDR-Qualität und je nach Anbieter im Dolby-Visionoder HDR10-Plus-Format. Dadurch gelingt eine natürliche HDR-Bildabstimmung einfacher als in den Vorjahren und auch bei den Bildvoreinstellungen im Filmmodus geht Philips behutsamer vor: Der OLED854 zeigt HDR-Details in dunklen und hellen Bildbereichen, die ältere Philips-OLED-Modelle zugunsten einer künstlichen Kontrastverstärkung noch unterschlagen haben. Doch im Bestreben, die Durchzeichnungsqualität zu verbessern, schießt Philips in den Werkseinstellungen etwas über das Ziel hinaus und präsentiert in dunkelsten Bildbereichen Bildfehler mit Videoquellen, die eigentlich im Verborgenen bleiben sollten. Erhöhen Sie den Gamma-Regler, können Sie ungewollte Aufhellung ganz sanft kompensieren. Bildfehler in Form von Banding-Artefakten lassen sich auch mit dem diesjährigen OLED854 nicht optimal vermeiden: Die Panelansteuerung begünstigt derartige Fehler selbst mit HDR-Quellen und der MPEG-Filter zeichnet nicht nur derartige Helligkeitsabstufungen, sondern das gesamte Bild weich, sodass eine gezielte Nachbearbeitung nicht möglich ist. Mit SDR-Quellen überzeugt die verbesserte HDR-Wandlung Perfect Natural Reality (PNR), die SDR-Bildinhalte satter abbildet und in niedrigen Stufen natürlichere Bilder als im Vorjahr generiert. Um das Leistungsmaximum des OLED-Panels auszureizen, reicht es aber nicht aus, PNR einzuschalten, sondern Sie sollten zusätzlich den Kontrastmodus auf optimiertes Bild umschalten, denn erst dann steht die maximale Lichtleistung mit SDR-Quellen zur Verfügung. OLED-typisch werden vor allem Weißlichtelemente und schwach gesättigte Farben leuchtstärker wiedergegeben, der sanftere Eingriff von PNR erleichtert dabei die Bildabstimmung. Ähnlich positive Effekte haben wir mit HDR-Quellen durch den Einsatz von HDR Perfect erwartet, doch es ließ sich lediglich eine immer gleiche Bildaufhellung beobachten, inklusive ausbleichenden Farben und Details, sobald HDR-Szenen mit hohem Dynamikumfang abgespielt wurden. Selbst mit Videospielen war es zielführender, auf HDR Perfect zu verzichten. Ebenfalls nicht optimal gelungen ist die Auswahl zwischen HDR10+ und Dolby Vision, denn als wir eine UHD-Bluray- Disc mit beiden Formaten abspielten, war es nicht möglich, auf das Dolby-Vision-Signal zu wechseln, stattdessen wurde die Disc automatisch in HDR10+ abgespielt. Dass das Zusammenspiel zwischen P5-Prozessor und Dolby-Vision-Quellen vor allem im DV-Bildmodus dunkel noch nicht perfekt ablief, ist kein Grund zur Sorge, denn ein entsprechendes Softwareupdate ist bei Philips bereits in Arbeit. Die Zwischenbildberechnung Natural Motion kennt auch beim OLED854 nur einen Weg: Filmbilder werden bereits in geringster Glättungsein stellung komplett ruckelfrei angezeigt, was alle Zuschauer zufriedenstellt, die selbst 24-Hz-Inhalte superflüssig anzeigen wollen. Die Kehrseite der Medaille: Neben einem Soap-Opera-Effekt entstehen in kritischen Szenen Blockartefakte. Eine weniger aggressive Glättung, um Bildfehler zu verhindern, ist nicht möglich. Schalten Sie die Glättung aus, zeigt der OLED854 den originalen Kinolook. Perfect Clear Motion kümmert sich um das Erreichen der 100- bzw. 120-Hz-Bewegtbildschärfe und das klappt in den meisten Fällen artefaktfrei. Da die Eingabeverzögerung mit Zwischenbildberechnung im Vergleich zu den Vorjahresmodellen deutlich angestiegen ist, lohnt es sich leider nicht mehr, den normalen TV-Modus mit Videospielinhalten zu verwenden. Schalten Sie in den Spielmodus um, entfällt die Bewegungsglättung, die Eingabeverzögerung erreicht aber auch hier keine Spitzenwerte. Besser macht es der OLED854 mit 120-Hz-Signalzuspielung in Full-HD (Xbox One X, PC), sodass sich die Spielbarkeit deutlich verbessert. Offiziell scheint dieser Modus allerdings nicht unterstützt zu werden, denn die Darstellungsqualität beflügelt dies nicht, der Schärferegler arbeitet mit 120-Hz-Quellen nicht korrekt und auch eine Tonausgabe war mit 120-Hz-Zuspielung nicht möglich. Von diesem Ausnahmefall abgesehen überzeugt die Tonwiedergabe nahezu auf ganzer Linie. Preisklassenuntypisch kann der Ferbseher auch im Mittel-Tieftonbereich punkten und der OLED854 klingt deutlich druckvoller als das zwei Jahre ältere Modell POS9002. Mit Filmen kann sich die neue KI-Tonabstimmung hören lassen: (Bass-)Geräusche werden provokanter in Szene gesetzt und Effekte und Sprache sind einfacher zu vernehmen. Mit Musikinhalten sollten Sie die KI-Toneinstellung aber meiden, im Test war die unverfälschte Wiedergabe (Modus Original) stets der beste Weg, um Musikquellen zu lauschen. Dolby-Atmos-Signale lassen sich über alle HDMI-Schnittstellen via ARC in Dolby-Digital-Plus-Qualität zum AV-Receiver oder zu einer Soundbar weiterleiten. TrueHD-Atmos-Signale werden durch die HDMI-Tonausgabe „Mehrkanal“ zielführend in DD+ gewandelt, sodass die externe Audioquelle auch in diesem Fall ein Atmos-Signal erhält. DTS-Quellen unterstützt der Fernseher ebenfalls (Mehrkanal, aber kein DTS:X) und nach einem Softwareupdate klappte auch die ARC-DTS-Weiterleitung.

Nach unten abstrahlende Lautsprecher, zusätzlicher Tief-Mitteltonlautsprecher an Gehäuserückseite. Überzeugende Klangabstimmung und Tief-Mitteltonwiedergabe. Dolby-Atmos-Verarbeitung intern oder ARC-Weiterleitung (alle HDMI-Schnittstellen, TrueHD-Signale in DD+ gewandelt). Kompatibel zu DTS-Quellen


Im Vergleich zu mattem Computerdisplay sind Spiegelungen klar erkennbar, bei seitlicher Betrachtung nehmen Spiegelungen zu. Dafür deutlich besserer Kontrasteindruck auch bei Umgebungslicht. Spiegelungen erscheinen etwas violett verfärbt. Beachten Sie, dass der Standfuß Lichtquellen sehr stark reflektiert


Tolles Gesamtpaket

Während wir zu Testbeginn vereinzelte Softwarefehler feststellten, gestaltete sich die Bedienung des OLED854 zunehmend überzeugender, denn Philips merzte Fehler noch während unseres Testzeitraums mitsamt neuer Softwareversion aus. Die Leistungen des Philips OLED854 stechen gerade im Hinblick auf die Marktpreise heraus, denn innerhalb von Preisaktionen war der getestete 55OLED854 bereits für deutlich weniger als 2 000 Euro erhältlich. Kostengünstiger lassen sich überzeugende Bild- und Tonqualität inklusive moderner Standards wie Dolby Atmos und Dolby Vision sowie Philips-exklusive Features wie Ambilight kaum realisieren. Dass Philips die Bildabstimmung natürlicher als in der Vergangenheit vornimmt, kommt vor allem Filmfans zugute und gerade die HDR-Bildanzeige gelingt so komfortabel, wie mit keinem Philips-TV zuvor.

Smart-TV-Funktionen

Android Version 9 ist bereits vorinstalliert. Im Homescreen lassen sich Apps und TV-Inhalte variabel anordnen. Halten Sie die Hauptmenü-Taste gedrückt, können Sie weitere Apps hinzufügen. Neben der überzeugenden Sprachsuche gelingt auch das 4K-HDR-Streaming fehlerfrei


Im elektronischen Programmführer lassen sich Aufnahmen planen, angeschlossene USB-Festplatten gestatten die Aufzeichnung und Nutzung der Time-Shift-Funktion. Praktisch: Über Suchbegriffe wie „UHD“ lassen sich innerhalb der Senderliste im Handumdrehen passende Favoritenlisten (max. 8) erstellen


Das dreiseitige Ambilight passt in Echtzeit die Lichtfarbe an den Bildinhalt an. Die Standard-Einstellung bietet einen guten Kompromiss aus Farbdynamik und dezenter Lichtershow. Über die Weckerfunktion können Sie den Fernseher auch als Aufwachhilfe inklusive Musik- und Lichtuntermalung einsetzen


Philips stattet den OLED854 nicht nur mit vier gleichwertigen HDMI-Schnittstellen aus, sondern frischt auch die verbaute Android- Hardware auf. Die Prozessoren unterstützen aktuelle Bild- und Tonstandards, fallen aber leistungsschwächer als Chipsätze der bislang besten Android-TVs aus


Die Bild-in-Bild-Unterstützung (Multi-Window über Menütaste) ist löblich, die Funktion arbeitet aber vergleichsweise eingeschränkt: Die Fenstergröße lässt sich nicht anpassen, HDMI- und Tonsignale werden im Hauptfenster wiedergegeben und 4K-Signale werden nicht unterstützt


Verfügen Sie über eine Playstation 3 (3D-Bildausgabe muss vorab gespeichert sein) oder PS4 mit PS-VR-Box, können Sie 3D-Blurays in 2D-Qualität über den OLED854 abspielen. Leider störte während der Wiedergabe der 3D-Discs eine wiederkehrende Info-Einblendung


Bildeinstellungen

Voreinstellung „lebhaft“ mit künstlicher Wiedergabe, kühlen Farben und unnatürlicher Bildschärfe. Voreinstellungen Film, ISF oder Persönlich erleichtern eine präzise Wiedergabe. Einsteiger nutzen Standard oder Natürlich. Für Videospieler ist der Spielmodus Pflicht, im PC-Modus korrekte RGB-Signalausgabe


Auch mit SDR-Bildinhalten lassen sich HDR-ähnliche Kontrasteffekte erzielen. Die Perfect-Natural-Reality-Funktion (PNR) erreicht aber erst dann das maximale Potenzial, wenn zugleich der Kontrastmodus auf „optimiertes Bild“ umgestellt wurde. Vor allem Weißlichtdetails profitieren vom Helligkeitsboost


Philips verbessert bei den 2019er-OLEDs die Durchzeichnungsqualität in dunklen Bildbereichen, schießt in den neutralen Bildvoreinstellungen aber über das Ziel hinaus. Wollen Sie die Darstellung plastischer gestalten, sollten Sie den Gamma-Regler anheben oder PNR (SDR-Quelle) nutzen


Der Kontrastregler beeinflusst bei Philips die OLED-Pixelhelligkeit (alternativ Lichtsensor für automatischen Abgleich). Wollen Sie einen Signalabgleich durchführen, finden Sie im Bildmenü einen zusätzlichen Videokontrastregler. Das automatische Dimming bei vollflächig hellen Bildern lässt sich nicht vermeiden


Fehlerhaft von Philips beschrieben: Der Helligkeitsregler steuert nicht die Gesamthelligkeit des Bildes, sondern beeinflusst die dunklen Bildbereiche inklusive der Schwarzdarstellung. Werte höher als 50 lassen Bilder ausbleichen, geringere Werte provozieren Detailverluste


Die Schärferegelung arbeitet beim OLED854 auf Basis einer Pixelkontrastverstärkung, das Upscaling glättet dagegen Konturen äußerst effektiv. Achten Sie darauf, voreingestellte Rauschfilter (auch im Spielmodus) zu deaktivieren. Bei einer 120-Hz-Signalzuspielung (Xbox One X, PC) arbeitet der Schärferegler fehlerhaft


Bildeinstellungen

Eine bessere Bewegtbildschärfe erreicht der OLED854 über die Zwischenbildberechnung. Perfect Natural Motion glättet Filmbilder bereits in geringer Stufe sehr stark, Perfect Clear Motion sorgt für einen 100- bzw. 120-Hz-Effekt. Artefakte können auch hierbei auftreten, weshalb wir die geringe Stufe empfehlen


Um Bildinhalte auch in den Randbereichen ohne Beschnitt darzustellen, sollten Sie das Bildformat überprüfen und auf „ original“ umschalten. Wahlweise können Sie Bildinhalte manuell in Höhe und Breite verzerren, allerdings lassen sich Bilder damit nur vergrößern, nicht verkleinern


Die Eingabeverzögerung fällt im Spiel- und PC-Modus höher als bei den klassenbesten OLED-TVs aus. Konnte in den letzten Jahren der klassische TV-Modus bei Philips durch eine geringe Eingabeverzögerung punkten (ca. 55 ms), so fällt die Eingabeverzögerung mit ca. 82 ms nunmehr deutlich höher aus


Wollen Sie auch mit SDR-Quellen eine satte Farbdarstellung umsetzen, sollten Sie die Farboptimierung ausprobieren. Um das maximale OLED-Panelpotenzial auszuloten, sollte vorab der Farbumfang auf „breit“ umgestellt werden, doch Vorsicht: Neben satten Farben werden dann auch Gesichtstöne verstärkt


Ultra-HD-HDR-Quellen können mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde an allen HDMI-Schnittstellen genutzt werden, der OLED854 schaltet dabei automatisch auf die passende HDMI-Ultra- HD-Einstellung um. Neu ist die automatische Umschaltung in den Spielmodus (HDMI ALLM, ebenfalls für alle Eingänge)


Mit 120-Hz-Signalzuspielung (Full-HD-Auflösung) über Xbox One X und PC erreicht der OLED854 die geringste Eingabeverzögerung (Spielmodus) und Games steuern sich exzellent. Leider arbeitet in diesem Modus der Schärferegler fehlerhaft und es werden keine Tonsignale ausgegeben


HDR-Unterstützung

HLG-TV-Signale werden vom OLED854 in neutralen Voreinstellungen präzise umgesetzt, eine künstliche Aufhellung und Kontrastverstärkung ist über die HDR-Perfect-Funktion möglich, was allerdings Detailverluste und ausbleichende Farben verursachen kann (nur für kontrastschwache HDR-Inhalte zu empfehlen)


HDMI-Signale ebenfalls in Dolby Vision und HDR10+ darstellbar, allerdings keine manuelle Auswahl möglich. Dolby-Vision- Modus „dunkel“ reduziert Spitzenhelligkeit von Details, Modus „hell“ hebt Helligkeit in dunklen und hellen Bereichen an. Tonausgabe „Mehrkanal“ erlaubt True-HD-Atmos-Ausgabe in DD+


Tadellose Bildabstimmung für HDR-Signale mit XXL-Dynamikumfang, selbst Details im 3000er-Nitsbereich werden vom TV angezeigt. HDR-Perfect-Funktion abermals enttäuschend: Künstliche Aufhellung und deutlicher Detailverlust sind in der Automatikeinstellung besonders stark ausgeprägt


Je nach Streaming-Anbieter HDR-Wiedergabe in Dolby Vision, HDR10+ oder HDR10. Kontrastreiche Wiedergabe und zugleich gute Durchzeichnungsqualität. Tonwiedergabe in Dolby Atmos und DTS, ARC-Weiterleitung über alle HDMI-Schnittstellen möglich


Tadellose Bildabstimmung für HDR-Signale mit geringem Dynamikumfang. HDR-Perfect-Funktion konnte aber nicht überzeugen: Die Gesamthelligkeit wird angehoben, was Detailverluste und ausbleichende Farben verursacht. Ein intelligenter Tone-Mapping-Abgleich Szene für Szene ist nicht erkennbar


HDR-Videospielsignale mit hohem Dynamikumfang werden vom OLED854 kontrastreich und ohne auffällige Detailverluste präsentiert. Auch hier sollten Sie HDR Perfect meiden: Die Gesamtaufhellung lässt Farben ausbleichen und die Bildtiefe wird minimiert – ohne HDR Perfect überzeugt das Ergebnis umso mehr


Aus dem Testlabor

Die pixelgenaue OLED-Lichterzeugung verhindert ausbleichende Farben in dunklen Bildbereichen. Bereits in neutraler Voreinstellung und SDR-Signalzuspielung satte Farbdarstellung. Umschaltung in Farbraummodus „breit“ inklusive Farboptimierung hebt Grundsättigung schrittweise an


Überzeugende HDR-Kinofarbraumabdeckung. Kinofarben erscheinen satter als mit den meisten LED-LCD-TVs. Nur im maximalen Rottonbereich fällt die Sättigung etwas dezenter als beabsichtigt aus, die natürliche Farbabstimmung garantiert jedoch einen originalgetreuen Filmlook


Die Maximalhelligkeit erreicht der OLED854 nur mit kleinsten Weißpunkten vor schwarzem Hintergrund. Die RGB-Farblichtleistung des OLED-Panels liegt bei maximaler Sättigung bei knapp 450 Nits, schwächer gesättigte Farben oder Weißlichtelemente werden auf 500 bis maximal 900 Nits gesteigert


Natürliche, aber fast schon etwas zaghafte HDR-Farbabstimmung in neutralen Bildeinstellungen. Philips scheint hier die eigene Bildverarbeitung im Blick zu behalten: Selbst mit eingeschalteter Farboptimierung in geringer Stufe erscheint das Ergebnis nicht zu stark übersättigt


Der maximale HDR-Farbraum wird vom OLED854 nur gut abgedeckt, sodass besonders im Rot- und Grünbereich nicht das maximal mögliche Sättigungsniveau erreicht werden kann. Dennoch überzeugende HDR-Farbabstimmung, sodass Sie auch mit Videospielsignalen eine satte Farbwiedergabe erleben


Die Farbvolumenmessung erreicht ohne Bildnachbearbeitung schwächere Werte als mit aktivierter Farboptimierung, was einmal mehr unsere Vermutung unterstreicht, dass Philips zugunsten der eigenen Bildverarbeitung die neutralen Bildeinstellungen etwas kontrastschwächer als vorgesehen abstimmt


Aus dem Testlabor

Hohe Detail- und Weißlichthelligkeit mit SDR-Quellen (PNR-Modus) und mit HDR-Quellen von bis zu 900 Nits. Vollflächig helle Bilder werden automatisch in der Helligkeit gedrosselt, das automatische Dimming auf bis zu 120 Nits lässt sich nicht vermeiden


Die Makroaufnahme zeigt die Subpixelstruktur. Gleichzeitig leuchten maximal nur drei OLED-Subpixelelemente auf. Das zusätzliche Weißlichtelement steigert die Gesamtbildhelligkeit im PNR- und HDR-Modus (Weißlichtbildinhalte und schwächer gesättigte Farben) und verbessert die Energieeffizienz


HDR-Signale mit 10 000 Nits Dynamikumfang werden vom OLED854 präzise und kontrastreich wiedergegeben, der Detailverlust in hellen Farbbereichen ist minimal. Allerdings fehlt es in den hellsten (Farb-)Bereichen an Brillanz (meist 400 – 600 Nits), was den subjektiven Eindruck mindert


Standbildelemente werden ca. 2 Minuten mit konstant hoher Helligkeit wiedergegeben, danach kurzzeitiger Helligkeitsabfall, aber weiterhin überzeugende Helligkeit für knapp 5 Minuten. Erst bei längerer Standbildanzeige störende Bildabdunklung möglich (Videobilder ohne Kontrastwechsel ebenfalls betroffen)


Durch die hohe Grundhelligkeit ist der OLED854 anfällig für zeitlich begrenzte Nachleuchteffekte, die wie Schattenmuster erscheinen. Besonders bunte Bildinhalte (z. B. gelbe, grüne oder rote Elemente) können Nachleuchtmuster provozieren. Dieser Effekt wird binnen weniger Sekunden automatisch kompensiert


Bei seitlicher Bildbetrachtung zeigt das OLED-Panel keinen auffälligen Kontrastverlust, auch die Bildhelligkeit weiß zu überzeugen. Durch den XXL-Dynamikumfang kommen HDR-Quellen selbst dann zur Geltung, wenn Sie seitlich auf die Bildfläche blicken


Aus dem Testlabor

Farbtemperatur-Voreinstellung Warm überzeugend gelungen, aber mit Grünschimmer in helleren Bildbereichen. Andere Voreinstellungen zu kühl. Manueller 2- oder 20-Punkt-Abgleich für eine noch präzisere Wiedergabe möglich


Objektbewegung durch Kamerabewegung festgehalten. Mit Zwischenbildberechnung erreicht der OLED854 eine 120-Hz-Bewegtbildschärfe, künstliche Nachzieheffekte treten nicht auf. Leichte Verfärbung von Grau- und Weißflächen nur bei Blickwinkelabweichungen (im Bild durch Weitwinkel-Kameraaufnahme)


Philips verbessert dieses Jahr die Durchzeichnung in dunklen Bildbereichen, was auch HDR-Bildinhalten zugutekommt. Allerdings ist der OLED854 anfällig für Banding-Artefakte. Der MPEG-Filter glättet das Gesamtbild zu stark, sodass sich dieser Fehler nicht überzeugend kaschieren lässt


Auch mit neutralen Bildeinstellungen Kontrastoptimierung (helle Details) bzw. Aufhellung in dunklen Bildbereichen sichtbar. Durch Perfect Natural Reality überzeugende Kontrastverstärkung mit SDR-Quellen möglich, alternativ Gamma-Wert etwas anheben


Das Nachleuchten von statischen bunten Logos ist mit dem OLED854 gut sichtbar, der Effekt wird aber automatisch kompensiert. Gleichmäßige Helligkeitsverteilung (weniger als 10 Prozent Differenz). Keine auffälligen Schatteneffekte sichtbar. Seitlich betrachtet Türkisverfärbung von farblosen Flächen


Das OLED-Panel arbeitet in hellen Bildbereichen flimmerfrei, eine Schwarzbildeinblendung bietet Philips nicht. In dunklen Bildbereichen ist die Pixelansteuerung unruhiger, aber immer noch angenehmer als mit einer ausgeprägten LED-PWM-Ansteuerung bei LCD-TVs


Aus dem Testlabor

Optimale Schwarzdarstellung ohne künstliche Aufhellung. Philips verbessert im Vergleich zu den Vorjahren die Durchzeichnung dunkler Bildbereiche, die Aufhellung ist dabei aber etwas zu stark. Über den Gamma-Regler können Sie diesem Effekt entgegenwirken (Plus-Stellung). HDR Perfect hellt das HDR-Bild weiter auf


Durch Unterstützung von Dolby Vision und HDR10+ zeigen HDR-Quellen bereits in den Voreinstellungen eine exzellente Detailwiedergabe, solange Sie nicht in den lebhaften Bildmodus wechseln. Auch schwierige HDR-Szenen wie im Film „Roma“ stellen für den OLED-TV keine Herausforderung dar


Ebenfalls nicht gelöst ist das Problem der automatischen Bildabdunklung, die selbst dann stattfindet, wenn fortlaufende Videosequenzen minutenlang ohne auffällige Kontrastwechsel dargestellt werden. In düsteren Serien wie „Spuk in Hill House“ erkennt man in solchen (Ausnahme)-Fällen kaum noch etwas


Durch die pixelgenaue Lichterzeugung lassen sich kleinste Leuchtpunkte brillant wiedergeben und angrenzende Schwarzflächen bleiben tiefschwarz. Mit SDR-Quellen können Sie Perfect Natural Reality nutzen, um HDR-ähnliche Kontrasteffekte zu erzeugen


Wie die Vorjahresmodelle so zeigt auch der OLED854 in seltenen Fällen Banding-Artefakte und grob abgestufte Helligkeitsübergänge. Abblenden wie im Film „The Revenant“ decken diese Schwächen gezielt auf. Der MPEG-Filter reduziert das Problem, glättet aber das Gesamtbild viel zu stark


Im Normalfall präsentiert der OLED854 Filminhalte wie aus dem Bilderbuch und HDR-Kontrasteffekte bereiten auch von den äußersten Sitzplätzen aus betrachtet Freude. Der bestmögliche HDR-Bildkontrasteindruck bleibt somit für alle Zuschauer gewahrt


Eine klassische Nachschärfung ist mit dem OLED854 kaum möglich, stattdessen verstärkt der Schärferegler den Pixelkontrast für alle Details, was dem Glättungseffekt des Upscalings entgegenwirkt. Insbesondere Gesichter erscheinen in höheren Einstellungsstufen unnatürlich, weshalb wir Stufe 2 bis 3 empfehlen


Der MPEG-Filter glättet abgestufte Helligkeitsübergänge und lässt diese fließender ineinander überlaufen. Leider wird dadurch das gesamte Bild derart stark weichgezeichnet, dass Sie diese Funktion unbedingt meiden sollten, wenn Sie Bilder scharf und detailreich darstellen wollen


Der Philips OLED854 zeigte 50-Hz-Signale im Test ruckelfrei, über Perfect Clear Motion können Sie die Bewegtbildschärfe verbessern, Artefakte treten selten auf. Wollen Sie das TV-Bild satter darstellen, können Sie Perfect Natural Reality (Kontrastmodus: optimiertes Bild) und die Farboptimierung nutzen


Aktivieren Sie die Zwischenbildberechnung Perfect Clear Motion erreicht der OLED854 ein 100- bzw. 120-Hz-Bewegtbildschärfeniveau und die Artefakte fallen geringer als bei der Kinofilmglättung aus. 120-Hz-Signale konnten wir im Test zwar zuspielen (Full-HD-Auflösung), aber die Wiedergabe war nicht perfekt


Der Rauschfilter greift bereits in niedriger Einstellung gezielt ein, um Bildrauschen zu mindern. Stufe Mittel ist ein guter Kompromiss, um Bildrauschen stärker zu kaschieren, allerdings treten Detailverluste auf. Kontrollieren Sie die Rauschfiltereinstellung auch im Spielmodus, um Nachzieheffekte zu vermeiden


Egal ob geringer oder hoher Einstellungswert: Mit Perfect Natural Motion werden Kinofilme superflüssig angezeigt, was Blockartefakte hervorrufen kann. Ohne Glättung auffälliger Judder-Effekt. Wünschenswert wäre eine geringere Glättungsintensität mit verminderter Artefaktbildung und besserem Kinoloo

Was uns gefällt

+Schärfe, Kontrast, Farben, Ausleuchtung exzellent
+Dreiseitiges Ambilight, überzeugende Tonqualität
+Perfect Natural Reality und Durchzeichnung verbessert
+Dolby Vision, HDR10+, Dolby Atmos, DTS, ALLM

Was uns stört

–Spiegelungen, Farbhelligkeit limitiert
–Bild kann abdunkeln, Nachleuchteffekte
–Banding-Artefakte, HDR Perfect enttäuschend
–kein VRR, „HDR10-Plus-Zwang“ über HDMI


Bilder: Auerbach Verlag

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