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PIKMIN BLOOM


N-Zone - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 17.11.2021

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Bildquelle: N-Zone, Ausgabe 12/2021

Die Veröffentlichung von Pikmin Bloom hat begonnen! Die Smartphone- App wurde ab dem 27. Oktober schrittweise in verschiedenen Regionen der Welt auf den Markt gebracht, den Anfang machten Australien und Singapur, auch in Deutschland sollte das AR-Abenteuer inzwischen erhältlich sein. Wir konnten die App einige Zeit vor dem Launch in einer frühen Version nutzen und hatten die Gelegenheit, mit Niantic über ihr neues Werk in einem virtuellen Event zu sprechen. Für einen Test hat die Zeit bis zum Redaktionsschluss jedoch leider nicht gereicht, Pikmin Bloom ist wie Pokémon Go eines dieser Handy- Spiele, die über einen längeren Zeitraum erlebt werden müssen. Wir wollen euch trotzdem nicht vorenthalten, was wir über Niantics neues Werk wissen und was für einen Eindruck die App bislang hinterlassen hat!

Ist Pikmin Bloom wie Pokémon Go?

Auch wir haben uns bei der Ankündigung im März gefragt, wie die ...

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... Pikmin-App funktionieren soll, insbesondere im Vergleich mit dem Hit Pokémon Go. Beide Titel stammen vom gleichen Studio, Pikmin Bloom wurde vor allem vom Japan-Ableger von Niantic konzipiert und entwickelt. Deshalb ist es auch gar nicht so verwunderlich, dass beim neuen Spiel ein anderer Ansatz verfolgt wird, man möchte nicht in Konkurrenz mit der eigenen Marke treten. Pikmin Bloom ist gefühlt tatsächlich mehr eine App denn ein Spiel. Das Ziel soll sein, User zum Spazierengehen und Entdecken zu animieren, ohne dabei ständig die Aufmerksamkeit der Nutzer einzufordern. Kernstück von Pikmin Bloom ist das Schrittezählen, eine entsprechende App (zum Beispiel Google Fit) müsst ihr installiert haben. Des Weiteren ist es nötig, Pikmin Bloom den Zugriff auf eure Kamera und Galerie zu gestatten, um den (bislang) vollen Umfang der App zu nutzen.

Wie Olimar in der Spielereihe begleiten euch eure Pikmin beim Laufen. Auf eurem Smartphone- Display seht ihr das Grüppchen, wie es um euren Avatar herumwuselt. Aktiviert ihr eine Blütenflasche, hinterlasst ihr beim Spazieren virtuelle Blumenfelder auf eurem Pfad. Außerdem wachsen Pikmin in eurem Brutrucksack schneller, wenn die Blütenkraft aktiviert ist. Die benötigten Blüten erhaltet ihr, indem ihr eure Pikmin mit Nektar füttert. Den süßen Saft wiederum bekommt ihr durch Obst, das eure kleinen Begleiter immer wieder am Wegesrand aufsammeln. Die Farbe des Obstes bestimmt die Farbe des Nektars, und der legt wiederum fest, welche Farbe die Blüten haben, die euch die Pikmin nach dem Nektarnaschen schenken. Ab Level sechs (in unserem Vorab-Build jedenfalls) könnt ihr Pikmin auch zu Zielen auf der Karte losschicken, um weitere Pikmin-Samen zum Ausbrüten oder Früchte aufzusammeln. Je nach Entfernung und Pikmin-Zahl dauert das eine Weile, manchmal bringen die kleinen Wesen Postkarten von besonderen Stellen in der Nähe mit nach Hause.

Welche Pikmin sind im Spiel?

Zunächst einmal: Die Farbe der Pikmin macht in Pikmin Bloom keinen spielerischen Unterschied. Enthalten sind alle bekannten Arten, also auch Stein-Pikmin, lila Pikmin, weiße Pikmin und so weiter. Ihr startet mit roten Pikmin, nach und nach kommen weitere Unterarten hinzu, abhängig von eurem Level. Die Stufe steigert ihr durch das Erfüllen diverser Aufgaben: lauft 3.000 Schritte, brütet zwei Pikmin aus und so weiter. Ob es ganz neue Pikmin-Arten geben wird? Dazu bekamen wir keine klare Antwort, es existieren jedoch diverse „Mutationen“, beziehungsweise dekorierte Pikmin. Im Videomaterial etwa bekamen wir ein weißes Pikmin mit Brotscheibe auf dem Kopf und ein rotes Pikmin mit Blütenkranz ums Gesicht zu sehen. Solche Pikmin soll es an besonderen Orten geben, etwa in Parks. Wie viele Pikmin euch begleiten, wird vom Level bestimmt.

Was macht man in Pikmin Bloom?

Aktuell bietet unsere Version des Spiels noch nicht alle Features, die später enthalten sein sollen. So fehlen etwa die angekündigten Barrieren, die man eine ganze Weile lang mit einer Pikmin- Truppe abtragen muss, um den Schatz dahinter zu bergen – das geht auch zusammen mit anderen Spielern und funktioniert vermutlich so wie in der Hauptserie. Wann dieses und weitere Features den Weg auf die Handys finden, ist noch unbekannt. Vielleicht steckt schon mehr in der App, wenn das Heft am Kiosk ausliegt, vielleicht dauert es aber auch noch Monate.

Das bedeutet: Momentan ist Pikmin Bloom eher eine Begleit- App zum Spaziergehen. Tatsächlich haben wir beim Herumlaufen lange nicht so häufig aufs Handy geschaut wie in Pokémon Go. Wie Arenen beim Schwesterspiel sind in Pikmin Bloom auf der Karte zwar in regelmäßigen Abständen große Blumenknospen verteilt. Damit die Pflänzchen wachsen, müssen wir aber bloß eine gewisse Menge Blüten beim Vorbeilaufen verteilen. Direkt interagieren können wir mit den Knospen nicht. Wenn mehr Leute vorbeikommen, gedeiht das Blümchen natürlich schneller. Ist es dann ausgewachsen, erhalten wir im Umkreis unter anderem Nektar und einen Bonus auf das Wachstum der Pikmin im Brutrucksack.

Abseits vom Schrittzähler und dem Obst- und Pikmin-Sammeln bietet Pikmin Bloom eine Art Tagebuchfunktion. Am Ende des Tages bekommen wir eine Zusammenfassung der von uns zurückgelegten Wege und Schritte. Wenn wir mit der AR-Funktion Fotos von Pikmin in der Umgebung geschossen haben, tauchen diese hier auf. Gestatten wir der App, sich bei unseren anderen Fotos und der Galerie zu bedienen, suchen die Pikmin außerdem Bilder des Tages aus und basteln aus ihnen eine kleine Collage.

Zu guter Letzt können wir unseren Tag mit einem von drei Gemütszuständen markieren: schlecht, neutral oder gut. Die Zielgruppe ist somit definitiv eine andere als die von Pokémon Go. Während es dort vor allem um das Sammeln und Kämpfen geht, orientiert sich Pikmin Bloom eher an Lifestyle-, Health- und auch Idle-Games, die dafür gedacht sind, dass man ein-, zweimal am Tag reinschaut und sich über Fortschritte freut.

Tatsächlich verriet das Team von Niantic, dass es mit einigen anderen Nintendo-Marken experimentierte, bevor man sich für die verhältnismäßig weniger bekannten Pikmin als Zugpferde entschied. Die kleinen Ameisenwesen passten laut Präsentation am besten zu dem App-Prinzip, das Niantic vorschwebte. Welche Franchises von Nintendo sich in der engeren Auswahl befanden, wollten die Entwickler leider nicht preisgeben.

Was ist mit den Mikrotransaktionen?

Auch in Pikmin Bloom gibt es einen Shop. Dort kann man Items wie weitere Slots für den Brutrucksack mit Münzen kaufen, die man wiederum mit echtem Geld ersteht. Wir haben bislang beim Spielen eine einzige solche Münze erhalten, das günstigste Item kostet 50 Münzen.

Man kann Beträge ohne den Umweg über die In-Game-Währung investieren oder eben Münzen für echtes Geld kaufen. Das fängt bei 85 Cent an (für 100 Münzen) und geht über diverse Pakete unbekannten Inhalts bis hin zu Extra-Slots für Pikmin, Nektar und so weiter. Laut Niantic soll es nicht nötig sein, Geld auszugeben, man kann alle Inhalte des Free2Play-Spiels auch ohne Investition erleben. Wir hatten bislang nicht das Gefühl, etwas kaufen zu müssen, aber wie viel Raum der Shop mitsamt seinen Verlockungen wirklich einnimmt, wird sich im weiteren Verlauf des Spiels zeigen.

(K)ein neuer Hype?

Ein paar Tage lang wirkte das Erlebnis Pikmin Bloom sehr eingeschränkt. Das lag daran, dass die Early-Access-Fassung noch recht blank daherkam und man für mehr Content aufleveln muss. Inzwischen können wir auf Expeditionen gehen und unsere Tageszusammenfassungen begutachten. Einen Hype wie Pokémon Go wird Pikmin Bloom vermutlich nicht auslösen. Als Gamification- Erweiterung für Spaziergänge und für das gelegentliche Reinschauen funktioniert die App aber tatsächlich ganz gut. Ob man Daten wie die gelaufene Route und Bilder in der Galerie mit Pikmin Bloom teilen will, ist natürlich eine andere Frage. Dazu kommt die Tatsache, dass der Akku des Handys stärker beansprucht wird, wenn wir im Hintergrund virtuell Blumen pflanzen. Da kann das Gerät ziemlich warm werden. Aber das hängt auch von weiteren Faktoren wie Modell, Akku und anderen Apps ab, die im Hintergrund aktiv sind. Wir werden weiter mit den Pikmin unterwegs sein und euch auf dem Laufenden halten – so wie vielleicht auch in Kürze die Pikmin in eurer Hosentasche.

■ Katharina Pache

Pikmin Bloom ist sicher kein neues Pokémon Go.

Die ersten Tage war ich doch ziemlich ratlos: Schön, hier sind meine Pikmin, ich kann beim Herumlaufen Blumen pflanzen, aber warum sollte ich das tun? Dass es sich hier nicht um ein Spiel handelt, das ständige Aufmerksamkeit für maximale „Erträge“ fordert, empfinde ich aber inzwischen als sehr angenehm. Ich schaue ein paar Mal am Tag rein, beim Laufen habe ich das Smartphone ja sowieso meistens dabei. Auf die Barrieren, Pikmin-Variationen mit Dekoration und allgemein das Zusammenarbeiten mit anderen Spielern bei Events bin ich gespannt. Rein persönlich würde ich mir noch ein bisschen mehr Fokus auf die Natur wünschen, wenn man schon motiviert wird, Spaziergänge zu unternehmen und die Umgebung zu entdecken. Ein kleines Lexikon zu lokalen Baumarten und Blumen, eventuell sogar mit einer Scan-Funktion, wäre eine spannende Ergänzung. Aber vermutlich ist das für alle Regionen der Welt zu aufwändig umzusetzen und würde dem Gedanken widersprechen, dass man nicht die ganze Zeit aufs Handy starren soll. Mal sehen, wie es mit Pikmin Bloom die nächsten Wochen weitergeht.