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Pimp my rubber!


ANGELSEE aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 60/2021 vom 08.08.2021

Artikelbild für den Artikel "Pimp my rubber!" aus der Ausgabe 60/2021 von ANGELSEE aktuell. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Magic Trout Teamangler Marc Bauer mit einem tollen Saibling, der auf einen ?gepimpten? Gummiköder hereingefallen ist.

Vorfach mit vorgeschaltetem Spinnerblatt

In meiner Kindheit gab es eine Serie im Fernsehen, in der aus alten Rostlauben innerhalb kürzester Zeit wahre Showcars gebaut wurden. Diese zeichneten sich vor allem durch eins aus – viel Glitzer und grellbunte Lackfarben. Doch was hat das mit Forellenangeln zu tun?

Aus unseren Köderboxen sind Gummiköder nicht mehr wegzudenken, seien es die quirligne Twister, die künstlichen Bienenmaden oder die dicken, aromatisierten Gummiwürmer mit verschiedenen Schwanzformen. Allesamt wahre Top-Köder. Denn gerade große Forellen stehen auf die weichen Leckerbissen. Doch an jedem Angeltag kommt der Zeitpunkt, an dem die Bisse weniger werden und man das Gefühl bekommt, dass der Köder seinen Reiz verloren hat. Wäre es nicht klasse, wenn man den Twister ein wenig ‚pimpen‘ oder ‚tunen‘ könnte? So dass der dicke Gummiwurm mit wenigen Handgriffen plötzlich wieder zum Fischmagnet ...

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... wird? Ich habe meine besten Tuning- Tipps zusammengestellt, damit die Beißflaute möglichst schnell ein Ende hat.

Genau wie in dem oben genannten Beispiel gibt es ein übergeordnetes Ziel nach dem Umbau – man muss auffallen! Grelle Farben, glitzernde Bestandteile und vor allem Druckwellen sind das, was unseren Gummiködern meist fehlt. Hierfür werden ein paar Kleinteile benötigt: Kleine Spinnerblätter in verschiedenen Farben inklusive Haltebügel, Minipropeller, kleine Perlen, Gummistopper, Vorfachschnur, Cheburashkas, Marabufedern (Fliegenfischer-Zubehör) und Haken entsprechend der Ködergröße. Damit sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und es gibt diverse Kombinationsmöglichkeiten, sowohl als UL-Köder als auch für Köder, die man hinter der Bombarde schleppt. Meine Lieblingsvarianten stelle ich Euch hier vor.

Der Spinner zählt zweifelsfrei zu den ältesten und besten Raubfischködern. Durch moderne Techniken und neumodische Köder führt er allerdings mittlerweile meist ein Schattendasein. Gerade am Forellensee darf er wegen des fest montierten Drillings oft nicht verwendet werden. Ich möchte allerdings nicht auf den hohen Reizfaktor verzichten und kombiniere meinen Gummiköder ganz einfach mit dem Spinner (siehe Fotos). Somit läuft das Spinnerblatt auf der Vorfachschnur und sendet seine verführerischen Druckwellen aus, während mein Gummiköder im Schlepptau mit seinen Reizen punktet. Hierbei sind allerdings 2 Dinge zu beachten: Das Vorfachmaterial sollte nicht zu fein gewählt (ich empfehle 0,20 mm- Fluorocarbon) und regelmäßig überprüft werden, da der Bügel des Spinnerblattes direkt auf der Schnur rotiert. Kombiniert man das Blättchen mit einer Cheburashka, so funktioniert das Ganze nur mit kleinen Bleikopfgewichten. Ist das Gewicht zu groß, knickt das Vorfach ab und das Spinnerblatt kann nicht frei rotieren.

Doppelt drehfreudig mit zwei Mini-Propellern

Im direkten Vergleich kommen die Minipropeller schon fast filigran daher. Hier habe ich mich von den ultrafängigen Propellerfliegen inspirieren lassen. In Kombination mit unseren Gummiködern funktionieren die kleinen Silberdreher aus dem Fliegenfischerbedarf hervorragend. Hier sind alle Varianten denkbar und meist benutze ich zwei hintereinander geschaltete Propeller (siehe Fotos). Diese arbeiten selbst bei langsamster Köderführung und locken unseren Zielfisch aus der Reserve. Auch hier gibt es einen Tipp, den man unbedingt beachten sollte. Die Perlengröße muss so gewählt werden, dass der Propeller sauber laufen kann. Sind die Perlen zu klein oder unsauber verarbeitet, klemmt der Propeller gerne mal. Sind sie zu groß, dann liegt der Propeller schlecht auf und die Perle selbst erzeugt zu viel Wasserdruck.

Eine weitere Variante schlägt die Brücke aus dem modernen Spinnfischen und dem traditionellen Fliegenbinden. Marabufedern sind schon lange kein Geheimtipp mehr und wirken unter Wasser geradezu magisch. Bei jedem Stopp entwickeln sie ein unglaublich lebendiges Spiel, um beim kleinsten Zug wieder kompakt zusammengedrückt zu werden. In Verbindung mit Gummiködern sind ‚Skirted Jigheads’ groß in Mode. Ich ersetze hier den Kranz aus Gummifransen einfach durch ein Büschel Marabufedern. Hierfür muss nur ein Stopperknoten aus feinem Garn oder geflochtener Schnur auf das Vorfach gebunden werden. Vor dem Zuziehen wird das Marabu in die Knotenschlaufen gelegt (siehe Fotos). Marabu gibt es in diversen Farben und diese lassen sich wunderbar kombinieren. Ein Tropfen Sekundenkleber oder Klarlack kann die feinen Federn in der Schlaufe zusätzlich sichern.

Egal, für welche Tuningmaßnahmen Ihr Euch entscheidet, gerade bei Beißflaute oder schwierigem Beißverhalten (z.B. Bisse nur auf das letzte Köderdrittel) macht ein aufgemotzter Köder oft den entscheidenden Unterschied. PIMP YOUR RUBBER!

Weiche Welle dank lockender Marabu-Federn