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Pistenspaß und Naturspektakel


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Skimagazin - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 04.02.2022

SCHWEIZ | WALLIS | ALETSCH ARENA

Artikelbild für den Artikel "Pistenspaß und Naturspektakel" aus der Ausgabe 2/2022 von Skimagazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Der Aletschgletscher im Hintergrund liefert eine perfekte Kulisse für spektakuläre Ski-Fotos.

Das ist ja mal eine willkommene Abwechslung! Statt wie gewohnt mit dem Auto zum Hotel zu fahren, stehe ich mit meinem Gepäck an der Talstation und warte auf die Gondel. Denn heute bringt mich die Fiescher Bergbahn nicht nur hoch ins Skigebiet, sondern auch zum Hotel. So stehe ich hier mit Sack und Pack und merke, dass in der Aletsch Arena einiges anders ist. Denn das geht schon bei der Anreise los, die sich deutlich von der zu anderen Resorts unterscheidet. Wie viele Skiorte in der Schweiz sind die drei Bergdörfer Fiescheralp, Bettmeralp und Riederalp autofrei, im Gegensatz zu den meisten anderen Destinationen, bei denen unsere Gefährte draußen bleiben, liegen sie aber nicht im Tal, sondern deutlich höher am Berg und sind für Skitouristen daher nur mit der Gondel zu erreichen. Wer möchte, kann sogar direkt mit dem Zug ins Skigebiet anreisen, denn die Talstationen ...

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... der Kabinenbahnen ins Skigebiet sind mit dem Zug fast einfacher zu erreichen als mit dem Pkw, da die entsprechenden Bahnhöfe direkt an den Liftstationen liegen.

Glücklicherweise wollen außer mir am späten Nachmittag nur noch wenige andere Skifahrer ins Skigebiet, und so kann ich allein mit meiner Skiausrüstung, dem Gepäck und meinem Fotoequipment eine der 10er-Gondeln besetzen, die mich zur Fiescheralp und somit direkt an die Piste bringt. Die Auffahrt gibt einem dann schon direkt einen ersten Eindruck, was die Besucher in der Aletsch Arena erwarten können. Auch wenn es langsam schon dunkel wird, kann ich die tief verschneiten Gipfel der umliegenden Bergwelt erkennen, die von der untergehenden Sonne in das dunkle Rot der Abenddämmerung getaucht wird. Auf der Fiescheralp sind es dann nur noch wenige Meter Fußweg zum Hotel Alpina. Man muss dabei auf der Strecke lediglich auf die vorbeifahrenden Skifahrer achten. In der östlichsten der drei Alpen gibt es noch nicht einmal Wege für Fahrräder oder Pferdekutschen. Auf der Bettmeralp und Riederalp gibt es zwar Straßen, diese werden aber nur von Elektroautos befahren, die die Hotels, Restaurants und Einkaufsläden beliefern oder die Gäste von der Bergstation zum Hotel bringen. Nur vom berühmten Aletschgletscher, der dem Skigebiet seinen Namen gegeben hat, ist noch nichts zu sehen.

DER SONNIGSTE KANTON DER SCHWEIZ

Das soll sich aber am nächsten Tag ändern. Ich treffe mich morgens mit David Kestens, Sales Manager der Aletsch Arena, der mich auf einen Roundtrip über die rund 100 Pistenkilometer des Skigebiets mitnehmen will. Die Sonne strahlt schon morgens in die Arena, als wir mit dem Sessellift Talegga zur ersten Fahrt des Tages starten. „Das Wallis ist der sonnigste Kanton der ganzen Schweiz“, erklärt David während der Fahrt zum Eggishorn, und die morgendlichen Sonnenstrahlen bestätigen seine Aussage direkt. „Davon profitieren wir in der Aletsch Arena besonders, weil die meisten Hänge im Skigebiet nach Süden ausgerichtet sind und wir daher von morgens bis abends die Sonne genießen können. Weil das Skigebiet aber recht hoch gelegen ist und bis auf rund 2.800 Meter hinaufreicht, muss man im Winter keine Angst vor aufgeweichten Pisten haben. So haben wir von November bis April fast immer optimale Bedingungen zum Skifahren.“

Davon können wir uns schon auf der ersten Abfahrt überzeugen. David will die Spannung noch hoch halten, und anstatt direkt zum Aletschgletscher-Aussichtspunkt zu fahren, starten wir zunächst ganz im Osten, um uns Hang für Hang und Lift für Lift über Fiescheralp und Bettmeralp bis in den Westen zur Riederalp vorzuarbeiten.

Auch wenn es schon länger nicht mehr geschneit hat, sind die breiten Pisten perfekt präpariert, und wir genießen die ersten Schwünge auf der roten 83, die wir aufgrund der Lage am Rand des Skigebiets fast für uns allein haben. Hier passieren wir auch „Heidi’s Hütte“ kurz unterhalb der Bergstation des Heimatt-Sessellifts.

Sie ist der beste Beweis, dass man von einem eher unscheinbaren Äußeren nicht immer auf den Inhalt schließen darf. 2018 übernahm Chefkoch Pietro Catalano die kleine Almhütte und verwandelte sie in ein Spitzenlokal, das schon kurze Zeit später von Gault&Millau mit 12 Punkten, also einer Haube, bewertet wurde. Nicht schlecht für eine kleine Hütte am Rande eines Skigebiets. Edle Weine, Trüffel und lokale Spezialitäten bis hin zum 12-Gänge Menü werden hier für den skifahrenden Feinschmecker ebenso angeboten wie ein gemütliches Bier am Ende des Skitags. Leider hat „Heidi’s Hütte“ bei meinem Besuch wegen Corona die Küche geschlossen, sodass ich wohl erst beim nächsten Trip in die Aletsch Arena in den Genuss von Tomaten- und Trüffelfondue oder anderen kulinarischen Highlights kommen werde.

FASZINATION GLETSCHER

Also setzen wir unsere Erkundungstour durch die Aletsch Arena mit dem Sessellift Flesch fort. Unterhalb vom Eggishorn (2.926 m) und dem Bettmerhorn (2.858 m) führt mich David zur Bettmeralp, dem mittleren der drei Skiorte. Während die Fiescheralp mit einigen Après-Ski-Bars und Unterkünften für größere Gruppen eher ein Top-Tipp für ein jüngeres Publikum ist, ist die Bettmeralp, der größte der drei Orte, vor allem für Familien geeignet. Hier findet man neben verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten und einem richtigen Dorfleben vor allem Ferienwohnungen, in denen man es sich gemütlich machen kann. Dass die Bettmeralp vor allem Familien anspricht, zeigt sich auch an den überwiegend blauen und sehr breiten Pisten, die von der Fiescheralp hierherführen. Hier kann sich auch der Nachwuchs in der Halfpipe und im Snowpark austoben. Wir lassen diesen Punkt der Aletsch Arena heute aus und steigen stattdessen in die Bettmerhorn-Gondel, die uns zum größten Gletscher der Alpen bringen soll.

An der Bergstation Bettmeralp lassen wir erst einmal unsere Ski stehen und gehen zu Fuß das kurze Stück zum Aussichtspunkt, der auch das Ziel von vielen Winterwanderern ist, die sich von der Bettmeralp auf den Weg zum Aletschgletscher machen. Von dort haben wir zum ersten Mal einen Überblick über den größten Gletscher der Alpen, und ich für meinen Teil muss erst einmal ein paar Minuten innehalten, um mir das Ausmaß des Gletschers vorstellen zu können.

Rund zwei Kilometer ist die größte Eisfläche an dieser Stelle breit. Insgesamt zieht er sich über rund 20 Kilometer von Jungfrau, Mönch und Eiger bis zur Aletsch Arena und noch etwas weiter. Über 800 Meter ist er an seiner dicksten Stelle tief und hat eine Oberfläche von rund 79 Quadratkilometern. Dies sind die nackten Zahlen, unter denen man sich nur etwas vorstellen kann, wenn man sich selbst einen Eindruck verschafft. Dazu hat man wohl noch ein paar Jahre die Gelegenheit. Nur allzu viel Zeit sollte man sich nicht lassen, denn laut David Kestens soll der Gletscher zumindest bis zum Konkordiaplatz (2.850 m), an dem der Aletschgletscher aus dem Zusammenfluss vom großen Aletschfirn, dem Jungfraufirn und dem Ewigschneefeld seinen Ursprung hat, bis zum Ende des Jahrhunderts verschwunden sein.

ENTSPANNUNG MIT GLETSCHERBLICK

Schier endlos zieht sich die Zunge aus ewigem Eis in Richtung der 4.000er in der Jungfrau Region. Dabei übersieht man beinahe, dass man in der anderen Richtung einen fast perfekten Blick auf das Matterhorn, die nicht sehr spitze Dufourspitze und einige andere beeindruckende 4.000er des Wallis hat. Die Aletsch Arena ist einer der wenigen Orte, an denen man diese Berge gleichzeitig, und der einzige Ort, an dem man zudem noch den größten Gletscher der Alpen sehen kann. Insofern lasse ich erst einmal die Kamera ein paar Minuten klicken, bevor noch eine Überraschung auf mich wartet.

Gletscherwissen: Würde man den Eisriesen abschmelzen, könnte jeder Erdenbürger 3,5 Jahre lang täglich mit einem Liter Wasser versorgt werden.

Weil die meisten Hänge im Skigebiet nach Süden ausgerichtet sind, können wir von morgens bis abends die Sonne genießen.

„Es gibt fast nichts, was einen so sehr entspannt wie der Blick auf den Aletschgletscher“, sagt David. Aber eben auch nur fast.

Daher komme ich nun in den Genuss einer einmaligen Yoga-Session mit Blick auf den Gletscher. Dafür verantwortlich ist Karin Bittel, die im Sommer unter anderem auch SUP-Yoga auf dem nahe liegenden Bettmersee anbietet. „Im Winter ist der See zu kalt und daher zu gefährlich, falls jemand vom Board fällt“, erklärt Karin. Also begnügen wir uns mit einer Yogamatte direkt an der Aussichtsplattform, und unter Karins fachkundiger Anleitung und begleitet von einem Raucharoma aus heimischen Kräutern und Blüten folgen eine Reihe von Dehn- und Entspannungsübungen, die nur hin und wieder durch den Blick auf den Aletschgletscher unterbrochen werden. Zugegeben: Ich bin bei der letzten Übung fast eingeschlafen, so entspannend ist die Mischung aus Sonnenschein, Bergpanorama, Gletscher, Yoga und Raucharoma. Also ziehen wir schnell die Skischuhe an, bevor wir das Skigebiet an dem Tag nur halb befahren.

VIEL PLATZ UND RUHE

Was nun folgt, ist vielleicht eine der Abfahrten mit den schönsten Aussichten der Alpen. Die rote Panoramaabfahrt 53 ist bestimmt nicht die schwierigste oder spektakulärste Abfahrt in unseren Breitengraden, aber wo sonst hat man auf der einen Seite immer wieder den Blick auf den größten Gletscher der Alpen, während man auf der anderen Seite immer wieder den Blick auf die höchsten Berge der Schweiz schweifen lassen kann? Zum Glück ermahnt mich David, am Ende der Abfahrt noch etwas Schwung zu nehmen, sonst hätten wir das letzte Stück der Panorama-Abfahrt, die recht flach ausläuft, schieben müssen.

Nun erreichen wir mit der Riederalp das letzte Bergdorf der Aletsch Arena. Hier sind die zahlreichen Chalets und wenigen Hotels recht weit voneinander entfernt, sodass man keine Angst vor lauten Nachbarn haben muss. Wer lieber ein Dorfleben mit Einkaufsmöglichkeiten mag, sollte eher ein Chalet auf der Bettmeralp oder in den Dörfern im Tal buchen, die auch etwas günstiger sind, aber wer ein ruhiges Bergchalet sucht, wird hier fündig. Auch die Freerider haben hier mit der Route vom Riederfurka-Sessellift einen recht anspruchsvollen Hang, auf dem sie sich austoben können. Mir gefällt das andere Ende vom Skigebiet ebenfalls, weil zum einen wenig los ist, zum anderen der Hang mit der roten Piste 2 sehr abwechslungsreich ist, und Wartezeiten am Lift gibt es nicht nur in Corona-Zeiten kaum.

Hier fällt einem sofort auch eine alte Fachwerk-Villa auf, die mitten auf dem Berg steht. Seit über 100 Jahren steht die Villa Cassel in Riederalp und diente einst schon Winston Churchill als Urlaubsziel im Sommer, der die Aussicht und die gute Luft der Walliser Alpen genießen wollte. Die Villa dient auch heute noch als Unterkunft für Ferien, Exkursionen, Kurse und Naturcamps. Von hier aus kann man das nahe liegende Naturreservat Aletschwald besuchen, in dem jahrhundertealte Bäume stehen. Das ist aber nur im Sommer möglich. Denn seit dem Besuch von Churchill wurde zumindest an der Isolierung der Villa nichts geändert.

Daher ist sie nur im Sommer für Gäste geöffnet. Ein Blickfänger und Fotomotiv ist die Villa Cassel aber auch gerade im Winter, wenn noch frischer Schnee auf dem Dach einen Kontrast zum dunklen Holz darstellt.

Am anderen Ende des Skigebiets angekommen, muss sich David von mir verabschieden. Es ist auch langsam spät, obwohl wir noch bei Weitem nicht alle Pisten der Aletsch Arena abgefahren sind. Ich muss mich auch ein wenig beeilen, denn ich muss noch mindestens die Moosfluh und die Gondel zum Bettmerhorn erwischen, wenn ich von der Bettmeralp nicht zurück zur Fiescheralp laufen will. Wenn ich die Gondel verpasse, muss ich ins Tal und mit Bahn oder Skibus bis nach Fiesch und dann wieder mit der Gondel zur Fiescheralp fahren und verpasse den Sonnenuntergang über den Walliser Bergen. Und das wäre schade.

EISGIGANT DER SUPERLATIVE *

*Quelle: www.aletscharena.ch

Der Große Aletschgletscher ist der größte Gletscher der Alpen. Hier ein paar weitergehende Informationen zum imposanten Eisstrom im Wallis:

■ Länge: 20 km

■ Maximale Dicke: 800 Meter

■ Gewicht: 10 Milliarden Tonnen

■ Fläche: 79 km 2

Der Gletscher erstreckt sich über 20 Kilometer von seinem Einzugsgebiet in der Jungfrau Region auf rund 4.000 Meter Höhe bis zur gut 2.500 Meter tiefer gelegene Massaschlucht. Seinen letzten Hochstand hatte der Groß Aletschgletscher um 1860: Er war rund 3 km länger als heute, der Gletscherrand lag im Bereich des Aletschwaldes gut 200 m höher. Dieses Gebiet zeichnet sich noch immer als helles Band mit recht junger Vegetation in der Landschaft ab. Das „Treibhaus Erde“ setzt auch dem gewaltigen Eismeer in der Aletsch Arena zu. Die globale Erwärmung hat am Großen Aletschgletscher ein beunruhigendes Ausmaß angenommen. Die Beobachtungen des Pro Natura Zentrums Aletsch haben ergeben, dass der Große Aletschgletscher mit einem jährlichen Längenverlust von bis zu 50 Metern und einem drastischen Rückgang an den Gletscherrändern besonders stark von der Abschmelzung betroffen ist. Es gibt drei Aussichtspunkte, von denen aus man einen tollen Blick auf den Giganten hat. Auf geführten Wanderungen kann man den Gletscher hautnah erleben.

SKIGEBIETS-CHECK

Aletsch Arena | Wallis | Schweiz

Reiseinfo

Die Aletsch Arena verdankt ihren Namen dem größten Gletscher der Alpen, der direkt unterhalb der Arena liegt. Er lässt sich mit Ski zwar nicht befahren, ist aber immer wieder ein beeindruckender Anblick. Breite und fast ausschließlich nach Süden ausgerichtete Pisten sorgen für ein sonniges Skivergnügen über die ganze Saison hin. Durch die hohe Lage hat man bis in den Frühling eine große Schneesicherheit.

Ski & Spaß

Pisten und Lifte

Aletsch Arena: 104 Abfahrtskilometer, davon 42 km blau, 50 km rot und 12 km schwarz; 15 km Freeriderouten; 35 Liftanlagen; 1.845–2.869 m

Highlights

Die rote Panorama-Piste 53 am Gratweg entlang ist durch den Ausblick auf den Aletschgletscher ein absolutes Highlight. Um einen Überblick über das Skigebiet zu bekommen, lohnen sich die „Gletscher Panorama Tour“ und die „Gletschi Tour“ für Familien.

Funpark Die Bettmeralp bietet einen TFI Snowpark sowie eine Halfpipe. Im Family-Park gibt es Wupps und Banks sowie Mini-Kicks.

Einsteiger sind in den Freestyle Areas auf der Fiescheralp genau richtig. Der Funpark Konkordia bietet kleinere Buckelund Schlangenpisten, der Funpark Eggishorn Rails und Sprünge.

Skitouren Die Aletsch Arena bietet zahlreiche Möglichkeiten, auf Skitour zu gehen. Neu ist die Aletschgletscher-Rundtour. Diese verspricht Skiwandern auf dem mächtigsten Eisstrom der Alpen. Das ist zwar keine klassische Skitour, aber der Weg durch das Eislabyrinth ist eine einmalige Erfahrung.

Offpiste Auch im Offpiste-Bereich hat die Arena einige Angebote. Bei guten Schneeverhältnissen lohnt sich die Talabfahrt von der Fiescheralp bis nach Fiesch mit ihren über 1.200 Hm. Gesicherte Skirouten gibt es im Bereich Riederfurka.

Kulinarik & Genuss

Typische Schweizer Spezialitäten wie Käsefondue und Raclette sollte man auf jeden Fall probieren. Ebenso die „Cholera“, die im Wallis keine Krankheit, sondern eine leckere Spezialität, ein Lauch-Kartoffel- Kuchen, ist. Insgesamt stehen in der Aletsch Arena 68 Restaurants, 5 Skihütten und 11 Bars für die Gäste bereit.

Restaurants & Hütten Restaurant Riederfurka: Das Bergrestaurant mit 13 Gault&Millau-Punkten serviert regionale und saisonale Küche auf hohem Niveau. Der junge Küchenchef Pietro Catalano hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben. Mit Self-Service-Gerichten für den Alltag und „Chef’s Table“ für den besonderen Moment.

Chüestall Riederalp: Ob auf der großen Sonnenterrasse, an der Schneebar oder auf den Liegestühlen in der neuen Panoramalounge. Abwechslungsreiches Angebot von Pommes und Wiener für die Kinder über Rösti/Cholera bis hin zum Schmorbraten für den großen Hunger. www.chuestall-blausee.ch

Heidi‘s Hütte: Die Hütte mit 12 Gault&- Millau-Punkten! 2018 verwandelte Pietro Catalano das bodenständige Lokal in den kulinarischen Hotspot der Aletsch Arena. Mit erlesenen Weinen und Trüffelfondue für die Feinschmecker, einem Bier für die kurze Pause oder „normalen“ Gerichten für Kind und Kegel. www.heidishuette.com

Schlafen & Wohlfühlen

Unterkünfte Die Fiescheralp, Bettmeralp und Riederalp sind nur mit den Bergbahnen zu erreichen. Aufgrund der Logistik ist die Unterkunft meist etwas teurer als im Tal, dafür spart man sich die morgendliche Auffahrt mit der Gondel.

Seit Jahren dürfen sie sich mit dem Label „Family Destination“ des Schweizer Tourismus-Verbands schmücken.

Ferienhotel Bettmerhof: Neu renoviertes Drei-Sterne-Superior-Ferienhotel mit atemberaubender Sicht auf das Matterhorn. Es bietet viel Ruhe und Erholung sowie Gastronomie auf hohem Niveau. Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Kneipp-Tretbad und Ruheraum. Top-Adresse für Familienferien. www.bettmerhof.ch

Hotel Alpina: Direkt gegenüber von der Gondel aus Fiesch liegt das gemütliche Mountain Boutique Hotel Alpina. Bequemes Ski-in, Ski-out, viele Naturmaterialien wie Holz und Stein schaffen ein natürliches Ambiente. Die Schirmbar direkt vor dem Hotel ist ein beliebter Ort, um den Skitag bei einem Glas hausgemachtem Glühwein oder anderen Getränken und kleinen Snacks ausklingen zu lassen. www.alpinafiescheralp.ch

Anreise

Auto: Von Deutschland meist über Basel, Bern, Thun, Kandersteg (dort Autoverladung ca. alle 30 Minuten zur 15-Minuten-Reise durch den Lötschbergtunnel, kostenpflichtig), weiter über Brig nach Fiesch. Von Fiesch aus mit der Gondel auf die Fiescheralp. Kostenpflichtige Parkplätze stehen in unmittelbarer Nähe zum ÖV-Hub zur Verfügung.

Bahn: Das erste wirkliche Zug/Bus/ Bergbahn-Drehkreuz der Schweiz. Die Matterhorn-Gotthard-Bahn fährt seit letztem Jahr unten rein in den neuen ÖV-Hub Fiesch, und oben schwebt die Bergbahn direkt hinauf in die Aletsch Arena. Die Bergdörfer auf dem Sonnenplateau sind autofrei. Der neue Bahnhof ist gänzlich barrierefrei.

Skipass-Preise

Empfohlen wird der kontaktlose Einkauf der Skipässe über den Webshop der Aletsch Arena.

Wer frühzeitig online bucht, profitiert von attraktiven Rabatten. Ticketpreise an der Kasse: 1 Tag ab CHF 47 (45 €) bis CHF 66 (63 Euro), inkl. Zubringerbahn – online günstiger; 3 Tage ab CHF 133 (128 Euro); 6 Tage ab CHF 223 (214 Euro).

Familien-Tipp „Schgi fer frii“: Samstags fahren Kinder und Jugendliche bis zum 20. Geburtstag kostenlos! Kinder bis 6 Jahre fahren immer kostenfrei. Familienskipass: Das 3. Kind ist gratis.

Gut zu wissen

Saison 8. Dezember 2021 bis 18. April 2022

Tipps Abseits der Piste: 18 km Schlittel-Piste, 13 km Fatbike-Abfahrt, Snowtubing, Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen auf der Natureisbahn.

Paragliden: Wer schwindelfrei ist, kann einen Flug mit dem Paraglide-Schirm über den Aletschgletscher buchen. www.flug-taxi.ch

Info www.aletscharena.ch

NUR BEI UNS! SKIGEBIETS- FAKTEN

Aletsch Arena

205

SKIMEILEN

ABFAHRTSKOMFORT

5,0 (10,0)*

LIFTKOMFORT

7,0 (8,8)*

SKIGEBIETSKOMFORT

5,8 (6,9)*

SkiMAGAZIN-Service: 2018 haben wir unseren neuen Standard zur Skigebietsgröße und -bewertung vorgestellt. Seither gibt es bei Reisereportagen neben der gewohnten SkiMAGAZIN- Empfehlung auch Bewertungen des Abfahrts-, Lift- und Skigebietskomforts. Theoretisch kann die Höchstpunktzahl jeweils 10,0 erreichen (tatsächliche weltweite Höchstwerte in Klammern).

Skimeilen: Die neu von unserem Autor Christoph Schrahe entwickelte Einheit ist ein Maßstab zur Messung der Größe von Skigebieten, der neben den Pistenkilometern acht weitere Merkmale einbezieht, die die „gefühlte“ Größe beeinflussen.

Abfahrtskomfort: Setzt die verfügbare Abfahrtsfläche zur Transportkapazität der Lifte in Beziehung (Skala 1,0 – 10,0) und berücksichtigt den Anteil präparierter Fläche.

Liftkomfort: Bewertet Komfortmerkmale der Lifte (Skala von 1,0 – 10,0). Skigebietskomfort: Bezieht neben Liftund Abfahrtskomfort (gewichtet mit 35 bzw. 45 %) auch die durchschnittliche Auslastung des Skigebiets (Indikator für Wartezeiten, Gewicht 15 %) und die Höhendifferenzen der Liftanlagen (Maßstab für die Länge durchgängiger Abfahrten, 5 %) ein (Skala 1,0 – 10,0).

Nähere Infos auf skigebietsbewertung.com

* (…) = WELTWEITER HÖCHSTWERT