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PLANEN UND WOHNEN: WINTER Wärme


mein schönes zuhause³ - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 21.08.2019

Öfen und Kamine in Hochform | Wenns kalt wird im Winter, machen wir es uns gern zu Hause bei behaglichen Temperaturen gemütlich. Allen, die die Wärme nicht nur spüren wollen, zeigen wir, wie formvollendet sie heute ans Haus abgegeben werden kann


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Bildquelle: mein schönes zuhause³, Ausgabe 10/2019

„Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar”, wusste schon der Kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry. Diese Erkenntnis greift das Design desPelletsofens Reflex auf. Sein hochformatiges Feuerraumfenster ist mit Aluminiumlamellen abgeschirmt, sodass die Flammen eher spür-als sichtbar sind. Links ist der Pelletsbehälter, oben die Nachfüllklappe. ...

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„Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar”, wusste schon der Kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry. Diese Erkenntnis greift das Design desPelletsofens Reflex auf. Sein hochformatiges Feuerraumfenster ist mit Aluminiumlamellen abgeschirmt, sodass die Flammen eher spür-als sichtbar sind. Links ist der Pelletsbehälter, oben die Nachfüllklappe.Von MCZ


Foto: MCZ

Heizen lässt sich natürlich als eher technische Aufgabe sehen, die heutzutage eine wärme pumpengespeiste Fußbodenheizung unauffällig und effizient erledigt. Aber Wärme spricht – besonders im kalten Winter – auch eine archaisch-emotionelle Seite in uns an. Wir lieben das Flackern der Flammen, das Knistern und Knacksen der Scheite, ihren behaglich-rauchigen Duft.

Zwar müssen wir im hochgedämmten, luftdichten Einfamilienhaus auf den offenen Kamin, romantische Urform häuslicher Heizung, heute verzichten; nur etwa zehn bis zwanzig Prozent der ihm zugeführten Energie gibt er als Strahlungswärme ab und verbraucht daher dank seiner enormen Feueröffnung viel mehr (heutzutage natürlich geheizten!) Sauerstoff, als sich auch nur halbwegs wirtschaftlich – und ökologisch sowieso – nachliefern ließe.

Aber es gibt moderne Alterna tiven. Heute funktioniert Verbrennungstechnik mit einer erheblich höheren Verbrennungstemperatur, die Brenngase werden länger im Ofen gehalten, die Verbrennung durch geregelte Luftzufuhr gezielt gesteuert und die Abgase durch Filtersysteme gereinigt, um nur einige der technischen Neuerungen zu nennen. Moderne Luft-Abgas-Schornsteinsysteme entsorgen nicht nur fachgerecht die Abgase, sondern führen der Brennstelle auch die notwendige Luft zu, sodass sie völlig unabhängig von der Raumluft arbeitet – besonders wichtig in Häusern mit Lüftungsanlagen.

Die Technik liefert nicht nur die gewünschte Flammenromantik, sondern auch genau das Maß an Wärme, das gewünscht wird. Denn: im modernen hochgedämmten Neubau ist das Problem weniger ein Zuwenig als ein Zuviel an Wärmeabgabe durch einen Ofen. Dort rechnet man mit einer Heizleistung von nur 0,7 Kilowatt pro 10 Quadratmeter.

Geringer Wärmebedarf

Den frei hängendenKaminofen Slimfocus gibt’s sowohl fest als auch drehbar und mit einfachem oder raumluftunabhängigem Kaminrohr. Er ist auch als wandhängendes oder Standmodell erhältlich.Von Focus


Die Hersteller moderner Öfen und Kamine haben einige Mühe darauf verwendet, Geräte mit derart niedriger Heizleistung zu entwickeln. Darin regelt eine elektronische Abbrandsteuerung das Zusammenspiel von Luftzufuhr, Brennstoff und Abbrandphase. So entstehen auch bei geringem Wärmebedarf nur wenige Emissionen. Und zwar nach den strengen Maßgaben des Bundes-Immisionsschutzgesetzes, das heute nur noch bis maximal ein Zehntel des in den 70er Jahren üblichen Feinstaubausstoßes zulässt – und das bei erheblich höheren Wirkungsgraden.

Entscheidend für die ökologische Nutzung eines Kamins oder Ofens ist aber auch das Nutzerverhalten. Verbrannt werden dürfen nur naturbelassenes Scheitholz mit anhaftender Rinde und Pellets sowie Briketts aus naturbelassenem Holz mit entsprechendem Qualitätsnachweis. Absolut tabu sind Alt-und zum Beispiel mit Holzschutz behandeltes oder gestrichenes Holz, Sperrholz, Span-oder Faserplatte, verleimtes Holz in jeder Form und selbstverständlich jede Art von Abfall und Müll.

Das Verbrennen solcher nicht zulässiger Stoffe lässt nicht nur die schädlichen Emissionen drastisch ansteigen, sondern dürfte wegen Geruchsbelästigung auch zu Beschwerden aus der Nachbarschaft führen. Und: die entstehenden Schadstoffe können darüber hinaus auch Feuerstätte und Schornstein schädigen, was kostspielige Reparaturen nach sich zieht.

Der Befriedigung des Wärme-und Romatikbedarfs steht eine Reihe technischer Varianten moderner Feuerstellen gegenüber.

1. Der Kaminofen

Dieser Klassiker wird in aller Regel aus Stahl oder Gusseisen serien ge fertigt und hat ein Sichtfenster, das den Blick auf die Flammen freigibt. Verkleidet mit Stahlblech, Stein oder Keramik heizt sich der Kaminofen schnell auf und spendet rasch behagliche Wärme. Er benötigt einen Schornstein; die Montage erledigt ein Fachmann in wenigen Stunden. Und er kann an herbst-und winterlichen Heiztagen mit Temperaturen zwischen 2 und 15 Grad sowie wenig Sonne die Wärmepumpenheizung effizient unterstützen und möglicherweise sogar das ganze Jahr über Wärme mit regene-rativer Energie erzeugen.

2. Der Kachelofen

Seine Errichtung ist deutlich aufwendiger und gehört in die Hand eines Ofenbauers. Ein Kachelofen wird für den Heizwärmebedarf und den Raum, in dem er steht, maßgefertigt. Anders als der Kaminofen speichert er die Wärme. Als massiv gemauerterGrund ofen kann er durchaus mehr als eine Tonne wärme speicherndes Material enthalten. Der Name leitet sich von der Tatsache ab, dass die Holzscheite direkt auf dem Boden des Brennraums abgebrannt werden. Durch seine hohe Speichermasse kann er – einmal mit aus reichend Brennholz bestückt – die Wärme bis zu 24 Stunden lang halten.

Kunst und Handwerk in Einklang bringt dieserKachelofen. Von Gaudí und Hundertwasser inspiriert, präsentiert er sich mit fließenden Formen. Zugleich lässt sich sein enormer Wärmespeicher mit einem regenerativen Heizsystem kombinieren.Von Inderwies Keramik


Fotos: Focus, Inderwies Keramik / HLC

Checkliste

Diese Fragen sollten Sie versuchen, im Vorwege zu klären
□ Soll Ihre Feuerstelle auch wärmen?
□ Wie hoch ist der Wärmebedarf?
□ Ist ein Dauerbetrieb oder nur die gelegentliche Nutzung geplant?
□ Wünschen Sie sich Strahlungs-oder eher Konvektionswärme?
Bei ersterer ist die Strahlung der Wärmequelle direkt auf der Haut zu spüren, ohne dass sie die Luft erwärmt, bei letzterer wird die Luft erwärmt, steigt auf und sinkt beim Abkühlen wieder herab.
□ Möchten Sie das Feuer sehen?
□ Soll mehr als der Aufstellungsraum geheizt werden?
□ Soll die Feuerstelle gar an die Zentralheizung angeschlossen werden?
□ Wie aufwendig darf die Beschaffung des Brennstoffs und wie komfortabel soll der Betrieb sein?
□ Wie teuer darf das Ganze werden?
□ Ist ein Lager für Brennstoff vorhanden und kann die Asche entsorgt werden?
□ Bietet der Hersteller im Falle eines Falles Service?
□ Sind Feuerstellen im Wohngebiet überhaupt gestattet?

3. Der Warmluft-Kachelofen

Ideal fürs luftdichte Effizienzhaus ist der raumluft unabhängigeKaminofen New look F9 . Sein innovatives Filtersystem und die ausgeklügelte Luftführung reduzieren Emissionen auf nahezu Null – bei höchst effektivem Brennstoffverbrauch.Von Wodtke


Diese moderne Variante des Kachelofens heizt schneller auf und spendet schon nach kürzerer Zeit Wärme. Der Brennraum des Warmluft-Kachelofens ist aus Stahl oder Guss eisen industriell gefertigt und kann handwerklich verkleidet werden. Metallische Nachheizflächen können für schnellere, ein keramischer Speicher für länger anhaltende Wärme sorgen.

4. Der Heizkamin

Er kommt dem beliebten offenen Kamin am nächsten und wird als Ofen geliefert, der in eine Wand oder ein Gehäuse eingebaut wird. Der Heizkamin hat einen mit großer Sichtscheibe verschlossenen Feuerraum, der die umweltgerechte Verbrennung sowie wenig Emissionen und Wärmeverluste sicherstellt und der wie beim Warmluft-Kachelofen von dem Kamingehäuse ummantelt wird. Neben der Variante mit einer Frontscheibe haben sich mittlerweile auch Modelle mit Übereckfenstern oder Raumteiler mit Fenstern nach zwei oder gar drei Seiten durchgesetzt. Auch er lässt sich mit Nachheizflächen ausstatten.

5. Der wasserführende Ofen

Er ist der ideale Partner der mit Photovoltaikstrom betriebenen Wärmepumpenheizung. Der wasserführende Ofen liefert den größten Teil seiner Wärmeenergie über einen Wärmetauscher an den Pufferspeicher der Zentralheizung und trägt so deutlich zur Steigerung regenerativ erzeugter Wärme bei. Wasser führende Varianten gibt es als Kamin-und Kachelöfen, Heiz kamine und Pelletsöfen.

Dank seiner großen Speicher masse gibt derGrund ofen Rondolino bis zu zwölf Stunden Wärme ab. Emissionen entstehen nur während der Brenndauer von ein bis zwei Stunden.Von Rondo


Fotos: Wodtke, djd/rondolino.de, Hase Kamniofenbau, Attika, MCZ

Elektronisch geregelt, programmierbar und per Knopfdruck auf der Fernbedienung sorgen die Keramik-Scheite desGas kaminofens Zafra für ein von allen Seiten aus natürlich wirkendes Feuer. Liegt der Rauchrohranschluss oben, können Speichersteine die Wärmeabgabe nach Verlöschen der Flammen verlängern.Von Hase


DerKaminofeneinsatz Visio heizt so sauber, dass er selbst strengste gesetzliche Vorgaben unterschreitet. Dank leichtläufiger Hubtür lässt er sich entspannt öffnen. Optional: ein Speichermodul, das die Wärme über Stunden abgibt.Von Attika


Raumteilervariante:Kaminofeneinsatz Plasma. Dank eines patentierten Luftkanalsystems kann er auch mehrere, nicht miteinander verbundene Räume heizen.Von MCZ


6. Der Pelletsofen

Er ist ein wahrer Tausendsassa. Pellets öfen gibt es für alle Leistungsbereiche von der in erster Linie romatischen Feuerstelle bis zur Zentralheizung. Er erfordert am wenigsten Aufmerksamkeit und macht kaum Arbeit, da eine Förderspindel die Pellets – kleine Presslinge aus Holzresten – aus dem bei kleineren Modellen meist in den Ofen integrierten Vorratsbehälter automatisch nach Bedarf in den Brennraum transportiert, wo sie elektrisch entzündet werden. So kann ein Pelletsofen je nach Größe seines Vorrats auch mehrere Tage ohne Aufsicht und vor allem sogar per Smartphone ferngesteuert funktionieren.

Noch ein paar Worte zum Brennstoff Holz, da er maßgeblich zum umweltgerechten Betrieb einer häuslichen Feuerstelle beiträgt. Die gängigsten Brennholzarten sind bei den Laubhölzern Eiche, Birke und Buche, bei den Nadelhölzern Kiefer, Fichte und Tanne. Die höchsten Brennwerte haben jeweils Buche und Kiefer. Der Feuchtegehalt des Brennholzes darf 25 Prozent – das ist der gesetzlich festgelegte Grenzwert – nicht übersteigen. Optimal sind zwischen 15 und 20 Prozent. Frisches gespaltenes Holz muss vor dem Verbrennen mindestens ein bis zwei Jahre trocken und luftig gelagert werden. Wer partout keine Lust auf Holzhacken und Aschekehren hat, wählt am besten eine der folgenden Varianten.

Fast wie ein Holzfeuer wirkt das LED-Flammenspiel desElektrokamins Feel the flame mit zuschaltbarer Heizung, perfekt als Ergänzung einer (sehr viel trägeren) Fußbodenheizung. Er braucht keinen Kamin, eine Steckdose genügt. Leistungsaufnahme ohne Heizung: 20 Watt.Von Wodtke

KOMFORT UND NACHHALTIGKEIT

Geschäftsführerin: Christiane Wodtke


Grafik: Wodtke; Fotos: Wodtke, epr/Haas+Sohn

Wodtke-Produkte sollen Freude bereiten und den Wohlfühlfaktor erhöhen. Wie, sagt uns die Geschäftsführerin Christiane Wodtke

Warum ist es so viel schwieriger, einen Ofen mit wenig Heizleistung zu bauen als einen mit großer Wärmeabgabe? Muss man den nicht einfach nur kleiner dimensionieren?

C. Wodtke: Nein, das ist schon eine anspruchsvolle Aufgabe. Wir wollen dem Ofenbesitzer ja ein schönes Flammenbild bieten. Dazu gehört auch, dass das Scheitholz mindestens 25 cm Länge hat. Und dann setzt die Physik Grenzen, denn wir wollen auch eine emissionsarme Verbrennung sicherstellen. Entsprechende Temperaturen im Feuerraum, genügend Sauerstoff und eine gute Verwirbelung der Brenngase müssen also gewährleistet sein. Besonders Holzpelletsöfen haben dabei durch ihre Technik Vorteile. Ihre kleinste ökologisch und ökonomisch erzeugbare Heizleistung liegt bei etwa 2 KW.

Sie haben eine Vielzahl an Elektrokaminen ohne Wärmeleistung und mit zuschaltbarer geringer Heizleistung im Angebot. Wen sprechen Sie damit an? Welche Modelle verkaufen sich am besten?

C. Wodtke: Unsere neue Produktlinie – wodtke feel warm oder feel the flame – folgt der Überlegung, dass der Anteil regenerativer Energie an der Stromproduktion mittlerweile recht hoch ist. Damit ist die Basis für einen sinnvollen Stromeinsatz gegeben – auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit. Wir sprechen mit Elektroprodukten wie der Infrarot-Strahlungsheizung oder den Elektrokaminen besonders den Bauherrn an, der sich ein Effizienzhaus baut. Das benötigt nur wenig Wärme leistung. Die Elektrogeräte sind – zusammen mit anderen Wärmeerzeugern wie einer Fußbodenheizung und unterstützt von einer PV-Anlage mit Batteriespeicher – eine komfortable Zusatzheizung mit bis zu etwa 2 KW zuschaltbarer Heizleistung. Wird nur das Flammenspiel gewünscht, ist auch das damit möglich. Insbesondere die neuen Modelle „feel the flame X” und „feel the flame X-in” begeistern aktuell unsere Kunden.

Welches Modell empfehlen Sie, wenn jemand auch an einem Sommer abend Kaminfeuer genießen möchte?

C. Wodtke: Hier muss man differenzieren. Wenn es ausschließlich um die emotionale Wärme des Flammenspiels geht, ist der Einsatz eines Elektrokamins wie „feel the flame” optimal und komfortabel. Aber was gibt es Schöneres, als an einem sich leicht abkühlenden Sommerabend vor einem Kaminfeuer zu sitzen und die Flammen zu genießen? Stimmen die Voraussetzungen und befindet sich eine Feuerstätte für das Heizen mit Stückholz im Haus, bedeutet es immer ein Mehr an Lebensqualität, mit Freunden in gemütlicher Runde vor einem echten Feuer zu sitzen.

Immer wieder ist zu hören, dass die Nutzung eines Kamins wegen möglicher Emissionen eingeschränkt werden soll. Steht das zu befürchten oder sind die neuen Öfen umweltfreundlicher als die alten Kamine?

C. Wodtke: Heute sind die Kaminöfen der Premiumhersteller für das Heizen mit Holz moderne, intelligente Feuerstätten mit optimierter Verbrennungstechnik. Sie sind meist für die raumluftunabhängige Betriebsweise zugelassen und verfügen über integrierte Filtertechnik mit optionaler Abbrandregelung. Besonders vor dem Hintergrund einer möglichen CO2-Steuer, die helfen soll, unsere Umweltziele zu erreichen, macht diese technische Entwicklung das Heizen mit dem CO2-neutralen Brennstoff Holz zu einem wichtigen Baustein – gut für den Menschen und gut für die Umwelt.

Elegant, sicher und effizient: DerPelletsofen HSP 8 Home liefert das Flammenbild eines Scheitholzfeuers und lässt sich dank WLAN-Modul auch von unterwegs steuern.Von Haas &Sohn

Einbindung in eine Zentralheizung:SO FUNKTIONIERT’S

Der Pelletsofen (1) beliefert über die Pelletsofensteuerung (2) zusammen mit der Zentralheizung (3) den Pufferspeicher (4) mit Warmwasser. Der verteilt es an die Warmwasserverbraucher (5) und die Heizkörper (6). Sonnenkollektoren (7) können den Pufferspeicher zusätzlich mit Warmwasser beliefern.

Der Gaskaminofen

Er ist die beste Wahl für alle, die partout keine Lust auf Holzhacken und Aschekehren haben. Wie Holz aussehende Scheite aus nicht brennbarer Keramik machen aus dieser Art Gasheizung einen romantisch flackernden Kamin, den Sie sowohl ans Gasnetz als auch an eine -flasche (gibt’s in jedem Baumarkt) anschließen können. Umweltfreundliche Abgaswerte und ein hoher Wärme wirkungsgrad sind weitere Argumente für einen Gaskaminofen.

Der Elektrokamin

Wer ausschließlich am romantischen Flackern der Flammen interessiert ist, für den gibt’s den Elektrokamin. Der inszeniert mit ausgeklügelter LED-Technik nicht nur ein täuschend echtes Flammenspiel, sondern verfügt darüberhinaus auch über eine zuschaltbare Heizung, die im modernen Effizienzhaus locker über kühle Herbstabende hinweghilft.

Heizkörper

Heizkörper findet man im modernen Neubau fast nur noch im Bad, wo sie als Design-Zusatzheizung und Handtuchwärmer eine meist gute Figur machen. Dort halten jedoch vermehrt auch Spiegelheizungen Einzug, die verhindern, dass sich die Dampfschwaden exzessiven Duschvergnügens auf dem Glas niederschlagen.

Aber nach wie vor gibt’s auch Liebhaber der Konvektionsheizung, deren Warmluft von den Heizkörpern aufsteigend durch den Raum zirkuliert. Und natürlich lassen sich diese Heizkörper heutzutage jedem erdenklichen Wohnstil anpassen – vom gründerzeitlichen Gusseisen-Look bis zum modernen Designstück.

DerSchornstein-Kaminofen Kingfire Grande S ist eine Systemlösung aus Ofen und Schornstein. Er eignet sich ideal als Raumteiler. Das platz-sparende (Aufstellfläche: 55 x 60 Zentimeter) Scheitholz-Ofen modul beeindruckt durch kostengünstige Bauweise, hohen Nutzungskomfort und ausgezeichnete Abgaswerte.Von Schiedel


Fotos: Tubes (2), Schiedel, Wodtke

Behagliche Wärme auf der Haut spüren lässt der elektrischeStrahlungsheizkörper Feel warm infrarot , ohne die Luft aufzuheizen. Ideal als Ergänzungsheizung, erhöht er doch die gefühlte Raumtemperatur im Strahlungsbereich in kurzer Zeit.Von Wodtke

TIPP

Achtung: Technisch getrocknetes Holz …
… kann zu trocken sein, es verbrennt daher zu schnell und verursacht unnötige Emissionen. Feuchtemessgeräte sind preiswert. Sollte sich Ihr Holz als zu nass oder zu trocken erweisen, lagern Sie es noch einige Wochen an einem gut gelüfteten Ort.

Hohe Energieeffizienz bei mini malem Platzbedarf ermöglichtHeizkörper Step-by-Step mit seinen elliptischen Rippen: Er ist von der Wand aus gemessen nur 7,8 Zentimeter tief.Von Tubes


Heizkörper haben heute immer häufiger als Zusatzheizungen oder Designstücke ihren großen Auftritt


Heizkörper Rift lässt sich aus verschiedenen Modulen zusammenstellen – Heiztechnik, die ermöglicht, eine Komposition zu entwerfen. Dazu gibt’s Konsolen und Elemente zur Hand tuchaufbewahrung, durch die der Heizkörper sowohl perfekt ins Bad als auch in Wohn-und Schlafbereiche passt.Von Tubes