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Plastik-Weihnachtsbaum? Ich sehe das nicht dogmatisch


Welt am Sonntag Gesamtausgabe - epaper ⋅ Ausgabe 51/2021 vom 19.12.2021

PETER WOHLLEBEN

Artikelbild für den Artikel "Plastik-Weihnachtsbaum? Ich sehe das nicht dogmatisch" aus der Ausgabe 51/2021 von Welt am Sonntag Gesamtausgabe. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Welt am Sonntag Gesamtausgabe, Ausgabe 51/2021

Wohlleben im Wald der Gemeinde Hümmel in der Eifel: ?Ich sage auch manchmal Dinge, mit denen ich manchen Leuten auf die Füße trete?

Peter Wohlleben ist der Baumflüsterer der Nation. Nachdem der Forstwirt mit seinem Buch „Das geheime Leben der Bäume“ 2015 weltweit in die Bestsellerlisten kam, folgten 2019 der Kinofilm dazu, Podcasts sowie weitere Naturbücher. In der von ihm gegründeten Waldakademie in der Eifel hält Wohlleben Vorträge über Naturschutz. Im März 2022 geht der 57- jährige Bestsellerautor erstmals auf Tournee. In seinem Programm „Ein Abend für den Wald“ will er eine Art „Best of Waldschutz“ auf die Bühne bringen. Das Thema kommt an. Gefällig ist Wohlleben trotzdem nicht. Das hat zuletzt auch die grün geführte Landesforstverwaltung in Rheinland-Pfalz zu spüren bekommen, gegen die er Strafanzeige stellte.

WELT AM SONNTAG: In Ihrer neuesten Podcast-Folge offenbaren Sie, dass ein Ökofritze wie Sie sich einen Plastikweihnachtsbaum zugelegt hat – weil der eine bessere CO2-Bilanz habe. Haben Sie ...

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... jetzt keine Angst vor einem Shitstorm von all den Naturliebhabern?

PETER WOHLLEBEN: (lacht) Ich hatte tatsächlich kurz überlegt: „Kann ich das machen?“ Dann sagte ich mir: „Komm, ich war bisher immer ehrlich mit allem, und das halte ich auch weiter so.“ Ich weiß ja, dass Plastik total in Verruf geraten ist. Dennoch benutzen wir es alle mit großer Vorliebe jeden Tag. Einfaches Beispiel: Outdoor-Kleidung oder Schuhsohlen. Damit schade ich der Umwelt wahrscheinlich noch viel stärker, denn Schuhsohlen, die sich ablaufen, setzen abgeriebenes Mikroplastik frei. Ich plädiere einfach für einen ehrlichen Umgang. Weihnachtsbäume stammen in vielen Fällen, nicht in allen, aus Plantagen, das ist intensive landwirtschaftliche Kultur. Ich habe keine Ahnung, wie lange so ein Kunststoffbaum hält. Wenn er 20 Jahre hielte, hätte er sicher eine bessere Ökobilanz als ein realer Weihnachtsbaum – wenn man die ganzen Transportwege da mit reinrechnet. Das ist aber nur eine Schätzung, hundertprozentig weiß ich es auch nicht. Das ist erst mal ein Versuch von mir.

In diesem Jahr feiern Sie also erstmals mit einem Kunststoffbaum Weihnachten?

Nein, den hatten wir schon letztes Jahr.

Wie war das für einen leidenschaftlichen Waldkenner und -liebhaber wie Sie – „O Tannenbaum“ am Plastikbaum zu singen?

Zugegeben: Ganz am Anfang war das schon ein bisschen komisch. Wenn man aber andererseits bedenkt, dass man sich sonst für nur zwei Wochen so einen Exund-hopp-Baum angeschafft hatte, der zuvor sieben Jahre gewachsen war, war das auch komisch. Aber ich sehe das nicht dogmatisch. Jeder soll Freude an der Sorte von Weihnachtsbaum haben, die er bevorzugt. Dass Weihnachtsbäume aus Plantagen, selbst jene aus ökologischem Anbau, eine schlechte CO2-Bilanz haben, dürfte zwar den wenigsten bewusst sein. Aber ich glaube, es ist in Ordnung, das auszublenden. Denn der Weihnachtsbaum trägt sicher nicht den Hauptanteil an unserem CO2-Fußabdruck. Weihnachten ist nun mal jedes Jahr ein zentrales Ereignis, in Zeiten der Pandemie noch mehr als sonst. Weil wir uns fragen, ob es uns an jenen Tagen gelingt, die Familie zusammenzubringen. Das ist ein großer Ankerpunkt im Jahr, da will man es schön haben. Wenn man sich bei jedem einzelnen Lebensbereich selbst kasteit, kann man eigentlich nichts mehr machen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Außer man würde sich in eine Tonne zurückziehen.

Hatten Sie, bevor Sie zum Plastikbaum gewechselt sind, schon mal den Worst Case erlebt – den brennenden Baum?

Nein. Aber meine Mutter war viele Jahre ein absoluter Fan von echten Kerzen. Erst sehr spät ist sie auf elektrische umgestiegen. Deshalb stand bei uns auch immer ein Eimer Wasser hinter dem Weihnachtsbaum. Zum Glück hat er nie gebrannt. Es gibt aber ja noch den zweiten Worst Case, was Weihnachtsbäume betrifft.

Und der wäre?

Wenn sich im Kreis der Familie herausstellt, dass man den falschen Weihnachtsbaum geholt hat. Das erlebt mindestens jeder zweite Haushalt. Bei uns zu Hause war das auch häufiger der Fall. Einmal hatte ich eine Fichte aus dem Wald, dem eigenen Revier, mitgebracht. Im Wald sehen die immer besser aus als zu Hause im Wohnzimmer. Nur, wenn man ökologisch wirtschaftet, stehen ja oft große andere Bäume neben den Fichten. Was zur Folge hat, dass die Nadeln der kleinen Fichten, die im Schatten wachsen, kürzer sind und zudem einen leichten Gelbeinschlag haben. Jedenfalls hatte ich eine dieser Fichten dann mal nach Hause gebracht. An die Enttäuschung können sich meine Kinder noch heute erinnern. Sie verdrehen immer noch die Augen, wenn das Gespräch auf diese Fichte kommt. Die Not war so groß, dass ich den klassischen Eingriff vornehmen musste: Ich habe mit der Bohrmaschine Löcher in den Stamm gebohrt und noch ein paar zusätzliche Fichtenzweige dazugesteckt. Das war mein ganz persönlicher Weihnachtsbaum-Super-GAU. Gebrannt hat’s nicht, aber das kommt dem sehr nahe.

Im März gehen Sie erstmals auf Tournee, präsentieren ein Best-of-Programm Ihrer bisherigen Bücher. Das fehlte bislang noch in Ihrem Aktivitätenportfolio aus TV-Auftritten, eigenen Magazinen, Büchern, einem Kinofilm, Podcasts sowie Vorträgen im Wald. Haben Sie keine Angst, dass es irgendwann zu viel werden könnte?

Meinen Sie das jetzt im Sinne davon, dass zu viele Aktivitäten der „Marke“ Wohlleben schaden könnten – oder mir als Person, also in Form eines Burn-outs?

Im Grunde meine ich beides.

Ich mache mir um beides natürlich Gedanken. Aber all diese Aktivitäten sind aus purer Neugier entstanden. Wir sind beispielsweise gerade dabei, einen neuen Studiengang zu initiieren: sozial-ökologische Waldbewirtschaftung. Die ersten Studierenden werden im März 2023 loslegen. Wir sind mit verschiedenen Hochschulen in Verhandlungen und prüfen, wo der Studiengang dann letztlich landet. Die Idee ist bei einem Mittagessen mit der „Geo“-Redaktion bei einem Gespräch über mein Magazin entstanden. Die Social-Media-Seiten, der Podcast – das waren Ideen meines Sohnes, die Gründung der Waldakademie ebenfalls. Das Bücherschreiben war die Idee meiner Frau.

Und der Kinofilm?

Da kam die Firma Constantin auf uns zu. Ich dachte: „Okay, mal gucken, wie sie meine Bücher verfilmen, keine Ahnung, wie das geht.“ Mir war zunächst nicht klar, dass ich selbst darin auftauche. Grundsätzlich trete ich schon oft auf die Bremse. Es gibt Zeiten, in denen ich sehr bewusst eine Medienpause einlege. Und was meine Außenwirkung betrifft: Ich schiele nicht nach der besten, positivsten Aufmerksamkeit. Ich sage auch manchmal Dinge, mit denen ich manchen Leuten auf die Füße trete. Ein Beispiel: Die Wolfexpertin Elli Radinger kommt gelegentlich an unsere Waldakademie, gibt hier Seminare. Vor Kurzem hat sie ein Video darüber gemacht, wie man sich gegenüber Wölfen verhält. Ich habe es bei mir auf Facebook gepostet. Mit solchen Themen verliere ich immer Follower. Das weiß ich aber schon vorher. Das ist mir auch egal. Ich kann ja meine Identität nicht danach aussuchen, dass ich immer nur möglichst viele Sympathiepunkte bekomme bei allen möglichen Leuten. Es gibt immer wieder Themen, bei denen Follower von der Stange gehen. Unterm Strich kommen mehr dazu.

Reden wir über den Waldbericht 2021.

Der hielt fest, dass noch nie so viele

Bäume abgestorben sind wie 2020 durch Dürre, Sturm, Waldbrände und Borkenkäferbefall. Große Flächen kranker Bäume wurden abgeholzt. Um den Wald klimastabiler zu machen, hat die letzte Bundesregierung bis 2023 mehr als 800 Millionen Euro veranschlagt. Reicht das?

Die Initiativen der bisherigen Bundesregierung reichen natürlich nicht. Viele Maßnahmen gerade der letzten zwei, drei Jahre haben den Schaden sogar noch verschlimmert. Es gibt inzwischen sehr gute Thermobilder, die zeigen, dass, wenn man die abgestorbenen Fichten stehen lässt, es auf jenen Flächen immer noch zehn Grad kühler ist, als auf abgeholzten Bereichen. Das heißt, die Folgen der Klimakatastrophe für den Wald werden durch die Abholzung der toten Fichten noch verstärkt. Der Wald ist erst dann tot, wenn die Bäume ausgeräumt sind. Tote Bäume sind nicht gleichzusetzen mit einem toten Wald. Denn auch in einem Gebiet mit toten Bäumen leben immer noch Eichhörnchen, Spechte oder Ameisen. Aber wenn man alle kranken Bäume fällt, dann ist der Wald tot. Und was jetzt neu gepflanzt wird, sind leider doch zu einem großen Teil wieder Nadelbäume. Hinzu kommt, dass man bei den neu gepflanzten Laubbäumen zu erheblichen Teilen auf nicht heimische Arten wie Esskastanie oder Roteichen setzt. Nur: Damit können unseren heimischen Tierarten sehr wenig anfangen. Die eigentliche Katastrophe ist für mich, wie jetzt mit den kranken Bäumen umgegangen wird. Wir müssten jetzt dringend aus den Fehlern lernen.

Es gibt aber Forstwirtschaftsexperten, die angesichts des Klimawandels genau das fordern – wir müssten mehr nicht heimische Baumarten anpflanzen, die das trockenere, heißere Klima besser vertrügen. Was antworten Sie darauf ?

Da widerspreche ich ganz vehement. Aus drei Gründen. Erstens: Würden Sie Ihr Geld Zockern geben, die sich völlig verspekuliert haben, und dann sagen: Wir probieren das Ganze jetzt noch mal? Denn dieselben staatlichen Forstbehörden und Forstwissenschaftler, wie etwa Prof. Dr. Hermann Spellmannn, seinerzeit Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats Waldpolitik des Bundeslandwirtschaftsministeriums, haben noch vor fünf, sechs Jahren gesagt: Wir brauchen mehr Nadelbäume. Nach den trockenen Sommern lautete dann die Antwort: Ach nee, doch nicht. Oder: Forstbehörden stellten im Waldzustandsbericht 2017 fest, dass der Wald sich leicht erhole, vor allem die Nadelbäume. Drei Jahre später heißt es jetzt: Ach nee, doch nicht. Und diesen Leuten sollen wir das Waldmanagement jetzt wieder in die Hand geben? Auf dass sie uns ihr Nichtkönnen noch mal vorführen? Das finde ich hochriskant. Zweitens: Woher wissen diese Leute, dass wir keine kalten Winter mehr bekommen? Wir erleben immer stärkere Klimakapriolen. Das heißt: Es kann sehr heiß werden. Es kann aber zwischenzeitlich auch noch mal sehr kalt werden. In welchen Abständen sich das vollzieht, wissen wir derzeit nicht. Wir wissen nur, dass sich das Klima verändert und dass es im Gesamtdurchschnitt sehr viel wärmer wird.

Was bedeutet das im Hinblick auf die Maßnahmen, klimastabilere, nicht heimische Baumarten zu pflanzen?

Es reicht dann schon, wenn wir statt alle zehn Jahre künftig alle 50 Jahre sehr heftige Winter bekommen – in dem Fall sind all die neu gepflanzten Wärme liebenden Baumarten auch am Ende. Und drittens sind unsere heimischen Laubbaumarten gar nicht am Ende. Aktuelle Forschungen zeigen, dass diese Baumarten gerade lernen. Sie haben sich im Durchschnitt gut erholt nach diesen drei sehr heißen Sommern. Und man hat herausgefunden, dass der Nachwuchs solcher Bäume deutlich hitze- und trockenheitsresistenter ist, weil die Bäume das sofort an ihre Samen weitergeben. Da gibt es sehr viel Hoffnung. Das Einzige, was sie nicht vertragen, ist, dass man die kranken Wälder um sie herum sehr stark weiter abholzt. Zum Glück steht im neuen Koalitionsvertrag schon mal drin, dass alte Laubwälder im öffentlichen Wald unter Schutz gestellt werden sollen. Also dass der Einschlag dort gestoppt werden soll. Da sehe ich bei der neuen Bundesregierung deutlich bessere Ansätze als bei der vorherigen

Peter Wohlleben

Förster und Autor

Schon als Kind wollte Peter Wohlleben, am 3. Juni 1964 in Bonn geboren, Naturschützer werden. Er studierte an der Fachhochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg am Neckar. Danach arbeitete er zwei Jahrzehnte als Beamter in der Landesforstverwaltung Rheinland-Pfalz. Später gründete er eine Waldakademie in der Eifel, wo Interessierte zu Waldführern ausgebildet werden. Er hat zahlreiche Bücher über die Natur und Wälder veröffentlicht. Sein größter Erfolg war das 2015 erschienene Buch „Das geheime Leben der Bäume“, das sich in Deutschland 1,3 Millionen Mal verkaufte, weltweit waren es mehr als drei Millionen Bücher. Am 3. März 2022 beginnt in Köln die Sieben-Städte-Tournee seines Programms „Ein Abend für den Wald“, die am 16. März in Essen endet.

Nun hatten die Grünen zumindest auf Landesebene in Sachen Waldschutz zuletzt viel Kritik auf sich gezogen. Die Rodung des Dannenröder Forstes in Hessen für den Bau der A49 beispielsweise wurde vom grünen Verkehrsminister Al-Wazir damit begründet, er müsse dieses Projekt im Auftrag des Bundes verwirklichen. Wie gehen Sie mit solchen Widersprüchen um?

Ich unterscheide da sehr klar zwischen grüner Landes- und Bundespolitik. In Rheinland-Pfalz beispielsweise haben der Biologe Pierre Ibisch und ich zuletzt Strafanzeige gegen die grün geführte rheinland-pfälzische Landesforstverwaltung gestellt. Weil wir der Meinung sind, dass sie in einem Schutzgebiet im Westerwald Fichten illegal großflächig abgeholzt hat. Da hätte es vorher eine Umweltverträglichkeitsprüfung geben müssen. Wir haben ein entsprechend großes Rechtsgutachten erstellen lassen. Unserer Meinung nach hat sich der betreffende Amtsleiter sogar persönlich strafbar gemacht. Da hört der Spaß auf. Und: In Rheinland-Pfalz gibt es ein grün geführtes Umweltministerium.

Abgesehen von der Strafanzeige – wie gehen Sie mit solchen Widersprüchen um, wenn Sie die große Klimaschutzrichtung der Grünen bundesweit eher befürworten?

Wir haben darüber intern schon mit grünen Spitzenleuten gesprochen, denen das auch klar ist. Es ist leider so, dass viele Apparate auf Länderebene nach dem Motto agieren: Ist mir doch egal, wer unter mir Minister ist. Genauso wie Staatssekretäre regelmäßig auf Bundesebene ausgetauscht werden, müsste man beispielsweise auch die Spitzen der Forstverwaltung nach Wahlen austauschen. Die machen halt einfach immer so weiter mit ihrer Misswirtschaft, wie sie es seit Jahrzehnten machen.