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PLATZ DA, jetzt kommt … der neue 1er!


Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 22/2019 vom 29.05.2019

Bayern baut um: Die dritte Auflage desBMW 1er hat jetzt Frontantrieb. AUTO BILD saß schon im Auto – und verrät, wie viel Platz der Wandel wirklich bringt


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Imposante Front: Der neue 1er fällt im Rückspiegel auf – besonders natürlich als M135i in Blau


FOTOS: HERSTELLER (2)

O’ZAPFT IS noch lange nicht. Und trotzdem gibt es in München mächtig was zu feiern. Nein, wir meinen ausnahmsweise mal nicht den FC Bayern und seine zahlreichen Titel. Wir sprechen vom neuen BMW 1er. Der feiert gerade seine ungetarnte Premiere – und könnte so ein echtes Volksfest aus lösen.

Der kompakte Münchner nutzt jetzt nämlich eine ...

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... völlig neue technische Basis, die letztendlich vom Mini stammt. Heißt also kleine Quermotoren und vor allem keinen Hinterradantrieb mehr. Wo Fans greinen, dürften Familien sich eher freuen. Das moderne Antriebskonzept verspricht mehr Platz. Außerdem senkt es die Kosten und damit zumindest theoretisch die Preise. Wichtig, weil die Konkurrenz im immer noch beliebtesten Segment nicht schläft. Ab 2020 muss es der Münchner mit dem VW Golf 8, dem neuen Audi A3 und dem ebenfalls neuen Seat Leon aufnehmen. Mit komplett neuen Modellgenerationen trumpfen auch Mercedes (AKlasse) und Ford (Focus) mächtig auf. Vor diesem Hintergrund hat sich AUTO BILD den neuen 1er schon mal genau angeschaut.

Die dritte Generation des kompakten BMW (Baucode: F40) nutzt die neue Frontantriebsplattform UKL 2. Lediglich bei den stärkeren Motorisierungen mit Allrad landet also noch Kraft an der Hinterachse. Die Dreiund Vierzylindermotoren sind quer eingebaut – einen Sechszylinder wird es für den 1er nicht mehr geben. Ebenso wenig wie den Dreitürer, den BMW wegen zu geringer Nachfrage streicht. Die Vorteile der neuen Plattform: bessere Raumausnutzung und die Übernahme der neuesten Connectivityund Fahrassistenzsysteme.

FORM UND FORMAT

Der Generationswechsel bedeutet auch für das Design des 1er einen Neuanfang. An der Front dominieren große, zusammenhängende Nieren und die schmalen, nach schräg hinten gezogenen Scheinwerfer. Das Design der Schürzen richtet sich nach der gewählten Ausstattungslinie, unser Fotomodell war ein „Sport Line“. Im Profil prägt den F40 vor allem die leicht nach hinten ansteigende Fensterlinie. Sie mündet im Hofmeisterknick, der wie bei der 3er Limousine über ein Dekorelement ins Blech der CSäule verlängert wird. Die typischen Lförmigen Leuchten strecken das Heck des 1er optisch in die Breite. Erkennungsmerkmal der Dreizylinder: ein einfaches Endrohr. Die VierzylinderModelle bekommen eine zweiflutige Abgasanlage.

Ein Blick auf die Zahlen: Bei der Länge bleibt der 1er auf dem Niveau des Vorgängers. Mit 4,32 Meter (4319 mm) ist er einen halben Zentimeter kürzer als bisher. Auch der Radstand schrumpft ein wenig (minus zwei Zentimeter), verspricht mit 2,67 Meter trotzdem genügend Platz im Innenraum. Die Höhe wächst auf 1,45 Meter – ein glatter Zentimeter mehr als beim Vorgänger. Gut für das Innenraumgefühl und die Optik: In der Breite legt der Neue um satte 34 Millimeter auf rund 1,80 Meter zu. Das Kofferraumvolumen steigt im Vergleich zum Vorgänger um 20 Liter auf 380 Liter (maximal: weiterhin 1200 Liter). Deutlich verändert ist auch die Spur. In Zukunft ist die Vorderachsspur mit 1,57 Meter (1565 mm) drei Zentimeter breiter. Hinten ist die Spur bis auf den Millimeter identisch und damit drei Millimeter schmaler als bisher.


Bulliges Heck mit sportlicher Schürze, die Vierzylinder tragen zwei Endrohre


INTERIEUR UND INSTRUMENTE

Die wenigen Zentimeter mehr Breite fallen auf dem Papier kaum ins Gewicht, doch sitzt man im 1er, sind sie eine Wohltat. Um Kopf und Schultern genießen auch Große viel Platz – der 1er entspricht dem Klassenstandard. Zumindest vorn. Doch wie wohnt es sich im Fond? Der Fahrersitz bleibt auf einen 1,95 Meter großen Fahrer eingestellt. Tür auf. Und reinsetzen. Passt! Das war beim Vorgänger definitiv nicht drin. Im F40 gibt es eine voll reisetaugliche Rücksitzbank für zwei Erwachsene. Selbst mit 1,95 Meter Körpergröße findet man hier ordentlich Platz. Auffällig: Im 1er dürfen auch Fondgäste eine schöne Aussicht genießen, weil die Seitenscheiben sich angenehm weit nach hinten ziehen.

Vorn schauen wir im Fotofahrzeug auf das 10,25 Zoll messende Live Cockpit Professional, rechts daneben schließt sich der ebenso große optionale Zentralmonitor mit Touchfunktion an (Serie sind 8,8 Zoll) – nach alter BMWTugend leicht zum Fahrer geneigt. Die schlanke KlimaBedieneinheit und die Lautstärke regelung inklusive Schnellzugrifftasten darunter sind nicht nur gut platziert und intuitiv bedienbar, sondern aus dem 3er bekannt. Gleiches gilt für die Bedieninsel auf der Mittelkonsole, die – wie bei allen neuen BMWModellen – Fahrmodi tas ten, Gangwahlhebel und iDriveController beherbergt. Davor sind zwei Becherhalter, ein optimal zugänglicher USBAnschluss und ein großes Ab lagefach für Smartphones. So haben wir das gern!

Fein eingerichteter Arbeitsplatz mit zahlreichen Elementen aus den größeren Modellen


Ein Fond zum Wohlfühlen: Unser Redakteur Peter Fischer misst immerhin 1,95 Meter – und sitzt nicht schlecht


Der Kofferraum schluckt jetzt 380 Liter – 20 Liter mehr als bisher und exakt so viel wie der Golf


MARKTSTART UND MONETEN

Schade, BMW gibt seine Ersparnis bei der Produktion des neuen 1er nicht an die Kunden weiter. Wenn der kompakte Bayer auf MiniBasis ab 28. September an den Start rollt, fängt die Preisspanne bei 28 200 Euro an. Dafür bekommt man den Einstiegsbenziner, den BMW 118i – und der kostete bisher 27 500 Euro. Am anderen Ende des Preisspektrums steht die sportlichste Ausbaustufe, der BMW M135i xDrive. Für den 306 PS starken Top1er werden mindestens 48900 Euro fällig. Aktuell gibt es den M140i xDrive mit 340 PS für 50 550 Euro. Bleibt also abzuwarten, ob’s dennoch ein Volksfest gibt.

Gelungener Einstieg: Schon das Basismodell 118i überzeugt mit gefälligem Design


FAZIT PETER FISCHER


So ein Spaßhobel wie der alte 1er mit Hinterradantrieb wird der neue Fronttriebler womöglich nicht. Dafür kämpft er endlich auf Augenhöhe mit Golf & Co. Das wird spannend!


FOTOS: HERSTELLER (5), S. HABERLAND