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Playstation 5: Unsere Eindrücke zur Sony-Konsole


Play5 - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 02.12.2020

Wir erhielten die PS5 bereits mehre Wochen vor Verkaufsstart und konnten also schon genug Zeit mit der Next-Gen-Konsole verbringen, um euch ausführliche Eindrücke zu den wichtigsten Features der neuen Playstation-Generation zu liefern.


Artikelbild für den Artikel "Playstation 5: Unsere Eindrücke zur Sony-Konsole" aus der Ausgabe 1/2021 von Play5. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Play5, Ausgabe 1/2021

Technik, Anschlüsse, Vorteile der SSD

Eine neue Konsolengeneration – was gibt es da Interessanteres als ein Blick auf die neue, funkelnde Technik?

Die grundsätzlichen Daten haben wir in den vergangenen Monaten ja bereits rauf- und runtergeleiert, deswegen hier die Kurzform: 8 Prozessorkerne mit bis zu 3,5 GHz, eine Grafikkarte mit bis zu 10,28 Teraflops und ...

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... hardwarebeschleunigtem Raytracing, 16 GB GDDR6 RAM und eine SSD-Festplatte mit 825 GB sind in der Konsole zu finden. Und je nachdem, ob ihr die Digital Edition oder die etwas teurere „normale“ PS5 euer Eigen nennt, kommt natürlich noch ein UHD-Bluray-Laufwerk obendrauf. Bei den Anschlüssen bietet sich das gewohnte Bild, mit einer großen Ausnahme: Einen TOSLINK-Anschluss (oft auch „optisch digitaler Anschluss“ genannt) sucht ihr bei der Playstation 5 vergebens. Wer also Zubehör und Peripherie besitzt und diese per TOSLINK anschließen wollte, muss sich zwangsweise umorientieren. Ansonsten ist aber alles Nötige da: an der Front ein USB 2.0 und ein USB-C-Anschluss, auf der Rückseite zwei USB-3.1-Anschlüsse, ein HDMI-2.1.-Anschluss sowie ein LAN-Port. Und natürlich der Stromanschluss. Durch die neue Rechenpower laufen viele Spiele in nativem 4K (manche werden weiterhin hochskaliert) und lassen sich zudem teilweise auf 8K hochskalieren. Die größten Highlights sind aber zum einen der potente Lüfter, wodurch die eingeschaltete Kosnole kaum zu hören ist – nach der dauerröchelnden PS4 eine echte Wohltat! – und die SSD, welche die Ladezeiten von Games extrem minimiert und in manchen Spielen sogar völlig eliminiert (wie im Fall vom neuen Spider-Man). Wir haben sogar einen Lautstärke-Test durchgeführt. Sowohl in liegender als auch in stehender Position ist die Konsole kaum zu hören. Lediglich beim Installieren von einer Disc dreht die PS5 auf. Schaut am besten mal bei unserem You-Tube-Kanal PC Games vorbei. Dort findet ihr nicht nur ein ausführliches Check-Video mitsamt der genauen Lautstärkemessung, sondern auch noch weitere Specials und Vergleiche zur Konsole. Unter anderem Ladezeiten-Checks, aber natürlich auch Testvideos zu den nach und nach erscheinenden Spielen im Launch-Zeitraum.

SASCHA LOHMÜLLER

User-Interface

Wartezeiten gehören der Vergangenheit an. Das UI der PS5 ist aufgeräumt, super schnell und intuitiv.

Egal, wie sehr man seine PS4 liebt, das Navigieren durch Menüs war nicht immer komfortabel und das Öffnen des Playstation Stores war teilweise super nervig. Das ist jetzt passé, denn das UI der neuen Playstation ist schlicht, aber auch verdammt schnell. Die Spielebibliothek lädt ratzfatz und selbst beim Playstation Store gibt es keinerlei Verzögerung, da dieser ins Startmenü integriert wurde. Navigiert man auf den bekannten Button, ist der Store darunter direkt geöffnet. Oben in der Leiste kann man zudem blitzschnell zwischen dem Spielemenü und Medien umschalten, wo Apps wie Netflix, Amazon Prime oder DAZN installiert werden. Betätigt man die Playstation-Taste in einem Spiel, darf man nun die Aktivitäten des Titels einsehen. Dort erhält man beispielsweise Hinweise auf verpasste Trophäen und kann teilweise vom Menü aus direkt an diese Spielstellen springen. Überhaupt wird verdammt schnell geladen. Es kam sogar vor, dass ein Spiel abstürzte, wir es erneut starteten und die Konsole uns direkt an dem Punkt absetzte, wo der Titel abgeschmiert war. Haltet ihr die PS-Taste im Spiel gedrückt oder betätigt sie im Menü, dürft ihr zudem auf bekannte Funktionen wie Freundesliste, Benachrichtigungen oder Downloadverwaltung zugreifen oder auch ganz einfach die Konsole ausschalten, neu starten oder in den Ruhemodus versetzen. Obendrein sieht man erspielte Trophäen, welche nun in Videoclips festgehalten werden. Ganz oben rechts im Menü sind die Einstellungen zu finden. Insgesamt erinnert das UI der PS5 zunächst stark an die Aufmachung des Vorgängermodells, doch bereits nach kurzer Zeit stellt man fest, dass man sich nun viel schneller, intuitiver und zielführender durch die Menüs und Optionen navigiert.

CHRISTIAN DÖRRE

DualSense Controller

Schon nach ein paar Stunden mit dem neuen Controller waren wir bereits der Meinung, dass der DualSense eine der größten Errungenschaften der neuen Playstation-Generation sein wird.

Das Gamepad überzeugt zunächst mit seinem angenehmen Gewicht. Der DualSense ist etwas schwerer als der Dualshock 4 und liegt dadurch besser in der Hand. Die Griffe sind fein mit einem Muster angerauht, wodurch für zusätzlichen Grip gesorgt wird. Das Gummi der angerauhten Analogsticks fühlt sich ebenfalls wertiger an als beim PS4-Pad. Natürlich müssen sich die Sticks erst über längere Zeit beweisen, aber wir sind frohen Mutes, dass die Sticks nicht unter solch enormem Abrieb leiden werden wie die der PS4. Doch kommen wir zu den Aktionstasten und dem Digi-Kreuz. Zunächst fühlt man keinen großen Unterschied zum Dualshock 4, doch nachdem man ein bisschen gezockt hat, möchte man den DualSense nicht mehr missen. Durch minimale Anpassungen der Tastenplatzierung gleitet man noch zielgenauer auf die Tasten. Selbst das Digi-Kreuz – seit Ewigkeiten der Schwachpunkt von Playstation-Pads – lässt sich nun genauer bewegen. Weniger gelungen sind hingegen die nun noch schmaleren Share- und Options-Tasten. Da sie nun einen Ticken höher sind, passiert es nicht mehr so häufig, dass man sie unbeabsichtigt betätigt, aber sie fühlen sich recht starr an. Dafür hat das Touchpad einen angenehmeren Druckpunkt und kann nun auch mit mehreren Fingern genauer genutzt werden. Das Highlight des DualSense ist jedoch das haptische Feedback, was einem zusammen mit den nun viel genaueren Bewegungssensoren und den adaptiven Triggern im vorinstallierten Spiel Astro’s Playroom nähergebracht wird. Man fühlt jede Oberfläche, jede Bewegung präzise im Pad. Spiele können bei den Triggern zudem eigene Druckpunkte festlegen, um beispielsweise zu simulieren, wie man den Abzug eines Revolvers durchdrückt. Der Rumble-Effekt ist zudem leise und nie übertrieben. Das haptische Feedback des DualSense ist tatsächlich so genau, dass er für zusätzliche Immersion sorgt. Das integrierte Mikro im Pad ist jedoch kein Wunderwerk, für kurze Sprachkommandos aber ausreichend.

CHRISTIAN DÖRRE

3D Audio

Auch in Sachen Sound tut sich bei der PS5 so Einiges, doch was genau ist dieses 3D Audio denn jetzt genau?

Grob gesagt kocht Sony nun auch sein eigenes Süppchen in Sachen „virtueller Surround-Sound“. Hinter 3D Audio verbirgt sich also die hauseigene Variante von Dolby Atmos. Basis für diese Eigenentwicklung ist die neue Tempest Engine, die hunderte Sounds zur selben Zeit ermöglicht. Zum Vergleich: Bei der PS4 lag die Grenze bei 50. Doch natürlich gibt es hinsichtlich 3D Audio (noch) einige Einschränkungen. Über TV-Lautsprecher, Soundbars und ähnliche Ausgabegeräte funktioniert die Technik aktuell nämlich noch nicht, sondern soll später per Patch nachgeliefert werden. Über viele Headsets hingegen funktioniert 3D Audio bereits jetzt, optimiert ist die Engine aber vor allem für das Pulse 3D-Wireless-Headset, das zum offiziellen Zubehör der PS5 gehört – den Test dazu findet ihr auf Seite 96. Für ein endgültiges Urteil zu 3D Audio warten wir natürlich, bis auch weitere Anlagen und Lautsprecher unterstützt werden, doch bereits jetzt macht der Sony-Sound sowohl über Headsets von Drittherstellern als auch gerade über das Pulse einen verdammt fetten Eindruck. Schon in eher ruhigen Spielen wie Astro’s Playroom oder Sackboy: A Big Adventure klingt alles knackig und genau passend, doch vor allem bei Spider-Man: Miles Morales entpuppte sich das Feature als echter Ohrenschmaus. Wenn man sich durch die Stadt schwingt, nimmt man aus allen Ecken akkurat das virtuelle New York wahr. Rechts begrüßen uns Bürger, schräg hinter uns flucht ein Taxifahrer, vor uns hupt ein Bus … alles ist klar, klingt organisch und wird nie zu Soundbrei. Wir sind begeistert.

SASCHA LOHMÜLLER

Meinung


„Sehr gut, ich muss meine Vorbestellung nicht bereuen!“
Sascha Lohmüller Redakteur


Zwar habe ich bei weitem noch nicht so viel Zeit wie Chris mit unseren PS5-Testgeräten verbringen können – schließlich sind weder Spider-Man noch andere Starttitel bei mir gelandet –, doch ist bereits jetzt für mich klar, dass sich der Kauf gelohnt hat. Die Konsole selbst wirkt besser verarbeitet und hübscher, als es auf Fotos den Anschein macht, sie ist unverschämt leise und der neue DualSense-Controller ist das beste, was Sony in Sachen Eingabegeräten bisher eingefallen ist. So, und jetzt gebt mir Spiele!

Abwärtskompatibilität

PS4-Spiele müsst ihr nicht verstauben lassen, denn die PS5 ist fast vollständig abwärtskompatibel zur letzten Playstation-Generation. Das ist gut, geht bei der Konkurrenz aber noch besser.

Gerade mal zehn PS4-Games sind bekannt, die nicht auf der neuen Playsi lauffähig sind. Die über 4.000 unterstützten PS4-Titel profitieren auf der PS5 zum Teil vom Game Boost der Konsole. Das bedeutet kürzere Ladezeiten oder eine flüssigere Bildfrequenz. Die in der PS-Plus-Collection enthaltenen Spiele wurden zudem noch mal aufgehübscht. Die Farben in God of War sind auf der PS5 noch knalliger und die Texturen in einem Days Gone noch knackiger. Sogar PSVR ist mit der neuen Konsole kompatibel, allerdings muss man dafür noch PS4-Controller und die alte Kamera benutzen und sich einen (kostenlosen) Adapter bestellen. Die PS5-HD-Kamera funktioniert hier nicht. Für PS4-Games darf man auch weiterhin DS-4-Controller verwenden. Das ist alles schon gut, aber wir hätten uns auch Abwärtskompatibilität zu anderen PS-Generationen gewünscht. Hier hat die Xbox Series X die Nase vorn.

CHRISTIAN DÖRRE

Meinung


„Ich habe ein echt gutes Gefühl bei dieser Konsole.“
Christian Dörre Redakteur


Sowie ich die PS5 startete fühlte ich mich heimisch, nahm aber sofort die vielen Verbesserungen wahr. Meine PS4-Spiele sahen noch nie so gut aus, die Konsole ist angenehm leise und obwohl ich das Xbox-Tasten-Layout bevorzuge, ist der DualSense für mich nun der beste (Standard-) Controller, den ich je in der Hand hielt. Das haptische Feedback und die adaptiven Trigger vergrößern nochmals die Immersion. Die PS5 muss sich natürlich über längere Zeit beweisen, doch bislang bin ich absolut begeistert.