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PLÜSCHIGE LIEBE fürs ganze Leben


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familie & co - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 02.12.2021

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Bildquelle: familie & co, Ausgabe 12/2021

So ist dein Kind gut auf die Schule vorbereitet

Mit dem Osmo Little Genius Starter Kit für iPad und Amazon Fire Tablet Kernkompetenzen von Kindern ab drei Jahren fördern

Vier verschiedene Lernwelten stehen zur Verfügung:

• Buchstaben kennenlernen

• mit Kleidungsstücken und Farben experimentieren

• eine interaktive Märchenstunde erleben

• Formen und Figuren gestalten

Das eigene Kind über den Kindergarten hinaus fit für die Schule zu machen, löst bei vielen Eltern einen innerlichen Druck aus. Mit dem Little Genius Starter Kit von Osmo begeistern Eltern ihre Sprösslinge stressfrei und spielend leicht für die Schule.

Das neue Lernspielsystem motiviert die Kinder und passt sich intelligent an ihren Lernfortschritt an. Darin werden bewährte Lernmethoden der Kindergartenpädagogik nach Montessori und Fröbel mit künstlicher Intelligenz kombiniert: Osmo integriert Spielmaterialien vor dem Bildschirm in das digitale ...

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... Lern- und Spielerlebnis. Ein Reflektor lenkt die Kamera des Tablets auf die Spielmatte davor, und die Software erweckt wie durch Zauberhand die Gegenstände in den virtuellen Lernspielwelten zum Leben.

So vermittelt Osmo im Little Genius Starter Kit grundlegende Fertigkeiten, die sie auf den Eintritt in die Schule vorbereiten, wie zum Beispiel Kreativität, logisches Denken, Hand-Auge-Koordination, Feinmotorik oder die Wahrnehmung der eigenen Gefühle.

Mehr Infos: www.playosmo.com/de

Lissi hat schon einiges mitgemacht. Und man sieht es ihr an:

Das linke Ohr ist ganz zerkaut, die kleine Latzhose ist gesprenkelt mit zahllosen Flecken. Ganz klar: Lissi muss in die Waschmaschine. Doch der Widerstand ist groß – sofort kullern bei der zweijährigen Emma die Tränen. Nicht einmal kurz will sie sich von ihrem Kuschelhasen trennen. Ob beim Ausflug auf den Spielplatz, beim Einkaufen oder beim Gang zum Kinderarzt – überall muss Lissi dabei sein. Wenn die Familie wegfährt, können die Eltern alles vergessen –nur nicht Lissi. Emmas Liebe zu ihr scheint grenzenlos.

Woher kommt diese innige Beziehung von Kindern zu ihren kleinen Plüschtierchen? „Es geht schon damit los, dass sich ein Baby etwas zum Festhalten sucht. Zunächst ist es das Nu ckeltuch, das als Übergangsobjekt dient, wenn die Mutter mal nicht da ist“, erklärt die Diplom-Psychologin Dr. Angelika Faas, „später ist es sein Kuscheltier, das dem Kind eine kurze Trennung leichter macht.“

Gemeinsam durch dick und dünn Das Schmusetier hilft, den Übergang in diese ungewohnte und unsichere Situation zu meistern. Das Kind kann sich buchstäblich an etwas klammern und festhalten, wenn es alleine ist – und auch der gewohnte Geruch des Plüschgefährten vermittelt ihm Geborgenheit.

„Es ist wichtig, dass Kinder etwas haben, das nur ihnen gehört“

Robust, geprüft, pflegeleicht

Kuscheltiere sind wichtig für eine glückliche Kindheit – aber die Qualität muss stimmen! Worauf Sie beim Kauf unbedingt achten sollten

Das Schmusetier muss robust sein. Augen, Ohren, Schnauze, Knöpfe und sonstige Teile müssen fest angenäht sein, damit sie nicht verschluckt werden können.

Ein Kuscheltier sollten aus gesundheitlich unbedenklichen Materialien bestehen und schwer entflammbar sein. Das GS-Zeichen, das „TÜV-Proof-Siegel“ oder das Prüfsiegel „LGA tested safety“ garantieren dies, ebenso die mechanische Sicherheit.

Um Keime und Bakterien abtöten zu können, muss das Kuscheltier mindestens 60 Grad in der Waschmaschine aushalten können.

Kuscheltiere kann man auch selbst nähen!

Diese intensive Beziehung wurzelt tief: „Das Baby begreift das Schmusetier als einen Teil von sich, der aber trotzdem getrennt von ihm ist“, erklärt die Expertin Angelika Faas. Doch Grund zur Eifersucht gibt es nicht. Im Gegenteil – die innige Verbindung ist sehr wichtig für die kindliche Entwicklung:

„Denn damit wird eingeleitet, dass das Baby sich ,besser spürt‘ und ansatzweise als Individuum wahrnimmt.

Es setzt sich über das Kuscheltier zum ers ten Mal mit der Umwelt ohne den Schutz der Eltern auseinander“, sagt Faas. Das Kuscheltier hilft dabei, die Angst zu vertreiben.

Diese Situation ist mit der vergleichbar, wenn ein Baby das erste Mal von seinen Eltern wegkrabbelt – es jauchzt dabei. Seine Freude ist aber umso größer, wenn es wieder in die vertrauten Arme der Eltern zurückkrabbeln kann. Der Moment, wenn es wieder aufgenommen wird, gibt ihm ein unvergleichliches Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Eine Liebe, die wächst Die Bindung zum Schmusetier entsteht freilich nicht von heute auf morgen – sie wächst mit der Zeit. Zunächst liegt der Plüschbegleiter fast immer neben dem Kind oder in dessen Armen. Er ist weich, knautschig und riecht vertraut. Später dann wird „Lissi“, „Hasi“ oder „Schnuffi“ mehr und mehr als ein lebendiges Wesen wahrgenommen, um das man sich sorgen und kümmern muss.

Das Schmusetier übernimmt bei Kleinkindern aber gleichzeitig eine Rolle als Beschützer. Es gibt Sicherheit und Stabilität. Meine vierjährige Nichte Emilia etwa holt sich, wenn jemand zu Besuch kommt, den sie nicht kennt, immer ihren „Teddy“ an die Hand. Erst dann begrüßt sie lächelnd, aber immer auch ein bisschen verlegen den unbekannten Gast. Das Schmusetier lässt auf der anderen Seite alles mit sich machen.

Der Nachwuchs kann es wütend in die Ecke schmeißen oder durch das Zimmer schleifen – es gibt keinen Protest. Er kann sich aber auch anschmiegen, wann immer er will. Die Beziehung tritt jetzt in eine neue Phase: „Das Kleinkind bildet immer mehr seine Individualität aus, und parallel dazu setzt gegenüber seinen Eltern ein Abgrenzungs- und Ablöseprozess ein. Diese Lücke gleicht das Schmusetier aus“, sagt Michael Schnabel, langjähriger Mitarbeiter am Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in München.

Spielpartner und Vertrauter

Kinder sprechen in dieser Phase viel mit ihrem Stofftier. Sie spielen Situationen nach, die sie erlebt haben. Etwa, wenn Mama mal geschimpft hat. „Deshalb ist es so wichtig, dass die Kinder etwas haben, das nur ihnen gehört“, sagt Angelika Faas, „erst dann können sie sich ihrem Teddy anvertrauen.“

Auch als Spielpartner muss das Kuscheltier jetzt unterschiedliche Rollen übernehmen. Es bekommt z. B. die Aufgabe, das Zimmer aufzuräumen. Dabei legt das Kind dem Stoffgefährten seine Gefühlsregungen in den Mund – er „sagt“ dann beispielsweise, dass er keine Lust dazu hat. „Das Rollenspiel mit dem Kuscheltier ist für das Kind eine Art Probehan-deln“, erklärt die Psychologin Angelika Faas. Es kann sich dabei mit einem Gegenüber gezielt auseinandersetzen und verschiedene Möglichkeiten durchspielen, ohne dass das gleich konkrete Folgen hat.

Eine ähnliche Bedeutung können Puppen haben – insbesondere für Mädchen. Sie sind aber erst ab dem Kindergartenalter wirklich sinnvoll. Puppen bieten noch mehr Möglichkeit, sich mit ihnen zu identifizieren. Die Rollenspiele mit ihnen werden komplexer, und es stehen zunehmend charakterliche Rollenspiele im Vordergrund. Jungs sind in dieser

Entwicklungsphase vor der Grundschulzeit übrigens eher mit ihren Holzschwertern oder ähnlichen Utensilien unterwegs. Aber auch bei ihnen geht es um charakter-liche Rollen – sei es der glorifizierte Ritter oder der wagemutige Seeräuber. Und: Sogar die größten Rabauken verzichten abends beim Schlafengehen nur äußerst ungerne auf ihr vertrautes Kuscheltier.

Manchmal muss es Mama sein

„Kuscheln und Schmusen sind Grundbedürfnisse aller Kinder“

So wichtig das Schmusetier für die Entwicklung der Kinder ist, so ist es jedoch kein Ersatz für den Kontakt mit den Eltern. Die körperliche Nähe zu Mama und Papa ist unverzichtbar. „Für Kinder ist es unbestreitbar die größte Freude und das höchste Vergnügen mit den Eltern zu kuscheln und zu schmusen“, sagt Michael Schnabel.

Der Säugling erfährt diese Nähe und Wärme gleich nach der Geburt – mit den liebevollen Berührungen der Mutter beim Stillen. Auch Kleinkinder schmiegen sich beim Erzählen oder Vorlesen an ihre Eltern. Und selbst Schulkinder kuscheln noch gerne. „Kuscheln und Schmusen befriedigen die Sehnsucht nach Körperkontakt und gehören zu den Grundbedürfnissen aller Kinder“, erklärt Kinderpsychologe Ingo Würtl aus Hamburg. „Kuscheln tut einfach immer der Seele gut“ – ob mit den Eltern oder einem kleinen, abgekauten Plüschhäschen namens Lissi …