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POLIZEILICHE KRIMINALITÄTSSTATISTIK: Wie sicher sind unsere Städte?


Super TV - epaper ⋅ Ausgabe 29/2019 vom 11.07.2019

Lange war das Leben in Deutschland nicht so sicher wie heute, sagen Statistiken. Gleichzeitig fühlen sich so viele Deutsche wie nie unsicher im eigenen Land. Müssen wir wirklich keine Angst haben, Opfer eines Verbrechens zu werden? Oder wird die unbequeme Wahrheit uns etwa verschwiegen? Eine Spurensuche


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OFFIZIELLE STATISTIK 2018 wurden mehr als 5,5 Mio. Straftaten in Deutschland registriert – fast alle fünf Sekunden eine


Rostock

Mehr Einbrüche, Körperverletzung, Betrug & Ladendiebstahl, häufiger Verstöße gegen Versammlungsrecht (Demos)

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AUF DEM VORMARSCH Mehr als 350.000 Drogendelikte gab es 2018 in Deutschland – die Zahl steigt seit acht Jahren. In dunklen Ecken wird z. B. mit dem synthetischen Crystal Meth (o.) gedealt


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Die Berichte über Messerattacken, gefährliche Städte, Raub und Gewalttaten werden in unserer Gesellschaft oft heiß diskutiert. Aber wie sind die Fakten? Wird unser Land tatsächlich immer krimineller? Die aktuelle polizeiliche Kriminalstat ist ik besagt: Deutschland ist so sicher wie lange nicht. Die Gewaltkriminalität ist seit zehn Jahren fast durchgehend gesunken. Das gilt auch für die Zahl der Morde seit 1993. Dennoch befürchtet mehr als jeder vierte Deutsche (28 Prozent), er könne Opfer eines Verbrechens werden (Quelle: R+VStudie). Wir spüren ein großes Unsicherheitsgefühl …

Kriminalität nimmt ab, die Angst nimmt zu

Eine Befragung des Bundeskriminalamtes von 31.000 Personen ergab: Elf Prozent der Männer und 32 Prozent der Frauen fühlen sich in ihrer Nachbarschaft unsicher – mehr als je zuvor. Zudem vermeiden 60 Prozent der Frauen aus Angst bestimmte Plätze, Straßen oder Parks.Mehr Angst bei uns. Der

Umfrage zufolge hat die Bevölkerung im Norden und Osten Deutschlands mehr Angst vor Überfällen, Einbrüchen und Betrügern als im Rest der Republik. Die größte Furcht haben aber Menschen in Sachsen-Anhalt (30 Prozent), Sachsen und Berlin (je 28 Prozent). Axel Petermann von der Bremer Mordkommission glaubt, das liege an den Medien: „Wann immer irgendwo auf der Welt etwas passiert, habe ich das sofort auf meinem Handy. Verbrechen werden so allgegenwärtig. Das steigert das Gefühl der Bedrohung.“ Eine Untersuchung vom Max-Planck-Institut für Strafrecht in Freiburg ergab außerdem, dass soziale Phänomene wie das Betteln, herumhängende Jugendliche, öffentlicher Alkoholkonsum, aber auch herumliegender Müll und zerstörte Gebäude als Anzeichen für Kriminalität wahrgenommen würden. Auch das steigert die Furcht vieler Menschen vor Verbrechen. Und gerade in Großstädten wie Berlin, Halle oder Leipzig finden sie ja auch statt …

Hohe Dunkelziffer

Fakt ist aber auch: Nicht jedes Delikt wird angezeigt und taucht in Kriminalstatistiken auf. So kommt nur jeder zweite Fahrraddiebstahl und nur jede dritte Körperverletzung zur Anzeige. André Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, äußerte in einem Interview den Verdacht, dass die tatsächliche Zahl von Straftaten deutlich höher sei als die erfasste. Grund: Weniger Kriminalität nutzen Politiker gern, um als besonders handlungsfähig dazustehen. Tatsächlich belegen die Zahlen für Rostock, dass die Straftaten dort im Gegensatz zum bundesweiten Abwärtstrend in fast allen Bereichen – Körperverletzung, Einbruch, Betrug, Ladendiebstahl – teils deutlich gestiegen sind.


60 % der deutschen Frauen meiden bestimmte Plätze


Immer mehr Bürger schützen sich selbst

Lorenz Caffier (CDU), Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, bereiten vor allem die Zuwanderer Sorgen, da deren Straftaten gestiegen seien. Aber: Die meisten Straftaten werden von Flüchtlingen gegen andere Flüchtlinge in den entsprechenden Unterkünften begangen.

Wache. Trotzdem vertrauen immer mehr Bürger nicht mehr auf Schutz durch den Staat: Fast 600.000 Deutsche besitzen inzwischen einen Waffenschein (plus 140 Prozent seit 2014). Und in Görlitz an der deutsch-polnischen Grenze haben Geschäftsleute einen Stammtisch gegründet, um einen privaten Wachschutz zu organisieren – der läuft nachts Streife. Denn sie sind verärgert, wie dreist Diebe dort ihr Unwesen treiben.

Lesen Sie mehr zum Thema auf Seite 22: Autoknacker in Berlin

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Fotos: imago images/Rüdiger Wölk/ Christian Mang, Istock, picture alliance (4), PKS 2017

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