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PORTRÄT: FLUGHAFEN SALZBURG: ALPEN-GATEWAY


Aero International - epaper ⋅ Ausgabe 20/2019 vom 11.01.2019

Der Salzburg Airport Wolfgang Amadeus Mozart ist einer der erfolgreichsten Regionalflughäfen Europas. Schon früh erkannte man dort, dass Kooperationen für wirtschaftlichen Erfolg eine Notwendigkeit sind. Doch nun muss viel investiert werden.


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Vor dem Panorama des Tennengebirges herrscht auf dem Vorfeld zur Hauptsaison viel Betrieb


FOTO: FLUGHAFEN SALZBURG

Die Bergkette macht den Anflug auf die Piste 15 des Airport Salzburg anspruchsvoll


Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin des Salzburger Flughafens, lacht und redet übers Wetter. Über jenes im Winter, der dem Airport der Mozartstadt seit vielen Jahren enormes ...

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... Geschäft beschert. Von rund 50 Destinationen aus ist der Flughafen in dieser Saison durch 28 Fluggesellschaften aus ganz Europa erreichbar. „Neu sind Münster mit Germania und Belfast mit Easyjet. Pobeda kommt aus Russland“, erläutert Ganghofer. Traditionelle Ski-Flüge, bei denen Touristen vor allem für den Wintersport nach Salzburg kommen, werden durch Finnair, SAS, Transavia, Ural Airlines oder Jet2. com durchgeführt; aber auch British Airways, Norwegian, Ryanair oder Easyjet sind Stammgäste am Alpenairport. Doch nicht nur Winterurlauber werden aus ganz Europa eingeflogen und zu den Skigebieten Salzburgs, der Steiermark oder Tirols durch eine ausgeklügelte Bus-Logistik weiterbefördert. Für einheimische, die es in wärmere Gefilde zieht, sind Sonnenziele wie Ägypten oder die Kanaren ebenso auf dem Plan.

Als am 16. August 1926 der Städtische Flugplatz eröffnet wurde, war er der fünfte in Österreich. Damals flog die Deutsche Luft Hansa im Sommer die Strecke München-Salzburg-Reichenhall. Die ÖLAG (Österrei- chische Luftverkehrs AG) eröffnete am 19. April 1927 die Route Wien-Salzburg-Innsbruck. 1930 wurden in Salzburg rund 930 Fluggäste begrüßt. Ab 1950 landete die belgische Sabena von Brüssel kommend über Frankfurt und München. Neben der holländischen KLM kamen im selben Jahr bereits erste Charterflüge aus England im Auftrag des Tour-Operators Inghams. Stetiger Verkehrszuwachs machte eine Anpassung der Infrastruktur notwendig. Am 25. Juli 1966 konnte das neue Fluggast-Abfertigungsgebäude in Betrieb genommen werden, standesgemäß im Rahmen der Salzburger Festspieleröffnung.

Dennoch lag die Wirtschaftlichkeit dess Flughafens noch in weiter Ferne: 1982 wurden 280 000 Passagiere abgefertigt – und ein Break-Even-Point bei 800 000 angenommen. Aufbauend auf dieser Vorstellung suchte man nach vorhandenen Märkten, die zum Flughafen Salzburg hin verlagert warden könnten. Es gelang tatsächlich, die wichtigsten Reiseveranstalter im Winter- und Sommercharterverkehr nach Salzburg zu bringen. Dieses Incoming-Business galt als Schlüssel zum Erfolg. Wurden 1986 noch 460 004 Passagiere gezählt, waren es zehn Jahre später fast dreimal so viele. Heute ist Salzburg mit fast zwei Millionen Passagieren der zweitgrößte Flughafen Österreichs.

Österreichischer Charme: Humorvolle Beschilderung an der Drop-Off-Zone vor dem Terminal


Die lichtdurchflutete Abfertigungshalle des Regionalflughafens besticht durch ihre sachliche Nüchternheit. Knapp zwei Millionen Passagiere durchlaufen sie jährlich


FLUGHAFEN-SPERRE

Im Jahr 1983 wurde die Startbahn durch Einbeziehung der Stoppflächen auf 2550 Meter Länge nutzbar. Die Betonpiste war schon 1959 für rund 80 Millionen österreichische Schilling errichtet worden – 2019 ist nun ein Neubau notwendig. Der Flugbetrieb wird deshalb vom 24. April bis 28. Mai eingestellt. Allein Turkish Airlines verlagert ihre Flüge temporär zum benachbarten Airport Linz. Dabei nimmt sie ihr gesamtes Check-In-Personal mit, da ihr Reservierungssystem zu aufwändig ist, um neues Personal kurzfristig darauf zu schulen.

Die verantwortlichen Bauherren haben also fünf Wochen Zeit, eine davon ist als Reserve eingeplant. Dann muss die neue Startund Landebahn noch von den Behörden freigegeben werden. Zudem wird die gesamte Befeuerung auf LED-Lampen umgestellt. Dieses ist zwar kostenintensiv, rechnet sich beim Verbrauch aber in kürzester Zeit. Zwei Jahre später wird noch ein neuer Rollweg in Angriff genommen und bis 2022 muss zudem das komplexe Folgeprojekt der Pisten-Entwässerung abgeschlossen sein. „Für diese Arbeiten versenken wir in den nächsten fünf Jahren im Wortsinn 50 bis 60 Millionen Euro in der Erde,“ sagt Ganghofer, gebürtige Deutsche und Österreichs erste weibliche Flughafen-Chefin. Lediglich ein Viertel dieser Summe muss über ein Darlehen fremdfinanziert werden, den Rest stemmt der Flughafen selbst.

Die Geschichte des Salzburger Flughafens begann 1926 mit einer Terminal-Baracke


Erfahrung mit einer temporären Flughafen-Sperre haben die Salzburger schon: Als der Eigentümer des Getränke-Imperiums Red Bull, Dieter Mateschitz, den legendären Hangar-7 (siehe Kasten) im Jahr 2003 einweihte, wurde für die gigantische Eröffnungsshow nicht nur der Flugbetrieb, sondern auch gleich die vielbefahrene Westautobahn gesperrt, die unweit des Airports Wien und München verbindet. Mit dem Bezug des Hangar-7 durch die Flying Bulls bekam der Flughafen nicht nur eine bemerkenswerte Flugzeugsammlung, sondern auch ein architektonisches Highlight.

HANGAR-7

Mit dem Hangar-7 hat der in der Region ansässige Getränkehersteller Red Bull eine besondere Attraktion am Salzburger Flughafen errichtet. Dort ist die Flugzeugsammlung der Flying Bulls untergebracht, die bei Airshows auf der ganzen Welt mit ihren ausgefellenen und seltenen Maschinen im flugfähigen Zustand Aufsehen erregt. Doch der Hangar-7 bietet noch mehr …

Weil die Flugzeugsammlung des Red-Bull-Chefs Dietrich Mateschitz allmählich zu groß wurde für ihren ursprünglichen Standort am Flughafen Innsbruck, plante der Unternehmer Ende der neunziger Jahre den Umzug auf ein eigenes Gelände am Salzburger Flughafen. 1999 entstanden die ersten Konzeptstudien, im August 2004 schließlich wurde der Red-Bull-Hangar eröffnet. Das vom österreichischen Architekten Volkmar Burgstaller entworfene, ausgefallene Gebäude aus Stahlrohr und Glas ist der Form eines Tragflügels nachempfunge. Ist der Hangar nicht gerade für eines von zahlreichen events gebucht, ist der Eintritt in die museums-ähnliche Halle kostenlos. Welche Flugzeug dort zu sehen sind, lässt sich nie genau sagen. Die Exponate wechseln ständig, weil die Flugzeuge im aktiven Betrieb auf Flugshows unterwegs sind. Im Restaurant „Ikarus“ gestalten im monatlichen Wechsel Starköche aus aller Welt das Menü. Für den kurzen Besuch gibt es im Carpe-Diem-Cafe – natürlich – die Dose Red Bull, stilvoll serviert auf einem mit dem Firmenlogo versehenen Porzellanteller. Die Wartung der Maschinen betreibt man bei Red Bull übrigens selbst. Dafür wurde gegenüber des Ausstellungshangars 7 der etwas kleinere Instandhaltungshangar 8 errichten. Privatpiloten können – vorherige Anmeldung und Platzverfügbarkeit vorausgesetzt – nach der Landung direkt auf das Red-Bull-Vorfeld rollen. Besucher, die mit der Airline ankommen, nehmen entweder ein Taxi auf die andere Seite der Piste oder gehen zirka 15 Minuten zu Fuß.

Architektonisches Meisterwerk östlich der Runway: Red Bulls Hangar-7


Der Brausehersteller betreibt zwischen seinen beiden Hangars ein eigenes Vorfeld


British Airways ist einer der „Skiflieger“, die Touristen zu den Wintersportorten bringen


Sobald Piste, Rollweg und Entwässerung fertig sind, wird das Terminal in Angriff genommen. Planungen dazu seien bereits im Gange. Zwischen 2023 und 2025 wäre ein Baubeginn möglich. Ob Umbau oder vielleicht eine Teilerneuerung, das steht gegenwärtig noch nicht fest. Sicher ist aber, dass sich viele Rahmenbedingungen im Airport-Business massiv verändert haben: Stichworte sind biometrische Grenzkontrollen, Barrierefreiheit oder Brandschutz. Und vor allem: Braucht man in Zeiten des On-Line– Check-In noch so viel Schalter?

Fakt ist aber auch, dass Airlines die kurzen Wege und die effiziente Abwicklung des Salzburg Airport schätzen. Und das muss so bleiben. Jedenfalls ist es deutlich zu früh, über die Finanzierung der Terminal-Modernisierung zu sprechen. Fluggastbrücken werde es aber auch in Zukunft nicht geben. „Die sind zu teurer, nehmen zu viel Platz weg, sind wartungsintensiv und erst ab drei Millionen Passagiere pro Jahr sinnvoll“, so Ganghofer unmissverständlich.

INTERVIEW

BETTINA GANGHOFER, GESCHÄFTSFÜHRERIN DES SALZBURG AIRPORT


„ES MACHT KEINEN SPASS, FÜNF WOCHEN ZU SCHLIESSEN“


AERO: Wie sehr hat die Pleite von Air Berlin und Niki dem Flughafen Salzburg geschadet?
BETTINA GANGHOFER: Im Jahr 2016 hatten Air Berlin und deren österreichische Tochter Niki 40 Prozent Marktanteil bei uns. Bis zum Ausscheiden von Air Berlin und Niki waren sie noch mit knapp 25 Prozent hier vertreten. Im Januar 2017 wurde dann Salzburg zweite Eurowings-Basis nach Wien – ein absoluter Glücksfall. Wir haben so den Verlust nahezu kompensiert, bis auf etwa zwei Prozent. Das Jahr 2018 konnten wir trotz des Wegfalls dieser beiden Kunden erfolgreich abschließen und sind mit einem blauen Auge davon gekommen.

Eine besondere Herausforderung im Jahr 2019 wird die Schließung des Flughafens wegen der Pistenerneuerung sein.
Die Vorarbeiten dazu begannen bereits 2015. Airlines müssen 18 Monate vor der Schließung informiert sein, also drei Flugplanperioden vorher. Wir haben aber auch die Fluglinien gefragt, was ihnen lieber gewesen wäre: etwa den Airport offen zu lassen, was zur Folge gehabt hätte, dass wir mehr als 300 Tage in der Nacht gearbeitet hätten, was den Sanierungsprozess massiv verteuert hätte und für unsere Anrainer mehr Lärmbelastung in der Nacht bedeutet hätte. Die jetzige Lösung ist genau die richtige. Trotzdem macht es keinen Spaß, fünf lange Wochen aufs Geschäft zu verzichten. Es geht ja nicht nur um Landegebühren, sondern auch um den Non-Aviation-Bereich, also unsere Shops, Parkplätze und so weiter. Neben den 33 Millionen Euro Investition für die neue Landebahn muss der Airport daher auch mit Einnahmenverlusten zwischen fünf und acht Millionen Euro rechnen.

Welcher Airport ist Salzburgs größter Mitbewerber?
Das ist München, München und nochmals München. Ich denke, jeder österreichische Regionalflughafen hat seine Bedeutung. Wien ist ein komplementäres Produkt, ein toller Flughafen, wo noch zu wenig im Umsteigeverkehr gemacht wird. Für uns ist es wichtig, nachhaltig Strecken zu entwickeln. Wir setzen auf moderates, qualitatives Wachstum. Eines ist aber klar: Wer einen Regionalflughafen will, muss auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Weder Regionalflughäfen noch die Airline können von 9,99-Euro-Tickets leben, das funktioniert nicht. Salzburg ist deshalb tariflich höher angesiedelt als andere Airports. Doch eine geringere Auslastung macht den höheren Preis wieder wett. Wir haben ausgerechnet, dass Airlines in Salzburg zwischen 60 und 80 Euro pro Passagier mehr verlangen können als in München.

Auch um den gestiegenen Sicherheitsanforderungen zu entsprechen, entschloss sich der Flughafen 2002, ein zusätzliches Charterterminal zu bauen, das in der Sommersaison auch als Veranstaltungsort unter dem Namen „amadeus terminal 2“ für Veranstaltungen aller Art gebucht werden kann.

SENSIBLE NACHBARSCHAFT

Durch die Nähe des Flughafens zum Stadtzentrum Salzburg sieht sich das Unternehmen in der Verantwortung für Umwelt- und Nachbarschaftsinteressen, vor allem beim Lärmschutz. Verständlich: Spitzenreiter an Flugbewegungen ist in dieser Saison voraussichtlich der 7. Februar: 120 Verkehrsmaschinen werden landen und ebenso viele wieder starten. Das bringt den Airport an sein Limit und sorgt nicht nur bei den Bürgern von Salzburg für Unruhe, sondern auch im bayrischen Grenzort Freilassing.

Der Flughafen kann von Flugzeugen aller Größenordnungen bis Boeing 747 angeflogen werden. Durch die Instrumentenanflug nach CAT II-III, der eine verdichtete Mittelllinien-Befeuerung, eine bessere Anflug-Befeuerung und eine Aufsetzzonen-Befeuerung verlangt, ist auch bei Schlechtwetterlagen höchstmögliche Sicherheit gewährleistet. Tatsächlich war die Boeing 747-8 des Emirs von Kuwait bis dato das größte Flugzeug in Salzburg.

In seiner über 90-jährigen Geschichte wurde auch der Salzburg Airport von Airline-Pleiten nicht verschont. Styrian Spirit, Intersky oder Air Berlin gehören dazu. Dabei schmerzte der Ausfall von Air Berlin und Niki besonders (siehe Interview Seite 38). Andere Luftfahrt-Projekte wie das Mini-Hub-System der Tyrolean Airways, welche 1995 rund 60 Prozent aller Flüge am Airport abwickelte, funktionierte eine Zeit lang gut.

1979 führte der junge Niki Lauda seine ersten Lauda-Air-Flüge mit Fokker 27 ab Salzburg durch. Aufsehen erregten 1998 auch erste Charter-Flüge aus Russland. Salzburg war auch der erste österreichische Flughafen, auf dem Ryanair landete. Das rief viele Kritiker auf den Plan, ob denn eine Billigairline auf einen Regionalairport funktionieren könne. Sie kann! Seit 17 Jahren ist Ryanair ein treuer Kunde. „Wir haben festgestellt, das eine Ryanair oder EasyJet hier gerne wachsen, weil sie das Einzugsgebiet nun gut kennen“, erläutert Ganghofer.

FLYDUBAI & CO

In Salzburg ist man mit Verbindungen zu wichtigen Drehkreuzen gut aufgestellt; Austrian Airlines und Eurowings haben zudem jeweils ein Flugzeug vor Ort stationiert. „Wir verfolgen keine enorme Wachstumsstrategie. Das oberste Ziel ist, das wir gute Verbindungen zu den Hubs wie Wien, Frankfurt, London, Istanbul und auch Düsseldorf haben“, sagt die Geschäftsführerin.

Beim Passagieraufkommen dominiert der Nachbarschaftsverkehr nach Deutschland mit 758 655 Fluggästen (Stand 2017), gefolgt von England mit 380 000 Passagieren. Zudem wird so manche Direktstrecke weiterentwickelt, wie etwa im Sommer 2019 mit zwei wöchentlichen Flügen nach Tel Aviv durch die israelische Sun D’Or. Potenzial gibt es in Salzburg auch für ganzjährige Routen nach Italien, Frankreich, Spanien, Benelux oder Skandinavien. „Paris zum Beispiel müsste durch ein Allianz-Mitglied von SkyTeam bedient werden, damit man deren Hub-Funktion nutzen kann“, so Ganghofer. Auch Emirates-Partner flyDubai hat mit ihrer Boeing 737 MAX 8 Salzburg ins Visier genommen. Emirates-Präsident Tim Clark erläuterte gegenüber Aero International, dass es mit Flugzeugen dieser Art heute leichter ist, derartige Strecken zu planen.

Ganghofers Ziel für den Flughafen Salzburg: den Regionalcharakter bewahren, und trotzdem modern und flexibel aufgestellt zu sein, bei einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das unschlagbar ist. „Mir ist es aber wichtig, dass wir langsam wachsen und die Strecken so etabliert sind, dass sie nicht nur eine Saison lang bedient werden“, so Ganghofer. Und viel mehr als zwei Millionen Passagiere pro Jahr werden am Salzburg Airport nicht angepeilt. „Derzeit liegen wir bei rund 1,9 Millionen Passagiere, das ist unsere Reichweite“, sagt Ganghofer.

Ryanair ist seit langem Kunde am Flughafen. Im Hintergrund thront die Festung Hohensalzburg



FOTOS: FLUGHAFEN SALZBURG (3), RED BULL, KURT HOFMANN

FOTOS: FLUGHAFEN SALZBURG (2), KURT HOFMANN