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PORTRÄTS UND PEOPLE – FOTOGRAFIE: 10 schnelle Tipps für bessere Porträts


CHIP Foto-Video - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 05.04.2019

Mit einfachen Techniken holen Sie noch mehr aus Ihrem Bild heraus. Hier sind zehn Tipps, die Sie sofort anwenden können.


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Bildquelle: CHIP Foto-Video, Ausgabe 5/2019

1. Objektiv und Einstellungen für Porträts
Wer Porträts schießen möchte, benötigt nicht viel. Ansehnliche Bilder gelingen mit jeder beliebigen Kamera oder auch mit dem Smartphone. Für mehr kreative Möglichkeiten sorgt hingegen ein gutes Objektiv. Zum einen sollte es lichtstark sein, damit Sie Ihr Model mit einer weit geöffneten Blende vor einem unscharfen Hintergrund freistellen können. Zum anderen können wir Ihnen Brennweiten zwischen 50 und 135 mm (KB) empfehlen, da hier die ...

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1. Objektiv und Einstellungen für Porträts
Wer Porträts schießen möchte, benötigt nicht viel. Ansehnliche Bilder gelingen mit jeder beliebigen Kamera oder auch mit dem Smartphone. Für mehr kreative Möglichkeiten sorgt hingegen ein gutes Objektiv. Zum einen sollte es lichtstark sein, damit Sie Ihr Model mit einer weit geöffneten Blende vor einem unscharfen Hintergrund freistellen können. Zum anderen können wir Ihnen Brennweiten zwischen 50 und 135 mm (KB) empfehlen, da hier die Proportionen eines Models am schönsten wiedergegeben werden. Stellen Sie zudem Ihre Kamera auf eine 1/250 Sekunde und verwenden die ISO-Automatik. In Kombination mit der Blende f/2,8 ist das die beste Standard-Einstellung für Porträts.

FOTO: SUPERSIZER/GETTY IMAGES

2. Im Schatten fotografieren
Sollten Sie am Tag fotografieren, suchen Sie sich ein schattiges Plätzchen für Ihr Shooting. Das Licht ist dort viel gleichmäßiger und so können weder unschöne Schatten im Gesicht noch harte Kontraste entstehen. Ein weiterer Vorteil: Die Sonne kann Ihr Model nicht blenden, sodass es nicht die Augen zusammenkneifen muss.

FOTO: SKYNESHER/GETTY IMAGES

3. Fenster als Lichtquelle nutzen
Bei Indoor-Porträts benötigen Sie keine großen Studioanlagen oder Blitzgeräte. Bereits ein großes Fenster sorgt am Tage für ein angenehm weiches Licht, das jedem Model schmeichelt. Achten Sie darauf, dass Ihr Model entweder aus dem Fenster sieht oder den Kopf zumindest in diese Richtung geneigt hat, damit es gut ausgeleuchtet wird. Zudem sollte nicht die pralle Mittagssonne durch das Glas scheinen. Suchen Sie sich in diesem Fall ein nach Norden ausgerichtetes Fenster oder verschieben Sie das Shooting auf einen späteren Zeitpunkt.

FOTO: HECKMANNOLEG/GETTY IMAGES

4. Wann sollten Sie Kunstlicht verwenden?
Natürlich können Sie auch Kunstlicht verwenden und je nach Situation gewinnen Sie dadurch einige Vorteile. Vor allem können Sie zeit- und ortsunabhängig arbeiten und auch in dunklen Locations wie einer Tiefgarage für ausreichend Beleuchtung sorgen. Ob Sie nun aber in ein Studiolicht investieren, in einen Porty (tragbarer Studioblitz) oder in eine Videoleuchte, entscheidet Ihr Geschmack. Der Vorteil von Dauerlicht: Verändern Sie die Strahlrichtung oder die Intensität, sehen Sie sofort, wie es sich auf das Model vor Ihnen auswirkt. Ein Blitzlicht hingegen hat mehr Leistung und kann zudem mithilfe einer kurzen Abbrenndauer Bewegungen wie wehende Haare einfrieren.

FOTO: WUNDERVISUALS/GETTY IMAGES

5. Regelbruch: Gegen die Sonne knipsen
Früher war es verpönt, gegen das Licht zu fotografieren. Heute ist es ein beliebtes Stilmittel. Warten Sie hierzu bis Sonnenuntergang. Wenn die Sonne dann tief genug steht, positionieren Sie Ihr Model zwischen sich und der Sonne. Dann bekommen Ihre Bilder eine warme, orange Farbe und es entsteht ein schöner Lichtsaum um das Model herum.

FOTO: JANIFEST/GETTY IMAGES

6. Auf die Pose kommt es an
Ein Porträt lebt vom Model und dessen Körperhaltung. Allerdings haben gerade Neulinge noch Probleme damit, sich attraktiv zu positionieren. Auch Posing-Bücher helfen hier nicht immer, da die Posen mit S-Kurve, Hohlkreuz oder Händen in der Hüfte teilweise zu komplex für Anfänger sind. Daher: Versteifen Sie sich nicht auf kreative Körperhaltungen, sondern lassen Sie die Models natürlich posieren. Anlehnen, hinsetzen, aufstützen – das alles sind von Natur aus Posen, die Sie einfach umsetzen können, ohne dass es künstlich aussieht. Eine Pose sollte nämlich in der Regel nicht wie eine Pose wirken, sondern eher wie eine alltägliche Körperhaltung.

FOTO: MOMCILOG/GETTY IMAGES

7. Der perfekte Platz für das Model
Beim Bildaufbau haben Sie sehr viele Möglichkeiten. Allerdings gibt es zwei klassische Arten, die sich bewährt haben. Bei querformatigen Aufnahmen setzen Sie Ihr Model nicht in die Mitte des Bildes, sondern leicht versetzt nach links oder rechts. Lassen Sie sich dazu Ihr Drittelraster in der Kamera einblenden und platzieren Sie Ihr Model auf einer der vertikalen Linien. Im Hochformat hingegen positionieren Sie es in der Mitte. Der Kopf sollte dabei im oberen Drittel liegen, ohne aus dem Bild herauszuragen. Auch hier hilft das Drittelraster.

FOTO: CHRISPECORARO /GETTY IMAGES

8. Die Augen machen den Unterschied
Intuitiv neigen wir dazu, immer aus einer aufrechten Position heraus zu fotografieren. Schließlich ist das die angenehmste Körperhaltung für uns selbst. Wenn das Model aber größer oder kleiner ist, kippen wir die Kamera und im Hintergrund landet ein Teil des Himmels oder des Bodens. Das sieht unschön aus. Fotografieren Sie Ihr Model daher immer auf Augenhöhe. Achten Sie besonders bei Kindern darauf.

FOTO: WUNDERVISUALS/GETTY IMAGES

9. Spektakuläre Bilder schaffen
Porträts müssen nicht statisch sein. Wenn Sie schon ein wenig Erfahrung haben, setzen Sie Ihr Model in Bewegung und fotografieren Sie es dann. Bereits wenige, langsame Schritte bringen Dynamik ins Bild. Verwenden Sie dabei den Autofokus mit der Nachfolgefunktion. So bleibt die Schärfe jederzeit auf dem Model und Sie können sich ganz auf den Bildaufbau konzentrieren.

FOTO: JASMINA007/GETTY IMAGES

10. Was ist die richtige Blende?
Eigentlich jeder Fotograf empfiehlt Ihnen, sich ein lichtstarkes Objektiv zuzulegen. Denn Eingangsöffnungen von f/2,8 bis f/1,4 weichen den Hintergrund schön auf und das Model wird davor freigestellt. Allerdings schrumpft dann auch die Schärfentiefe auf ein Minimum, was das Fokussieren erschwert. Schaffen Sie es dann nicht, präzise auf die Augen scharf zu stellen, sieht das Bild beim Betrachten immer merkwürdig aus. Wenn Sie also noch nicht erfahren genug sind, fangen Sie lieber mit den Blenden f/5,6 und f/4 an. Der Hintergrund wird ebenfalls unscharf, wenn auch nicht so sehr wie bei f/1,4, aber das Fokussieren fällt wesentlich leichter. Danach können Sie immer noch die Schärfentiefe verringern.