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PORTRAIT: SHOCKER


Kirmes & Park Revue - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 21.10.2019

Marcel Böttger aus Hamburg präsentierte auf dem Pützchensmarkt in Bonn zum ersten Mal die Kult-Geisterbahn „Shocker“, die er vom niederländischen Schausteller Johann Hinzen übernommen hatte.


Artikelbild für den Artikel "PORTRAIT: SHOCKER" aus der Ausgabe 11/2019 von Kirmes & Park Revue. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Kirmes & Park Revue, Ausgabe 11/2019

Ihr Markenzeichen: Das Fahrrad-fahrende Skelett über dem Schriftzug


Marcel Böttger – vom Fan zum Besitzer


Die Geisterbahn wurde 1971 von der Firma Mack in Waldkirch für den Schaustellerbetrieb Wucherer aus Stuttgart als „King Kong Horrorbahn“ gebaut. Mit 33 Frontmetern, einer Tiefe von 16 Metern und 11 Metern Höhe hat sie heute noch eine beachtliche Größe. Der ...

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Die Geisterbahn wurde 1971 von der Firma Mack in Waldkirch für den Schaustellerbetrieb Wucherer aus Stuttgart als „King Kong Horrorbahn“ gebaut. Mit 33 Frontmetern, einer Tiefe von 16 Metern und 11 Metern Höhe hat sie heute noch eine beachtliche Größe. Der Schienenverlauf ist ebenerdig und schlängelt sich in absoluter Dunkelheit durch verschiedene Räume mit gruseligen Spukgestalten. Es gibt Themen-Kabinette, die garantiert für Gänsehaut sorgen. Das Exorzisten- Zimmer ist richtig erschreckend und dem „Geisterfahrer“ möchte man eigentlich nicht begegnen. Die Anlage mit den Käfigwagen ist eine klassische Geisterbahn mit einer Schienenlänge von 150 Metern. Die Käfigwagen flößen den Fahrgästen Respekt ein, die absolute Dunkelheit und die rund 30 beweglichen Figuren sind Furcht einflößend. Auf den Fahrablauf sind Gruselgeräusche passend abgestimmt. Die Bahn hält mit ihrem Innenleben das, was sie von außen verspricht. Ihre plastische Frontgestaltung unterscheidet sich in der Formgebung und in den Farben deutlich von anderen Geisterbahnen. Geister-Musiker spielen hinter Gitterstäben und das „stille Örtchen“ an der rechten Frontseite ist gar nicht so still.
Die „King Kong Horrorbahn“ wurde nach einiger Zeit von Firma Wucherer an Edmund Eckl aus München verkauft. Unter dessen Regie wurde die Bahn im Laufe der Jahre immer wieder modernisiert und mit neuen Figuren ausgestattet, wodurch die Technik und das gruselige Innenleben stets zeitgemäß mit vielen Neuerungen auf den neuesten Stand gebracht wurden. Im Jahr 1981 wurde die Bahn in „Schloss Schreckenstein“ und 2003 in „Shocker“ umbenannt. Das Fahrrad-fahrende Skelett über dem Schriftzug wurde zum Markenzeichen der Bahn und ist ebenso ein beliebtes Fotomotiv. Die Geisterbahn „Shocker“ hat im Laufe der Jahre nichts von ihrer Faszination eingebüßt und auf dem Münchner Oktoberfest erreichte sie absoluten Kultstatus. Eine Wiesn ohne diese Bahn war eigentlich nicht vorstellbar. Im vergangenen Jahr verkaufte Edmund Eckl die Geisterbahn an den niederländischen Schausteller Johann Hinzen, der durch seine Geisterbahn mit hängenden Gondeln „Haunted Mansion“ Erfahrungen im Umgang mit Geistern hat. „Shocker“ wurde von Johann Hinzen aber nur einmal für vier Wochen in Schweden aufgebaut. Danach wurde die Bahn eingelagert und wieder zum Kauf angeboten. Neuer Besitzer wurde Marcel Böttger, der schon als Jugendlicher von dieser Geisterbahn begeistert war. Schwere körperliche Arbeit ist ihm nicht fremd, so reiste er vor dem Kauf der Geisterbahn mit einem Spielgeschäft und baute mit einem Team weltweit Achterbahnen auf. Dadurch hat er die besten Voraussetzungen für die Reise mit solch einer großen Geisterbahn, bei deren Auf- und Abbau kräftig zugepackt werden muss.

Nach der Übernahme wurde die Bahn von Marcel Böttger technisch überholt. Außer drei neuen Figuren, die in die Bahn integriert wurden, gab es keinen Grund, die Anlage zu verändern. Technisch und optisch überzeugt sie heute noch in allen Bereichen. Lediglich die Anzahl der Transporte soll noch reduziert werden. Zurzeit wird die Bahn in 5 großen Packwagen/ Rollen und in zwei kleinen Anhängern verladen. Demnächst soll auf die kleinen Anhänger verzichtet werden. Nach der Premiere in Bonn gastierte Marcel Böttcher mit der Geisterbahn auf der Herbstkirmes in Hannover.


Photos: Michael Petersen