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POSITIVER EINFLUSS VON INDUSTRIE 4.0 AUF KREDITWÜRDIGKEIT


creditshelf - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 22.11.2019

Mittelstand nutzt vermehrt Internet der Dinge

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Bildquelle: creditshelf , Ausgabe 4/2019

Der Mittelstand öffnet sich immer mehr den Themen Industrie 4.0 und Digitalisierung: Das zeigt eine Umfrage unter rund 250 Finanzentscheidern aus mittelständischen Industrieunternehmen. So haben in 2019 bereits 86 Prozent der befragten Unternehmen Echtzeit-Daten erfasst, um diese im Sinne einer Industrie 4.0 zu nutzen.

Innerhalb von zwei Jahren ist das ein Anstieg um neun Prozentpunkte. 53 Prozent der befragten Mittelständler (Vorjahr: 44 Prozent) rüsten ihre an Kunden ausgelieferten Produkte – zumindest teilweise – so aus, dass ihnen die wichtigsten Betriebsdaten (beispielsweise Laufzeiten oder Verbrauchswerte) zur Verfügung stehen. Diese Daten werden dann im Rahmen von Service- und Wartungsverträgen genutzt. Dreiviertel der für die Studie Befragten nutzen zudem selbst Anlagen, Maschinen oder Geräte, die Daten zu diesem Zweck an den Hersteller liefern.

Planungssicherheit bringt Finanzierungsvorteile
Die laufenden Nutzungsdaten versetzen den Maschinenbauer in die Lage, mögliche Probleme oder Ausfallzeiten beim Kunden frühzeitig zu erkennen. Er kann gegensteuern, noch bevor eine Krise oder ein Produktionsstopp eintritt. Eine reibungslose Produktion und Planungssicherheit im laufenden Betrieb können sich positiv auf das Rating bezüglich der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens auswirken. Damit hätten die Unternehmen auch einen potenziellen Vorteil bei der Finanzierung künftiger Investitionsprojekte.

91 Prozent der befragten Industrieunternehmen würden ihre Daten sogar Kreditgebern zur Verfügung stellen, um diese von einer geplanten Investition zu überzeugen. Über die Hälfte der Studienteilnehmer erhofft sich dadurch einen niedrigeren Zinssatz, eine schnellere Kreditentscheidung, eine flexiblere Laufzeit oder weniger Bürokratie.

Ein Drittel der befragten Unternehmen arbeitet derzeit daran, bei Finanzierungsentscheidungen ein Modell zu nutzen, das industrielle Daten wie Verbrauchswerte, Durchlaufzeiten, Ausschussquote oder Reklamationen in einen Zusammenhang zu ihren Finanzkennzahlen stellt. Über die Hälfte hat bereits so ein Modell im Einsatz. Davon bestätigen 97 Prozent, dass sich die Qualität der Finanzierungsentscheidungen dadurch verbessert hat.

Die Studie mit dem Titel „Industrieller Mittelstand und Finanzierung 4.0“ wurde bereits zum dritten Mal von creditshelf durchgeführt. Erneut erfolgte die wissenschaftliche Begleitung durch Prof. Dr. Dirk Schiereck, Leiter des Fachgebiets Unternehmensfinanzierung an der TU Darmstadt.

Wenn Sie sich für die vollständige Studie interessieren, schreiben Sie gern eine E-Mail an: birgit.hacreditshelf.com

Qualifikation der Mitarbeiter hinkt hinterher
Nachholbedarf sehen die Unternehmen allerdings in der Qualifikation ihrer Mitarbeiter: beim Auswerten digitaler Daten der eigenen Maschinen oder der externen Geräte beim Kunden. Nur rund die Hälfte der befragten Mittelständler gibt ihren Mitarbeitern die Note „gut“ oder „sehr gut“. Dieser Wert hat sich gegenüber 2017 kaum verändert. Ein ähnliches Stimmungsbild zeichnet sich bei der Bewertung der Hausbanken ab: Lediglich 44 Prozent der Befragten trauen es ihrer Bank zu, Industrie-4.0-Daten im Rahmen einer Finanzierung auszuwerten.

Furcht vor Wandel bremst Investitionen
Rund 70 Prozent der teilnehmenden Mittelständler befürchten, dass ihr Unternehmen den Wandel nicht unbeschadet überstehen wird. Als Risiken sehen sie die Globalisierung, internationale Handelskonflikte, den Fachkräftemangel und künstliche Intelligenz. Diese Unsicherheit wirkt sich bei der Hälfte der Unternehmen negativ auf ihre Investitions- und Finanzierungsaktivitäten aus.

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Bildquelle: creditshelf , Ausgabe 4/2019



„Für eine Vielzahl von Unternehmen ist Industrie 4.0 kein Buzzword mehr, sondern gelebte Realität. Das Internet der Dinge hat den industriellen Mittelstand erreicht.“
Dr. Daniel Bartsch, Gründungspartner und Vorstand, creditshelf Aktiengesellschaft



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