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Post Covid Fatigue überwinden


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natürlich gesund und munter - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 22.12.2022

GUT ZU WISSEN

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EINE CORONAINFEKTION ist weit mehr als eine einfache Erkältung oder eine Grippe. Es ist eine komplexe Multisystemerkrankung, die den ganzen Organismus betrifft. Der Körper benötigt deshalb viel Kraft und Zeit, um sie zu überwinden. Dass dies mitunter sehr lange dauern kann, bekommen viele Patienten zu spüren. Von der akuten Infektion scheinbar genesen, kommen sie wochenlang einfach nicht mehr auf die Beine. Mittlerweile sind mehr als 200 verschiedene Symptome für diesen Long oder Post Covid genannten Zustand bekannt – angefangen bei Kopf- und Gliederschmerzen, Erschöpfung und Schlafproblemen über Geschmacksverlust, Hautausschläge und Haarausfall bis hin zu Ängsten und psychischen Symptomen. Studien gehen davon aus, dass mindestens 10 Prozent aller Covid-19-Infizierten an Long Covid leiden, eine aktuelle neue Untersuchung der Universität Mainz kommt sogar zu dem Ergebnis, dass 40 ...

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... Prozent aller von Corona genesenen Patienten langfristig gesundheitliche Probleme haben – und zwar unabhängig davon, ob sie zuvor schwer, leicht oder gar symptomlos an Corona erkrankt waren. „Am häufigsten berichten meine Patienten von einer chronischen Erschöpfung“, erklärt der Pforzheimer Arzt Peter Emmrich, der in seiner Allgemeinarztpraxis viele Long-Covid-Patienten behandelt.

Wie wird Long Covid diagnostiziert?

Es gibt keine direkte Diagnosemethode, die unmittelbar auf Long Covid hinweist, auch wenn zum Beispiel die Blutsenkungsgeschwindigkeit ein Indikator für versteckte Entzündungen ist. Es handelt sich vielmehr um eine Ausschlussdiagnose, die erst dann gestellt wird, wenn sicher ist, dass keine anderen Erkrankungen die Symptome verursachen. Dabei helfen Anamnese und körperliche Untersuchungen, Blutuntersuchungen, EKG, EEG und Lungenfunktionstests, bildgebende Verfahren und spezifische Fragebögen. Die Untersuchungen erfolgen bei entsprechenden Fachärzten oder in spezialisierten Long-Covid-Ambulanzen. Unter finden Sie eine Auflistung dieser Spezialambulanzen.

Sie befinden sich in einem dauerhaften Erschöpfungszustand, der sich nicht durch Schlaf, Ruhe und Entspannung beheben lässt. Kommen dann noch Konzentrationsstörungen und Gedächtnisverlust, der sogenannte Brain Fog (Gehirnnebel), sowie Schlafprobleme, Glieder- oder Kopfschmerzen dazu, spricht man von einem postviralen Fatigue-Syndrom. Es kann zwar auch nach anderen Virusinfekten auftreten und heißt dann ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom), stellt sich aber nach Covid-19 auffallend häufig ein. Möglicherweise besteht auch ein Zusammenhang: Bei Untersuchungen des Immunsystems wurden bei Long-Covid-Patienten Hinweise auf eine mögliche Reaktivierung einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus gefunden.

Inflammation verharrt der Organismus nach der akuten Bekämpfung der Coronaviren in einem dauerhaften Entzündungszustand. Das Immunsystem ist im Dauereinsatz, da ihm die Kraft und der Impuls fehlen, das Entzündungsende zu initiieren.

Das Fatigue-Syndrom trifft überwiegend Menschen zwischen 20 und 50 Jahren. Frauen leiden häufiger daran als Männer. Warum das so ist und was dazu führt, dass sich der Körper von Coronapatienten über einen langen Zeitraum verändert, wird derzeit erforscht. Viel weist darauf hin, dass die Erkrankung durch das Immunsystem ausgelöst wird, entweder weil es nach der überstandenen Infektion aktiv bleibt und sich nicht herunterreguliert oder weil es chronische Entzündungsprozesse unter anderem im Gehirn in Gang setzt, die die Beschwerden auslösen. Die ganzheitliche Naturheilkunde setzt dementsprechend an vielen Stellen gleichzeitig an: Sie unterstützt den Organismus dabei, Virusreste loszuwerden, und gibt dem Immunsystem Impulse, die bewirken sollen, dass es sich normalisiert. Zudem geht sie gegen Entzündungen vor und sorgt für ein gutes Milieu im Gewebe und im Darm – tut also alles, um ein Umfeld zu schaffen, in dem es dem Körper leichter fällt zu genesen. Peter Emmrich setzt dabei auf Schüßler-Salze und Homöopathie, Vitamine und Spurenelemente, Enzyme, Heilpflanzen und ätherische Öle.

Versteckte Entzündungen reduzieren

Schießt der Körper bei der Bekämpfung des Virus über ein gesundes Maß hinaus, kommt es zu einer gesteigerten oder umgelenkten Immunreaktion und damit zu einer versteckten Entzündung. Bei einer solchen Silent

Aus Omega-3-Fettsäuren stellt der Organismus jene entzündungshemmenden Botenstoffe her, die das Herunterfahren der Entzündung einleiten. Da erfahrungsgemäß bei chronisch Kranken die Omega-3-Werte oft zu niedrig liegen, empfehlen viele Naturheilkundler die tägliche Einnahme von 10 ml eines Omega-3-reichen Fisch- oder Algenöls.

Einige Schüßler-Salze wirken sich positiv auf das Einströmen von Kalzium-Ionen in die Zellen aus. Eine Regulation dieses Einstroms ist wichtig, denn wenn ununterbrochen sehr viel Ca2+ in die Körperzellen gelangt, sind Dauerentzündungen die Folge. Diesen Zusammenhang hat schon Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler erkannt, der seine Kalziumverbindungen Nr.1 Calcium fluoratum, Nr.2 Calcium phosphoricum und Nr.12 Calcium sulfuricum bevorzugt bei langanhaltenden chronischen Entzündungszuständen empfahl. Zwei- bis dreimal täglich eine Tablette Nr.1 Calcium fluoratum D12 über einige Wochen hinweg, das reicht auch bei Long Covid oft aus, um einen Regenerationsprozess zu initiieren. Bei schweren Erschöpfungszuständen und Brain Fog setzt Peter Emmrich zudem auf eine Kur mit der Nr.5 Kalium phosphoricum in LM-Potenzen. Er startet mit einem 10-Milliliter-Fläschchen der Potenzstufe LM3 (2 x 5 Tropfen morgens und abends). Ist das Fläschchen leer, wechselt er zu LM4 (1 x 5 Tropfen abends), bis auch der Inhalt dieses Fläschchens aufgebraucht ist. Ist der Patient noch nicht stabil, folgt die LM5, ebenfalls 5 Tropfen abends. Der Phosphoranteil des Mineralsalzes aktiviert im Gehirn den Stoffwechsel, der Kaliumanteil verbessert dort die Durchblutung.

Aromatische ätherische Öle bewähren sich schon seit Jahrtausenden bei der Bekämpfung von resistenten Bakterien, Viren oder Pilzen bestens. „Wollen entzündliche Prozesse partout nicht abklingen, können sie oftmals eine Wende einleiten“, so die Erfahrung von Peter Emmrich. Sein Favorit ist eine Kombination aus Nelken-öl, Zitronenöl, Zimtrindenöl, Eukalyptus radiata und Rosmarinöl, eine mehr als 500 Jahre alte Rezeptur, die vor rund 100 Jahren im Archiv des Naturheilvereins Pforzheim entdeckt wurde. Der Naturheilverein lässt die Mischung inzwischen herstellen und vertreibt sie unter dem Namen Aroma-Öl Nr.7 (zu beziehen über ). Nelkenöl kann sehr gut freie Sauerstoffradikale unschädlich machen, Zitronenöl fördert unter anderem die Konzentration und reduziert Brain Fog. Zimtrindenöl wirkt antiseptisch, Eukalyptus radiata vertreibt bestehende Müdigkeit, und Rosmarinöl kann geistige und seelische Erschöpfung ausgleichen. Zudem haben alle Substanzen starke entzündungshemmende Eigenschaften. Emmrichs Anwendungstipp bei akuten und chronischen Covid-Zuständen: Man gibt einmal täglich einen Tropfen des Aroma-Öls Nr.7 auf die Zungenspitze und drückt diese gegen den Gaumen. Die Inhaltsstoffe gehen so direkt in die Blutbahn und gelangen via Blutstrom in die Körperzellen. Dort aktivieren sie die körpereigenen Abwehrsysteme, welche dann in der Lage sind, aktiv gegen die Infektion vorzugehen. So angewendet, hat diese Aroma-Öl-Mischung schon vielen Patienten geholfen, den Teufelskreis zu durchbrechen.

Immunsystem stärken

Viele Probleme während und nach einer Coronaerkrankung entstehen, weil das körpereigene Abwehrsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist und überschießend reagiert. Wird das Immunsystem gestärkt, verbessern sich seine Fähigkeiten, wieder normal zu agieren. Dies gelingt im Alltag durch einen gesunden Lebensstil mit gutem Schlaf, ausreichend Bewegung, regelmäßigen Pausen und einer vitalstoffreichen, ausgewogenen Ernährung. Während der Rekonvaleszenz und auch bei Long Covid reicht das aber oft nicht aus. Dann hilft die Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen dabei, wieder auf die Beine zu kommen. Auch Heilpflanzen können viel bewirken.

Die 3 Phasen einer Covid-19-Erkrankung

Die Beschwerden bei Long und Post Covid können schon in der akuten Krankheitsphase beginnen und andauern. Nicht selten entwickeln sie sich aber auch zeitverzögert nach der akuten Infektion.

Akute Krankheitsphase: Symptome bis 4 Wochen nach einer akuten Covid-19-Erkrankung

Long Covid: subakute Phase mit fortbestehenden Covid-19-Symptomen, etwa 5 bis 12 Wochen nach Symptombeginn.

Post Covid: wenn die Beschwerden 12 Wochen nach der Erkrankung noch vorliegen

Gut zu wissen: Auch nach einer Corona-Impfung gibt es Symptome, die denen von Long Covid ähneln. Dieser Zustand wird Post-Vac genannt. Am Universitätsklinikum Marburg gibt es eine Spezialambulanz für Post-Vac-Fälle, bei neurologischen Fällen hilft auch die Post-Covid-19-Sprechstunde an der Klinik für Neurologie, Charité Universitätsmedizin Berlin, weiter.

Vitamin D spielt in der Coronapandemie eine immense Rolle, manche Mediziner verstehen Covid-19 sogar als Vitamin-D-Mangelerkrankung. Denn je weniger von diesem durch Sonnenlicht in der Haut gebildeten Vitamin im Körper vorhanden ist, desto höher scheint das Risiko zu sein, sich mit Corona zu infizieren. Doch nicht nur in der Vorbeugung, auch in der Behandlung und Nachbehandlung einer Coviderkrankung ist die Einnahme von Vitamin D eine wichtige Unterstützung. Peter Emmrich: „Erwachsene sollten täglich möglichst 4000 I.E., das entspricht 100 µ, mindestens aber 2000 I.E. einnehmen – am besten mittags oder abends zusammen mit einer fettigen Speise. Das verbessert die Aufnahme in den Körper um das Fünffache.“ Ergibt die Labordiagnostik bei Long-Covid-Patienten sehr niedrige Ausgangswerte, empfehlen Ärzte nicht selten besonders hohe Dosen mit 10 000 Einheiten Vitamin D, das dann immer zusammen mit Vitamin K2 eingenommen werden sollte.

Vitamin C ist an 15 000 Stoffwechselvorgängen beteiligt. Es aktiviert unter anderem die körpereigenen Abwehrkräfte und unterstützt direkt die Abwehrzellen des erworbenen wie auch des angeborenen Immunsystems. Bei einer Infektion wird es deshalb auch in großen Mengen verbraucht. Verschiedene Studien nen kommen kann. Peter Emmrichs Tipp: „Verzehren Sie täglich drei Bioparanüsse oder nehmen sie täglich eine Tablette mit 200 µg Selen ein.“ haben gezeigt, dass die Stimulation des Immunsystems während und nach einer Coronainfektion am besten mit Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C gelingt. Bewährte Alternativen sind entweder die tägliche Einnahme einer Brausetablette mit 1000 mg oder mehrmals pro Tag Tabletten mit jeweils 300 mg Vitamin C. Das ist drei bis vier Wochen lang problemlos ohne Nebenwirkungen möglich, vorausgesetzt, die Nieren sind intakt.

Zink, das zweithäufigste Spurenelement im Körper, ist ebenfalls an vielen Stellen für das Immunsystem tätig. Es steuert zusammen mit Kupfer in Zusammenarbeit mit den Makrophagen (Fresszellen) die dritte Verteidigungslinie im Körper, nämlich das retikuloendotheliale System RES, das an Schleimhäuten und im Bindegewebe agiert. Zudem kann Zinkmangel zu Störungen im Energiestoffwechsel und damit zu Leistungsabfall und Energielosigkeit führen – beides typische Symptome bei Long-Covid-Fatigue. Zinktabletten (20 bis 30 mg Zink pro Tag) können dann helfen.

Selen aktiviert viele wichtige Enzyme, mit denen die Zellen Stoffwechselendprodukte entsorgen. Bei Selenmangel schwächen sich Immunreaktionen ab, da es dann bei Infekten zu stärkeren Entzündungsreaktio-

Aus der Welt der Heilpflanzen rät der Naturheilkundler bei Long- und Post-Covid-Fatigue zu einer Aufbaukur mit Frischpflanzenpresssäften aus Kaktusfeige und Hafer. Kaktusfeigensaft ist ein idealer Energiespender bei Erschöpfung und erhöhtem Stress. Er macht leistungsfähig und resistenter gegen Angriffe von außen und verleiht die nötige Kraft, den Alltagsaufgaben entgegenzutreten. Hafersaft ist ein bewährtes Aufbauund Kräftigungsmittel. Er enthält nämlich reichlich B-Vitamine, die die Reizübertragung zwischen den Nervenzellen fördern, viel Kalzium und Eisen, Zink und Mangan. Beide Säfte ergänzen sich ideal und können gerade bei älteren, leistungsgeschwächten Menschen die Rekonvaleszenz unterstützen. Während der Aufbaukur nimmt man sechs bis acht Wochen lang täglich morgens und abends jeweils 15 ml Kaktusfeigen- und Hafersaft in einem Glas Wasser am besten vor dem Essen ein. Damit sich der Wirkeffekt optimal entfalten kann, sollte man in dieser Zeit allen Zucker meiden. Gut zu wissen: Bei Echinacea, einer der bekanntesten Heilpflanzen fürs Immunsystem, ist im Fall von Long Covid Vorsicht geboten. Der Grund: Echinacea wirkt stark immunmodulierend, regt also bei akutem Kontakt mit Krankheitserregern die Zellen des Abwehrsystems an, auf besondere Weise langanhaltend aktiv zu werden. „Bei einer Long-Covid- und Autoimmunerkrankung sollte der Purpursonnenhut nicht zur Anwendung kommen, da hier das Immunsystem völlig außer Rand und Band ist und körpereigene Strukturen attackiert“, warnt Peter Emmrich.

Blockaden auflösen

Mitunter funktionieren all diese Therapieansätze nicht optimal, weil innere Blockaden die Genesung ausbremsen. „Sie liegen vor, wenn Patienten über Wochen krank sind und sich durch Schüßler-Salze, ätherische Öle oder sonstige Phytotherapie keine Besserung einstellt”, erklärt der Naturarzt Peter Emmrich. Diese Heilhindernisse können mit homöopathischen Arzneien oder auch mit Rechtsregulat, einem kaskadenfermentierten Enzympräparat, gelöst werden.

Okoubaka ist die wichtigste homöopathische Arznei in der Rekonvaleszenz von Infektionskrankheiten. Dieses Mittel löst nicht nur Stoffwechselblockaden aller Art. Es ist auch das Hauptentgiftungsmittel in der Naturheilkunde und hilft dem Organismus, möglicherweise noch im Körper vorhandene Virusreste auszuscheiden. Ist nämlich die Immunreaktion im Körper gestört, fehlt oft auch ihr Abschluss, und es werden nicht ausreichend Immunzellen ausgesandt, um die Virusreste und die Abfälle der von ihnen zerstörten Körperzellen zu entfernen. Auch bei Okoubaka setzt Peter Emmrich auf eine mehrmonatige Kur: Zunächst drei Monate lang Okoubaka D4 dreimal täglich fünf Globuli, dann drei Monate lang Okoubaka D6, ebenfalls dreimal täglich fünf Globuli, und zum Abschluss zweimal täglich fünf Globuli Okoubaka D12. „Es braucht manchmal Monate zur Regulation, aber viele Patienten spüren schon nach der D4-Anwendung, also nach drei Monaten, dass es ihnen deutlich besser geht“, so die Erfahrung des Arztes. „Allerdings sollte man für die vollständige Ausheilung einer chronischen Erkrankung dann nicht mit der Einnahme aufhören, sondern weitermachen.“

Kaskadenfermentierte Enzympräparate versorgen den Organismus nicht nur mit Vitaminen und Mineralien, sondern auch mit sekundären Pflanzenstoffen, Enzymen und Bestandteilen gesunder Milchsäurebakterien (Postbiotika). Sekundäre Pflanzenstoffe sorgen dafür, dass Vitamine und Spurenelemente sowie Enzyme optimal in die Zellen gelangen, die Postbiotika stimulieren die Darmschleimhaut, sekretorisches Immunglobulin auszuschütten. Dies ist wichtig für den Schutz des Endothels, also der Gefäßinnenwand, die durch Corona oft sehr angegriffen ist. Die passende Dosis in der Long-Covid-Situation: einmal täglich 20 ml Rechtsregulat Immun, am besten nach einer Mahlzeit.

Milieu verbessern

Last but not least legen ganzheitlich arbeitende Naturheilkundler großen Wert darauf, den Gesamtzustand des Organismus zu verbessern. „Habe ich ein gesundes Milieu, habe ich einen gesunden Stoffwechsel – habe ich ,gesunde Keime’, die nicht pathogen sind, dann habe ich ein ausgeglichenes Mikrobiom nicht nur im Darm, sondern im gesamten Organismus“, erklärt

Emmrich. Auf den Säure-Basen-Haushalt und die Darmflora zu achten, rundet deshalb ein ganzheitliches Long-Covid-Therapiekonzept ab. Da auch Stress und Bewegungsmangel, Zahnherde und Übergewicht, Genussgifte wie Kaffee, Alkohol und Nikotin sowie eine falsche Ernährung mit reichlich Fastfood wie Gift sind für den Körper, sollte man alles tun, um genau diese Dinge zu vermeiden.

Zum Weiterlesen:

Naturheilkundliche Therapie von Long & Post Covid-19 Peter Emmrich

Ausführliche Mitschrift eines Vortrags zum Thema Long und Post Covid mit zahlreichen Hintergrundinfos zu den vorgestellten Therapien

wzgverlag, 240 Seiten, 16,80 Euro (D), 17,30 Euro (A)

Mit Long Covid zurück ins Leben Stefanie Nüßlein, Dr. med. Cornelia Ott

6+2-Schritte-Selbstcoachingprogramm, entwickelt von einer Psychologin, die selbst von Long Covid betroffen war, in Zusammenarbeit mit einer Internistin und Ernährungsmedizinerin.

Südwest, 208 Seiten, 20 Euro (D), 20,60 Euro (A)

Selbsthilfe bei Long Covid Dr. Nicolas Barizien, Dr. Laurent Uzan, Marie-Pierre Samatier

Körperliche Aktivität, Ernährung und Entspannung im richtigen Maß bilden den Schwerpunkt dieses Buchs mit einem 8-Wochen-Programm.

Riva, 224 Seiten, 20 Euro (D), 20,60 Euro (A)