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Power Producer: Akai MPC: Mastering in the box?


Beat - epaper ⋅ Ausgabe 11/2020 vom 07.10.2020

Eine MPC als Mastering-Unit? Stimmt, das klingt erstmal ungewöhnlich, ist aber gar nicht so weit her geholt, denn einerseits gibt es erstaunlich viele Nutzer, die gern komplett und fernab vom Rechner produzieren möchten, andererseits profitieren nicht nur Live-Performer davon, wenn die Tracks ordentlich pumpen. Also lassen wir sie genau das tun!


Projektinfos
Material: MPC Live, X, One, Touch, Studio, Renaissance, Force ...

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Bildquelle: Beat, Ausgabe 11/2020

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Projektinfos
Material: MPC Live, X, One, Touch, Studio, Renaissance, Force oder Software 2
Zeitaufwand: 1 Stunde
Inhalt: Mastering-Chain für Standalone MPC erstellen.
Schwierigkeit: Fortgeschrittene

1 Mastering-Chain
Waren ältere MPC’s noch mit einer übersichtlichen Anzahl von Dynamik-Effekten bestückt, protzen aktuelle Modelle geradezu mit der schieren Masse. Doch wie immer wollen die richtigen Mittel für den Zweck erst gefunden werden. Um Ihnen langwieriges Experimentieren zu ersparen, geben wir Ihnen die persönliche Beat-MPC-Mastering-Kette an die Hand.

2 Standard-Effekte
Unser Demo-Projekt (siehe Daten zum Workshop [1]) klingt relativ dumpf und leise, hier gibt’s also was zu tun. Unser Basis-Setup besteht aus dem parametrischen 4-Band-Equalizer (PEQ 4-Band) und dem Mastering Compressor. Wechseln Sie per MENU + Pad 12 zum CHANNEL MIXER und wählen dort Masters bei MIXER aus oder öffnen den Mixer über die MPC Software. 1

3 EQ-Settings
Laden Sie die Effekte in die Slots 2 und 3. Der erste bleibt frei für einen optionalen Effekt. Die EQ-Bänder stellen wir auf die Frequenzen 50, 500, 3500 und 8000 Hz ein, stellvertretend für Sub-Bass, dröhnende tiefe Mitten, hohe Mitten und seidige Höhen. Die Bandbreite lassen wir unangetastet und stellen Gain auf jeweils +3, -6, +3 und +2 dB.

4 Kompressor
Damit wird der dröhnende Teil eingeschränkt, während Bässe und Höhen an Präsenz gewinnen. Der Track klingt damit deutlich mehr nach Hi-Fi. Den Kompressor lassen wir mit ATTACK und RELEASE je 30 ms, THRESHOLD -30 dB, RATIO 20:1 und OUTPUT +20 dB ordentlich zupacken. Als vierter Effekt bietet sich ein Limiter an, um für homogene Lautstärke zu sorgen.

5 Enhancer
Hier sollten Sie ein eigenes Plug-in laden, denn der AIR Maximizer ist unserer Erfahrung nach zu brutal für diesen Zweck. Da wir aber Standalone arbeiten wollen und dank der heftigen Kompressor-Settings keine ungewollten Peaks enthält, laden wir stattdessen den AIR Enhancer und geben mit High Gain 1.3 dB und Harmonics 3.4 dB eine Brise Höhen dazu.

6 Mehr Punch
Für den ersten Slot benötigen wir bei diesem Track keinen Effekt. Wenn Sie sich für Ihre Sounds jedoch mehr Punch wünschen, laden Sie doch den DECIMATOR, stellen DECIMATE auf 12 oder mehr und mischen den Effekt per DRY/ WET zu 20 - 30% bei. Damit klingt das Resultat wesentlich druckvoller. Im Zweifel gilt aber: weniger ist mehr.

Cheat-Sheet: 15 Kompressor-Settings für alle Fälle