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PRAXIS ELECTRONIC MUSIC MIT KOMPLETE 12: KOMPLETE 12 – TEIL 2: ELECTRONIC MUSIC WORKSHOP


Keys - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 03.01.2019

Der zweite Teil dieses Workshops beschäftigt sich mit der Erzeugung von Tropical-House-Percussion, Tech-House-Bass und Arpeggiosequenzen mittels FM8.


In dieser Workshopserie stellen wir verschiedene weitere Produktionstechniken für elektronische Musik aus Native Instruments Komplete 12 vor. Diese Folge beschäftigt sich mit dem Synthesizer FM8 und der Erzeugung von Percussion-Pluck-Elementen, wie sie in zahlreichen Songs der Tropical-House-Vorreiter wie beispielsweise Felix Jaehn, Kygo, Matoma, Klingande verwendet werden. Wie sich druckvolle Tech-House-Bässe formen lassen und welche Handgriffe für ...

Artikelbild für den Artikel "PRAXIS ELECTRONIC MUSIC MIT KOMPLETE 12: KOMPLETE 12 – TEIL 2: ELECTRONIC MUSIC WORKSHOP" aus der Ausgabe 2/2019 von Keys. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Keys, Ausgabe 2/2019

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WORKSHOP1: TROPICAL-HOUSEPERCUSSION-PLUCK MIT FM 8

1 Klangerzeugung
Für die Erzeugung transientenintensiver Percussion-Plucks bietet sich die obertonreiche FM-Synthese mit dem Synthesizer FM8 an. Laden Sie diesen in die DAW Ihrer Wahl und legen Sie in FM8 über das File-Menü ein neues Preset an. Zum Einsatz kommen die drei Operatoren F, D und E, die Sie auf der Expert-Seite finden. Heben Sie rechts in der Matrix das Signal F, das bereits an den Ausgang geschickt wird, auf 100 an. Mit Operator E erzeugen Sie eine Frequenzmodulation. Aktivieren Sie E in der Matrix per Rechtsklick, heben den Wert auf 25 an und schicken es in den Operator F. Durch die zusätzliche Anhebung der Ratio von E auf den Wert vier entsteht ein relativ harsches Klangbild. Eine Prise von Operator D mischen wir noch hinzu, der nach Aktivierung ebenfalls mit F moduliert wird, wenn auch nur mit einem geringen Wert von acht. Die Ratio von D wird zur Verstimmung auf 8,5 erhöht. Abschließend wird in der Matrix durch ein subtiles Maß an Selbstmodulation von F mit dem Wert 10 mehr Frische und Brillanz in den Hochfrequenzen geschaffen. Wechseln Sie nun auf die Master-Page und verändern die Stimmenanzahl von eins auf vier. Ziehen Sie dazu den Detune-Fader auf etwa 35 hoch.

2 Hüllkurven und Filter
Verschieben Sie für die Ebene F den Marker der Hüllkurve (Env) auf die Rasterung 0,2, sodass die Transienten zwar passieren können, der Klang aber auch relativ zügig wieder abklingt. Dennoch können Sie die Bézier-Kurve etwas erhöhen, schließlich soll der Sound das zukünftige Fundament bilden. Für Operator E verkürzen Sie die Hüllkurveneinstellung noch mehr auf lediglich 0,08, sodass der metallische Charme nur in den Attack-reichen Transienten hörbar wird. Für Operator D wählen wir eine Hüllkurveneinstellung, die bis zur 0,3 Rasterung gemäß der Abbildung andauert.

3 Effekte
Mit dem internen Reverb erhält der Sound mehr Räumlichkeit. Schaffen Sie etwas mehr Höhenanteil durch die Anhebung von Bright und Treble auf 70. Das Hinzuschalten des Delays mit einem Zeitwert von 79 (Time) bringt interessante Rückwürfe mit sich. Drehen Sie zudem den Feedback-Regler auf etwa 25 zurück und aktivieren Sie Sync.

WORKSHOP2: MÄCHTIGER TECH-HOUSE-BASS

1 Klangerzeugung
Initialisieren Sie FM8 mit dem New Sound Preset aus dem File-Menü. Klicken Sie auf den Button „Ops“ und verändern zunächst die Tonhöhe des Basis-Operators F auf 0,25. Addieren Sie etwas Selbstmodulation des Operators F von etwa 20 hinzu. Leiten Sie in der Matrix das Signal F mit voller Intensität über die Filterebene Z und von dort an den Ausgang um. Damit der Bass mehr Charakter erhält, aktivieren wir noch die Operatoren E und D. Für die Ebene E wird die Wellenform „6th Formant“ mit einer Ratio von 0,125 eingesetzt und mit einer Intensität von 52 auf die Filterebene geleitet. Der Operator D bekommt die Wellenform Parabol mit einer Ratio von 0,125 zugewiesen. In der Matrix wird D nicht auf die Filterebene Z geschickt, sondern auf E und F (mit einem Wert von jeweils 15). Zu guter Letzt schalten wir noch Operator C hinzu, der eine Ratio von 0,375 und die Wellenform „1+3+5 Square“ erhält. Dieser Sound soll Operator F mit halber Intensität anreichern. Schalten Sie zudem Key-Sync bei allen genutzten Operatoren ein. Zur Betonung des Digitalcharakters empfiehlt sich, in der Mastersektion unter „Quality“ den Digital-Fader auf etwa 60 anzuheben. Verdoppeln Sie zudem die Stimmenanzahl auf zwei.

2 Hüllkurven und Modulation
Wechseln Sie zur Hüllkurven-Bearbeitung unter „Expert“ auf die Schaltfläche „Env“. Zur Prävention eines möglichen Knackens aufgrund nicht vorhandener Release-Zeit ziehen Sie geringfügig die Release-Punkte nach rechts und verlinken die Ebenen F, D und E. Für die Hüllkurve C ziehen Sie die Hüllkurven-Marker wie abgebildet nach unten, um einen zupfartigen Bass-Sound zu hören. Zur Filterung des Sounds wechseln Sie zur Ebene Z und reduzieren die Grenzfrequenz (Cut-off) auf etwa 10 und beide Resonanzregler auf etwa 20, drehen aber den Env Amt gänzlich nach rechts. Die Filterhüllkurve wird auf die Markierung 0,2 verkürzt. Wählen Sie nun unter „Expert“ die Pitch-Einstellungen aus. Mit einer kurzen Anhebung der Tonhöhe wird der Sound aggressiver und druckvoller.

3 Effekte
Die ordentliche Würze bekommt der Bass mit den internen FM8-Effekten Peak EQ, Reverb und Chorus/Delay. Am Peak-Equalizer heben Sie die unteren Mitten etwas an. Für den Hallprozessor stellen Sie „Time“ auf 15, „Bright“ auf etwa 70, „Treble“ auf 40 und „Dry/Wet“ auf 15. Zu guter Letzt sorgt der Chorus für etwas mehr Breite. Positionieren Sie „Diffusion“ mittig, „LoCut“ auf 20 und das Dry/Wet-Verhältnis reduzieren Sie auf 20. Optional können Sie den Bass durch einen Röhrenverstärker-Plug-in durchjagen, sofern Sie den Bass leicht angezerrt haben möchten.


>> Die Würze bekommt der Bass mit den internen FM8-Effekten Peak EQ, Reverb und Chorus/Delay. <<


WORKSHOP3: VERSPIELTE TECH-HOUSEARPEGGIOS

1 Klangerzeugung
Starten Sie mit dem Initialisierungs-Preset „New Sound“ und klicken Sie die Ops-Schaltfläche im Expert-Bereich an. Benötigt werden die Operatoren D, E und F, die allesamt mit der Filterebene Z und 100 Prozent Intensität in der Matrix verbunden werden. Vergessen Sie nicht, die Operatoren nebst Filter via Rechtsklick zu aktivieren. Tauschen Sie die Sinus-Wellenform bei den drei Operatoren D, E und F gegen Sawtooth aus. Die Tonhöhe / Ratio von D wird auf 1,5 und von E auf 1,2 angehoben, während F unberührt bleibt. Dadurch entsteht ein Akkordklang. Um den Soundcharakter etwas rauher zu gestalten, werden F und D jeweils mit dem Wert 20 ein wenig selbstmoduliert. Erhöhen Sie dann auf der Master-seite die Stimmenanzahl auf vier und mischen sie dem Ganzen mit Hilfe des mittig einzustellenden Digitalreglers mehr Härte zu.

2 Arpeggiator
Aktivieren Sie unter Global auf der Arpeggiator-Seite selbigen und erzeugen eine Sequenz, die über 16 Schritte andauern soll. Verlängern Sie die Notenlänge, indem Sie den Parameter „Note Length“ nach rechts drehen und „Key Sync“ zusätzlich anschalten. Durch Betonungen (Accents) auf die Zählzeiten 1, 5, 9 und 13 entsteht mehr Dynamik im Spiel. Komponieren Sie darunter in der Transponierungslinie eine kleine Melodie.

3 Hüllkurven und Filter
Wechseln Sie nun auf Ebene Z, um eine Filterhüllkurve zu erstellen. Dazu senken Sie den roten Punkt der Sustain auf null herab und verschieben den Marker auf etwa 0,5. Diese Filterhüllkurve wirkt sich auf jeden der Steps im Arpeggiator aus. Senken Sie zudem unter Z den Cut-off auf null und heben die Regler „Envelope Amount“ auf 70 und „Velocity“ auf etwa 90 an. Letztere soll dank der Accents des Arpeggiators für mehr Vitalität und Rhythmik sorgen,

4 Effekte
Fügen Sie unter „Effekte“ noch etwas Reverb hinzu und stellen die Parameter „Time“ auf 15, „Treble“ auf über 60 und „Dry/Wet“ auf 30 ein. Mit einem kleinen Echo lassen Sie die Sequenz kreativ hin- und herwandern. Passen Sie dazu „Time“ auf 79, „Diffusion“ auf 50 und „Dry/Wet“ auf 20 an. Zudem aktivieren Sie für ein temposynchrones Echo die Tasten „Sync“ und „SncDly“.

KEYS AUTOR: CARL-PHILIPP SCHMELLER

Carl-Philipp Schmeller ist freiberuflich in der Musik- und Medienbranche tätig. Er arbeitet als Sounddesigner, DJ und Software-Entwickler für eigene und externe Unternehmen im In- und Ausland und veranstaltet darüber hinaus Workshops als Dozent an einer norddeutschen Hochschule.