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PRAXIS: Kaufberatung Relaxsessel: Sitting on the Moon


Camping, Cars & Caravans - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 10.03.2020

Stühle fürs Camping sind eine Wissenschaft für sich: Es gibt große Klappstühle zum bequemen Sitzen am Tisch, leichte Faltstühle mit geringem Packmaß und extragroße Sessel einfach nur zum Entspannen. CCC hat sieben Moon Chairs und Relaxsessel unter die Lupe genommen.


Artikelbild für den Artikel "PRAXIS: Kaufberatung Relaxsessel: Sitting on the Moon" aus der Ausgabe 4/2020 von Camping, Cars & Caravans. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Camping, Cars & Caravans, Ausgabe 4/2020

Beim Camping spielt sich vieles draußen ab - deshalb gehören Campingstühle zur Grundausstattung eines jeden Campers. Doch wer im Urlaub immer bequem sitzen möchte, benötigt eigentlich gleich zwei verschiedene Sitzgelegenheiten: einen stabilen Stuhl zum aufrechten Sitzen am Tisch sowie einen bequemen Relaxsessel zum „Reinlümmeln“ auf der ...

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Relaxsessel gibt es in verschiedenen Ausführungen und Preisklassen. Wie der Name schon sagt, stehen hier Bequemlichkeit und Entspannung an erster Stelle - Gewicht und Packmaß sind eher Nebensache. Haben die Sessel eine runde Form ähnlich wie ein Vollmond, werden sie häufig auch „Moon Chairs“ genannt. Große Exemplare mit kuscheliger Polsterung erinnern oft an Sitzsäcke oder Sitzkissen und laden zum sofortigen Hineinfläzen ein. Camping, Cars & Caravans hat sieben verschiedene Moon Chairs und Relaxsessel, die zwischen 30 und knapp 100 Euro kosten, genauer unter die Lupe genommen. Wie bequem sind die verschiedenen Modelle wirklich und eignen sie sich auch für´s Camping?

Im Jomowo lässt es sich aushalten. Allerdings ist der Moon Chair wegen seines Gewichts und Packmaßes eher nichts fürs Camping. Aktuell ist er nicht lieferbar, aber es gibt vergleichbaren Ersatz.


Neben Ausstattung, Verarbeitungsqualität und Stabilität flossen auch das Handling, der Sitzkomfort, Gewicht und Packmaß und nicht zuletzt auch der Preis in die Bewertung mit ein. Wie sich die einzelnen Konstruktionen im längeren Campingeinsatz bewähren, konnte der Test allerdings nicht ermitteln. Was aber deutlich wurde, ist die Tatsache, dass jeder Mensch Komfort und Entspannung etwas anders definiert. Darum unser Tipp: Vor dem Kauf Platz nehmen und ausgiebig probesitzen! Das haben auch zwölf Kolleginnen und Kollegen aus den Redaktionen und der Verwaltung getan und für Sie auf den sieben Testkandidaten Platz genommen - hier das Ergebnis.

Der Moon Chair „Ambiance“ von Onlinehändler DKB24.eu kostet 29,90 Euro und ist damit das günstigste und mit vier Kilogramm gleichzeitig auch leichteste Modell im Test. Er bietet mit rund 25 Zentimetern zugleich die niedrigste Sitzhöhe sowie insgesamt die kleinste Sitzfläche - zu wenig für großgewachsene Personen. Was die Tester aber noch mehr stört, ist die nachlässige Verarbeitung und Qualität des Sessels: So hängt schon beim Auspacken ein 60 Zentimeter langer Faden vom Bezug, beim Aufklappen versagt mehrmals der Einrastmechanismus des Gestells. Folge: Die Rohre springen auseinander - ein Tester landet unsanft auf dem Boden. Zudem ist die Kunststoffabdeckung am linken Fuß des Gestells lose, die Scharniere sitzen sehr locker und lassen sich auch nicht nachziehen. Aber das ist noch nicht alles: Als ein Tester mit 95 Kilogramm Körpergewicht auf dem Ambiance Platz nehmen will, versagt der Stuhl völlig. Das Metallrohrgestell, das eigentlich bis zu 110 Kilogramm tragen soll, reißt an der Verschraubung wie Papier auf. Damit ist der billige Moon Chair, den es neben Blau auch noch in Grün und Grau gibt, nach dem Test ein Fall für den Recyclinghof.

In einer ganz anderen Liga spielt der „Elisabeth“ von Outdoor-Ausrüster Westfield. Er bietet mit seiner besseren Polsterung und dem Kunstledereinsatz im Schulterbereich deutlich mehr Komfort, ja sogar einen Hauch von Luxus - wenngleich er mit seiner quadratischen Form nicht so richtig als Moon Chair durchgehen will. Als einziger Kandidat im Testfeld hat der Westfield-Sessel ein leichtes Aluminium-Gestänge und einen Bezug aus Polypropylen, das sich durch geringe Wasseraufnahme und geringes Gewicht auszeichnet. Der Klappmechanismus funktioniert ähnlich - aber viel besser - als beim billigen „Ambiance“. Auch deshalb, weil die Konstruktion durchdachter und wesentlich stabiler ist. Punkten kann der „Elisabeth“ zudem durch einfaches Handling und gute Verarbeitung. Allerdings ist die Sitzfläche mit circa 38 x 44 Zentimetern einigen Testern etwas zu knapp bemessen - sie fühlen sich ein wenig eingeengt. Und: Hin und wieder wird bemängelt, dass das Gestell unten an den Oberschenkeln drücken würde. Mit knapp 70 Euro ist der Westfield Elisabeth der zweitteuerste Sessel im Test.

Praktisch, wenn der Relaxsessel auch gleich einen integrierten Getränkehalter hat, so wie der Moon Chair von KingCamp. Hier muss beim Entspannen niemand Durst leiden.


Das Plus an Komfort: Der Berger Livorno hat eine abnehm- und verstellbare Beinauflage. Hier heißt es „Füße hochlegen“ - wenn man das möchte.


Im Gegensatz zu den ersten beiden Kandidaten haben die anderen Sessel keinen Klapp-, sondern einen Faltmechanismus. Dieser funktioniert ähnlich wie bei einer Schere. So auch beim Arona XXL von 10T Outdoor Equipment, den es für 60 Euro im Handel gibt. Er ist mit 4,2 Kilogramm ähnlich leicht wie der Moon Chair von DKB24, aber besser verarbeitet und stabiler. Mit rund 32 Litern hat der Arona XXL zudem das mit Abstand kleinste Packmaß im Testfeld. Allerdings stören sich einige Tester an der mit rund 26 Zentimetern doch recht geringen Sitzhöhe (gemessen in der Mitte der Sitzfläche). Auch wird teilweise bemängelt, dass das Stahlrohrgestell an den Oberschenkeln drücken würde, was konstruktionsbedingt - mit einer Ausnahme - auch bei den anderen runden Moon Chairs der Fall ist.

Relaxsessel können auch zusammengefaltet noch ganz schön groß sein - wie etwa der Moon Chair von Jomowo. Da kann es beim Beladen schnell eng werden.


Der Moon Chair von KingCamp kostet ebenfalls rund 60 Euro. Er bietet eine etwas größere Sitzfläche sowie mehr Sitzhöhe als der Arona XXL. Auch darf er zehn Kilogramm mehr tragen, wiegt dafür aber ein halbes Kilogramm mehr. Was bei den Testern gut ankommt, ist der Getränkehalter auf der rechten Seite sowie die Rückentasche, die sich prima zum Verstauen der Urlaubslektüre oder des Smartphones eignet. In puncto Verarbeitung, Stabilität und Handling schneidet der KingCamp ähnlich ab wie der Arona XXL, bietet nach Ansicht der Tester aber einen noch etwas besseren Sitzkomfort. Den Moon Chair von KingCamp gibt es beim Onlinehändler Amazon in den Farben Grün, Blau, Rot und Grau. Mit dem Skandika Moonchair Deluxe L bietet MaxTrader (www.max trader.de) übrigens einen ganz ähnlichen Moon Chair an - allerdings ohne Getränkehalter und Rückentasche. Hier können Preisfüchse sparen, denn der Skandika Moonchair Deluxe L ist derzeit für 39,95 Euro statt 94,95 Euro zu haben.

Mit rund 95 Euro ist der Casilda XL der teuerste Sessel in der Auswahl. Dafür verspricht Hersteller Outwell eine Belast- barkeit von stolzen 150 Kilogramm - die höchste im Test. Die Sitzfläche fällt mit 50 x 50 Zentimetern ebenfalls recht üppig aus, sodass auch größere und korpulentere Personen im Casilda XL Platz nehmen können. Je nach Sitzhaltung drückt allerdings das Gestell an den Oberschenkeln leicht, zudem ist der Faltmechanismus anfangs etwas schwergängig. Und: Der schwarze Bezug des Casilda XL mit seinen vielen kleinen Outwell-Logos sieht zwar schick aus, dürfte sich im Sommer aber stärker aufheizen als ein heller Be- zug. Insgesamt finden die Tester den Outwell-Sessel noch etwas bequemer als die Sitzgelegenheiten von 10T Outdoor Equipment, DKB24, KingCamp und Westfield - nur der Berger Livorno und der Moon Chair von Jomowo können hier noch mehr punkten.

AUGEN AUF BEIM KAUF

Wer billig kauft, kauft zweimal“ - ein Spruch, der nicht bei allen Produkten zwingend gelten muss, sich aber trotzdem immer wieder bestätigt. So auch beim CCCPraxistest „Relaxsessel“. Dass ein Sessel aus Ostasien für unter 30 Euro nicht für die Ewigkeit gemacht ist und unter Umständen sehr schnell kaputt gehen kann, sollte jedem Internet-Käufer klar sein. Denn Qualität kostet. Auch wenn viele Markenprodukte längst ebenfalls nicht mehr in Europa produziert werden, kann sich der Kauf im Camping-Fachhandel lohnen. Vor allem deshalb, weil es dort Beratung und mehr Transparenz gibt.
Zudem prüfen die Einkäufer die Qualität der Ware, bevor sie ins Sortiment aufgenommen wird. Das alles kostet natürlich. Dafür erhält der Käufer in der Regel ein besseres Produkt und hat damit auch länger Freude daran.
Und die Umwelt freut sich ebenfalls, wenn weniger „für die Tonne“ produziert wird.

1 Der Moon Chair von DKB24.eu überrascht die Tester mit einem 60 Zentimeter langen Faden, der vom Bezug hängt.


2 Nach dem Test ist der billige DKB24-Sessel ein Fall für den Schrott - das Gestell ist an der Verschraubung aufgerissen.


3 Praktisch: Die Beinauflage des Berger Livorno ist abnehmbar und wird nur bei Bedarf am Gestell angeschraubt.


4 Nicht besonders haltbar: Schon beim ersten Einpacken des Jomowo Moon Chair reißt der Packsack auf.


5 Die Rückentasche des KingCamp eignet sich prima zum Verstauen der Urlaubslektüre.


6 Der Westfield-Sessel Elisabeth bietet mit seinem Kunstledereinsatz einen Hauch von Luxus.


Zwei Kollegen aus der Redaktion der CCCSchwesterzeitschrift Reisemobil International nehmen die Testkandidaten genau unter die Lupe - welcher ist bequemer?


Apropos Jomowo: Wer auf grellen Plüsch steht, ist hier an der richtigen Adresse. Der Sessel erinnert etwas an das heimische Sofa und lädt schon von Weitem zum gemütlichen Reinlümmeln ein. Mit einer Sitzfläche von etwa 55 x 55 Zentimetern bietet er so viel Platz, dass sogar noch der Partner hineinpassen würde - wäre da nicht die Belastbarkeitsgrenze von 100 Kilogramm. Der knallig grüne Bezug besteht aus Cord-Velour und bietet Wohlfühlatmosphäre satt. Allerdings: Der Stoff ist naturgemäß viel empfindlicher als die Bezüge aus Polyester oder Polypropylen, zudem sammelt sich in dem gerippten Gewebe leicht Staub und Schmutz an. Auch die Witterungsbeständigkeit kann nicht mit den anderen Testkandidaten mithalten - wie auch die mitgelieferte Schutzhülle, die bereits beim ersten Einpacken des Sessels einreißt. Und so ist der stattliche Moon Chair, der ein Gewicht von stolzen acht Kilogramm auf die Waage bringt und ein üppiges Packmaß von rund 150 Litern hat, doch eher etwas für Zuhause oder für Dauercamper. Wer Plüsch nicht mag, für den gibt es bei Ebay übrigens den „Moonbase Chair“, der dem Jomowo Moon Chair sehr ähnlich ist, aber einen Bezug aus pflegeleichterem Polyester hat. Preis: rund 80 Euro.

Mit dem „Livorno“ bietet Berger für 60 Euro ebenfalls einen Wohlfühlsessel an, der nach Meinung eines Testers „sogar eine Liege ersetzen könnte.“ Das liegt vor allem daran, dass der Berger-Sessel als einziger im Test mit einer abnehmbaren Beinauflage ausgestattet ist. Deren Gestänge wird einfach an den beiden vorderen Füßen angeschraubt, die verstellbaren Gurte vorne an der Sitzfläche eingehängt - fertig. Dieser praktische Zusatznutzen kann bei den Testern ebenso punkten wie Sitzkomfort (hier drückt nichts an den Oberschenkeln), Verarbeitung und Stabilität. Lediglich das mit 6,4 Kilogramm etwas hohe Gewicht und das großzügige 120-Liter-Packmaß bringen Punktabzug. Übrigens: Wer es noch etwas luftiger mag und lieber einen offenen Sessel haben möchte, findet mit dem Faltsessel „Tripoli“ für 69,99 Euro eine weitere Sitzgelegenheit mit abnehmbarer Beinauflage im Berger-Sortiment.

Beim Packmaß gibt es große Unterschiede: Der Arona XXL von 10T Outdoor Equipment (hinten rechts) lässt sich mit 87 x 23 x 16 Zentimetern am leichtesten verstauen, beim Jomowo Moon Chair (vorne rechts) wird es schnell eng.


Nach umfangreichem Ausprobieren und Probelümmeln steht fest: Der Berger „Livorno“ überzeugt die Tester am meisten. Er erfüllt die Anforderungen an einen bequemen, campingtauglichen Relaxsessel am besten, kann zudem durch gute Qualität, Stabilität und seinen Zusatznutzen punkten. Der verdiente „Testsieg“.

UNSER FAZIT

Relaxsessel oder Moon Chairs bieten häufig einen noch etwas besseren Sitzkomfort als kompakte Faltstühle. Allerdings sind sie meist auch schwerer und haben zudem ein größeres Packmaß. Dennoch: Wer im Urlaub viel Wert auf Entspannung legt und sich auch mal gemütlich in den Sitz lümmeln möchte, kommt an ihnen nicht vorbei. Testsieger ist der Berger Loungesessel Livorno. Er hat die Tester am meisten überzeugt - und das nicht nur wegen der mitgelieferten Beinauflage.

Michael Schwarz, CCC-Redakteur


Fotos: Volker Stallmann