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PRAXISFORUM: PRODUKTE MIT DEM SMARTPHONE FOTOGRAFIEREN


fotoMAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 80/2018 vom 13.07.2018

Ein Freund bittet Sie um Produktaufnahmen für einen Webshop, weil Sie eine teure Kameraausrüstung haben? Wenn Sie nicht für jedes Bild um Hilfe gebeten werden wollen, unterstützen Sie ihn lieber dabei, für wenig Geld eine kleine Fotoecke einzurichten, in welcher er zukünftig problemlos und schnell selbst die Produktfotos erstellen kann. Ein Smartphone reicht für ansehnliche Produktaufnahmen völlig aus. Als Beispiel haben wir eine Sport-Armbanduhr mit maritimem Flair fotografiert.
Die Bildidee war, die Uhr in einer Umgebung zu fotografieren, die an die Planken einer teuren Segelyacht erinnert. Dafür ...

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Ein Freund bittet Sie um Produktaufnahmen für einen Webshop, weil Sie eine teure Kameraausrüstung haben? Wenn Sie nicht für jedes Bild um Hilfe gebeten werden wollen, unterstützen Sie ihn lieber dabei, für wenig Geld eine kleine Fotoecke einzurichten, in welcher er zukünftig problemlos und schnell selbst die Produktfotos erstellen kann. Ein Smartphone reicht für ansehnliche Produktaufnahmen völlig aus. Als Beispiel haben wir eine Sport-Armbanduhr mit maritimem Flair fotografiert.
Die Bildidee war, die Uhr in einer Umgebung zu fotografieren, die an die Planken einer teuren Segelyacht erinnert. Dafür braucht es Holz und Meer. Aber tatsächlich ist eine komplette Yacht samt Takelage gar nicht notwendig. Sie müssen nur einen passenden Ausschnitt wählen, der dann im Kopfkino des Betrachters zur Yacht vervollständigt wird. Das zuunterst liegende Holz ist ein Brotschneidebrett aus der Küche. Darauf liegt ein Minipaddel, das Sie für wenig Geld online finden (Suchbegriff: Souvenir Minipaddel). Das Paddel ist mit einigen Glyzerintropfen versehen, um die Nähe zum Wasser zu verdeutlichen. Sie könnten auch Wassertropfen auftragen, aber Glyzerin taugt besser, weil Sie damit größere, interessantere Tropfen modellieren können und weil diese danach sehr lange in Form bleiben. Den Hintergrund steuert ein Tablet bei, auf welchem ein Foto mit unscharfer Meeresgischt zu sehen ist. Das Licht entstammt zwei preiswerten LED-Leuchten vom Typ Neewer CN-160 (um die 30 Euro pro Stück). Die hintere Leuchte liefert von oben mittelhartes „Sonnenlicht“. Die Leuchte vorne links strahlt dagegen durch einen Diffusor (ein Reststück milchiges Plexiglas) und besorgt eine dezente, weiche Aufhellung.
Solche Aufnahmen funktionieren aus der Hand, da Sie das Licht nah an den kleinen Objekten platzieren können und diese dadurch erstaunlich hell ausgeleuchtet sind. Wenn die Produkte größer werden, muss auch das Licht weiter abrücken. Dann sollten Sie das Smartphone mit einer Stativklammer auf ein Stativ setzen und mit dem Fernauslöser auslösen. In unserem Setup sitzen die zwei Neewer-LED-Leuchten auf Gelenkarmen von Manfrotto, die mit Superclamps am Tisch befestigt sind. Wer die Ausgabe dafür scheut, baut zwei Bücherstapel auf oder spannt einen Helfer als Lichthalter ein. Das milchige Plexiglas können Sie leicht durch Butterbrotpapier ersetzen. Sie müssen dafür nur einige Streifen nebeneinander auf einen Rahmen aus Karton oder Holz kleben.
Tilo Gockel

Schicke Produktaufnahmen sind auch mit dem Smartphone möglich. Sie müssen sich nur mit Licht und Szene ein wenig Mühe geben.

Das Making-of-Foto zu der Aufnahme der Sportuhr entlarvt die Zaubertricks: Das Meer im Hintergrund ist ein iPad, das Sonnenlicht entstammt zwei LED-Leuchten, die sehr stabilen Meerwassertropfen kommen aus einem Fläschchen mit Glyzerin (Fachbegriff für den Apotheker: Glyzerol).

FOTOS: © TILO GOCKEL

RAHMEN MIT VERLAUFSFILTERN

Meistens wird Adobes Lightroom nur für die Entwicklung von Raw-Dateien genutzt. Es lassen sich mit diesem Tool aber auch kreative Effekte erzielen – und zwar ganz ohne zusätzliches Plug-in. Mit dem Verlaufsfilter aus dem Entwickeln-Modul beispielsweise können Sie einen schwarzen Rahmen ähnlich wie bei einem Polaroid erstellen. Der Filter wird dafür nur etwas anders eingesetzt als üblich.
Rufen Sie zunächst den „Verlaufsfilter“ aus dem Werkzeugmenü oder mit der Taste [M] auf. Setzen Sie nun den Belichtungsregler in der Palette rechts auf „-4,00“. Jetzt ziehen Sie an allen vier Seiten einen kleinen Verlauf ins Bild, um einen schwarzen Rahmen zu erzeugen. Halten Sie die Umschalttaste gedrückt, damit der Verlauf gerade wird. Mit dem Vignetten-Werkzeug lässt sich der Rahmen falls gewünscht noch weiter anpassen.
Katja Leonhardt

Mit dem Verlaufsfilter lässt sich in Lightroom ein Rahmen erzeugen.

FOTO: © ANDEAS S JORDAN

EXIF-DATEN SELEKTIV LÖSCHEN

Sie möchten nicht, dass bei der Veröffentlichung im Internet die EXIF-Daten Ihrer Bilder sichtbar sind? Relativ einfach lässt sich das lösen, wenn Sie alle EXIF-Daten löschen wollen, in Photoshop zum Beispiel über Datei > Exportieren > Für Web speichern. Komplizierter wird es, wenn Sie einige löschen, andere aber beibehalten wollen. Möglich ist das beispielsweise mit der Windows-Software EXIF-Cleaner (www.superutils.com/products/exifcleaner/). Das Tool arbeitet sogar zahlreiche JPEG-Dateien im Stapelmodus ab. Über das Menü „Clean Setup“ lässt sich einstellen, welche Daten gelöscht und welche erhalten werden sollen. EXIF-Cleaner können Sie 30 Tage kostenlos testen, danach kostet die Einzel-Nutzer-Lizenz (für zwei Computer) 15,95 US-Dollar, eine Unternehmens-Lizenz für zehn Personen schlägt mit 44,65 US-Dollar zu Buche.
Andreas Jordan

Über das Clean Setup lässt sich festlegen, welche Daten gelöscht beziehungsweise beibehalten werden sollen.

FOTO: © ANDREAS JORDAN

BUCHTIPP: STÜRME FOTOGRAFIEREN

Regelmäßigen fM-Lesern wird der Name Bastian Werner bekannt vorkommen, er schrieb für uns bereits zwei Artikel zum Thema Wettervorhersage für Fotografen (fM 4/17 und 1/18). Sein neuer Bild-Textband widmet sich nun in erster Linie Stürmen vor der Haustür. Beeindruckende bis schaurig-schöne Motive liefert Werner und gelegentlich wundert sich der Betrachter, dass solch extreme Wetterphänomene in Deutschland und angrenzenden Ländern auftreten. Gegliedert nach Jahreszeiten und den Untertiteln Blitze, Gewitter, Nebel und Tornados zeigt Sturmjäger Werner ein Best-of seiner Wetterbilder mit Erläuterungen. Leider erreicht die technische Bildqualität nicht immer das Niveau, um auf eine Doppelseite gezogen zu werden. Für die Erklärungen der Phänomene wurden Experten von ARD und dem Deutschen Wetterdienst gewonnen. Infografiken und Tagebucheinträge runden den Band ab. Spannend für Nachahmer werden die letzten Seiten, in denen der Autor erklärt, wie man Wetterkarten liest und interpretiert, um Nebel oder Gewitter vor die Linse zu bekommen.
Lars Theiß

Bastian Werner, Jens Winninghoff, Ingo Bertram, Joachim Curtius, Thomas Sävert: Sturmjäger – Wetterextremen in Deutschland auf der Spur, 192 Seiten, Hardcover, ISBN-13: 978-3-95416-239-0, 39,99 Euro

FOTO: © BASTIAN WERNER

BOKEH PER DEFOCUS-STACKING

D ie Erzeugung extremer Schärfeverläufe in einem Bild verlangt nach großen Sensoren und lichtstarken Objektiven, aber fast jede Kamera kann durchgehend scharfe und komplett unscharfe Bilder aufnehmen. Da liegt es doch nahe, einfach zwei solche Bilder zu kombinieren. Als Beispiel haben wir ein Kirmesfahrgeschäft fotografiert und hier einmal auf die kleine Lok scharf gestellt und dann für zwei weitere Aufnahmen komplett unscharf gestellt. Es empfiehlt sich, für diese Technik, mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Unschärfe zu machen, um ein wenig Auswahl zu haben und so auch später noch den Grad der Unschärfe bestimmen zu können. Im Beispiel haben wir das Foto mittlerer Unschärfe verwendet, da in der zweiten Version die Unschärfe zu stark ausgeprägt war.

Ergebnis nach dem Vergrößern der scharfen Bereiche. Nun sind die Probleme im Randbereich kaschiert.

FOTOS: © TILE GOCKEL

Die kleine Lok. Diese Bildregion wird nun der scharfe Vordergrund im Ebenenstapel.

Nun muss im nächsten Schritt die kleine Lok freigestellt werden. Hierzu bietet sich in Photoshop der Zeichenstift oder das Schnellauswahl-Werkzeug in Verbindung mit der Funktion Kante verbessern an. Wir haben es uns aber besonders leicht gemacht und einfach einen Freistelldienstleister beauftragt (www.clippingfactory.com). Der Preis betrug fünf Euro, und nach acht Stunden war die Freistellung fertig.

Ebenenstapel und entstandene Bildebene. In dieser ersten Version stört, dass scharfe Lichter wie die Scheinwerfer der Lok exakt auf den zugehörigen großen Zerstreuungskreisen liegen. Eine Lösungsmöglichkeit für diesen störenden Heiligenschein ist, die oberen zwei Ebenen zu gruppieren und im Anschluss per Transformieren etwas größer zu ziehen.

Im nächsten Schritt kann man den Ebenenstapel zusammenbauen. Von unten nach oben kommen folgende Ebenen übereinander:
1. Unscharfer Hintergrund
2. Freigestelltes scharfes Fahrgeschäft
3. Durchgängig scharfes Bild. Hier können Sie dann mit einem weichen Pinsel auf der Maske noch den Boden im Vordergrund freimalen. Der Effekt wirkt bereits, aber noch hat die unscharfe Ebene nicht die perfekte Position und so sehen zum Beispiel die Scheinwerfer der Lok – einmal als Zerstreuungskreise, einmal in scharfer Version – unnatürlich aus. Die Lösung ist, die Ebenen 2 und 3 zu gruppieren und diese Gruppe per Transformieren ein wenig größer zu ziehen. Damit deckt der scharfe Vordergrund dann auch den problematischen Randbereich auf der unscharfen Hintergrundebene ab.
Tilo Gockel

FOTO-EVENTS: Festivals, Messen & Co

Abwechslungsreiche Landschaften, zahlreiche Nationalparks mit vielen Tieren und üppiger Flora sowie vielfältige Kulturen bietet Namibia, das auf der Lumix Photo Adventure entdeckt werden kann.

FOTOS: © LARS THEISS

Von trocken zu nass

Fast zum Glühen bringen können Sie Ihre Kamera beim „Lumix Photo Adventure Namibia“, denn an begeisternden Fotomotiven fehlt es auf dieser Wunderwelten-Reise vom Veranstalter Chamäleon nirgendwo. Eine Kamera ist auf jeden Fall dabei, denn die Urlauber erhalten mit ihrer Buchung die Bridge-Kamera Panasonic Lumix DC-FZ82 mit 60fachem Zoom. Wirklich Glühen wird am Abend das Lagerfeuer, an dem die Erlebnisse des Tages auf dem Kameradisplay oder aus der Erinnerung ausgetauscht werden. Die Tour beginnt mit einer nächtlichen Air-Namibia-Flugreise von Frankfurt nach Windhoek, von wo aus es in 15 Tagen im Minireisebus von trockenen Gegenden in die Feuchtgebiete geht: So führt der Trip unter anderem zum Weltnaturerbe Sossusvlei mit gewaltigen Dünen, nach Swakopmund, in den Etosha-Nationalpark, an den Okavango, in den Chobe-Nationalpark und abschließend zum mitreißenden Schlusspunkt, den imposanten Victoria-Wasserfällen. Neben einer Vielzahl von wilden Tieren, malerischen Landschaften und hierzulande nicht zu bestaunenden Pflanzen kommt auch die Kultur(geschichte) mit Land und Leuten nicht zu kurz.
Die Reise wird in kleinen Gruppen ab vier und mit höchstens zwölf Teilnehmern durchgeführt und ist nur an acht Terminen (März bis Oktober) in 2019 in Reisebüros von Best-Reisen ab August 2018 buchbar. Im Preis (ab knapp 4300 Euro pro Person im Doppelzimmer/-zelt) sind neben den Langstreckenflügen die Übernachtungen/Frühstücke, einige Abendessen, Safaris an Land und auf dem Wasser sowie Eintrittsgelder enthalten.
lat

Lumix Photo Adventure Namibia
März bis Oktober 2019
www.best-reisen.de/lumix-namibia

TERMINE IM SUCHER

Fotomarathon München
21.7.2018
München, Bayern
http://fotomarathonmuenchen.de

IFA

Neben der Unterhaltungselektronik sind auch viele Fotofirmen auf der IFA vertreten.

FOTO: © MESSE BERLIN

31.8.-5.9.2018
Berlin
www.ifa-berlin.de

Film-, Fernseh-, Rundfunkmesse IBC
14.-18.9.2018
Amsterdam, Niederlande
www.ibc.org

Workshop Babyfotografie
22.9.2018
Norderstedt bei Hamburg
www.calumetworkshops.de

Workshop People-und Portrait-Fotografie Outdoor
22.9.2018
Dortmund, NRW
www.ff-fotoschule.de

photokina
26.-29.9.2018
Köln, NRW
www.photokina.de

European Month of Photography
28.9.-31.10.2018
Berlin
www.emop-berlin.eu/de/

3. fotoforum Impulse 2018
19.-21.10.2018
Katholische Akademie Stapelfeld in Cloppenburg
https://www.fotoforum.de/fotoforum-akademie