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PRAXISTEST Lexus UX: Luxuriöser VERZICHT


SUV Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 10.12.2019
Artikelbild für den Artikel "PRAXISTEST Lexus UX: Luxuriöser VERZICHT" aus der Ausgabe 6/2019 von SUV Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: SUV Magazin, Ausgabe 6/2019

Der Lexus UX im Praxistest

Luxus in der Kompaktklasse? Mit dem bislang kleinsten SUV namens UX versucht Lexus, diesen Spagat zu meistern. Kann der kleine Hybrid im Alltag punkten und womöglich sogar den größeren Schwestermodellen den Rang ablaufen?

► DAS TESTER-TEAM:

Bastian Hambalgo penibler Alltags-Tester Björn Schulz technikaffiner Offroader

► COCKPIT-CHECK: Optimale Raumnutzung

Guter Kontrast: Zum dunklen Armaturenbrett gesellt sich eine helle Lederausstattung.


Was sofort auffällt:

↑ Übersichtlicher Aufbau, gut ablesbare Instrumente und Displays, optisch ansprechende Materialien

→ Sehr viele Knöpfe und ...

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... Bedienelemente

Runde Sache: Links vom zentralen Tacho befindet sich der Bordcomputer.


Kopf hoch: Zusatzinfos auf der Windschutzscheibe.


Klare Sache: Wer den Hybrid-UX fahren will, kommt am CVT-Getriebe nicht vorbei.


Griffbereit: Die Assistentensteuerung am Lenkrad.


WER SICH IM STADTVERKEHR EINMAL UMBLICKT, wird feststellen, dass in den Pkw selten mehr als ein bis zwei Personen sitzen. Rein theoretisch würde den meisten Autofahrern demnach ein Gefährt von der Größe eines Smart reichen, um alltägliche Strecken zu meistern. Doch das berechtigte Verlangen nach Komfort und genügend Platz für Kleinkram, Sportgerät und gelegentliche Mit fahrer bedingt den derzeitigen Boom der SUVKlasse. Das breite Seg ment bietet aber mehr Möglichkeiten als die Wahl zwischen Kleinstwagen und SiebensitzerSUV. Auch Lexus sieht den wachsenden Bedarf an kompakten SUV und rundet mit dem 4,50 Meter langen UX sein Portfolio nach unten hin ab. Wer mit einer Portion Pragmatismus an die Sache geht, sieht sich schnell mit einer Frage konfrontiert: Müssen es unbedingt die großen SUV NX und RX sein oder ist der UX die perfekte Mischung aus Nutzwert und Komfort?

KLEINER LUXUS

Für eine klare Beantwortung dieser Frage scheint ein einziger Blick in dasLadeabteil des UX zu genügen. Denn schon der zeigt: Viel passt nicht rein in dieses Modell. Auch die hohe Ladekante und die geringe Höhe des Kofferraums befeuern die Argumente von Fans großer SUV. Im Fond sieht es nicht viel besser aus. Die hochwertige Ausstattung und die angenehme Polsterung können nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass erwachsene Mitfahrer in der zweiten Reihe nur kurze Strecken ohne Klagen aushalten. Der Eindruck von Beengtheit verschwindet jedoch, sobald man vorne Platz nimmt. Denn als Fahrer wie als Beifahrer residiert man in einem geräumigen Umfeld mit zahlreichen Ablagen und vielen KomfortFeatures. Das große, gut ablesbare NaviDisplay und die tolle Sitzposition zeigen, dass auch ein KompaktSUV ein echter Lexus sein kann. Wie es sich für die japanische Marke gehört, erkennt man das auch bei einem Blick unter die Motorhaube. In der von uns getesteten Version UX 250h verrichtet nämlich neben einem 152 PS starken VierzylinderSaugbenziner noch ein Elektro motor mit 80 kW seine Arbeit. In der Allradversion komplettiert ein weiterer Stromer an der Hinterachse den Antriebsstrang des Neulings. Insgesamt stehen also 184 Pferde zur Disposition, die über ein stufenloses CVTGetriebe an die Räder weitergegeben werden – eben genau so wie bei NX und RX.

Übersichtlich: Das breite Navigationsdisplay ist vom Fahrersitz aus problemlos ablesbar.


Versteckt: Die beiden USB-Ports und der AUX-Eingang befinden sich im Fach unter der Mittelarmlehne.


Was sofort auffällt:

↑ Hochwertige Lederausstattung, konturierte Sitzflächen mit bequemer Polsterung

→ Beengte Sitzposition im Fond, flache Seitenscheiben

Notlösung: Im Fond bietet der UX für erwachsene Passagiere leider sehr wenig Platz.

Pole Position: Die vorderen Sitze sind auch auf der Langstrecke äußerst bequem.

Wechselhaft: In der Luxury Line gibt es optional Sitzheizung und -Lüftung für die erste Reihe.

Kraftwerk: Die Hinterbänkler können ihre Smartphones dank zweier USB-Buchsen laden.

► ABLAGEN-CHECK: An alles gedacht

Gerade so: Viel Platz für Getränke ist vor dem Wählhebel nicht.


Geräumig: Wer die Armlehne seitlich nach oben klappt, findet neben drei Anschlüssen auch jede Menge Stauraum für die Habseligkeiten.


Was sofort auffällt:

↑ Induktive Ladestation, großes Fach unter der Mittelarm lehne

Unter Strom: Das Smartphone wird kabellos geladen.


► LADERAUM-CHECK: Luxuriös, aber klein

Unter Durchschnitt: Das Hybridsystem und die geringen Abmessungen sorgen dafür, dass im Kofferraum nicht viel Platz für Ladung ist. Besonders ärgerlich: die hohe Ladekante.


Kraftlos: In dieser Klasse ist die automatische Heckklappe keine Selbstverständlichkeit.


Hier ein Haken, da eine 12-Volt-Buchse: Gute Ausrüstung des kleinen Kofferraums.


Was sofort auffällt:

↑ Elektrische Heckklappe, Stromanschluss im Laderaum

→ Hohe Ladekante, wenig Stauraum, niedriger Kofferraum

Version UX 250h verrichtet nämlich neben einem 152 PS starken VierzylinderSaugbenziner noch ein Elektro motor mit 80 kW seine Arbeit. In der Allradversion komplettiert ein weiterer Stromer an der Hinterachse den Antriebsstrang des Neulings. Insgesamt stehen also 184 Pferde zur Disposition, die über ein stufenloses CVTGetriebe an die Räder weitergegeben werden – eben genau so wie bei NX und RX.

SEIN UND SCHEIN

Wer das aggressive Design des UX das erste Mal sieht, dürfte von dieser doch eher geringen Systemleistung enttäuscht sein. Aber schon nach wenigen Kilometern auf Landstraßen und Autobahn wird klar, dass das 1,7 Tonnen schwere Gefährt nicht mehr Power benötigt. Gerade die Unterstützung der EMaschinen lässt den UX zügig aus dem Stand beschleunigen und bei konstanter Geschwindigkeit lautlos dahingleiten. Diese erholsame Geräuschkulisse gibt es unter Volllast leider nicht. Die Kombination aus Sauger und stufenlosem Getriebe führt zu konstant hohen Drehzahlen und dem damit verbundenen Klang. Deutlich sanfter präsentiert sich das Fahrwerk des Japaners. Trotz des eher kurzen Radstands bleiben nämlich kurze, harte Stöße und damit ein Holpern in der Fahrgastzelle aus. Die weich abgestimmten Dämpfer geben bei Unebenheiten nach, ohne Wankbewegungen in Kurven zu begünstigen. Dank der tollen Rückmeldung am Ledervolant macht eben genau das Durchfahren von Kehren besonders viel Spaß. Schon leichte Bewegungen am Lenkradkranz werden präzise an die Räder weitergeleitet. Auch wenn der UX vielleicht diesen Eindruck vermittelt: Für Vollgas junkies ist der Japaner die falsche Wahl. Ab Tempo 140 merkt man, dass sich der Sauger nicht für dauerhafte Beschleuni gungsorgien und LinkeSpurHatz eignet. Dafür spielt der Lexus aber dank der HybridTechnik des Mutterkonzerns Toyota gerade bei Teillast und auf alltäglichen Wegen durch die Stadt seine Vorteile aus. Immer wieder übernimmt der EAntrieb die Regie und hilft durch kurze, von einer Rekupera tionsphase unterbrochene Eingriffe beim Spritsparen.

>>> FAHRDYNAMIK-CHECK: Gemütlich unterwegs

Gefälliger Auftritt: Der große Kühlergrill steht dem Kompakt-SUV gut und hilft ihm, aus der Masse herauszustechen.


Vereinte Kraft: Zwei E-Maschinen und ein Vierzylinder bringen insgesamt 184 PS auf die Straße.


Lautlos: Der UX 250h kann bei sanftem Pedaleinsatz kurze Strecken rein elektrisch zurücklegen.


Entspannt: Trotz des vergleichsweise kurzen Radstands kommt man im Lexus UX stets bequem an sein Ziel.


► DETAIL-CHECK: Stilbewusst

Ausladend: Die enormen, weit nach hinten ragenden Heckleuchten wirken etwas wuchtig und passen nicht ganz zur stylischen Karosserie.


Klobig: Die breite Plastikbeplankung soll vor kleineren Schäden schützen.


Knifflig: Die Bedienung des Systems mittels Touchpad ist nicht immer leicht.


Ungewohnt: Der Fahrmodi-Dreh-Drück-Regler hinter dem Lenkrad.


Luxus-Gut: Ein analoger Zeitmesser darf in einem Lexus nicht fehlen.


Was sofort auffällt:

↑ Innovative Ideen und viele Details im Cockpit

→ Große Heckleuchten, schwierige Touchpadbedienung

KOSTSPIELIGE SPARSAMKEIT

Wer über den DrehDrückRegler hinter dem Lenkrad das Fahrprogramm Eco aktiviert und schnellen Vortrieb gegen Effizienz eintauscht, erreicht bei sanfter Betätigung des Gaspedals einen fairen Verbrauch von 5,7 Litern auf 100 Kilometer. Gerade angesichts der Frage, ob der UX vielleicht eine attraktive und zeitgemäßere Alternative zu größeren SUV ist, spielt diese Zahl eine gewichtige Rolle. Denn wer aus ökologischen Gründen einen Hybrid fährt und weniger Kraftstoff verbrauchen will, ist mit dem UX gut beraten. Gerade deshalb, weil man zumindest in der ersten Reihe keine großen Komforteinbußen gegenüber der Konkurrenz aus dem gleichen Haus in Kauf nehmen muss. Leider betrifft die Ersparnis aber nur die Betriebskosten und nicht die Anschaffungskosten. Denn mit einem Preis von 53 600 Euro gehört unser Test wagen im Segment der KompaktSUV eher zu dessen teureren Vertretern. Lediglich innerhalb der Marke geht die Rechnung von Lexus voll auf und der UX erweist sich als perfekter Begleiter für Menschen, die viel Komfort und einen niedrigen Verbrauch wollen. Und am liebsten alleine unterwegs sind …

Bewertung ★★★★☆

KOSTEN / ÖKONOMIE

+ Geringe Kfz-Steuer, niedriger Kraftstoffverbrauch

- Relativ hoher Anschaffungspreis, teure Versicherungseinstufung

KAROSSERIE / PLATZVERHÄLTNISSE

+ Bequeme Sitze für Fahrer und Co-Pilot, hochwertige Ausstattung, gute Verarbeitung, moderne und eigenständige Karosserie, gut ablesbare Displays

- Stark eingeschränkter Blick nach hinten, beengte Platzverhältnisse für Passagiere im Fond, geringes Kofferraumvolumen

FAHRKOMFORT / FAHRLEISTUNG

+ Sehr niedriger Spritverbrauch möglich, leichtgängige Lenkung mit viel Feedback zur Stellung der Räder, hoher Komfort durch ausgewogene Dämpfung und gute Sitzpolsterung, guter Antritt aus dem Stand dank Unterstützung der Elektromotoren

- Teils zähe Beschleunigung, vor allem bei höherem Tempo

■ FAZIT

Ein Raumwunder ist das kleinste Lexus-SUV nicht. Dafür punktet der UX durch seinen hohen Fahrkomfort und vor allem das eigenständige Karosseriedesign.