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PRAXISTEST: Space Camper light open: Multitasking-Mobil


Reisemobil International - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 03.12.2019

Der Space Camper light open ist open wegen der beidseitigen Schiebetüren und dem Panoramazelt im Aufstelldach und light, weil er keine feste Schrank- und Küchenzeile hat. „Wir leben das“, meint Space Camper. Und wie lebt es sich?


Artikelbild für den Artikel "PRAXISTEST: Space Camper light open: Multitasking-Mobil" aus der Ausgabe 1/2020 von Reisemobil International. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Reisemobil International, Ausgabe 1/2020

An Möbeln verbleibt die 17 Kilogramm leichte 3er-Klappsitzbank mit Schüben und klappbaren Arbeitsflächen und ein zentraler, schwenkbarer Tisch.


Die neueste Kreation von Space Camper soll ein echtes Business-Mobil sein, vor allem aber ein vollwertiger Campingbus. Die Idee ist nicht neu, doch Space Camper will es besser gemacht haben. Denn beim light open, so wurde der ...

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... Multitasking-Bus getauft, steht das Miteinander im Vordergrund. Und im Mittelpunkt steht ein multifunktionaler Tisch, um den Freunde und Familie Platz nehmen können.

Basis ist ein VW T6 Caravelle mit einem 198 PS TDI-Motor, DSG-Getriebe, 4Motion-Antrieb und Differenzialsperre. Der Caravelle bietet das von vielen geliebte Bus-Gefühl, ist für unseren Geschmack aber fast ein bisschen hart gefedert und definitiv nicht unter- eher übermotorisiert.

Nach der Heimfahrt im Space Camper fange ich direkt im Bus an zu schreiben. Dafür ist das Tischmodul ja auch vorgesehen, das in Ruhestellung hinter dem Fahrersitz parkt und um das man in der Gruppe so gut sitzen können soll. Zum Arbeiten ergänzt man eine der zusätzlichen Tischplatten per Steckverbindung. Ein leises „Klack“, nichts wackelt, die mit Resopal beschichteten Multiplexplatten mit geölten Kanten machen nicht nur haptisch einen klasse Eindruck, sie sind auch noch schön anzusehen. Zumindest, bis sie durch meine Fingerabdrücke verschmiert sind – da ist das Material anfällig. Ich sitze bequem auf der dezent konturierten Dreier-Klappsitzbank. Wer bisher im Zug oder Flugzeug am Laptop saß, wird den Komfortgewinn deutlich spüren. Business kann er, der light open. Für das Miteinander hole ich meine Freundin und ein zweites Pärchen ab. Unser Ziel ist das Lautertal, auf dessen Wiesen am kurvigen Flusslauf es sich übrigens herrlich aushalten lässt. Weil die Kühlbox zwischen den Frontsitzen auf Schienen gelagert ist, lassen sich Fahrer- und Beifahrersitz drehen, ohne dass die Kühlbox aufwendig ausgebaut werden muss. Dank Allrad fährt der Space Camper eine Kurve weiter als die anderen Busse und so öffnen wir ungestört die Schiebetüren und das Dach.

Mit den zwei zusätzlichen Platten ist der Tisch riesig. Links neben der Sitzbank befindet sich ein Fach, darunter ein kleines Spülbecken mit Brause. Den Abwasch erledigt man besser in einer Schüssel auf dem Klapptisch. Die Kühlbox zwischen den Frontsitzen lässt sich bei Bedarf, und um die Sitze zu drehen, in den Fahrgastraum fahren.


Bis zu 5 Personen sitzen um den Tisch (oben), dessen integriertes Kochfeld Gas- oder Spirituskocher aufnimmt und zum Raclette oder Fondue einlädt.


Ein Luftzug strömt durch die Türen, die warme Luft entweicht durch das Panoramazelt. Ich erinnere ich mich an das Raclette, von dem das Space Camper-Team geschwärmt hatte. Tatsächlich klingt die Vorstellung richtig schön, gemeinsam am Tisch mit den eingelassenen Brennern zu sitzen, von dem sich jeder bedienen kann. Aus Rücksicht auf die vielleicht ja sehr geruchsempfindlichen, späteren Besitzer unseres Testwagens, entscheiden wir uns für Schoko-Fondue. Der Effekt ist der gleiche: Am schwenkbaren Tisch kommt jeder leicht vorbei, rein und wieder raus aus dem Bus. Es ist ausreichend Fläche für Geschirr vorhanden, während auf dem Kocher die Schokolade schmilzt.

Das Kochgeschirr findet in den zwei 45 mal 44 mal 25 Zentimeter großen Schüben unter der Sitzbank Platz. Hier befindet sich außerdem ein Schuhschrank und ein 10-Liter-Wassertank. Teller, Tassen und Besteck lagern in einer Utensilientasche hinter dem Beifahrersitz. Links von der Sitzbank sitzt ein Auszug mit Spülbecken und einer Brause, die mit Magnethalterung immer aufgeräumt ist. Fürs Geschirrspülen eignet sich die kleine Auszieh-Spüle allerdings nicht. Dafür ist ein Faltwaschbecken gedacht, dass auf der ausklappbaren Arbeitsfläche gleich neben der Spüle Platz findet. Kein Problem an diesem warmen Abend, ein Schönwetter-Camper ist der light open aber schon, das muss gesagt werden.

Unser Gepäck lagert in Rucksäcken oder dem Schrank-Ersatz, einer Fenstertasche. Alles aufwärts der Größe von T-Shirts ist besser in Stauboxen unter der Liegefläche verstaut. Praktischerweise wären diese durch die geteilte Liegefläche auch vom Fahrzeuginnenraum erreichbar.

Schlafenszeit. Für den Umbau der Klappsitzbank ziehe ich links und rechts der Lehne einen Hebel, der diese freigibt. Geschlafen wird also auf der Rückseite des Rückenteils, statt nerviger Konturen liegt man auf einer zehn Zentimeter starken, 207 mal 155 Zentimeter großen Kaltschaummatratze. Eine Etage höher liegt man, statt auf einer dünnen Matratze auf zwei Luftbetten vom Outdoor-Profi Exped. Natürlich wurde daran gedacht, dass ich diese nicht unbedingt selbst aufpusten möchte und der Lieferumfang um eine elektrische Akku-Luftpumpe erweitert Spannend. Ich entscheide mich also für das 200 mal 110 Zentimeter große Bett im SCA-Aufstelldach. Kritik gibt es für die Schere des Aufstelldach, die zu wenig Fußfreiheit bietet. Schade, denn abgesehen davon, werde ich am nächsten Morgen feststellen, deutlich besser geschlafen zu haben, als in anderen Aufstelldächern.

Auf Wunsch kommt die Heckklappe mit Ösen für eine Wäscheleine oder den Vorhang für die Außendusche.


Auf der in Sekunden umgeklappten Sitzbank, eines von mehreren Space Camper-Patenten, schläft man hervorragend. Zur Verdunkelung sind Vorhänge montiert.


Das Aufstelldach von SCA öffnet sich dank Panorama-Zeltstoff vorne komplett, hinten aber nicht wirklich weit genug.


Wir überlegen nochmal, für wen der Space Camper wirklich etwas wäre und sind alle ein bisschen traurig, dass wir selber keinen haben. Der Tisch ist wirklich toll, selbst zu viert ist das Sitzen noch bequem.

Klar, er ist schon teuer. Aber hier muss fairerweise ein Vergleich gezogen werden: Der T6 California Beach kostet nämlich bereits ab über 59.600 Euro. Immerhin über 4.500 Euro teurer als der Basispreis des light open. Da ist dann zwar das Aufstelldach, aber noch kein Möbel an Bord. Abzüglich all der Extras, über die das Testfahrzeug verfügt, bleibt gar nicht mehr so viel für den Ausbau.

Und der ist wirklich perfekt verarbeitet und mindestens genauso durchdacht. Und dann kann man sich fragen, ob es wirklich der größte Motor, die fetten 18“-EtaBeta-Felgen oder die Speziallackierung sein muss.

TECHNISCHE DATEN

Das Landstrom-Kabel führt bei Space Camper unter die Motorhaube. Dank Kabelhülle in Signalfarbe über dem Außenspiegel, vergisst man es vor dem Losfahren garantiert nicht.


Basisfahrzeug: VW T6 Caravelle Comfortline TDI, 4-Zylinder-Bi-Turbo-Reihenmotor, Hubraum 1.968 cm³, Leistung 198 PS, Drehmoment 450 Nm, Siebengang-DSGAutomatik, Allradantrieb, 5 zugelassene Sitzplätze
Maße und Massen: (L x B x H) 490 x 190 x 200 cm, Radstand: 300 cm. Masse im fahrbereiten Zustand: 2.710 kg, zulässige Gesamtmasse: 3.200 kg
Aufbau: Stahlblechkarosserie mit GfK-Aufstelldach, original Caravelle-Bodenplatte, Möbel aus Resopalbeschichtetem Multiplex-Sperrholz
Betten: unten 207 x 155 cm, oben 200 x 110 cm
Füllmengen: Frischwasser: 10 l Gas: 250-g-Kartusche, Diesel 70 l, AdBlue 13 l
Serienausstattung: Zweite Schiebetüre, Drehkonsole für Frontsitze, beheizbare Außenspiegel, 3er-Schlafsitzbank inkl. 3 x Isofix, Schübe inkl. Spüle, Vorhänge für Fahrgastraum, zentraler Tisch mit Kochfeld, Tragnia-Kochset, Kompressorkühlbox
Sonderausstattung: Motorpaket, Klimaautomatik, Matt-Lackierung, LED-Scheinwerfer, Tempomat, SCA-Dach 190 mit Panorama-Option und Komfortmatratze, Stromversorgung, Zelt für Heckklappe, Außendusche, Kederleiste beidseitig, Klapptoilette, diverse Taschen
Testverbrauch: 10,7 l/100 km
Grundpreis: ab 55.075 €
Testwagenpreis: 92.900 €
www.spacecamper.de