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PREDATOR UPGRADE


deadline - das Filmmagazin - epaper ⋅ Ausgabe 71/2018 vom 05.09.2018
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Bildquelle: deadline - das Filmmagazin, Ausgabe 71/2018

//PREVIEW


OT: tHe preDatOr
Regie: Shane Black / uSa 2018 / 101 Min.
Darsteller: Yvonne Strahovski, Olivia Munn, Jacob Tremblay, Boyd Holbrook, Keegan-Michael Key, Thomas Jane, Sterling K. Brown, Lochlyn Munro, Jake Busey
Produktion: John Davis, Lawrence Gordon, Joel Silver
Freigabe: tbaVerleih: 20th Century FoxStart: 13.09.2018

Für Franchise-Nerds und OV-Fanatiker wie meine Wenigkeit geht angesichts des »deutschen« Titels das Geimpfte auf. Wie man aus THE PREDATOR ein PREDATOR – UPGRADE basteln kann, werd ich wohl nie verstehen. Warum den Titel nicht einfach so lassen; ein Publikum, das ...

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... »Upgrade« verstehen soll, wird angesichts eines englischen Artikels schon keinen Knoten im Hirn bekommen.

Abgesehen davon, deutet vieles darauf hin, dass PREDATOR – UPGRADE das Franchise wieder auf Kurs bringt. Das Schwarzenegger-Original gehört zum Besten, was das 80er-Jahre-Actionkino zu bieten hatte, obwohl die Story eigentlich ein simpler Mix aus ALIEN und den damals populären Vietnamkriegsfilmen darstellt. Da Arnie mit Gage und Regisseur der Fortsetzung nicht zufrieden war, wurde PREDATOR 2 mit Danny Glover verfilmt, der zwar muckimäßig nicht an die steirische Eiche rankam, sie aber schauspielerisch überragte, zumal Glover um die Zeit durch die LETHAL WEAPON-Filme gerade sehr genrefest war. Danach passierte lange nichts, bis der untalentierteste Regisseur der Welt, Paul Anderson (nicht zu verwechseln mit Feuilleton-Liebling Paul Thomas Anderson ), sein ALIEN VS. PREDATOR-Mash-up feilbot, das nur noch vom Sequel der noch untalentierteren Brothers Strause unterboten wurde. Der Reboot/ Remake-Versuch von Robert Rodriguez 2010, PREDATORS, mit der Star-Power von Adrien Brody, Laurence Fishburne und Danny Trejo, war da schon um Äonen besser, die Option darauf, weitere Filme folgen zu lassen, blieb aber ungenutzt.

Nun also Shane Black, selbst Star des Originals und inzwischen erfolgreicher Blockbuster-Regisseur, der PREDATOR – UPGRADE inszenierte. Dieser spielt in derselben Welt wie die Filme von 1987 und 1990, sodass man grundsätzlich von der Existenz der aggressiven Aliens weiß. Als ein Junge beim Spielen mit neumodischer Technik unabsichtlich die gefährlichen Jäger auf die Erde lockt (Kinder … ), ruft das einen ungewöhnlichen Haufen von Ex-Soldaten (dargestellt u. a. von Boyd Holbrook, Thomas Jane, Sterling K. Brown und Jake Busey ) auf den Plan, um zusammen mit der Wissenschaftlerin Casey Bracket (Olivia Munn ) den unfreundlichen Aliens die Kehrseite irdischer Gastfreundschaft zu zeigen. Erschwert wird das Ganze, da sich zu dem bisher bekannten Predator weitere, noch gefährlichere Artgenossen (daher das UPGRADE ) hinzugesellen. Da wünscht man sich nur ein cineastisches Waidmannsheil.

SHANE BLACK: BACK IN BLACK

Mit PREDATOR – UPGRADE kehrt Regisseur Shane Black nach über 30 Jahren zu dem Franchise zurück. Im ersten Film spielte er an der Seite von Arnold Schwarzenegger mit Nerd-Brille und ebenso großer Klappe Hawkins, einen der Söldner, die von dem titelgebenden Monster einer nach dem anderen abgemurkst wurden. Danach wurde Black mit den ersten drei LETHAL WEAPON-Filmen zu einem der besten Action-Drehbuchautoren jener Zeit, bevor er 2005 mit KISS KISS BANG BANG, IRON MAN 3 und zuletzt THE NICE GUYS erfolgreich ins Regiefach wechselte.

DEADLINE: Was hat dich nach drei Jahrzehnten zum PREDATOR-Franchise zurückgebracht?
SHANE BLACK: Es gab eine Menge Dinge, die daran reizvoll waren. Es war die Chance, mit Co-Autor Fred Dekker zu arbeiten, den ich seit 30 Jahren kenne. Wir haben bereits zusammengearbeitet, und es sah wie eine Chance aus, sich noch mal wie College-Kids zu fühlen, Stoffe wiederzuentdecken, mit denen wir unsere Sporen verdient haben, die wir aufregend fanden, als wir jünger waren, es war, wie erneut im Sandkasten zu spielen. Anfangs war es mehr ein Spaß, aber zweieinhalb Jahre später wurde es ernst. So, als ob man einen Garten pflegt und plötzlich einen Bagger benötigt. Es war lustig, aber wir haben nun doch zwei Jahre hart gearbeitet, um den bestmöglichen Film zu machen. Ich freue mich darauf, dass er nun fertig ist, denn ich bin überzeugt, er ist die Mühe wert.
DEADLINE: In welches Genre würdest du die PREDATOR- Filme stecken?
SHANE BLACK: Es ist kein eindeutiger Fantasy- oder Science-Fiction-Film, sondern einer mit UFO-Erlebnissen. Es gab einen ersten Besuch, und danach haben über Jahre die Predators auf der Erde gejagt. Nun gibt es Unklarheiten, warum sie das tun, und das soll erforscht werden. Und natürlich brauchen wir zugleich eine traditionelle Tough-Guy-Einheit mit muskelbepackten Soldaten. Aber etwas fieser, eher »das dreckige Dutzend« als die perfekte SeaL-Team-Six-Einheit. Männer, die einiges einstecken mussten und auch den einen oder anderen Schaden dadurch haben und sich nun beweisen wollen. Sie sind die letzten, von denen man erwartet, dass sie eine außerirdische Bedrohung aufhalten können. Aber dadurch sind die Charaktere interessanter, und es ergibt sich die Chance, das Gegenteil eines einsilbigen Casts zu zeigen, das den Szenen den nötigen Sprengstoff gibt. Und wir haben eine tolle Besetzung bekommen, voller Charakterdarsteller, die wirklich großartig sind.
DEADLINE: Diesmal ist es ein wirklich sehr bunter Haufen, der gegen den unfreundlichen E. T. antritt. Wie finden sie in der Geschichte zusammen?
SHANE BLACK: Anfangs sind sie schlampig und alles andere als würdevoll. Doch genauso unkonventionell finden sie zusammen, bis es diesen »Ich halte dir den Rücken frei«-Moment unter ihnen gibt. PREDATOR – UPGRADE ist ein witziger Film, er ist ein heroischer Film. Und hoffentlich auch einer, der Angst macht, denn wir wollten unbedingt, dass er nicht jugendfrei wird. Wir nehmen Menschen, die einem wichtig sind, und stecken sie in den Fleischwolf. Ohne zu beschönigen, dass dieser Predator eine brutale Naturgewalt ist, die auf der Erde herumspaziert. Für die Helden des Films wird es eine harte Reise. Dadurch repräsentiert PREDATOR – UPGRADE einen Schritt zurück zum Kino der 80er-Jahre. Es ist eine Liebeserklärung an den ersten Film mit dieser rauen, knochenharten Truppe. Fast wie ein Western, wie THE WILD BUNCH. Aber ich glaube, mein Film hat auch genug Spannung und hochmoderne Technologie und Effekte, um mit heutigen Standards mitzuhalten. Ich hoffe, er trifft sich in der Mitte zwischen der Liebe zum Original und einer eigenen Geschichte, die die Mythologie einer neuen Generation eröffnet.

DEADLINE: Spielt PREDATOR – UPGRADE im selben Universum wie PREDATOR oder vielleicht sogar PREDATOR 2?
SHANE BLACK: Ja, das tut er. Tatsächlich gibt es sogar eine direkte Reverenz an PREDATOR und Arnold Schwarzeneggers Schaefer. Bis zu dem Fakt, dass es Gerüchte um Entführungen durch die Außerirdischen gibt. Wir betonen, dass es ein Mythos ist, und erklären, was passiert ist. Der große Unterschied ist, dass es 2018 nicht mehr als isoliertes Phänomen betrachtet wird, sondern auch die Mächtigen auf der Erde kapiert haben, dass eine fremde Spezies die Erde heimsucht.
DEADLINE: War es eine Herausforderung, den PREDATOR-Mythos etwas mehr zu beleuchten, ohne die böse und mächtige Wirkung der Kreaturen zu schmälern?
DEADLINE: Wie waren die Dreharbeiten für dich?
SHANE BLACK: Es war ein angenehmer Dreh, was wir dem Cast zu verdanken haben. Ich habe wirklich Glück, an diesem Punkt meines Lebens und meiner Karriere diesen Stoff angeboten bekommen zu haben. Abgesehen davon, waren es wunderbare Dreharbeiten mit tollen Leuten. Sie sind innovativ und kooperativ, und dadurch konnte ich machen, was ich wollte. Und ich bin mit den Szenen ohne die Predators genauso zufrieden wie mit denen, wo sie alles verwüsten.
DEADLINE: Hast du dir zur Vorbereitung oder als Inspiration bestimmte Filme angesehen oder sie dem Team oder den Schauspielern gezeigt?
SHANE BLACK: Für die Jungs und ihre Beziehung zueinander hab ich mir meine liebsten Macho-Filme angesehen. An der »Kriegsfront« Filme wie STOSSTRUPP GOLD, aber auch DIE BULLEN VON DALLAS, ein roher, aber auch herzlicher Sportfilm, ebenso SCHLAPPSCHUSS. Denn ich wollte einen losen, aber echten kollegialen Zusammenhalt unter ihnen erzeugen. Aber ich hab ihnen auch ANDROMEDA – TÖDLICHER StauB auS Dem aLL gezeigt, weil Olivia Munn eine Wissenschaftlerin spielt, dieses »Aroma« wollten wir auch drin haben. Also ja, Filme, die nicht nur Science-Fiction sind, sondern vor allem welche, wo es um Teambildung geht.
DEADLINE: Worauf bist du besonders stolz, dass es mit diesem Film nun auf der großen Leinwand zu sehen ist?
SHANE BLACK: Da gibt es zwei Dinge. Zum einen die Interaktion zwischen den Menschen, die den Predator dieses Mal jagen. Und das andere sind die furchterregende Brutalität des neuen Predators und seine ninjaartige Tarnung. Ich hab mir LOGAN als Beispiel genommen. Man sieht Wolverines Krallen in der jugendfreien Version der X-MEN-Filme und denkt sich: Ich nehme mal an, damit tötet er Menschen. Und bei LOGAN ließen sie ihn von der Leine. Sie zeigten, dass es Krallen sind und er damit Menschen durch den Kopf schneidet. Und in PREDATOR – UPGRADE sind wir genauso weit gegangen. Wenn er jemandem den Kopf abschneidet, dann will ich das sehen. Das war unser Ansatz: Wenn man sich mit ihm anlegt, dann erschrecken wir unsere Helden, indem wir ihn so beeindruckend und brutal darstellen, wie wir können.

TEXT UND ÜBERSETZUNG VON PATRICK WINKLER


» ES WAR EIN ANGENEHMER DREH, WAS WIR DEM CAST ZU VERDANKEN HABEN. «


GEWINNSPIEL PREDATOR UPGRADE

In Zusammenarbeit mit 20th Century Fox verlosen wir
→ 1 limitierte Action-Figur
→ 4 Fanpakete PREDATOR UPRADE, bestehend aus:
2 Kinokarten für ein Kino eurer Wahl, einem Flaschenöffner, einem »Glow in the Dark«-Magneten und dem Filmposter

Ihr wollt gewinnen?
Dann müsst ihr nur diese einfache Frage beantworten:Wen spielte Shane Black damals in PREDATOR? Der Einsendeschluss ist bereits am 12.09.2018! Schickt uns also schnell eine Mail mit dem Betreff »upgraDe« inkl. der richtigen Lösung und eurer Adresse anverlosungen@deadline-magazin.de – und mit etwas Glück zieht euch die Alienfee aus dem Lostopf! Wir drücken die Daumen!