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Premiere eines Paradieses


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TAUCHEN - epaper ⋅ Ausgabe 20/2022 vom 07.01.2022

INDONESIEN

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Bildquelle: TAUCHEN, Ausgabe 20/2022

Wie eine Nadel im Heuhaufen versteckt sich das kleine Kusu Island im Kanal zwischen Halmahera, der größten Insel der Molukken, und seiner hierzulande völlig unbekannten Nachbarinsel Bacan. Geringe Besiedlung und spärliche Flugverbindungen haben die abgelegene Region in einer Art Dornröschenschlaf konserviert, der bislang nur sehr sporadisch von wenigen Tauchsafarischiffen unterbrochen wurde. Pioniergeist, mutige Entscheidungen und jede Menge harte Knochenarbeit haben auf der zweifellos schönsten Insel der Gegend ein Tauchresort entstehen lassen, das Besucher nun zum Schwärmen verleitet. Nicht umsonst sind die beiden Lagunen aus der Luft betrachtet unverkennbar herzförmig geformt. Barbara Trattner und Christian Lechner haben sich hier ihren Lebenstraum erfüllt. Die weitgereisten und erfahrenen Tauchlehrer-Trainer haben einige Fünf-Sterne-Anlagen in Australien, auf Fidschi und den ...

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... Philippinen geleitet, bevor sie sich auf die Suche nach etwas Eigenem machten. Um das nötige Kleingeld dafür aufzutreiben, waren sich die beiden sympathischen Österreicher nicht zu schade, als Mandarinenpflücker und Berufstaucher zu schuften.

Tummelplatz Hausriff

Aber es hat sich gelohnt! Seit wir Kusu Island über den gut 100 Meter langen Steg betreten haben, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Klar, Nagelneues sieht meist schön aus. Aber egal, wohin man blickt: Der Hang zum Perfektionismus sowie die Liebe zum Detail wird hier offenkundig. Vor allem der Werkstoff Holz hat es Barbara und Christian angetan. Die Biologin und der ehemalige Computerspezialist haben ein Händchen dafür, alles vom rustikalen Schwemmholz über Kokospalmen bis hin zum wunderschön rötlich glänzenden Eisenholz in einzigartige Möbel, faszinierende Böden und rustikale Duschen umzuformen. Mittlerweile zu Spezialisten für diverse unaussprechliche Holzarten der Region geworden, produzieren sie in der eigenen Tischlerei alles vom formschönen Bett bis zu den bequemen Stühlen in Eigenkonstruktion. In den überdurchschnittlich großen Villen fühlt man sich sofort wie zuhause, natürlich nur bevor man die komfortable Terrasse mit umwerfender Aussicht und privater Treppe ins Meer betreten hat. Hier kann man nicht nur die Seele, sondern auch die Beine baumeln lassen, um bei Gezeitenhochwasser niedliche Baby-Schwarzspitzen-Riffhaie direkt darunter durchschwimmen zu sehen.

»Barbara Trattner und Christian Lechner: Die beiden sympathischen Österreicher haben das Kusu Island Resort mit viel Mühe und Herzblut erbaut und gestaltet.«

Apropos schwimmen – es ist höchste Zeit, ins Wasser zu kommen. Am Ende des Stegs erwartet uns schon eines der Tauchboote mit Tauchguide Irvi. Obwohl das Hausriff direkt unter dem Steg beginnt, fahren wir ein paar Meter mit dem Boot hinaus. Bisweilen starke Strömungen machen es nicht nur sicher, sondern auch bequemer, eine ständige Oberflächenbegleitung zu haben. Über wunderschön intakte Steinkorallenformationen voll mit Riffbarschen in den unterschiedlichsten Farben paddeln wir zur Abbruchkante in etwa acht Meter Tiefe. Mäßige Strömung treibt uns an einer bunt bewachsenen Wand entlang, an der Irvi plötzlich verschwindet. Ein riesiger Überhang bohrt sich im 20-Meter-Bereich ins Riff und formt eine gut 20 Meter lange, rund fünf Meter tiefe und über zwei Meter hohe Spalte. Unzählige Schwämme, Weichund Peitschenkorallen kleiden die Höhlenwände aus, an denen Soldaten-, Kaiserund Falterfische Schutz und Nahrung suchen. Von unseren Tauchlampen aufgeschreckt, flüchtet eine Schule Schwarzer Schnapper ins Freiwasser hinaus, wo unzählige metallisch schimmernde Füsiliere hektisch vorüberziehen.

Aber auch der Blick in den Nahbereich lohnt. So manch bunte Faden- und Sternschnecke teilt die Höhlendecke mit bizarren Garnelen, drollig dreinblickenden Schleimfischchen, bunten Grundeln sowie bis zur Unkenntlichkeit getarnten Krabben. Gerade noch mit etwas Nullzeit am Computer verlassen wir den dunklen Überhang und folgen den geschmeidigen Bewegungen eines Schwarzspitzen-Riffhais weit unter uns. Bei zunehmender Strömung steigen wir langsam auf und lassen uns entspannt die Riffkante entlang treiben. Auffallend schöne Steinkorallen-Formationen voller Fahnen- und anderer kleiner Riffbarsche prägen auch hier das Bild im Flachwasser. Eine ruhende Schildkröte, eine wunderschön eingezogene Seeanemone voller Clownfische sowie einen äußerst fotogenen Drachenkopf später mahnen Finimeter und Irvi zum Auftauchen.

Krebs, Garnele, Pottwal

Am Steg wartet schon Barbara auf unser Urteil und wird durch unsere Begeisterung sichtlich entspannter. Die letzten Monate, ja Jahre der Bauzeit, blieb für Christian und sie kaum Zeit, mal selbst abzutauchen. Pandemiebedingt musste die eigentliche Eröffnung des Resorts ständig verschoben werden, zumal sie vor Ort fast völlig auf sich allein gestellt waren. Glücklicherweise haben sich in der Zwischenzeit mit Maik, Michael und Sabrina noch drei Partner gefunden, die die beiden vorerst aus Deutschland und in Zukunft zumindest teilweise auch auf der Insel aktiv unterstützen.

Frisch gestärkt mit frischem Kokosnusswasser und Früchten setzen wir bald darauf über auf die Nachbarinsel Bacan, an deren Küste sich eine ganze Reihe interessanter Tauchgründe befinden. Ein gemütlicher Makro-Tauchgang steht auf dem Plan. Moderate Strömung treibt uns gemächlich über einen sanft abfallenden Korallenhang. Unmengen von farbenfrohen Barschen und anderen kleineren Rifffischen sorgen dafür, dass wir uns wie im Aquarium fühlen. Als Irvi auf einer Gorgonie in gerade mal elf Meter Tiefe drei auffallend große Zwergseepferdchen entdeckt, sind wir restlos begeistert. Aber es geht noch besser! Keine fünf Flossenschläge daneben hockt ein violetter Hairy Shrimp – eine vor allem bei Super-Makro-Fotografen beliebte, winzige Garnele. Und noch ein paar Meter weiter posieren ein »trächtiger« Fangschreckenkrebs mit einem großen Klumpen Eier sowie eine blaugelbe Geistermuräne. Unsere Kameras laufen fast heiß, und wir notieren diesen Tauchplatz später als absoluten Topspot. Zuvor schwimmt uns jedoch auf der Rückfahrt noch ein Pottwal über den Weg! Dreimal können wir das riesige Tier an der Oberfläche erspähen, bevor es zu einem längeren Tauchgang von der Bildfläche verschwindet. Zugegeben, Walsichtungen stehen hier nicht auf der Tagesordnung. Aber ab und zu ziehen sie hier durch die strömungsreichen Kanäle Richtung Süden, wo offenes und vor allem bald über 1000 Meter tiefes Wasser herrscht. »Dort möchten wir in Zukunft auch Blackwater-Tauchen anbieten. Ein Novum in der Gegend, das möglicherweise ebenso gute Ergebnisse liefert wie in den Philippinen weiter nördlich«, erzählt uns Christian später beim Abendessen.

Strömung bringt Leben

An den folgenden Tagen betauchen wir eine ganze Reihe von Topspots – vor allem für Strömungsliebhaber. Wenige Seemeilen in nordöstlicher Richtung erhebt sich ein Archipel aus etwa einem Dutzend Inseln, Inselchen und Felsen, in dessen Kanälen das Leben tobt. Nomen est omen – unser Favorit ist ein unbewohntes Inselchen mit dem klingenden Namen »Pokal«. Ein metallener Leuchtturm thront auf dem mitten in einer Schifffahrtsstraße liegenden Eiland und warnt die regelmäßig passierenden Fähr- und Containerschiffe vor seinen Riffen. Hier sollte man am besten nur nach Gezeitentabelle und keinesfalls die Tage um Neu- oder Vollmond ins Wasser springen.

Sogenannte »Waschmaschinen-Strömungen«, die einen mal rauf, mal runter ziehen oder in einer kleinen Riffecke regelrecht einsperren, sorgen hier immer wieder für Gefahr. Aber zu passender Stunde können Strömungserfahrene eine fantastische Traumwelt voller blühender Korallen genießen. Kleine Steilwände, Felsabbrüche und der Meeresgrund selbst sind dann überzogen mit einer flauschig dicken Schicht knallbunter Weichkorallen, wuchernder Besenund Fächergorgonien und allerlei Schwämmen. Selbst die sonst tagsüber unscheinbar geschlossenen Nelken- und Stempelkorallen öffnen dann ihre Polypen und überziehen die Felsen mit Orange- und Grüntönen. Wo Strömung ist, ist auch Fisch! Und so wimmelt es hier nur so von Füsilieren, Schnappern, Doktor-, Drückerund Wimpelfischen neben all den üblichen Riffbarschen, Falter- und Kaiserfischen. Aber auch größere Kaliber wie ganze Trupps von Büffelkopf-Papageifischen und Napoleon-Lippfischen sind nahezu allgegenwärtig. Nur leider sind sie so wie die wenigen Schildkröten ziemlich scheu und lassen Taucher kaum in Fotoweite herankommen. Weniger scheu erscheinen die auffallend vielen Schwarzspitzen-Riffhaie, an die man mit etwas Gespür und Taktik ganz gut herankommt.

Wie Strömungen nun mal sind, können sie auch die Sichtweiten von jetzt auf gleich beträchtlich beeinflussen. So konnten wir ein und denselben Tauchspot mal bei 15 Meter und mal bei über 30 Meter Sicht genießen. So außergewöhnliche Sichtweiten gehen dann jedoch meist mit abrupt fallenden Wassertemperaturen einher. Erfrischende 23 Grad Celsius sind schon ein kleiner Schock im Vergleich zu den sonst wohlig warmen 29 Grad.

Zwei Seemeilen weiter liegt die etwas größere, ebenfalls unbewohnte Insel Proco, die »Pokal« kaum nachsteht. In zwei schmalen, flachen Kanälen lassen sich Drifttauchgänge wie in einem Fluss machen, wobei der robuste Bewuchs am Meeresgrund von leuchtend hellblauen Feuerkorallen dominiert wird – eine absolute Rarität! Tiefer unten locken bunt bewachsene Felsblöcke mit Süßlippen, Napoleons und Schwärmen von Schnappern und Wimpelfischen. Vor Proco gelingen uns die besten Fotos von Riffhaien. Und das gar nicht tief, in kaum zehn Meter. Bei starker Strömung ziehen sie gerne in gleichen Bahnen ihre Runden. Positioniert man sich dann möglichst bewegungslos und ausdauernd im Schutz eines Felsens genau in ihrer Route, gelingen mit etwas Glück Aufnahmen ganz aus der Nähe. Um noch eins drauf zu setzen, schwimmt gleichzeitig mit einem Hai ein Trupp kapitaler Dickkopf-Stachelmakrelen ins Bild. Was für ein Erlebnis!

Zwischen den Tauchgängen ist Relaxen und Entsättigen im Resort angesagt. Der Nitrox-Membrankompressor steht zwar schon in der Füllstation, wartet wegen seines hohen Stromverbrauchs jedoch auf einen weiteren Generator, der sich noch in einem der Containerschiffe auf dem Weg nach Kusu Island befindet. Somit begnügen wir uns mit Luft und versuchen, größere Tauchtiefen zu vermeiden.

Night Show

Das geht bei Nachttauchgängen ganz leicht. Wir inspizieren sowohl strömungsgeschützte Buchten mit schwarzem Vulkansand als auch einige mit weißem Korallensand – und werden immer fündig. Egal, ob farbenfrohe Nacktschnecken, bizarre Garnelen, Krokodilsfische oder winzige Baby-Tintenfische: Die Fotomotive gehen uns nicht aus. In einer der herzförmigen Buchten auf Kusu Island selbst entdecken wir gar einen Mandarinfisch-Spot, an dem man täglich zur Dämmerstunde das Liebesspiel der knallbunten Mandarin-Leierfische beobachten kann, bevor man knapp unter der Wasseroberfläche oft regelrecht über einen »Walking Shark« stolpert. Diese drolligen, etwas tollpatschig wirkenden kleinen Epaulettenhaie gehören zu den Bambushaien und kriechen gemäß ihres englischen Namens mehr als dass sie schwimmen. Auf jeden Fall sind sie mit ihrer wunderschönen goldbraunen Fleckenzeichnung äußerst fotogen. Ausgerechnet bei unserem letzten Tauchgang entdecken wir noch einen neuen Topspot der Extraklasse. Keine 15 Bootsminuten entfernt, befindet sich auf der Nachbarinsel das kleine Fischerdorf Sabatang. Direkt vor dem Jetty springen wir ins Wasser und glauben, unseren Augen nicht trauen zu können. Ein endloser Schwarm aus Makrelen umschließt uns und raubt uns die Sicht, gefolgt von gut 30 Fledermausfischen! Leider haben wir nur die Makrokamera dabei. Glücklicherweise entdecken wir jedoch am schwarzen Sandgrund jede Menge Nacktschnecken, Geisterpfeifenfische, Seepferdchen und Motive ähnlicher Größe für das verfügbare Objektiv. Besonders die dicht mit Schwämmen, Hydrozoen, Seescheiden und Weichkorallen bewachsenen Betonsäulen des Bootsstegs lohnen eine Untersuchung. Unzählige Seenadeln und Grundeln, aber auch juvenile Feuer- und Feilenfische kuscheln sich in den farbenfrohen Bewuchs. Wir sind begeistert und machen die 100 Minuten Tauchzeit voll. Was für ein grandioses Finale bei dieser Kusu Island-Premiere!

Reiseinfo: INDONESIEN / KUSU ISLAND RESORT

Anreise: je nach Fluggesellschaft beispielsweise über Singapur und Manado oder Jakarta nach Ternate. Von dort mittels 30-minütigem Inlandsflug nach Labuha, wo man vom Resortpersonal abgeholt wird. Dieser Transfer mittels Auto und Boot dauert nur eine knappe Stunde.

Einreise: Reisepass, mindestens noch sechs Monate gültig. Aktuelle Einreisebestimmungen sowie ein etwaiges kostenloses Touristenvisum sind Coronaabhängig. Bitte die aktuellen Infos zum Reiseziel auf www.auswaertiges-amt.de beachten.

Zeit: MEZ plus 7 Stunden

Sprache: Amtssprache ist Indonesisch. Im Resort wird Deutsch gesprochen.

Anzug: Drei-bis Fünf-Millimeter-Nassanzug empfohlen. Die Wassertemperaturen schwanken zwischen 25 Grad im Juli und 29 Grad im Januar.

Geld: Offizielle Währung sind Indonesische Rupiah (IDR). 100.000 Rupiah entsprechen etwa 6,20 Euro (Stand: Ende November 2021). Das Tauchresort akzeptiert US-Dollar, Euro und Kreditkarten.

Strom: Eurostecker (220 V), kein Adapter nötig.

Handy/E-Mail: Deutsche Handys funktionieren vor der Tauchbasis und am Bootssteg. Im Resort gibt es einen kostenlosen WLAN-Punkt.

Medizin: Die nächste Druckkammer befindet sich in Manado, mindestens zwei Flugstunden entfernt.

Empfehlenswerte Impfungen und Malaria-Prophylaxe bitte vor der Reise mit dem Arzt abklären.

Infos auch bei der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin: http://dtg.org Tourist Info: Indonesisches Fremdenverkehrsamt, www.indonesia.travel.

KUSU ISLAND RESORT

Lage: auf der kleinen Insel Kusu zwischen den großen Molukkeninseln Halmahera und Bacan. Geplante Eröffnung: Januar 2022

Reisezeit: Ganzjahresziel unweit vom Äquator mit nur geringen Temperaturschwankungen. Die niedrigsten Wassertemperaturen mit rund 25 Grad herrschen im Juli und August. Die Sicht schwankt im Tagesverlauf mit den Gezeitenströmungen und beträgt meist zwischen 15 und 25 Meter, manchmal sogar weit über 30.

Besitzer/Basisleiter: das österreichische Paar Barbara Trattner und Christian Lechner.

Ausbildung: auf Anfrage nach SSI. Beide Basenleiter sind SSI-Instructor Trainer.

Tauchbestimmungen: Vorlage von Brevet, Logbuch und Nachweis einer Tauchunfallversicherung.

Tauchen: 50 verschiedene Tauchspots können mit den schnellen Tauchbooten innerhalb von zwei bis 25 Minuten erreicht werden. Zwischen den Tauchgängen kommt man immer ins Resort zurück. Standardmäßig wird in Gruppen bis zu fünf Taucher pro Guide getaucht (meist sind es jedoch weniger Taucher pro Guide). Es finden bis zu drei Bootsausfahrten täglich statt.

Maximaltiefe: 40 Meter (meist bewegt man sich im 15-bis 20-Meter Bereich).

Tauchlehrer: zwei Tauchlehrer, vier Guides.

Boote: drei überdachte, acht Meter lange GFK-Schnellboote für je sechs Taucher.

Ausstattung: Leihausrüstung auf Anfrage (45 Euro pro Tag). Ein großer Kameraraum ist vorhanden.

Flaschen: DIN/INT-Alu-Flaschen (zwölf Liter), kein Adapter nötig. 15-Liter-Flaschen gegen Aufpreis.

Preise: Tauchpakete sind immer an die Unterkunft gebunden und beinhalten drei geführte Bootstauchgänge pro Tag sowie einen Nachttauchgang pro Woche. Weitere Nachttauchgänge sind ab zwei Personen möglich und kosten 57 Euro extra.

Nitrox 32: ab Sommer 2022 for free. Aufpreis für 15-Liter-Flasche: vier Euro pro Tauchgang. Kurse nur auf Anfrage.

Unterkunft: Das Fünf-Sterne-Tauchresort verfügt über acht geräumige und geschmackvoll eingerichtete Ocean Villas auf Stelzen mit privatem Meerzugang. Alle sind 72 Quadratmeter groß und ausgestattet mit Bad/WC, Föhn, Klimaanlage, Minibar, Safe, Schreibtisch, Couch sowie riesiger Terrasse mit bequemen Liegen und Hängematten. Das aus nachhaltigen Materialien wie Treibholz handgefertigte Mobiliar verdient besondere Erwähnung.

Veranstalter: Aquaventure, Tel. 0511-690 999 00, www.aquaventure-tauchreisen.de.

Preisbeispiel (von Aquaventure): Zwei Wochen Kusu Island inklusive Flug mit Singapore Airlines ab/bis Deutschland, mit einer Hotelnacht mit Frühstück in Manado, Weiterflug nach Labuha via Ternate, zwölf Nächte im Kusu Island Resort (Ocean Villa, Doppelbelegung) mit Vollpension, acht Tauchtage mit je drei geführten Bootstauchgängen (inklusive Flasche und Blei) sowie einem Nachttauchgang, Flughafen-Transfers und Steuern kosten ab 4289 Euro pro Person.

Kontakt: www.kusuislandresort.com