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PREMIERE: RIESENRADUNTERNEHMEN GÖBEL PRÄSENTIERT „CITY STAR” IN LONDON


Kirmes & Park Revue - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 20.01.2020
Artikelbild für den Artikel "PREMIERE: RIESENRADUNTERNEHMEN GÖBEL PRÄSENTIERT „CITY STAR” IN LONDON" aus der Ausgabe 2/2020 von Kirmes & Park Revue. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Kirmes & Park Revue, Ausgabe 2/2020

Familie Göbel mit ihrem Riesenrad im Winterwonderland in London


Besonders stolz ist die Fa. Göbel, dass sie gleich im ersten Jahr mit 3 Auszeichnungen der Veranstalter im Winter Wonderland ausgezeichnet wurde. Unter anderem mit dem Gold Award für „Excellent Customer Experience“.


Besucher des kürzlich zu Ende gegangenen Winter Wonderland im Hyde Park London waren die ersten zahlenden Fahrgäste, die in den Genuss einer Fahrt auf dem von der Familie Göbel präsentierten und bis dato neuesten, höchsten und wohl elegantesten Aussichtsrades. Mit dem 70 Meter hohen City Star von Mondial nennt das deutsche ...

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... Schaustellerunternehmen gleich sieben Riesenräder sein Eigen.

Die Sammlung von Göbel umfasst jetzt Räder mit Höhen von 33 bis 70 Meter, fünf von ihnen von Mondial und zwei von Nauta Bussink. Der „City Star“ kam nur zwei Jahre nach der Auslieferung des 48 Meter hohen „Grand Soleil“ von Mondial an die Familie dazu. Das Engagement auf dem beliebten Weihnachtsmarkt in der britischen Hauptstadt war ausschlaggebend für die Entscheidung der Familie den 25 Meter Sprung zur neuesten Attraktion zu wagen. Frühere positive Erfahrungen mit dem niederländischen Hersteller und die Tatsache, dass dieser in der Lage ist, transportable Anlagen dieser Größe zu bauen, bewegte die Familie dazu, auch dieses Mal mit Mondial zusammenzuarbeiten.

Die Winter Wonderland Organisatoren bewarben die Attraktion als das größte transportable Aussichtsrad der Welt, ein Titel, den es sich mit dem 2015 von Mondial an den französischen Schausteller Marcel Campion gelieferten „Roue de Paris“ teilt. Mag sich das 80 Meter hohe „Hi-Sky“ München (von Bussink/Maurer) auch mit ähnlichen Eigenschaften rühmen, betrachten die „City Star“ Eigentümer ihre Neuanschaffung, Dank des bei diesem und anderen Riesenrädern der Mondial Compact System (MCS) Produktreihe mitgelieferten integrierten Trailers, als echte mobile Anlage.

Seit das London Eye im Jahr 2000 am Ufer der Themse eröffnet wurde, ist eine Reihe von Aussichtsrädern in Städten rund um den Globus errichtet worden. Ihre Größe mag variieren, ein Merkmal haben sie aber gemein, fast alle sind wie das London Eye komplett weiß gehalten. Diese Farbgestaltung verstand sich für das „City Star“ Rad von selbst, da der Betreiber es nicht nur auf Kirmesplätzen, sondern auch in einer Reihe von Innenstädten präsentieren will. „Wenn man bei Stadtverwaltungen vorspricht, will man dort keine Kirmesattraktion”, sagt Tobias Göbel „Weiß passt zu allem”

Dank des beeindruckenden Beleuchtungssystems fehlt es dem Rad nach Einbruch der Dunkelheit aber sicherlich trotzdem nicht an Farbe. Insgesamt wurden, eingeschlossen nicht nur die Gesamtlänge aller Speichen, des Kranzes, sondern auch der Nabe und des Kranzes auf der Rückseite und der Bahnhofsüberdachung, mehr als 120.000 RGB LED Pixel installiert. Außerdem gibt es in und unter jeder der 48 Gondeln weiße Lichter. Inzwischen sorgen Farbwechsel-LEDs an der Bahnhofsüberdachung vor dem Einsteigen für eine warme Atmosphäre im Bahnhof.

Die neue Attraktion wurde vom Mondial Werksgelände in der Provinz Friesland, abgesehen vom Verkehr in der Londoner City, ohne Probleme direkt in den Hyde Park transportiert. „Zum Glück war der Brexit noch nicht vollzogen”, sagt Göbel.

Zum Umsetzen des Rades werden insgesamt 16 Trailer benötigt; sechs davon werden als Fundament für das Rad zusammengestellt. Mit 25 x 20 Metern Grundfläche, plus dem Eingangsbereich von 5 Metern Tiefe, ist die Grundfläche des auf vier Stützen stehenden Rades bemerkenswert klein für eine Anlage dieser Größe. Der Aufbau der Attraktion im Winter Wonderland dauerte circa eine Woche. Nach Angaben des Herstellers sollen für den Aufbau aber weniger als vier Tage reichen, wenn der Betreiber alles in den Griff bekommen hat.

Mit einer Innenhöhe von 1,90 Meter sind die sechssitzigen Gondeln groß genug, dass sich die Fahrgäste nicht den Kopf stoßen. Dank der hochklappbaren Sitzbänke, die Platz für Rollstuhlfahrer (oder Kinderwagen) schaffen, ist jede Gondel frei zugänglich. Über ein 4-Kanal Onboard Soundsystem in jeder Gondel kann ein Audiokommentar oder Musik übertragen werden. Automatische Gondeltüren und Einstiegstore mit einem mobilen Steg, der die Lücke zwischen den Stufen und der Gondel überbrückt, ermöglichen ein ausgesprochen effizientes Einsteigen. Es kann gleichzeitig in sechs Gondeln eingestiegen werden. An ruhigeren Tagen kann das Rad mit einer Auswahl einzelner Gondeln betrieben werden; das spart Energie und verringert die Abnutzung. Mondial bietet darüber hinaus ein Nonstop-Kreislaufsystem.

Die Mitarbeiter auf dem Deck können das Rad mittels eines Start/Stopund Notschalters steuern oder vom Steuerpult aus auf ein System zugreifen, das den Abstand zwischen den Gondeln berechnet. Diese beiden Steuerungseinrichtungen und die automatischen Türen/Tore reduzieren die Arbeitskosten.

Acht Antriebsmotoren/räder halten das Rad in Bewegung und ermöglichen ein schnelles Stoppen und Beschleunigen. Bei einer Fehlfunktion des Motors kann das Rad auch mit nur sechs oder sieben Antriebsrädern betrieben werden.

Der Tourneeplan 2020 stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Tobias Göbel erklärte aber, dass der Fahrpreis in Deutschland wohl nicht so hoch wie im Hyde Park (£11/€13 zu Spitzenzeiten) sein wird. Trotzdem können Riesenradbetreiber auf Kirmesveranstaltungen höhere Fahrpreise verlangen, da Riesenräder woanders als Einzelanlagen ausgesprochen beliebt geworden sind. Angesichts der benötigten Logistik und der Tatsache, dass ein „Flug” auf dem London Eye (inklusive einer 4D Vorschau) heute £27-30 kostet, war der Einführungspreis des City Star in London verständlich. Es ist anzunehmen, dass, ähnlich wie bei anderen Göbel Anlagen, auch im neuen Riesenrad Frühstücksevents und Sektempfänge angeboten werden.

Auf die Frage, ob er auf seinem London-Gastspiel die Möglichkeit hatte mit dem London Eye zu fahren, antwortete Tobias Göbel lächelnd, „Nein, aber ich konnte es von der Spitze unseres Rades aus sehen.”

Bereit zum Transport


Fotos: Mondial, Owen Ralph, Ian Cant, Giles Smith