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Première Ronde


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Audio Test - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 18.03.2022

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Bildquelle: Audio Test, Ausgabe 3/2022

Als alte Testhasen haben wir schon viel gesehen. Aber wenn wir uns recht erinnern, waren bisherige HiFi-Elektronik-Produkte wie Verstärker oder Streamer stets in Quaderform. Ein Klangzauberer in kreisrunder Form kam uns bis dato noch nie unter die Finger.Die französische Marke Elipson verschafft uns nun dieses besondere Designerlebnis. Kurz zur Historie: Elipson ist der älteste Lautsprecherhersteller Frankreichs und seit Ende 2021 in Deutschland bei der Pannes Vertriebs KG (u.a. Monitor Audio und Roksan) zu haben. Die Franzosen forschen seit den Anfangstagen an einem Lautsprecher mit möglichst gleichmäßiger Schallverteilung. Bereits früh wurde die Idee des kugelförmigen Lautsprechers mit elliptischem Reflektor entwickelt. So kam Elipson auch zu seinem Namen. Doch zurück zu unserem Testprobanden, dem Elipson Elipson Music Center Connect HD: Das sieht schon faszinierend aus und sein Design wird ...

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... sicher auch noch in 30 Jahren viele interesierte Blicke auf sich ziehen. Das Elipson Music Center Connect HD bringt dabei gerade einmal 3 Kilogramm auf die Waage. Sein Durchmesser beträgt übrigens 33 Zentimeter und in der Höhe sind es 7 Zentimeter. Damit ist die Elipson-Anlage ideal fürs Regal geeignet. Schwere HiFi-Möbel benötigt sie nicht. An der Front finden wir eine schwarze LCD-Anzeige, die mit weißer Schrift aufwartet. Diese zeigt übrigens auch CD-Text an, was wir echt gut finden. Dieses sinnvolle Feature wird von zu vielen CD-Playern einfach ignoriert. Da wir schon beim CD-Player sind, stellt sich vielleicht der Leserin oder dem Leser die Frage, was das Music Center Connect HD nun genau ist?

Ein Center viele Optionen

Würde Elipson zum Music Center Connect HD noch zwei Lautsprecher liefern, dann könnten wir ohne Zweifel von einer Kompaktanlage sprechen. Da aber keine Lautsprecher zum Lieferumfang gehören, ist es eher ein Receiver mit CD-Player und Streaming- Funktion. Jedoch gibt es ein paar empfehlenswerte Elipson Kugel- Lautsprecher, die wir zusammen mit Music Center getestet haben. Denen widmen wir uns später in diesem Artikel.

Anfangs wollen wir schauen, was das Music Center Connect HD so alles kann. Zunächst hat es einen Stereo- Endverstärker integriert, der eine Leistung von 2 × 120 Watt bei 4 Ohm liefert. Wer zu Hause nicht gerade in einem opulent geschnittenen Ballsaal residiert, dem sollte diese Leistung ausreichen.

Darüber hinaus finden wir in dem runden Gehäuse einen Vorverstärker, der zwei Cinch-Anschlüsse für Analoges bietet sowie einen 3,5-Millimeter-Klinken-Eingang. Außerdem ist ein optischer Eingang und ein USB-Anschluss vorhanden. Letztgenannter bietet etwa einem USB-Stick Platz. Allerdings kann das Center vom Stick nur MP3-und WMA-Dateien abspielen. Der interne DSP arbeitet mit 32 Bit bei 192 kHz. Weiterhin besitzt das Music Center einen Pre-Out, einen Anschluss für einen Subwoofer und einen Kopfhörerausgang auf der Rückseite. An diesem finden Kopfhörer mit 3,5 Millimeter-Klinken-Anschluss Platz.

Zudem ist das Elipson Music Center Connect HD mit einem Netzwerkplayer ausgestattet. Dieser nimmt Verbindung mit dem Internet via LAN oder WLAN auf. Beim Audiostreaming kann er Dateien im FLAC, WAV, ALAC, AAC, AAC+, MP3-Format mit bis zu 24 Bit bei 96 kHz verarbeiten. Auch beherrscht er Multiroom über die Elipson App und ist mit Bluetooth ausgestattet. Das unterstützt die Codecs SBC, AAC, aptX und aptX HD.

Freunde und Freundinnen der Radio-Funkwellen werden beim Elipson HiFi-Receiver ebenfalls fündig, denn FM und DAB sind integriert. Das DAB-Radio funktioniert tadellos – die gute alte Wurfantenne für den Empfang liegt bei. Zu guter Letzt kann das Music Center Connect HD auch CDs wiedergeben. Neben normalen Audio-CDs dürfen es CDs mit MP3s und WMA-Dateien sein. Die CDs werden per Slot-In-Mechanismus in den Player gebracht.

Bedienung

Das Center steuern wir entweder direkt an der Front mittels Fernbedienung oder auch per App. Wobei es bei App-Nutzung einige Einschränkungen gibt. Schauen wir aber zunächst auf die Frontbedienung. Die wird mittels sieben Touchbuttons gelöst. Hier können wir die Anlage aus dem Stand-by wecken. Doch Achtung, dazu muss diese Taste länger berührt werden. Die anderen Tasten reagieren sofort auf die Berührung. So wählen wir den Eingang, steuern die Lautstärke oder Pausieren die Wiedergabe. Den Piepston, der bei jeder Tasten-Berührung ausgelöst wird, ignorieren wir einfach galant. Wozu haben wir die Fernbedienung?

Über diese steuern wir die Elipson-Anlage komfortabel von der Couch aus. Die Elipson-App können wir auf einem Android oder iOS-Handy nutzen. Die App ist dabei unverzichtbar, um die Streamingfunktionen des Music Center Connect HD zu verwenden. Hier finden wir also alle wichtigen Musikstreaming- Anbieter wie Spotify, Tidal oder Deezer. Auch Internetradioanbieter wie TuneIn und iHeart sind dabei. Zudem greifen wir per App auf unsere internen Musikserver zu oder auf die Musik, die unser Handy gespeichert hat. Weiterhin ist die Elipson-App unerlässlich, um die Multiroom-Funktion der Anlage zu nutzen. Wir können mit ihr bis zu 10 Räume steuern. Was mit der App leider nicht funktioniert ist, die Anlage außerhalb des Musik-Streamings zu bedienen. Die CD pausieren und dann zum DAB-Radio wechseln läuft also nur mit der Front-Steuerung oder der Fernbedienung, nicht aber mit der App. Das ist schade, denn eine App, die gleichzeitig die Fernbedienung vollständig ersetzt, ist keine schlechte Sache. Gerade für Leute, die ihre Remote gern mal auf der Couch „verlieren“.

CD-Player und Kopfhörer

Der CD-Player wird bei derartigen All-In-One-Systemen ja gern stiefmütterlich behandelt. Wir kennen einige Kompaktanlagen, bei denen das Laufwerk rumpelt, wie ein Betonmischer auf der Baustelle. Doch keine Angst, bei dem Music Center Connect HD ist dies ganz und gar nicht der Fall. Vielmehr ist das Laufwerk flüsterleise, nahezu still. Wir müssen fast das Ohr auf den Player legen, um das Laufwerksgeräusch zu hören. In einem leisen Zimmer ist der Player schon bei einem Sitzabstand von 30 Zentimetern praktisch lautlos.

Was wir außerdem richtig gut finden: Elipson legt der Anlage eine Mess-CD bei. Verschiedene Töne in unterschiedlichen Frequenzen hören wir darüber und können so etwa unsere Lautsprecher ideal ausrichten oder den Bass dämpfen. Das ist sicher nur eine Kleinigkeit, doch gerade solche Dinge machen uns Hörerinnen und Hörern das Leben ein wenig leichter.

Der Kopfhöreranschluss, bzw. der interne Kopfhörerverstärker begeistert uns ebenfalls. Der Klang ist enorm detailreich, luftig, klar und aufgeräumt. Die Weite im Hall ist lebendig und wirkt extrem realitätsnah. So muss ein guter Kopfhörerverstärker klingen! Wer also gern und lange mit seinen Kopfhörern der Musik lauscht, der wird mit dem Music Center Connect HD von Elipson garantiert seine Freude haben. Vorausgesetzt der Kopfhörer besitzt einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss, aber hier tut es zur Not ja auch ein Adapter.

Planet L Lautsprecher

Wenn wir kugelförmige Lautsprecher sehen und diese dann auch noch aus Frankreich stammen, denken wir unweigerlich an Cabasse. Allerdings hat auch die Marke Elipson, wie eingangs erwähnt, eine lange Tradition beim Bau dieser Art von Lautsprecher. So brachten die Franzosen schon 1954 den 45S8 heraus: Einen kugelförmigen Standlautsprecher, der am oberen Ende eine Art „Schallreflektor“ hat. Eine echte Lautsprecher-Kugel kam dann 1966 mit dem Elipson 502 auf den Markt. Die 1960er Jahre waren sowieso die Zeit der ausgefallenen Designs. Selbst heute wirken Kugellautsprecher, trotzdem ihrer weit über 60 Jahre alten Designidee, immer noch futuristisch. Und das wird sicher noch lange so bleiben.

Doch kommen wir zurück zum Elipson Planet L. Dieses Modell erblickte 2010 das Licht der Welt und ist der größte passive Lautsprecher der Planet-Serie von Elipson. Sie messen im Durchmesser knapp 43 Zentimeter und wiegen amtliche 8,5 Kilogramm. Richtig genial finden wir das Finish der Lautsprecher. Es gibt sie im hochglänzenden Schwarz, Weiß oder Rot, doch das sind kaum außergewöhnliche Farben. Interessant sind die matten Lacke. Da gibt es zum Beispiel Neptun Stone und Saturn Dust. Saturn Dust ist eine Farbe, die an Sandstein erinnert, und Neptun Stone eine Art Blaugrau, wie auf unseren Bildern zu sehen. Diese Farbe im Zusammenspiel mit der matten Oberfläche macht einfach Spaß. Wir wollen die Kugeln gar nicht wieder aus der Hand legen, so edel mutet die Haptik an. Auf der Rückseite der Elipson Lautsprecher befinden sich die kompakten Anschlüsse. Wir können Klemmen oder Bananenstecker nutzen. Bei Steckern empfiehlt es sich, die Klemmen vorher voll aufzudrehen, damit die Stecker sicher sitzen. Sind die Klemmen zugedreht, schauen die Stecker doch recht weit hervor. Auffällig ist hier die vorzügliche Maßarbeit der Franzosen, denn die Anschlüsse ragen aus dem Gehäuse nur durch kleine Löcher. Somit bleibt das Gehäuse auch auf der Rückseite eine Einheit.

Über den Anschlüssen befindet sich der Ausgang des Bassreflexes. Dieser ist ebenfalls perfekt im Gehäuse eingelassen. Wenn wir die Lautsprecher tragen und zwei Finger in den Bass-Ausgang stecken, fühlt sich der Planet L tatsächlich wie eine Bowling-Kugel an. Aber bitte kommen Sie jetzt nicht auf die Idee Ihr Wohnzimmer in eine Bowlingbahn umzuwandeln. Wobei wir sicher sind, dass die hervorragend verarbeiteten Lautsprecher-Gehäuse aus gedämpftem Fiberglas den Sturz ohne Kratzer wegstecken würden.

FAZIT MUSIC CENTER

Das Music Center Connect HD macht sehr viel richtig. Klanglich muss es den Vergleich mit deutlich teureren Anlagen nicht scheuen, denn es verbindet analogen Charme mit digitaler Genauigkeit. Zudem stimmen Anschlussvielfalt und Streaming-Eigenschaften. Auch der CD-Player zeigt sich von erstaunlich hoher Qualität inklusive perfekter Laufruhe. Einzig die App könnte ein Upgrade vertragen, damit wir mit dieser auch die Anlage bedienen können.

Aufstellung

Da die Planet L fast perfekte Kugeln sind, fragen wir uns vorab, wie wir sie denn aufstellen können, ohne dass wegrollen. Doch das ist ganz einfach. Jedem Lautsprecher liegt ein Metallring mit Filzauflage bei. In diesem Ring platzieren wir die Lautsprecher und schon stehen sie absolut sicher. Wir können sie dadurch auch perfekt auf unsere Hörposition ausrichten. Selbst wenn dieser Ring nicht beigefügt wäre, rollen die Planet L nicht weg, denn auf der Unterseite haben sie eine abgeflachte Stelle. Alternativ kann sich der Elipson-Freund einen schicken Lautsprecherständer für die Planet L kaufen. So lassen sie sich stilsicher im Raum platzieren. Der „STAND“ genannte Ständer kann übrigens auch für das Music Center genutzt werden. Es ist mit weiteren Halterungen von Elipson sogar möglich, die Planet L an der Decke oder Wand zu installieren. Die Deckenhalterung ist besonders spektakulär gelungen, denn da liegen die Kugeln in Ringen, die an fast unsichtbaren Drähten befestigt sind. Die Frontabdeckung hält, wie bei fast allen vergleichbaren Lautsprechern dieser Preisklasse, magnetisch. In der Regel testen wir Lautsprecher ohne die Front-Abdeckung, doch bei den Elipson Speakern machen wir eine Ausnahme. Denn wir finden nur mit der Abdeckung sehen sie gänzlich vollkommen aus.

Technische Daten

Wie bei Kugellautsprechern üblich, haben wir es hier mit einem Koaxial-Chassis zu tun. Das bedeutet, dass die schallabgebenden Membranen den gleichen Mittelpunkt haben. Oder anders ausgedrückt: Der Hochtöner sitzt direkt auf der Mitte des Tiefmitteltöners. Diese Konstruktionsweise hat den Vorteil, dass wirklich alle Frequenzen (bis auf den Tiefbass aus dem Bassreflexrohr) einem einzigen Punkt entspringen. Auf die Art erleben wir den Schallentstehungs- tonkalotte. Die Bässe und Mitten kommen aus einem 17 Zentimeter messenden Tiefmitteltöner. In Kombination mit dem Bassreflex realisiert der Regallautsprecher bei ± 3 dB einen Frequenzgang von 48 Hz bis 20 kHz. Braucht es da einen Subwoofer? Das zeigt gleich unser Klangtest. Weiterhin haben die Planet L eine Empfind- Ort auf einer Ebene. Das sorgt für eine bessere Räumlichkeit beim Hören. So lautet zumindest die Theorie. Wie es in der Praxis aussieht, verraten wir Ihnen ein paar Zeilen später. Konstruiert ist der Elipson Planet L als Zwei-Wege-Bassreflex-System. Um die Höhenwiedergabe kümmert sich eine beschichtete 25 Millimeter große Gewebe-Hochlichkeit von 90 Dezibel bei 1 Watt und 1 Meter Entfernung. Ihre Impedanz beträgt 6 Ohm.

Runder Sound im Film

Wir testen den Klang der Planet L zusammen mit dem Elipson Music Center Connect HD – Hersteller und Vertrieb empfehlen dieses Set-Up und auch wir finden, dass die Kombi perfekt zueinander passt. Da wir wissen, wie gern unsere Leserinnen und Leser nicht nur Musik hören, sondern auch Filme und Serien ansehen, testen wir zunächst den Filmsound der Elipson Anlage. Wir schließen unseren neuen 65 Zoll-TV – freundlich zur Verfügung gestellt von unserem Schwestermagazin HDTV – per optischem Kabel an das Music Center Connect HD an. Wir aktivieren Disney+ und bemühen einen Star Wars-Film. Die Film-Saga ist schließlich bekannt für ihren Bombast- Sound. Wir haben es George Lucas und vor allem seinem Toningenieur Tomlinson Holman zu verdanken, dass Filmsound im Kino so klingt, wie er im Tonstudio abgemischt wurde – danke THX. Nun liefern zwei Lautsprecher garantiert keinen THX-Sound, doch das soll uns nicht abhalten, den letzten Teil der Star Wars- Saga anzusehen. Schon bei der ersten Weltraumschlacht und den wuchtigen Explosionen sind wir wirklich erstaunt, wie tief die Planet L kommen. Bei 48 Hz Startfrequenz hätten wir vermutet, dass ein Subwoofer nicht schaden kann, doch wir haben uns geirrt. Der Bass muss gar nicht verstärkt werden, denn er klingt wuchtig und groß. Dabei aber nie übertrieben teuflisch, sondern immer herrlich himmlisch. Die Stimmen zeichnen sich sehr klar ab. Ihre Verständlichkeit ist wirklich ausgezeichnet. Die Geräuschkulisse im Raumschiff ist lebendig und jeder Piepton ortbar – ja so macht Star-Wars-Schauen Spaß.

Wir bleiben im Science-Fiction- Genre und blicken noch in “Interstellar”. In der Szene auf dem Wasserplaneten reißt eine gigantische Welle das Raumschiff mit sich. Und genau das hören wir so detailreich und lebensecht über die Planet L, dass es eine echte Freude ist. Auch der Hall im Raumschiff, die verzerrte Stimme aus dem Funkgerät: alles ist perfekt abgestimmt. Außerdem fällt uns positiv auf, wie herrlich dreidimensional die Lautsprecher den Sound in den Raum tragen.

Digital und doch analog

Aber nun raus aus dem Kinosaal und rein ins Konzerthaus. Beim Hören von klassischer Musik, Techno, Rock und Jazz fasziniert uns die absolut brillante und detailreiche Feinzeichnung der Elipson Lautsprecher. Der Stereoraum wird perfekt präsentiert und das selbst weit außerhalb des Sweetspots. Die Bässe sind rund und warm, aber doch knackig. Die Mitten ausgewogen und sehr sauber nuanciert, die Höhen brillant bis in die Spitzen. Nur bei einigen Techno-Abmischungen er- scheinen uns die hohen Mitten fast schon zu aufdringlich. Wir stellen also fest, dass die Kombination aus Elipson Planet L und Music Center Connect HD das fast Unmögliche vollbingt. Sie gibt digitaler Musik einen analogen Touch, aber ohne die digitalen Feinheiten zu übertünchen. Die Elipson Anlage klingt musikalisch und gleichzeitig neutral. Dass so etwas bei einer Kombination für 2 000 Euro (Gesamtpreis Music Center und Planet L) möglich ist, hätten wir wirklich nicht geglaubt. Hier zeigt sich die jahrzehntelange Erfahrung von Elipson in Klangforschung und Produktion.

FAZIT PLANET L

Die Elipson Kugellautsprecher Planet L überraschen uns auf ganzer Linie. Sie sehen nicht nur futuristisch aus und haben eine tolle Haptik, sie bringen auch wirklich runden Sound in unseren Testraum. Trotz der kompakten Größe klingt ihr Bass erstaunlich kraftvoll, lebendig und echt. Die Mitten bezaubern uns mit ihrer ausgewogenen Präsenz und die Höhen sind herrlich klar und detailliert. Das Stereobild und die Ortbarkeit jedes Schallereignisses ist schlichtweg phänomenal.