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Primeln, Stauden und Violen zum Auftakt


GB Gärtnerbörse - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 20.07.2019

Mit Farbe in den Frühling starten – das breite Sortiment der Frühjahrsblüher macht es möglich. Heinrich Dreßler hat sich auf der IPM bei Hethor Flowers, Ebbing-Lohaus, Rudy Raes, Kientzler, Syngenta Flowers, Volmary, Florensis und Pan -American Seed über die Neuheiten im Programm informiert.


Artikelbild für den Artikel "Primeln, Stauden und Violen zum Auftakt" aus der Ausgabe 8/2019 von GB Gärtnerbörse. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: GB Gärtnerbörse, Ausgabe 8/2019

Susanne Wison: ‘Star Fever’ geglittert


Syngenta: Aquilegia-Serie Kirigami


Der Primelzüchter Hethor Flowers (Schermbeck) beteiligte sich am Gemeinschaftsstand der PlusPlants-Gruppe. Unter den Exponaten war die bereits 2018 vorgestellte Primel ‘Star Fever’ mit weißen, sternförmigen Blüten. Susanne Wison sagte, dass sich ...

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... diese Sorte gut für den Absatz zu Weihnachten und zu Silvester eigne, auch geglittert. Ende Januar nehme die Nachfrage ab, da der Kunde dann Farbe wolle.

Höherpreisiges Segment

Mit Etikett und im bedruckten Topf könne sich ‘Star Fever’ von Standard-Primeln abheben und im hochwertigen, höherpreisigen Segment angesiedelt werden. Die festen Blüten seien gut haltbar. Sei eine Blüte verblüht, gebe es keine Lücke im Blütenschirm.
Im Verkauf sollten die Pflanzen voll aufgeblüht sein, um mit ihrer Blütenfülle wirken zu können, empfahl Wison. Die Resonanz auf diese besondere Sorte sei insgesamt positiv.
In der Coco-Serie mit gerüschtem, silbrigem Blütenrand gibt es neue Sorten in Rosa und Hellblau, die die Serie noch frühlingshafter wirken lassen, sagte Wison.
An einem neu gestalteten Messestand in Holzoptik präsentierte der Züchter, Samen-und Jungpflanzen -anbieter Ebbing-Lohaus (Heiden) sein Primel-Sortiment. Günter Kemper wies auf ‘sibel rot’ als Neuzugang in der gestielten, mittelfrühen sibel-Serie hin, die sich durch dicke Stiele und viele Blüten auszeichne. Dieser Rotton habe gefehlt, so Kemper. Die neue Sorte sei etwas wüchsiger als andere sibel-Farben, was beim Hemmstoff -einsatz zu berücksichtigen sei.
Jetzt fehle noch Blau in der Serie, es sei aber die Frage, ob diese Farbe bei Stängelprimeln gebraucht werde. Sie sei bereits in Arbeit, wobei die Züchtung einer kräftigen Dolde bei blauen Primeln schwierig sei.
Eine weitere Farbergänzung ist ‘el unistar hellrosa’, laut Kemper eine trendige Frühlingsfarbe. Sie passe vom Wuchs her gut in die uniforme, mittelfrühe el unistar-Serie und komme in diesem Jahr auf den Markt.
Die diesjährige Primelsaison sei bis Woche drei gut verlaufen, die Preise waren in Ordnung. Zu diesem frühen Zeitpunkt würden die Primeln eher als Zimmerpflanzen verwendet, aber auch mit ausgewaschenen Wurzeln in Sträußen oder Trauerkränzen, erklärte Kemper.

Jungpflanzen-Produktion

Am Messestand von Rudy Raes (B-Destelbergen) stellte Johannes Kloer (Dorsten) die Primel-Neuheiten vor. Kloer produziert Jungpflanzen der Raes-Sorten und bietet sie auf dem deutschen Markt und in weiteren europäischen Ländern an. Der Schwerpunkt liege bei ihm auf späten Primeln wie Cabaret für den Fertigware-Verkauf Mitte bis Ende März.

Ein Highlight im Raes-Sortiment sei die gefüllt blühende Rubens-Serie aus Samen mit Blüte ab Mitte Februar. Die Nachfrage sei gut, berichtete Kloer. Er verkaufe davon etwa 80 Prozent als Mischung und 20 Prozent als Einzelfarben, meist an größere Kunden. Neu seien die Rubens-Sorten ‘Pink Shades’ und ‘Lemon Shades’, die bereits in der Mischung enthalten waren. Die Farben dieser Sorten spielen etwas.
Eine Spezialität von Raes sind Sonderfarben. Diese seien gut gefragt, zum Beispiel würde am Niederrhein der Provence-Mix für Aktionen des Handels produziert und über Landgard vermarktet. Die Sonderfarben blühen in der Regel im Februar, in der frühen und späten Saison stehen vor allem die klassischen Primeltöne zur Verfügung. Mit der 2018 vorgestellten Sorte ‘Sweetie’ seien die Gärtner zufrieden gewesen, die Mengen waren aber noch klein.
Den heißen Sommer 2018 hätten seine Kulturen dank einer Fog-Anlage gut überstanden, resümierte Kloer. Die Fog-Anlage hatte er zuvor er -weitert, ursprünglich war sie nur im Keimbereich installiert. Nach der Keimung dürfen die Primeln nicht zu viel Hitze abbekommen, da sie sonst steckenbleiben können, erklärte Kloer. Er habe seine Pflanzen deshalb im Sommer 2018 in diesem Stadium im Kühlhaus untergebracht, zum Teil bei Kollegen mit Azaleenproduktion.

Gefüllte Belarina-Primeln

Die gefüllten Belarina-Primeln ‘Candy Frost’ und ‘Baltic Blue’ (Züchter: David Kerley) bereichern das „Frühlingsflirt”-Programm von Kientzler (Gensingen). ‘Candy Frost’ gewann im IPM-Neuheitenschaufenster in der Kategorie „Frühjahrsblüher”. Ihre Blüten sind außen hellviolett mit weißem Rand und innen weiß, der Übergang ist fein gezeichnet.

Ebbing-Lohaus: Stängelprimel ‘sibel rot’


Rubens Pink Shades’, ‘Lemon Sh.’


Kerley/Kientzler: ‘Belarina Baltic Blue’


Tobias Evels: Nelke ‘Sunnybees L Pink’


Erdbeere ‘Summer Breeze Rose’


Helleborus-Kollektion „Winter Sun”


Für den Herbst zeigte Kientzler die vegetativ vermehrtenSenecio -Sorten ‘Silver Gleam’ und ‘Winter Whispers’. Die robusten Pflanzen sollen einen guten Zuwachs zeigen und sich für große Container eignen.

Gerüschter Blütenrand

Die Sirococco-Primeln mit gerüschtem Blütenrand ergänzt Syngenta Flowers (Kleve) um vier neue Farben – ‘Red’ und ‘Neon Violet’ sowie ‘LTD Sky Blue’ und ‘LTD Rose’ (LTD = limited, begrenzt verfügbar). Der Markt für Sonderfarben wachse, teilte Kam -pagnenmanager Alexander Ern mit.
Bei den Stauden mit Frühjahrsblüte wies er besonders aufSaxifraga arendsii ‘Lofty Pink Shades’ hin. Die samenvermehrte Sorte ist derzeit nur begrenzt verfügbar (LTD). Ihr Vorteil sei die hohe Uniformität, mit der sie fast an Stecklingssorten heranreiche. Ern berichtete von „begeisterten Gärtnern”, die die kompakte, frühe, großblütige Sorte im Testanbau hatten. Ihre Blütenfarbe changiert zwischen weiß und pink.
Neue Farben sind beiAquilegia caerulea Kirigami verfügbar. Die reichblütige Serie eigne sich gut für kleinere Kulturgefäße wie den 12er-Topf. Die Pflanzen blühen laut Ern bis zu zwei Monate. BeiCalocephalus ‘Whimsy Silver Improved’ ist die Verzweigung verbessert, ein Stutzen ist nach Erns Auskunft nicht zwingend erforderlich.

Feine Strichzeichnung

Volmary (Münster) zeigte beiViola wittrockiana neue und verbesserte Sorten in der Cats-Serie. Die Blüten der Cats-Violen weisen eine feine Strichzeichnung auf. Neu ist ‘Blue and Yellow’ (Blau-Gelb), verbessert sind ‘Yellow’ (Gelb), ‘White’ (Weiß) und ‘Purple and White’ (Lila-Weiß). Die Vorgänger-Sorten waren nach An -gaben von Tobias Evels sehr spät, die verbesserten Farben passen jetzt in das normale Blühfenster.
BeiViola cornuta sind die direkt ge -säten Twix-Kombinationen („Twix 4 Mix”) eine Neuerung. In jeder Zelle des 180er-Trays kommen vier Samen verschiedener Farbsorten in die Ecken des Plugs, je nach gewünschter Kombination. Sechs Mischungen stehen zur Verfügung. Laut Evels handelt es sich bei diesem Produkt um präzise und günstige Mischungen. Auch wenn eine Farbe ausfalle, er -gebe sich immer noch ein Dreier-Mix. Der bedruckte Konzept-Topf sei den Trixi-Mischungen aus drei zusammengetopften Jungpflanzen vorbehalten.
DieDianthus caryophyllus -Serie Sunnybees aus der übernommenen Grünewald-Züchtung ergänzt Volmary um Sunnybees L mit großen, duftenden, gefüllten Blüten in neun Farben, geeignet für größere Töpfe. Die Pflanzen werden etwa 20 Zentimeter hoch, die Blüten stehen dicht über dem Laub. Die Kultur ist mit Überwinterung oder einjährig möglich. Weitere Sorten in M, eventuell auch in XL, sollen folgen.
MitHelleborus rückte Volmary eine weitere Pflanze in das Rampenlicht. Bei „Winter Sun” handelt es sich laut Evels um eine Kollektion von etwa fünf kompakten Sorten, die im bedruckten 14er-Topf mit Etikett als Premium-Produkt angeboten werden können. Die Blütezeit erstreckt sich von Oktober bis Februar.
Die Q-ismas-Poinsettien des dänischen Züchters Graff bekommen Zuwachs durch die Sorten ‘Bond’ (scharlachrot), ‘Kiss’ (dunkelrot), ‘Mojito’ (weiß-grün) und ‘Oak’ (bronze -farben). Die Sonderfarben lassen sich wie die Princettias bereits im Oktober anbieten, meinte Evels. Ein Vorteil der Graff-Sorten sei die genetisch bedingte gute Haltbarkeit beim Verbraucher.

Zierwert plus Früchte

Von dem niederländischen Züchter ABZ stammt die samenvermehrte Erdbeere ‘Summer Breeze Rose’, die mit ihren großen roten Blüten einen Zierwert besitzt. Die Früchte seien relativ groß, sagte Evels. Im Kräutersegment verfüge Volmary jetzt auch über EU-Bio-zertifizierte Mutterpflanzen, dadurch seien unbewurzelte und bewurzelte Stecklinge mit Bio-Zertifikat erhältlich. Zur Unterscheidung werden die bewurzelten Stecklinge in grünen Trays ausgeliefert.

Florensis: Phlox subulata ‘Fabulous Blue Violet’ mit vorverlegtem Blühbeginn


Volmary wies auf der IPM auch auf seinen Onlineshop für Gärtner hin, der nach Angaben von Evels weiterentwickelt wurde. So gebe es jetzt aktuelle Verfügbarkeitslisten. Die Preise würden kundenspezifisch angezeigt. Die eigene Bestellhistorie der vergangenen zwei bis drei Jahre sei einsehbar.
Am Messestand waren Produkte der Firma Multikraft (A-Pichl bei Wels) platziert. Evels sagte hierzu, dass Volmary die Präparate, die unter anderem Effektive Mikroorganismen (EM) enthalten, seit Anfang dieses Jahres in Deutschland exklusiv im Bereich Zierpflanzenbau vertreibe. In weiteren Bereichen (Gemüsebau, Landwirtschaft) sei der Vertrieb nicht exklusiv. Volmary selbst setze Multikraft-Präparate bei den Mutterpflanzen und in der Jungpflanzen-Produktion ein.

Uniformer Teppichphlox

Vier Farben umfasst diePhlox subu -lata -Serie Fabulous von Florensis (NL-Hendrik-Ido-Ambacht). Dieser gut winterharte, uniform blühende Teppichphlox für den 10er-bis 13er-Topf ist eine Entwicklung der Florensis-Züchtung in Quedlinburg. Ziel war es, die Blüte von Woche 15 bis 16 auf Woche 12 bis 14 vorzuverlegen, damit derPhlox nicht mit Beet-und Balkonpflanzen kollidiert, sondern zu Frühjahrsblühern passt, sagte Marc Knof.
Ebenfalls aus Quedlinburg stammtSaxifraga arendsii ‘Ice Colours Pearl White’ aus vegetativer Vermehrung mit Blüten in Weiß (aus dem Gewächshaus) bis Zartrosa (aus dem Freiland). Die Sorte ist nach Knofs Angaben sehr früh und reichblütig. Die Blüte halte bis zu sechs Wochen, sodass sich die Verkaufsphase verlängere. Bei anderenSaxifraga -Sorten sei die Blühphase kürzer. Auch nach Frost seien die Blüten noch attraktiv. Die Züchtung sei eine „neueSaxifraga -Generation”, weitere Sorten dieses Typs seien in Arbeit.
Mit Vortex stellte Florensis eine neue Topfranunkel-Serie mit acht Farben plus Mischungen vor. Sie stammt von einem französischen Züchter und ist exklusiv über Florensis erhältlich. Knof beschrieb die Pflanzen als kompakt, gut verzweigt und uniform, sie benötigen keine Hemmstoffe. Zu empfehlen für die gut steuerbare, frühe Serie seien 10,5er-bis 12er-Töpfe.

Neue Cool Wave-Sorten

Violen standen bei PanAmerican Seed (NL-Hem) im Mittelpunkt. Denise van Kampen wies auf zwei neue Sorten beiViola Cool Wave hin: ‘Rasp -berry Swirl’ mit einem Purpurton über Gelb sowie ‘Strawberry Swirl’ mit einem Pinkton über Gelb. Unter kühleren Bedingungen sind die dunkleren Farben stärker ausgeprägt. Zur Präsentation auf der IPM diente eine überdimensionale Ampel, in die die vorkultivierten Pflanzen in vier Segmenten eingesetzt wurden.
Seit April 2019 ist dieViola cornuta -Serie Quicktime mit sechs Farben erhältlich. Sie blüht nach van Kampens Angaben zwei bis drei Wochen früher als Sorbet, sodass der Gärtner sein Gewächshaus eher mit einer Folgekultur belegen kann. Geeignet sei sie auch für die sehr späte Kultur, zum Beispiel nach Poinsettien. Die kürzere Kultur spare Produktionskosten.
Eine weitere Neuheit bei PanAmerican Seed war dieTagetes -Sorte ‘Flamenco’, deren Blüten bei höherer Einstrahlung ein stärker ausgeprägtes Muster zeigen.

Saxifraga arendsii ‘Ice Colours Pearl White’: Neue Generation mit langer Blühphase


PanAmerican Seed: Viola Quicktime