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PRO & CONTRA


Motorsport-Magazin.com - epaper ⋅ Ausgabe 6/2020 vom 17.12.2020

MOTOGP UM JEDEN PREIS?


Artikelbild für den Artikel "PRO & CONTRA" aus der Ausgabe 6/2020 von Motorsport-Magazin.com. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

FOTOS: LAT IMAGES

PRO

Wem sich einmal die Chance eines MotoGP-Engagements bietet, der sollte sofort zuschlagen. Egal, ob der Interessent aus der Königsklasse Aprilia, Ducati oder Honda heißt. Denn die Moto2-Welt ist schnelllebig und niemand weiß, ob sich je noch eine zweite Chance eröffnet. Ein paar gute Rennen und man steht im Fokus der MotoGP-Headhunter, ein paar schlechte und der eigene Aktienkurs wird auf Talfahrt geschickt.

Lorenzo Baldassarri und Augusto Fernandez fahren, obwohl einst hoch gehandelt, 2021 noch immer in der Moto2. Hingegen genügten Joan Mir und Fabio Quartararo eine Handvoll guter Rennen in der mittleren Kategorie, um diese hinter sich zu lassen. Beide sind heute Rennsieger in der MotoGP, einer davon sogar amtierender Weltmeister.

Den Luxus eines Neins kann man sich womöglich noch leisten, wenn man Marco Bezzecchi heißt und das VR46-Management im Rücken weiß. Warum aber Fahrer vom Format eines Joe Roberts freiwillig auf den Aufstieg verzichten, erschließt sich mir nicht.

Selbst wenn der Durchbruch in der MotoGP nicht klappen sollte, kann man immer noch in die Moto2 zurück und dort um den WM-Titel kämpfen (siehe Sam Lowes). Auch in der Superbike-WM erhöht ein Jahr Erfahrung in der Königsklasse enorm den eigenen Marktwert.

Text: Michael Höller

CONTRA

Die MotoGP ist der Zenit des Zweiradsports. Hier kämpfen die besten Piloten auf den schnellsten Maschinen um den größten Ruhm. Jeder Fahrer träumt von dieser Klasse. Nicht von der Moto2. Nicht von der Superbike-WM. Liegt ein Angebot aus der MotoGP auf dem Tisch, fällt es schwer, nicht zum Stift zu greifen und die Unterschrift auf den Vertrag zu setzen.

Dennoch ist in der Karriereplanung Vorsicht geboten. Ein weiteres Lehrjahr abseits des besonders hellen Rampenlichts ist oft wertvoller als ein verfrühter Eintritt in den Kampf der Giganten, in dem sich Rookies oft unbewaffnet wiederfinden.

Stimmt das Material nicht, kann die ohnehin einschüchternde MotoGP sogar dem besten Fahrer jegliches Selbstvertrauen rauben. Moto2-Kapazunder wie Tom Lüthi, Sam Lowes oder Tito Rabat sind in den letzten Jahren übel an der Königsklasse gescheitert. Aktuelle Youngsters wie Joe Roberts oder Marco Bezzecchi tun deshalb gut daran, nicht das erstbeste - oder schlechteste - Angebot aus der Königsklasse anzunehmen.

Geht man etwa erst einmal eine Saison bei Aprilia völlig baden, ist man die Chance auf ein Engagement in einem MotoGP-Spitzenteam schnell los. Eine Gefahr, der man in einer weiteren Moto2-Saison kaum ausgesetzt ist. Etabliert man sich dort im Spitzenfeld, ist es nur eine Frage der Zeit, bis das nächste, bessere Offert eintrudelt.

Text: Markus Zörweg

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