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Prof. Dr. Johannes Walther, IPM AG, im Interview:Zukunft mitgestalten


Privatbahn Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 19.09.2019

Bereits zum sechsten Mal veranstaltet in diesem Herbst die IPM AG in Partnerschaft mit der Deutschen Bahn das Railway Forum in Berlin. Wie auch bei den vorangegangenen Veranstaltungen werden sich wieder zahlreiche Experten und Entscheider zwei Tage lang zusammenfinden, um die Perspektiven der Bahnindustrie zu diskutieren. Im Interview mit dem Privatbahn Magazin spricht der Vorsitzende des Vorstands der IPM AG, Prof. Dr. Johannes Walther, über seine Erwartungen und Schwerpunkte.


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Bildquelle: Privatbahn Magazin, Ausgabe 5/2019

Auch 2021 wird das Railway Forum in Berlin stattfinden.


Privatbahn Magazin:Herr Professor Doktor Walther, nun schon zum ...

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... sechsten Mal wird Ihr Institut – gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG – das Railway Forum durchführen. Was hat sich inhaltlich und äußerlich seit dem ersten Forum 2012 verändert?
Prof. Dr. Johannes Walther: Seit dem Beginn hat sich einiges getan. Wir sind von ursprünglich 300 Teilnehmer auf mittlerweile über 1100 Personen gewachsen. Zudem haben wir die Räumlichkeiten im Estrel Hotel gewechselt. Auch sind wir mittlerweile im zweijährigen Turnus immer im Herbst unterwegs. Inhaltlich haben wir uns zu einer Zukunftskonferenz für das gesamte System Bahn entwickelt. Gleichgeblieben ist der Teilnehmerkreis: Entscheider und Experten mit Umsetzungskraft in ihren Unternehmen.

Stimmen Sie mir zu, dass sich das Forum von einer Bestandsanalyse hin zu einer Diskussion um Perspektiven der Bahnindustrie entwickelt hat?
Vollkommen. Wir haben als Institut den Anspruch, mit unseren Partnern die Zukunft der jeweiligen Branche, in der wir aktiv sind, in unserem kleinen möglichen Rahmen mitzugestalten. Dies gilt auch für unser Railway Forum. In Abstimmung mit der Deutschen Bahn wollen wir dem Verkehrsträger Bahn zu einer größeren Effizienz und höherem Nutzungsanteil verhelfen. Die Diskussionen auf dem Event sollen die Entscheider für ihre Alltagsarbeit und Projekte inspirieren und die Zukunft positiv beeinflussen.

Welche Schwerpunkte setzt das 6. Railway Forum vom 30. September bis 2. Oktober 2019?
Wir fokussieren auf vier strategische Themenfelder, die wir mit der DB abgestimmt haben und die sich durch alle Sessions ziehen:
a) Die Digitalisierung schreitet voran und verankert sich tief gehend in allen Bereichen des Systems.
b) Ihr folgt die Vision datengetriebener Automatisierung im Eisenbahnwesen und der -produktion.
c) Weitere neue Technologien für Fahrzeuge, Infrastruktur und Fabriken ergänzen die technologische Revolution.
d) Neben technologischen Themen führt der zunehmend europäische und globale Wettbewerb bei Produzenten und Betreibern zu Anpassungsbedarfen in ihren Unternehmen.

Haben Sie da ein Lieblingsthema?
Durch meine Erfahrungen aus anderen Branchen, beispielsweise der Automobil- oder Luftfahrtindustrie, glaube ich, dass die sich gerade entwickelnden globalen Wertschöpfungsketten einen großen Einfluss auf die Eisenbahnindustrie haben werden. Sie fördern Innovativität innerhalb der Branche und werden diese nachhaltig positiv beeinflussen. Wegen dieses Potenzials mag ich das Thema der sich globalisierenden Wertschöpfungsketten.

Digitalisierung und Automatisierung durchziehen alle geplanten Beiträge auf die eine oder andere Art. Wo sehen Sie Problemfelder, die dringend in Deutschland, aber auch in der EU angegangen werden müssen?
Ich glaube, dass die Digitalisierung Gewinne in jeder Industrie hervorbringen wird, wenn sich die jeweilige Branche auf Standards für Schnittstellen und für die Interaktion von Systemen über Firmengrenzen hinweg einigen kann. Unstrittig ist, dass digitale Lösungen ihre maximale Wirkung entfalten, wenn möglichst viele Nutzer und Geräte miteinander kommunizieren. Ohne Branchenstandards setzt sich in der digitalen Ökonomie häufig ein mächtiger Player zum Nachteil der vielen anderen durch. Um solche „Winner-takes-itall“- Szenarien, die für die Volkswirtschaft und die Firmen in der Branche selbst schlecht sind, zu vermeiden, macht es Sinn, seitens der Regierung und der EU die Definition solcher digitalen Branchenstandards zu fördern.

Welche Rolle wird die digitale Sicherheit in den Erörterungen spielen?
Da das Eisenbahnwesen und sein Verkehr kritische Infrastrukturen in unserem Land darstellen, ist das Thema essenziell. Jede digitale Infrastruktur, die potenziellen Zugriff von außen über ITSysteme zulässt, muss modernen Sicherheitsaspekten genügen. Wir behandeln das Thema digitale Sicherheit deshalb mehrfach in Vorträgen und Diskussionen auf dem Event.

Bereits das 5. Forum 2017 platzte aus allen Nähten. Wie es sich abzeichnet, werden auch beim diesjährigen die Nähte sehr gedehnt. Wird es im Jahr 2021 andere Lokalitäten geben?
Wir und die DB sind mit dem Estrel Hotel sehr zufrieden und haben hier einen zuverlässigen Partner. Durch sein neu erbautes Kongress-Center hat der Ort noch Option für mögliches weiteres Wachstum. Das 7. Railway Forum am 7. und 8. September 2021 wird also auch wieder in Berlin am besagten Ort stattfinden.

Prof. Dr. Walther, vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Thomas Felber.

Prof. Dr. JohannesWalther
ist seit 2016 Vorsitzender des Vorstands der IPM AG,
Geschäftsbereich
Unternehmensstrategie.
Seit 1997 ist er Inhaber einer Professur für Allgemeine
Betriebswirtschaftslehre (ABWL) mit dem Schwerpunkt Produktionsmanagement an der Fakultät
Wirtschaft der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften.


FOTOS: RAILWAY FORUM