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PROFITEST: Carado T 447: Gute Wahl


Reisemobil International - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 04.02.2020

Carado empfiehlt sich seit jeher für preisbewusste Kunden. Da macht der T 447 mit Einzelbetten im Heck und optionalem Hubbett keine Ausnahme. Taugt er für vier Camper?


Artikelbild für den Artikel "PROFITEST: Carado T 447: Gute Wahl" aus der Ausgabe 3/2020 von Reisemobil International. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Reisemobil International, Ausgabe 3/2020

EXKLUSIV von 6 E XPERTEN geprüf t


Man könnte das Erfolgsrezept von Carado mit dem eines großen, erfolgreichen und in Nord und Süd aufgeteilten Discounters vergleichen: Der Kunde erhält solide Ware zu einem attraktiven Preis. Der Imagefaktor hält sich vielleicht in Grenzen, aber dafür tut das Produkt auch nach Jahren noch klaglos seinen Dienst. Heute sind nach wie vor viele Carado-Mobile der ersten Stunde unterwegs. Weiteres Merkmal der ...

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... Günstig-Marke von Hymer: Viele Grundrisse sind familienfreundlich.

Das gilt auch für den Carado T 447 mit Einzelbetten im Heck und zusätzlich erhältlichem Hubbett. Der 7,40 Meter lange Teilintegrierte basiert auf dem Fiat Ducato mit originalem 3,5-Tonnen-Chassis und 120-PS-Turbodiesel (Testfahrzeug: 140 PS). Vorm Schlafzimmer installiert der Hersteller ein Raumbad, im Mittelteil stehen beiderseits des Durchgangs Winkelküche und Kühlschrank, und im Bug lassen sich vier bis fünf Personen in der Sitzgruppe nieder. Das manuelle Hubbett darüber nimmt zwei Camper auf und die Sitzbank stattet Carado stets mit zwei Dreipunktgurten aus, sodass der Teilintegrierte in dieser Konfiguration für vier Reisende ausgelegt ist.

DIE EXPERTEN

Die Sitzgruppe im Carado T 447 bietet vier bis fünf Campern Platz. Darüber befindet sich das optionale manuelle Hubbett.

Karosserie

Der Aufbau des Carado T 447 ist gut verarbeitet, aber einfach konstruiert. Für Dach und Heckwand verwendet man im sächsischen Capron-Werk 34 Millimeter starkes GfK-Sandwich, für die Seitenwände in gleicher Stärke Alu-Sandwich. Aufmerksamkeit bedarf der Boden des Aufbaus: Er besteht aus einer 41 Millimeter dicken Sperrholz-Sandwichplatte mit Schutzanstrich an der Unterseite. Mit intaktem Anstrich kann dieser Boden aber ähnlich lange halten wie einer aus GfK-Sandwich. Als Isoliermaterial verwendet Carado EPS-Schaum, besser bekannt unter dem Markennamen Styropor. Bei intaktem Aufbau unproblematisch, nimmt EPS bei Undichtigkeiten Wasser auf. Ebenfalls dem Einstiegspreis von 45.999 Euro geschuldet sind die vorgehängten Aufbaufenster sowie die fensterlose Aufbautür.


„Der Aufbau des Carado ist zwar nicht modern, bewährt sich so aber schon seit Jahren.“


Rudi Stahl, Karosseriebaumeister

Wie bei Carado üblich, ist der Aufbau sehr gut verarbeitet: Sämtliche Dachhauben sind sauber eingedichtet, Fenster, Türen und Klappen akkurat montiert. Der Heckstoßfänger setzt sich aus mehreren Teilen zusammen, das spart Kosten im Reparaturfall. Wie immer bei Carado sehr solide: die Aufbauschürzen aus Aluminium. Die darin installierten orangenen Seitenleuchten sind sehr ordentlich verkabelt, besser als bei so manchem teureren Modell. Überhaupt präsentiert sich die gesamte Unterseite des Fahrzeugs gewissenhaft verarbeitet: Alle Durchbrüche und alle Schnittkanten der Holzplatte sind üppig versiegelt, sämtliche Kabel mit Ausnahme jener für die optionalen Rückfahrsensoren sind gut befestigt und ordentlich verlegt.

Innenausbau
Den klassischen Grundriss des T 447 gestaltet Carado mit einem gut verarbeiteten, stabilen und ansprechenden Mobiliar, bei dem nur wenige Details verraten, dass ein Carado stets knapp kalkuliert ist. So sind etwa die Fußenden der Einzelbetten nicht aufstellbar und die Kleiderschränke darunter nur im Kniefall zu erreichen. Auch der nur halbhohe Vorhang als Abschluss des Raumbads zum Schlafzimmer hin geht in diese Richtung. Dies sind beim Innenausbau aber auch schon die gravierendsten Dinge. Vielmehr glänzt der Carado mit vielen positiven Details, etwa der zu ihren Rändern hin sehr gut abgedichteten Küchenarbeitsplatte und den gerundeten Kunststoff-Schließblechen der per Soft-close schließenden Oberschrankklappen und Schubladen.


„Die Möbel im Carado T 447 gefallen mir: einfach, aber stabil und gut verarbeitet.“


Alfred Kiess, Schreinermeister

Den Fußboden doppelt Carado unter der Sitzgruppe und im Raumbad auf. Während das elf Zentimeter hohe Podest der Sitzgruppe in der Praxis nicht weite stört, fällt der Absatz zum Bad mit 19 Zentimeter schon höher aus. Nach kurzer Zeit hat man sich aber an die Stufe gewöhnt.

Das manuell zu bedienende Hubbett im Carado T 447 ist Option und mit komfortabler Matratze und mit Federtellern darunter ausgestattet. Unterm Dach rastet das Bett ein und lässt sich dank zentralem Schiebeknopf komfortabel wieder entriegeln.


Sitzen und Schlafen
Die Sitzgruppe im teilintegrierten Carado T 447 besteht aus einer recht bequemen Zweier-L-Sitzbank mit Dreipunktgurten und höhenverstellbaren Kopfstützen, dem Seitensitz mit praktischer seitlicher Klappe zum Stauraum darunter, aus den dreh- und höhenverstellbaren Vordersitzen sowie dem Tisch mit dreh- und verschiebbarer Platte. Somit kommen hier fünf Personen unter, für vier Leute ist es bequem. Der L-Schenkel der Sitzbank lässt sich für mehr Beinfreiheit während der Fahrt demontieren. Durch das Hubbett unter der Decke ist der Einfall an Tageslicht nicht allzu üppig, doch kompensiert Carado dies mit ausreichender LED-Beleuchtung.

Das Hubbett senkt der Urlauber ab, indem er es per Schieber entriegelt und herunterzieht. Beim Hochdrücken rastet es selbsttätig unter der Decke ein.

Die bequeme Liegefläche, bestehend aus neun Zentimeter dicker Kaltschaummatratze auf Federtellern, erklimmt man via Einhängeleiter. Ebenfalls positiv: Das Bett wackelt nicht, und an der Sitzgruppe darunter sind keinerlei Polster umzulegen. Auch bleibt die Aufbautür frei.

Die Einzelbetten über der Heckgarage erfüllen üblichen Standard. Die 13 Zentimeter dicken Matratzen liegen auf Holzlattenrosten. Weil die sich nicht hochklappen lassen, gestaltet sich der Zugriff auf die in den Fußenden der Betten platzierten Kleiderschränke als etwas mühselig. Die Ausleuchtung des Schlafzimmers ist gut, die beiden Schwanenhals-LED-Leuchten am Kopfende der Betten liefern prima Leselicht. Technisch okay, aber nicht schön: die mit Plastikdeckeln zum Kaschieren der Verschraubungen zugepflasterten Trennbrettchen der offenen Ablagen über beiden Seitenfenstern.

Küche und Bad
Die Winkelküche stattet Carado mit dreiflammigem, elektrisch zündendem Gasherd mit solidem Gussrost und praxisgerechten Brennerabständen aus.

Auch die Spüle lässt sich hinsichtlich ihrer Maße gut nutzen. Für und Wider bietet die Form der mit einer Silikonnaht akkurat abgedichteten Küchenplatte: Einerseits bietet sie viel Arbeitsfläche, andererseits fällt der Einschnitt vorm Herd recht schmal aus, sodass kräftig gebaute Köche kaum in diese Nische passen. Man steht dann mit dem Körper unnötig weit vom Rand der Arbeitsplatte weg.

Der Stauraum für Geschirr und Proviant ist für Vierer-Reisegruppen gut bemessen und die Auszüge im Unterschrank sind stabil. Der Kühlschrank, er fasst 113, optional 167 Li- „Die Elektrik ist einfach, erfüllt aber alle Vorgaben. Gut: die vier USB-Anschlüsse.“ Götz Locher, Elektromeister ter, steht gut erreichbar jenseits des Mittelgangs neben der Aufbautür. Die Ausleuchtung der Küche mit zwei LEDSpots unterm Oberschrank ist schön hell.

Das Raumbad erreichen Camper von der Küche aus über den bereits erwähnten Absatz. Der nicht allzu große Toilettenraum ist mit gut nutzbarem Eckwaschbecken und Thetford-Drehtoilette in üblicher Weise ausgestattet. Auf letzte rer bleibt trotz kompakter Maße der Kabine ausreichend Platz. Ein hoher schmaler Schrank und jener unterm Waschbecken nehmen problemlos alle Dinge für die Körperpflege auf.


„Die Elektrik ist einfach, erfüllt aber alle Vorgaben. Gut: die vier USB-Anschlüsse.“


Götz Locher, Elektromeister

Der Blick aus dem Kühlschrank zeigt: Die Winkelküche des Carado T 447 ist gut ausgestattet. Der Gasherd von Thetford hat einen soliden Gussrost und praxisgerecht weite Brennerabstände.


Leider folgt auch Carado dem Trend zu Mini-Dachhauben im Raumbad. Für die zum Wohnraum hin offene Dusche ist das in Ordnung, aber im WC-Raum sollte der Hersteller zugunsten besserer Luft statt einer 25er eine 40er Dachhaube montieren.

Die gut schließende WC-Raum-Tür dient geöffnet als Abtrennung zur Küche hin. Die Dusche jenseits des Gangs hat zwei Acrylglastüren über Eck, die bei Nichtbenutzung der Dusche nach innen geklappt und durch ein Einlegebrett in der Duschtasse arretiert sind. So lässt sich die Dusche auf dem Weg zum Schlafzimmer auch als Trittfläche nutzen. Beim Abbrausen schließen die beiden Türen dicht, und Wasser und Schaum finden ihren Weg in den Abwassertank durch zwei Abläufe. Der kleine Absatz, bedingt durch den Radkasten des linken Hinterrads, stört in der Praxis nicht.


„Carado beachtet beim T 447 alle Vorschriften. Sehr gut gefällt mir die Verkabelung am Unterboden.“


Thomas Klingenstein, Dekra-Sachverständiger

Der WC-Raum ist ansprechend gestaltet und ausreichend groß. Schlecht: die kleine Dachhaube im Toilettenraum. Die Toilettentür fungiert um 90 Grad geschwenkt als Abtrennung zur Küche hin.


Bordtechnik
Der 122-Liter-Frischwassertank mit Einfüllstutzen in der linken Fahrzeugwand befindet sich in der Sitzbanktruhe, der optional isolierte 92-Liter-Abwassertank unterm Fahrzeugboden.

Innenraum und Warmwasser temperiert eine Gasheizung Truma Combi 6 unterm fahrerseitigen Heckbett. Das Frostschutzventil ist im Kleiderschrank davor gut erreichbar.

Das Netzteil für die 12-Volt-Bordelektrik sowie die Bordbatterie kommen in den Konsolen der Vordersitze unter.

Sicherheit
Der T 447 rollt stets mit Fahrerairbag, ABS, EBD, ESP, ASR und Hillholder zum Kunden. Der Beifahrerairbag kostet 399 Euro oder ist Bestandteil des Chassis-Pakets für 1.999 Euro.

Das Fahrverhalten ist Ducato-typisch sicher und die Rundumsicht für den Fahrer überwiegend gut. Somit punktet der Carado T 447 auch in dieser Disziplin, sodass der Käufer für sein Geld einen soliden Gegenwert erhält.

Die Heckansicht des Carado T 447 verdeutlicht den großen hinteren Überhang von 2,40 Metern.


AUF DER TESTSTRECKE

Der Carado T 447 tritt den Test mit originalem 3,5-Tonnen-Chassis mit 4,04 Meter Radstand, mit optionalem 140-PS-Aggregat und Sechsgang-Schaltgetriebe an. Bis an seine Lastgrenze beladen, durchfährt er den doppelten Fahrspurwechsel mit 48 km/h, den 18-Meter-Slalom mit 47 km/h. Beide Werte liegen deutlich unter jenen vergleichbarer Teilintegrierter. Ursächlich hierfür dürfte die Winterbereifung sein. Die geringen Fahrgeschwindigkeiten ändern aber nichts daran, dass das serienmäßige ESP das Fahrzeug im Grenzbereich sicher und kontrolliert abbremst. Auch verhält sich der Carado bis zu diesem Punkt gutmütig: Das Untersteuern der Vorderachse sowie das Übersteuern der Hinterachse kündigen sich dem Fahrer allmählich an und ist gut zu korrigieren. Auch bei schneller Fahrt fällt die Seitenwindempfindlichkeit gering aus. Somit hält sich auch die Sogwirkung, etwa beim Überholen von Lastwagen, in Grenzen. Bei der Komfortmessung ist der 7,40 Meter lange Teilintegrierte ein typischer Vertreter auf Fiat Ducato: Die Vorderachse leitet Fahrbahnstöße recht deutlich bis in die Vordersitze ein, während der Federungskomfort der Hinterachse etwas kommoder ausfällt. Erfreulich niedrig ist das Fahrgeräusch. Trotz vorgehängter Fenster halten sich auch bei Autobahnfahrt Windgeräusche in Grenzen. Motor- und Antriebsgeräusche bewegen sich auf üblichem Niveau. Gering sind die Misstöne aus dem Innenausbau. Die Möbel klappern oder knarzen kaum. Mit dem optionalen 140-PS-Turbodiesel ist der Carado T 447 gut motorisiert, sodass er auch voll beladen gut im Verkehr mitschwimmt. Das serienmäßige 120-PS-Aggregat dürfte sich mit dem großen Mobil schwertun. Der Dieselverbrauch pendelte sich auf akzeptable 11,6 Liter je 100 Kilometer ein. Die Rundumsicht für den Fahrer ist nach vorne, zu den Seiten - dank Rückfahrkamera nach hinten und nach links hinten - gut. Für eine bessere Orientierung nach rechts hinten fehlt in der Aufbautür oder daneben ein Fenster. Die korrekt platzierten Positionsleuchten helfen im Dunkeln beim Rangieren.

DIE KONKURRENTEN Dethleffs Trend Edition T 7057 EB

Dethleffs gehört wie Carado zur Erwin Hymer Group - kein Wunder also, dass der Dethleffs Trend Edition T 7057 EB viele Parallelen zum Carado T 447 zeigt. Einzelbetten, Raumbad, Winkelküche und Sitzgruppe mit drehbaren Vordersitzen: Beim Grundriss setzen auch die Allgäuer auf Bewährtes. Den im Vergleich zum Carado etwas höheren Grundpreis macht der Trend Edition durch seine umfangreichere Serienausstattung wett. Klimaanlage im Fahrerhaus, Tempomat und eine breite Aufbautür mit Zentralverriegelung sind stets an Bord des Teilintegrierten.

Basisfahrzeug: Fiat Ducato mit Tiefrahmenchassis, 2,3-l-Turbodiesel mit 120 PS, Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb, Euro 6d TEMP mit AdBlue

Maße, Massen: zulässige Gesamtmasse: 3.500 kg, Maße: 741 x 233 x 290 cm, Innenhöhe: 213 cm, Einzelbetten: 210 u. 205 x 80 cm; Hubbett: 200 x 140/125 cm

Basisausstattung: Heizung: Warmluftheizung Truma Combi 6, Kühlschrank: 142 l, Frisch-/Abwasser: 125/90 l, Gas: 2 x 11 kg

Grundpreis: 49.999 €

www.dethleffs.de

Sun Living S 75 SL

Die Einsteigermarke von Adria aus Slowenien führt den Teilintegrierten S 75 SL im Programm. Der Grundriss gleicht dem des Carado: Längseinzelbetten über der Garage im Heck, Raumbad mit getrenntem WC- und Duschabteil, davor eine Winkelküche und Sitzgruppe mit drehbaren Vordersitzen im Bug. Interessant: Sun Living bietet das Sondermodell Xtra-Edition des S 75 SL für 50.999 Euro an. Es rollt statt Fiat Ducato auf Citroën Jumper und ist unter anderem mit Hubbett über der Sitzgruppe, Klimaanlage im Fahrerhaus und einer Markise ausgestattet.

Basisfahrzeug: Fiat Ducato mit Tiefrahmenchassis, 2,3-l-Turbodiesel mit 120 PS, Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb, Euro 6d TEMP mit AdBlue

Maße, Massen: zulässige Gesamtmasse: 3.500 kg, Maße (L x B x H): 745 x 232 x 287 cm, Einzelbetten: 2 x 210 x 75 cm, Hubbett: 190 x 125 cm

Basisausstattung: Heizung: Warmluftheizung Truma Combi 4, Kühlschrank: 142 l, Frisch-/Abwasser: 110/85 l, Gas: 2 x 11 kg

Grundpreis: 47.399 €

www.sun-living.com

TECHNISCHE DATEN & LADETIPPS

HERSTELLER
Carado GmbH, Bahnhof 11, 88299 Leutkirch 07561/9097-300
www.carado.de

Basisfahrzeug: Fiat Ducato mit originalem Tiefrahmenchassis; vorn: Einzelradaufhängung mit McPherson-Federbeinen; hinten: Starrachse an Längsblattfedern mit Stoßdämpfern; Frontantrieb; Reifen vorne/hinten: 225/70 R16 C

Motor und Getriebe: Vierzylinder-Turbodiesel mit AdBlue, Hubraum: 2.287 cm3, Leistung: 103 kW (140 PS) bei 3.500/min, max. Drehmoment: 350 Nm bei 1.400/min, Sechsgang-Schaltgetriebe

Abgasnorm: Euro 6d TEMP

MASSE UND MASSEN
Zul. Gesamtmasse: 3.500 kg, Masse in fahrber. Zustand: 2.860 kg, Außenmaße (L x B x H): 740 x 232 x 290 cm, Radstand: 404 cm, Spur v./h.: 182/198 cm, Anhängelast gebremst/ ungebremst: 2.000 kg/750 kg

Karosserie: Seitenwände: Alu-Sandwich 34 mm, Dach und Heckwand: GfK-Sandwich 34 mm; Boden: Holz-Sandwich 41 mm; Isolierung: EPS (Wände, Dach und Boden); Aufbau nicht holzfrei; Aufbautür 53 x 169 cm, einfach verriegelnd und ohne Fenster; Aufbau mit vorgehängten Aufstellfenstern; Aufstellfenster in Dachhutze; Heckgarage zweitürig

Wohnraum: Innenmaße (L (B-Säule bis Heckwand) x B x H): 512 x 218 x 210 cm; Podest unter Sitzgruppe 11 cm hoch; Podest zum Bad 19 cm hoch; Möbel: Sperrholz/Multiplex mit Dekorfolie; solide Metallaufsteller; Schubladen und Oberschrankklappen mit Soft-Einzug

INSTALLATION

Gas-Luftheizung Truma Combi 6 unter fahrerseitigem Heckbett montiert; 122-l-Frischwassertank in Sitzbanktruhe installiert; 92-l-Abwassertank unterflur montiert, gegen Aufpreis isoliert; Bordelektrik unter Seitensitz und Fahrersitz, Bordakku unter Beifahrersitz eingebaut; 5 x 230-V-Steckdose, 1 x 12-V-Steckdose im Aufbau; 4 x USB-Steckdose (je 2 x in Schlafzimmer und Sitzgruppe)

Messwerte der Redaktion

*mit vollem Kraftstofftank; **RMI-Messmethode, angelehnt an die StVZO; . ***RMI-Messmethode, angelehnt an die EN 1646-2: Anteilige Achslasten errechnen sich nach dem Momentenschlüssel (Achsbelastung = Einzelgewicht x Hebelarm: Radstand)

LADETIPPS
Der Carado T 447 rollt als Dreieinhalbtonner und mit Extras auf die Waage, die insgesamt rund 230 Kilogramm wiegen. Mit vollem Diesel-, Frischwasser- und Gasvorrat, Inventar, sowie zwei Reisenden samt Gepäck an Bord bleiben 56 Kilogramm Restzuladung. Mit vier Reisenden ist das Fahrzeug in dieser Konfiguration um 114 Kilogramm überladen. Die Achsen haben noch genügend Zuladereserve. Somit sollte der Käufer zumindest die angebotene Auflastung auf 3,65 Tonnen und mit gleichen zulässigen Achslasten für 249 Euro orden.

ELEKTRIK

Der Carado T 447 ist mit einer 230-V-Anlage (Wechselspannung AC) sowie mit einer 12-V-Anlage (Gleichspannung DC) ausgestattet. Die Einspeisung erfolgt über einen CEE-Stecker in der rechten Außenwand. Der 230-V-Stromkreis ist mit zwei 16-A-Sicherungsautomaten mit FI-Schutzschalter abgesichert.
Diese befinden sich in der Seitensitz-Truhe. Die Schnittstelle zum 12-V-Bordnetz bildet das Ladegerät EBL 119 von Schaudt mit 18 A Ladestrom. Es ist in der Fahrersitzkonsole eingebaut. Unter dem Beifahrersitz platziert der Hersteller die AGM-Bordbatterie von Varta mit 95 Ah Kapazität. Mit fünf 230-Volt-Steckdosen sowie zwei Einzel-USB-Steckdosen und einer Doppel-USB-Steckdose ist der Carado gut ausgestattet. Positiv auch die gute Ausleuchtung von Sitzgruppe, Küche und Bad sowie die sinnvolle Platzierung der Lichtschalter.

WAS BEWERTUNWAS

Mehrteiliger und somit reparaturfreundlicher Heckstoßfänger.


Mit insgesamt vier USBAnschlüssen ist der Carado gut ausgestattet.


Die WC-Klappe ist so hoch, dass die Fäkal-Kassette darüberscheuert.


Nur ein viel zu kurzer Vorhang als Abtrennung zum Raumbad.


Dicht mit der Seitenwand abschließende Markise über der Aufbautür.


Dem optionalen Hubbett spendiert Carado Federteller unter der Matratze.


Die Kleiderschränke in den Fußenden der Einzelbetten sind nur per Kniefall zu erreichen.


Das Holz ist an den Ausschnitten der Bodenfächer nicht versiegelt.


TESTFAZIT

Hymer-Tochter Carado ist bekannt für seine einfachen, aber gut verarbeiteten Reisemobile und hat damit schon manchen Camping-Einsteiger davon überzeugt, die richtige Urlaubsart gewählt zu haben. Da macht der T 447 keine Ausnahme. Etwas zurückhalten sollte sich der Käufer bei der Bestellung von Extras: Zum einen steigt dann auch der Preis eines Carado deutlich an, zum anderen lässt sich das Fahrzeug lediglich auf 3,65 Tonnen auflasten. Wer dies aber beachtet und auch mit dem Holzboden leben kann, der erhält mit dem Carado T 447 ein gut gemachtes Freizeitfahrzeug mit solidem Möbelbau und beliebtem Grundriss.
Mathias Piontek, Simon Ribnitzky

BEWERTUNG

Männer vom Fach, die unserer Test-Redaktion hilfreich zur Seite stehen.

Götz Locher, Elektromeister
Das Elektrohandwerk liegt bei Lochers in der Familie. Der Vater war Obermeister der Elektroinnung Stuttgart, er selbst jahrelang Mitglied der Meisterprüfungskommission.

Alfred Kiess, Schreinermeister
Mit seinem Unternehmen hat sich Alfred Kiess auf die Fertigung hochwertiger Möbel- und Einzelstücke mit edlen Intarsienarbeiten sowie auf den Innenausbau von Yachten und Luxus-Mobilen spezialisiert.

Rudi Stahl, Karosseriebaumeister
Der Experte in Sachen Aufbau und Fertigungsqualität beurteilt mit seiner langjährigen Erfahrung im Karosseriebereich das optische Erscheinungsbild sowie die Kabinenanpassung der Testmobile.

Thomas Klingenstein, Dekra-Sachverständige
Thomas Klingenstein arbeitet seit 2004 bei der Dekra. Sein Spezialgebiet sind Nutz-, Wohn- und Sonderfahrzeuge sowie Allradler vom 4x4 bis hin zum 8x8. Doch damit nicht genug: Klingenstein ist begnadeter Camper und scheut sich auch nicht vor Fernreisen im Wohnmobil.