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PROFITEST: Dethleffs Nomad 490 EST: EXKLUSIV von 6 EXPERTEN geprüft: Komfort für Zwei


Camping, Cars & Caravans - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 18.10.2019

Mit einem modernen Grundriss mit Heckbad soll der neue Nomad aktive Paare ansprechen. Wie besteht die Mittelklasse aus Isny im Profitest.


Der Nomad, traditionell eher die etwas gediegen angehauchte Mittelklasse der Isnyer, hat sich für 2020 richtig fein gemacht. Er erbte das Mobiliar des Generation, jedenfalls konstruktiv. Optisch setzt er außen auf mehr Chrom und auch innen auf glänzende Oberflächen. Die Einrichtung kombiniert Fronten in hellem Nussbraun mit grau-beigen hochglänzenden Oberschrankklappen und weißen Möbelwänden sowie Böden in dunkler Steinoptik. Die indirekte Beleuchtung in drei Ebenen ...

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Bildquelle: Camping, Cars & Caravans, Ausgabe 11/2019

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... macht das Konzept komplett. Als einer von zwölf Grundrissen stellt sich der Nomad 490 EST dem Profitest. Mit Längseinzelbetten vorn und großem Querbad im Heck ein Wagen für reisende Paare, die Wert legen auf Platz im Bad mit richtiger eigener Dusche. Der 490 EST steigt preislich bei 23.599 Euro ein. Der Testwagen kostet mit etlichen Extras 26.812 Euro. Neben dem traditionsreichen Namen und der neuen Optik, die breitere Kundenkreise und sicher auch Campinganfänger ansprechen soll, lässt das schon einiges erwarten.

REDAKTEUR VOLKER STALLMANN

Reisenden Paaren auf der Suche nach einem speziellen Caravan mit Einzelbetten und großem Querbad sind die Zielgruppe des Nomad 490 EST.

Die gut 50 Zentimeter breite Eingangstür punktet mit vollflächigem Fliegenschutz, Fenster und Mülleimer. Stabile und gut zu greifende Rangiergriffe schlagen ebenso positiv zu Buche wie die leicht erreichbaren Stützenkurbeln.

Auch die Seitenmarkierungsleuchte in der Schürze ganz hinten erfreut, weil das Licht da hinten das Rangieren im Dunklen deutlich erleichtert. Der Deichselkasten ist mit Busklappe und Blechboden gut ausgestattet und rundum ebenso gut abgedichtet wie der Toilettenschacht.

Innen lobt der Karosserieprofi das große Panoramadachfenster im Mittelgang, „das in diesem Grundriss sowohl der Dinette wie der Küche zu Gute kommt“. Im Schlafabteil dient eine Klarglasdachhaube als Oberlicht, „da ist es schade, dass im großzügigen Bad nur eine eher simple Dachhaube eingesetzt ist. Allerdings ist das bei dem Abstand der Badwand zur hinteren Dachrundung anders kaum zu machen.“

TECHNIK

Der Technikprofi, TÜV-Ingenieur Roman Heinzle ist zunächst einmal von der umfangreichen Ausstattung des Testwagens angetan. Von der Combi-4-Heizung bis zum TV-Halter samt Verkabelung in der Sitzgruppe gilt, auch der Rauchmelder und die elektronische Stabilisierung sind ist an Bord. Allerdings kostet der größte der Teil der Technik Aufpreis, aber wer einen Nomad kauft, möchte denn schon auch etwas mehr Komfort und Sicherheit. Die Combi- 4-Heizung ist mit ihrem integrierten 10-Liter-Boiler höchst sinnvoll in einem Caravan mit Duschbad und sie lässt sich für Fans über die Truma iNet-Box per APP steuern. Und die automatische Flaschenumschaltung Duocontrol mit Crashsensor aus dem Sicherheitspaket sorgt dafür, dass erstens nicht im ungünstigsten Fall das Gas ausgeht und man kann während der Fahrt heizen. Wem zum Duschen 38 Liter Frischwasservorrat nicht reichen, der bekommt für 139 Euro einen 70 Liter großen Tank, für das Abwasser bleibt es beim 22 Liter großen Kanister

Rudi Stahl zur Karosserie: Mit Bug und Heck in Glattblech und dem Dach in GfK ist der Nomad insgesamt gut verarbeitet. Chromleisten machen ihn zudem schicker.

Die umbaubare Mitteldinette und die gut ausgerüstete Küche gegenüber bestimmen den Wohnraum. Das Heck nimmt hinter einer Schiebetür das Querbad ein.


Die Leitungsverlegung ist durchweg regelkonform, aber die Gaszuleitung zur Heizung im linken Bettkasten „ist – freundlich formuliert – höchst unpraktisch“. Die Leitung kommt vor der Heizung ungeschützt aus dem Boden. „Das ist so nicht verboten, nur zuladen kann man hier nichts mehr, das schwerer und härter ist als ein Stapel Bettwäsche“. Entweder sollte diese Leitung anders verlegt werden oder zumindest gehört davor ein solider Schutz installiert. Sonst sind die Leitungen für Wasser und Warmluft in den Staukästen gut geschützt und auch im Kleinen machen nützliche Ideen das Leben einfacher: Zu den versetzbaren LED-Lesespots in Sitzgruppe und Schlafzimmer gibt es eine USB-Steckdose, die sich ebenfalls frei in den Stromschienen positionieren lässt. „Hier wäre aber eine offene Ablage schön, so baumelt das USB-Kabel vor dem Fenster zum Gerät auf dem Tisch.“ Es gibt genug 230-Volt-Steckdosen, immerhin acht Stück an der Zahl, wovon zwei für die TV-Vorbereitung sind. Der Dreiflammkocher mit Taktfunkenzündung und der große hochgesetzte Tower-Kühlschrank vervollständigen die Komfort-Ausstattung des neuen Nomad.

INNENEINRICHTUNG

„Die glänzenden Möbelklappen an den Oberschränken zum weißen Korpus mit Fronten in hellem Nussbaum, das passt und hat modernen Schick“, befindet Schreinermeister Oliver Pfisterer zum neuen Mobiliar im Nomad. „Da dürfte der Plan, breitere Kundengruppen anzusprechen, sicher aufgehen.“

Ganz Ton in Ton und mit der Beleuchtung in verschiedenen Ebenen ist das Schlafabteil modern und wohnlich eingerichtet. Die Betten sind nur knapp zwei Meter lang, aber komfortabel ausgestattet.


Die Konstruktion stammt im Wesentlichen aus dem Generation, doch „waren beim letzten Generation noch recht viele sichtbare Verbinder zu bemängeln, ist das zumindest im 490 EST kein Thema.“

Nicht ganz so einheitlich beurteilt Pfisterer die verwendeten Beschläge. Der absenkbare Tisch in der umbaubaren Dinette steht auf einem einfachen Klappfuß. Die Auszüge laufen dagegen in Soft-Close-Beschlägen und die Schranklappen hängen an sehr soliden Metallscharnieren. Die Schiebetür vor dem Heckbad gleitet gut in ihren Schienen, unterwegs wird sie mit einem Fangband offen fixiert.

Die Lattenroste punkten mit in Kautschukbrücken gelagerten Latten, sind aber nicht in der Härte verstellbar und sie haben keine aufstellbaren Kopfteile, die auf Wunsch gegen Aufpreis zu haben sind. Die Aufsteller öffnen die Stauräume kraftvoll und halten sie auch mit aufgelegtem Bettzeug problemlos sicher offen. Der aufpreispflichtige Rollrost, der die Einzelbetten zur großen Liegewiese verbindet, läuft leicht in seinen Schienen. Im Bad lobt Pfisterer die Einteilung mit zahlreichen Staumöglichkeiten und die Abdichtung am Waschbecken und besonders in der Dusche.

Allgemein sind die Verarbeitung und das Finish der Möbel von den Konstruktionshölzern im Unterbau bis zu den Kanten von Korpus, Klappen und Türen in Ordnung.

WOHNWERT

Der Einstieg in den Nomad ist „durchaus einer guten Mittelklasse angemessen“, urteilt Wohntesterin Christiane Eckl. „Keine integrierte Stufe und eine normalbreite Tür, die aber mit Fester, Fliegenschutz und Mülleimer ausgestattet ist“. Die aufwendige Beleuchtung in drei Ebenen passt da gut ins Bild. Und der flache Schrank rechts im Einstieg kommt als praktische Idee ebenso gut an wie das Garderobenteil links der Tür.

Der Grundriss ist schon etwas speziell, „aber wer keinen Wert auf eine große Sitzgruppe legt, findet hier komfortable Einzelbetten, die aber mit 195 und 190 Zentimetern nicht allzu lang ausfallen. Dafür lassen sie sich zum großen Doppelbett umbauen. Der echte Pluspunkt des 490 EST ist aber sein komplettes und großes Badezimmer mit der großen Dusche. Soll das alles in einem 490er Aufbau mit fünfeinhalb Metern Innenlänge Platz finden, reicht es zum Sitzen nur für eine Mitteldinette gegenüber der gut ausgestatteten Küche. Diese hat mit ihrer Kombination aus Dreiflammkocher und Rundspüle, dem deckenhohem Kühlschrank und vier Auszügen inklusive schmalem Apothekerauszug viel an Technik und Stauraum zu bieten. Die hinterleuchtete Blende um das Fenster peppt den Kochbereich zusätzlich auf. Nur Arbeits- und Abstellfläche gibt es nicht allzu reichlich.

Roman Heinzle zur Technik: Die umfangreiche Technik im Testwagen ist samt der Sonderausstattung mit Ausnahme der Gaszuleitung zur Heizung im Bettkasten weitgehend gut installiert.

Das Bad ist definitiv der wichtigste Teil des Nomad 490 EST. Soviel Platz im Sanitärbereich findet sich für gewöhnlich eher in Tandemcaravans. Waschtisch mit Fenster, drehbare Toilette, jede Menge Schränke und Ablagen und eine wirklich nutzbare Dusche - mehr kann man kaum verlangen.


Die Dinette ihrerseits gefällt mit bequemen Polstern, deren Rückenlehnen Magnete an Ort und Stelle halten, „sonst fallen die im Vorbeilaufen dauern um, was lästig ist“, und einem ausreichend großen Tisch, der mit Klappfuß und Schiene an der Wand fest genug steht. Leider hat der 490 ETS zwischen den geschlossenen Oberschränken kein offenes Fach für Kleinteile wie etliche andere neue Nomads, „das ist ohne offene Rüttelbords mehr schick als praktisch. So gibt es keinen offenen Platz für Kleinteile, die immer mal schnell zur Hand sein sollen.“ Die Fachböden in allen Oberschränken statt offener Rüttelbords gleichen das nur bedingt aus. Im 490 ETS gibt es so in der Sitzgruppe keine offene Ablage. Stauraum ist reichlich vorhanden. Auch wenn ein Bettstaukasten wegen der Heizung nur bedingt nutzbar ist und der Kleiderschrank etwas schmal ausfällt.

Das Heckbad wartet rund um den stylischen weißen Waschtisch und die drehbare Toilette mit reichlich Schränken, Spiegelflächen und Ablagen auf. Eine Handtuchstange auf der Tür und eine weitere klappbare in der Dusche zeigen ebenso Sinn für praktische Details wie drei Warmluftauslässe im Bad und zwei Abläufe in der Dusche, „sehr sinnvoll, wenn der Wagen nicht ganz waagrecht steht“. Insgesamt besteht der 490 EST im Wohnwert als stimmiges Caravan-Konzept für reisende Paare mit besonderem Augenmerk auf den Badkomfort.

Oli Pfisterer zum Mobiliar: Hochwertige Beschläge ergänzen den starken Auftritt des neuen Mobiliars im Nomad mit seinen glänzend grauen Klappen, dem weißen Korpus sowie den hellen Fronten und Türen.

DAS INNENLEBEN AUF EINEN BLICK

FAHRSTABILITÄT

Der gut ausgestattete Testwagen wiegt mit seinen zahlreichen Extras leer 1.334 Kilogramm, da bleibt bei serienmäßigen 1.500 Kilogramm Gesamtmasse auch für Zwei nicht genug Zuladung. So geht dieser 490 EST auf 1.700 Kilogramm beladen auf die Pendelbühne. Leer hat der 490 EST genug Stützlast, er ist rechts deutlich schwerer als links, weil hier die Küche steht. Das ist aber nicht kritisch und Wasser in Tank und Heizung und Beladung in den Sitztruhen gleichen das unterwegs ohne Weiteres aus.

Die Sicherheitsausstattung im Testwagen ist mit AKS, Stoßdämpfern, selbstnachstellender Bremse, Schräglenkerachse und mechanischer wie elektronischer Stabilisierung sehr gut. Für die serienmäßige Ausstattung kämen hier deutlich weniger Punkte zusammen.

Das Gierträgheitsmoment GTM ist leicht schlechter als der Durchschnitt seiner Größenklasse, das ist dank der vergleichsweise langen Deichsel aber noch unkritisch und so fällt der Fahrdynamikkennwert FDK denn auch entsprechend aus, nämlich ebenfalls nur knapp schlechter als der Durchschnitt aller vergleichbar großen Profitestkandidaten. Verglichen mit anderen 1.700-Kilogramm-Caravans macht der 490 EST naturgemäß eine ganz ausgezeichnete Figur. Für diese Gewichtsklasse ist dieser Nomad schließlich schon fast zierlich, was ihn im Vergleich mit seinem GTM besser abschneiden lässt.

Auf der Straße ist er unproblematisch zu fahren, ohne irgendwie positiv oder negativ aufzufallen. Mit etwas Sorgfalt bei der Beladung und einer Auflastung ist der Nomad 490 EST in Sachen Fahrdynamik, Sicherheit und Zuladung kein Überflieger, aber ein problemloser Reisebegleiter hinter einem Pkw der Mittelklasse.

Christiane Eckl zum Nutzwert: Der 490 EST ist ein bis ins Detail, wie der Schrank im Einstieg, durchdachter Caravan. Hier stimmt so ziemlich alles: Wohnambiente, Grundriss und Raumangebot.

FAZIT

Der auf modern getrimmte Nomad gefällt den Profis und etabliert sich so bestens in der Mittelklassebewertung. Allerdings gilt dieses so uneingeschränkt nur für den Testwagen, der ja doch eine ansehnliche Liste von Extras mitbringt. Was das Punktekonto ebenso hebt, wie es den Preis nach oben bringt. Immerhin gut 3.000 Euro kostet die Sonderausstattung in unserem Testwagen.

Dafür gibt es aber auch eine Menge Komfort und Sicherheit, die das Campen unterm Strich deutlich schöner und angenehmer machen. Der 490 EST ist mit seinen Abmessungen absolut reisetauglich. Trotzdem gibt es Längseinzelbetten vorn und ein großes Bad im Heck. Der Preis dafür: Die Sitzgelegenheit beschränkt sich auf eine Mitteldinette gegenüber der Küche. Da muss man sich schon überlegen, ob man in Schlaf- und vor allem Badkomfort mit Dusche investiert oder ob doch das unschlagbar gemütliche Ambiente einer Rundsitzgruppe auf der Wunschliste oben steht. Wer einen durchaus noch handlichen Reisecaravan sucht und eine richtige Dusche an Bord will, bekommt hier ein durchdachtes Fahrzeugkonzept, das für Zwei sehr gut funktioniert. Technisch gibt es wenig auszusetzen, ein echtes Manko ist die Gaszuleitung der Heizung, die im Prinzip einen Bettstaukasten blockiert. Wer den 490 EST vernünftig ausgestattet möchte, muss aber eine Auflastung im Kaufpreis und bei der nötigen Anhängelast mit einrechnen. Die serienmäßigen 1.500 Kilogramm Gesamtmasse funktionieren im Prinzip nur für die Serienversion.

Michael Wille zur Fahrsicherheit: Ohne Auflastung bringt der 490 EST wenig Zuladung für Extras mit. Gewichtsverteilung und Fahrverhalten sind in Ordnung, die Messwerte vom Prüfstand nur Durchschnitt.

TECHNISCHE DATEN

Fahrwerk: Al-Ko-Schräglenker-Chassis, V-Deichsel, Stützen, Reifen 185 R 14 C auf Stahlfelgen, LI 102 = 850 kg pro Rad

Aufbau: GfK/Aluminium-Schaum-Sandwich, Stärken: Dach GfK 34 mm, Wand 34 mm mit Hammerschlagblech, Boden 42 mm Sperrholz, Isolierung XPS, Tür einteilig 196 x 53 cm mit Fenster, Fliegenschutz und Mülleimer

Fenster: 5 vorgehängte Fenster, alle zu öffnen mit Verdunkelungsrollo und Fliegengitter, Serviceklappe 1000 x 440 mm

Füllmengen: Gas 2 x 11 kg, Frischwassertank 38 l, Abwasser 22 l

Innenausstattung: (Maße H x B x T) Möbelbau hinterlüftet, Einzelbetten 195 x 87 cm u. 190 x 87 cm, Sitzgruppe 190 x 94 cm, Kleiderschrank 126 x 42 x 56 cm, Staufach 72 x 42 x 56 cm, 12 Hängeschränke unterteilt mit Fachboden, 2 Sitzstaukästen, 2 Bettstaukästen, TV-Platz

Küchenblock: Maße (H x B x T): 95 x 120 x 56 cm, Edelstahlspüle und Dreiflammkocher, Thetford Kühlschrank, Inhalt 142/136 l, 2 Deckenschränke, 3 Auszüge, 1 mit Besteckfach, 1 kl. Apothekenauszug, 2 Spots 12 Volt, 2 x 230 Volt

Dusch-/Toilettenraum: Maße (H x B x T): 198 x 213 x 88 cm, Thetford-Toilette drehbar, 4 Spiegel, 2 Unterschränke, 1 Oberschrank, 6 Ablagen, 1 Dachluke, 4 Spots, 1 x 230 Volt, Dusche 197 x 74 x 75 cm, 2 Spots, 2 Abläufe, Ablagen

Heizung: Truma Combi 4 mit 10-l-Boiler, Umluft, 5 Auslässe

Energieversorgung/Beleuchtung: Elektroversorgung vom Pkw über 13-polige Steckverbindung Marke Jaeger, Umformer 320 Watt, Beleuchtungssystem 12-Volt-LED, 16 Spots, 8 Steckdosen 230 Volt, 1 x USB, Vorzeltleuchte LED, Antennenkabel vorbereitet, FI-Schalter

Extras im Testwagen: Sicherheitspaket mit ATC, Duocontrol CS mit Eis-Ex, Rauchmelder 829 €, Deichselabdeckung 179 €, Alufelgen 479 €, Rollrost 299 €, iNet-Box 659 €, TV-Vorbereitung 249 €, Heki mit Baldachin 519 €

Zubehör: Mover-Autark-Paket 4119 €, Ersatzrad 199 €, Auflastung 459 €

Nebenkosten: (TÜV/Brief): 175 €

BEWERTUNG

PREISE

MITBEWERBER

Der Vergleichspreis basiert auf der Einrichtung mit Küche, Nasszelle, Beleuchtung mit Netzteil, Heizung, Chassis mit Stoßdämpfern, Ausstellfenstern mit Rollos, Frischwassertank mindestens 22 Liter, Kassettentoilette, Abwassertank, Umluftverteilung, Außenstauklappe, Schlingerdämpfung, Ersatzrad mit Halter, TÜV + Fahrzeugbrief.

Preis/ Leistung 14,94 €/Punkt

Volker Stallmann, Test-Redakteur


MEIN URTEIL

Der neue Nomad dürfte das gesteckte Ziel, neue und breitere Kundenkreise anzusprechen, ohne Probleme erreichen. Er ist modern und geschmackvoll eingerichtet, mit interessantem Spiel von Kontrasten und Oberflächen. Der 490 EST im Test wendet sich ganz klar an Camper, die ihr eigenes vollwertiges Bad dabei haben wollen, ohne dafür gleich einen Tandemachser zu bewegen. Das dürfte auch manchen Einsteigern durchaus gefallen nach dem Motto: „Wenn ich schon mein Haus mitnehme, dann bitte mit meinem eigenen Badezimmer“.