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PROFITEST: Fendt Opal 515 SG: Für Alle


Camping, Cars & Caravans - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 16.08.2019

Der neue Opal ist dezent in Richtung Mainstream getrimmt worden. Wie kommt die Oberklasse aus Mertingen an?


Der Opal der Saison 2018/2019 hat die Kundschaft offenbar doch so sehr polarisiert, dass sein Nachfolger für die Saison 2019/2020 umgestaltet wurde und nun jedermann gefallen sollte. Das Opal-Konzept reicht weit. Es gibt jetzt erstmals sogar einen Familiengrundriss mit Etagenbetten in der Oberklasse. Das neue Mobiliar mixt viel gedecktes Weiß und feinen Chrom mit dem Kastanie-Cilento-Dekor. Dazu gibt es ebenfalls neue braune und blaue Stoffe. Fendt stattet seine Fahrzeuge traditionell gut aus, und ...

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Bildquelle: Camping, Cars & Caravans, Ausgabe 9/2019

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... die Oberklasse definiert sich nur bedingt über die Ausstattung als solche, denn die Gasheizung Combi 4 bzw. Combi 6 mit digitalem Bedienteil CP plus iNet ready, Umluftverteilung und integriertem Warmwasserboiler gibt es zum Beispiel auch in anderen Baureihen. In der Ober- und Luxusklasse ist sie aber die Regel. Auf ein TFT-Display verzichtet der Hersteller. Neue Polsterschäume und ergonomisch komfortable Rückenpolster sind Fendt wichtiger. Dazu gibt’s rechtwinklige Polsterecken in den Rundsitzgruppen. Technisch sind die Schrankbelüftung und die Warmluftverteilung verbessert worden und die Oberschränke haben Softclosescharniere.

EXKLUSIV von 6 E XPERTEN geprüft

REDAKTEUR VOLKER STALLMANN
Insgesamt zurückhaltender gestaltet, wartet der Opal mit gewohntem und ungewohntem Komfort auf. Die neuen Sitzpolster sind höchst bequem.

Ein Reisecaravan par excellence – der Opal 515 SG hat ideale Abmessungen, sieht in neuem Dekor mit roten Akzenten klasse aus. Und kommt ganz verwegen auf schwarzen Alufelgen daher.


Rudi Stahl zur Karosserie: Der Aufbau ist mit neuen Folien und geändertem Fenster in der Tür leicht anders gestaltet. Die Qualität hat bis in die sprichwörtliche letzte Ecke Fendt-Standard.

Das Schlafabteil bietet breite, komfortable und zur Liegewiese umbaubare Betten, angenehme Beleuchtung und jede Menge gut nutzbaren Stauraum samt vieler Ablagen.


Das Bad hat Standardabmessungen, wie es für einen reisetauglichen Caravan im Grund perfekt passt. Unter dem eleganten Waschtisch ist viel Ablageplatz, es gibt etliche Ablagen und die beiden Oberschränke.


TECHNIK

Bei seinem Rundgang um den Opal findet TÜV-Ingenieur Roman Heinzle nur ein kleines, aber schon bei vielen moniertes Manko: Die Umrissleuchte seitlich am Heck wäre besser. „Das ist nicht vorgeschrieben, wenn man aber im Dunkeln rangieren muss, hilft das mehr.“ Die restliche Beleuchtung ist mit je zwei Rückfahrscheinwerfern und Nebelschlussleuchten ebenso in Ordnung wie Kanten und Radien des Aufbaus.

Innen wartet der Opal im Test mit jeder Menge feiner Technik auf. Doch auch die Serienausstattung kann sich sehen lassen. So fällt ihm gleich die LED-Beleuchtung auf, mit dem weiter ausgebauten aufwendigen Ambientelicht in den Eckregalen und sowohl über wie unter den Oberschränken. Der 150 Liter fassende Slim-Tower-Kühlschrank neben der Küchenzeile punktet ebenso bei ihm wie der breite Dreiflammkocher mit Taktfunkenzündung und einer Brennstelle für große Töpfe. Die Truma Combi 4-Heizung mit zehn Liter großem Boiler verteilt ihre Warmluft per 12-Volt-Gebläse über sieben Auslässe, „das ist unterwegs aber nur praktisch, wenn auch eine Bordbatterie vorhanden ist.“ Das Ganze lässt sich natürlich auch per App steuern. Die Leitungen für Warmluft, Wasser, Elektrik und Gas sind überall gut geschützt verlegt. Für die aufwendige Warmluftverteilung gibt es zusätzlich Lob vom TÜV-Ingenieur. Der Wassertank ist gut erreichbar vor der Achse im linken Bettstaukasten verbaut. Der 515 SG punktet außerdem mit vielen Steckdosen. Es gibt in jedem Bereich bis aufs Bad zwei Stück. Der Rauchmelder ist, wie bei Fendt längst üblich, serienmäßig. Die Bremsen ziehen gut und gleichmäßig und auch sonst ist unter dem Wagen alles wie es sein soll. Der TÜV-Mann wundert sich nur, dass bei einem Reisewagen dieser Gewichts- und Preisklasse kein ATC verbaut ist.

Eine große gemütliche Rundsitzgruppe im Heck, Bad und Küche nicht zu groß gehalten über der Achse, und vorn ein so schönes wie praktisches Schlafzimmer – so geht Reisecaravan à la Fendt.


INNENEINRICHTUNG

Das neue Opal-Mobiliar findet Schreinermeister Oliver Pfisterer zeitlos ohne den kleinsten Stilbruch in der Gestaltung. „Das hellere Holzdekor und das gedeckte Weiß passen gut mit den schmalen Chromleisten zusammen. Das Dekor des letzten Opal war aber spannender“. Die Klappen an Softclosebeschlägen sind perfekt eingestellt, „sie schließen zwar automatisch nicht ganz, aber im Wohnbetrieb reicht es ja völlig, wenn die Klappen auf den Schnäppern liegen. Für unterwegs drückt man sie dann eben zu.“

Die Verarbeitung der Opal-Möbel hat absolute Fendt-Qualität, da gibt es nichts auszusetzen. Ob sichtbare Umleimer oder Schnittkanten in Schränken und Truhen, hier ist alles gut gemacht und sauber nachgearbeitet. Auch die Küche ist mit breiten Schubladen und dem kleinen Apothekerauszug sehr praktisch eingerichtet.

Im Bug gefällt der Schlafbereich mit umlaufenden Oberschränken und vor allem der Einheit aus Ablagen und seitlichen Schränkchen am Kopfende der Einzelbetten. Zwischen denen hat noch ein Nachtschränkchen Platz, das unter einem eigenen Polster den rollbaren Lattenrost aufnimmt. Auch hier ist alles stimmig gestaltet und bestens verarbeitet, „allenfalls könnten die in der Härte verstellbaren Lattenroste mit aufstellbaren Kopfteilen noch etwas mehr Oberklasse sein“. Im Bad gibt es neben drei Oberschränkchen viel offene Ablagen, „das lässt den kleinen Raum größer wirken“. Die wenigen sichtbaren Möbelverbinder stören nicht „und irgendwo muss die Einrichtung ja verschraubt werden“. Die Verarbeitung und die Abdichtung sind tadellos.

Roman Heinzle zur Technik: Ausstattung und Einbau der Technik geben im Wagen und darunter keinen Grund zur Kritik. Alle Leitungen sind sorgfältig verlegt und selbst der Rauchmelder ist Serie.


WOHNWERT

Wohntesterin Christiane Eckl findet den neuen Opal „gefällig und vor allem nicht aufgeregt.“ Dieses Urteil dürfte der Fendt-Idee, „Einen für alle“ zu schaffen, ziemlichen Erfolg bescheinigen. In den Details zeigt sich, wie gut der klassische Paargrundriss umgesetzt ist. Und da man bei Fendt weiß, was die Kundschaft will, findet die Wohntesterin deutlich mehr Plus- als Minuspunkte. Im Grunde gibt es nur einen: Sie findet Duschtassen in Bädern, die zum Duschen kaum groß genug sind, höchst unpraktisch. „Und im 515 SG wird kaum jemand eine Duscheinrichtung ordern oder gar wirklich nutzen.“ Ohne Wanne hätte man keine Stolperfalle, kann leichter rauswischen und es sieht harmonischer aus. Von der Badeinrichtung und Positionierung abgesehen „sind die zahlreichen Schränke und Schränkchen in diesem Opal super praktisch.“ Schon im Eingang gibt es gleich zwei Schränke und noch Ablagen für Dinge, die auch vom Vorzelt aus schnell erreichbar sein sollen.

In der Hecksitzgruppe fallen ihr die 90-Grad-Ecken der Rückenlehnen auf. „Runde Polsterelemente sehen gemütlicher aus, aber so kann man sich hier bequem zu zweit ausstrecken und was lesen oder fernsehen – super.“ Der große Tisch steht sehr stabil auf seinem Ein-Säulen-Fuß und er ist auch schnell mit zwei Bändern mit Tenax-Druckknöpfen für die Fahrt gesichert, ohne tief unter dem Tisch herumfummeln zu müssen.

Die Küche des 515 SG besticht wie der gesamte Grundriss mit viel gut sortiertem Stauraum. Nur für die Kaffeemaschine ist kein Platz, die müsste auf dem Herd stehen – Strom gibt es da ja. Oder man nutzt die praktische kleinste Flamme des Kochers für einen klassischen Espressobereiter. Kocher und Rundspüle bilden ein Bauteil und sind so sehr leicht zu reinigen. Die breiten Auszüge unter der Spüle und der kleine Apothekerauszug daneben nehmen eine Menge Geschirr und Vorräte auf. Gekühltes lagert im 150-Liter-Hochkühlschrank griffbereit direkt neben der Küchenzeile. Ein großer Kleiderschrank mit einem großen Schuhfach, wo sonst die S-Heizung steht, schließt den Bereich nach vorn ab. Hier wären aber serienmäßige Einlegeböden wünschenswert.

Die beiden Betten im Bug sind etwas ungleich lang, mit guten Matratzen aber bequem und auf Wunsch zum großen Doppelbett zu vereinen.

Das Bad zwischen Bett und Tür ist nicht mehr als ausreichend bemessen, doch auch hier gibt es viele Schränke, Schränkchen und Ablagen. „Metallbügel halten zwar größere Flaschen und Tiegel an Ort und Stelle, für die Reise muss das dann aber doch weggepackt werden.“ Insgesamt acht Haken halten Handtücher und Nachtwäsche oder Morgenmäntel griffbereit.

„Insgesamt ist das ein Wagen für Leute, die wesentliche Teile ihres Hausstands dabeihaben möchten, und zwar gut sortiert.“ Beim Stauraum kommt so schnell kein Engpass auf, auch wenn Fendts Oberklasse auf Rüttelborde verzichtet. Fragt sich am Ende nur, wie es mit der Zuladung aussieht.

Oli Pfisterer zum Mobiliar: Das neue Opal-Mobiliar verbindet Kastaniedekor mit hellen Klappen zum zeitlosen Gesamtbild. Hochwertige Beschläge und eine sehr gute Verarbeitung runden das Ganze ab.


Die Küchenzeile ist schmal gehalten, aber gut ausgestattet. Der 150-Liter-Towerkühlschrank hat ergonomisch sinnvoll und bestens greifbar seinen Platz direkt daneben.