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PROFITEST: Sterckeman Alizé Connect 560 CP: Savoir-vivre


Camping, Cars & Caravans - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 10.03.2020

Mit dem Alizé Connect mit Queensbett bietet Sterckeman einen besonderen Grundriss in der Oberklasse - was kann der noble Franzose noch?


EXKLUSIV von 6 E X PERTEN geprüft

Französische Caravans sind hierzulande eher als günstige und leichte Einsteigerwagen bekannt. Jetzt will Sterckeman mit einem Oberklassemodell, das an Ausstattung so ziemlich alles mitbringt, was des verwöhnten Campers Herz begehrt, diesen Eindruck ändern.

Der Aufbau des Alizé Connect 560 CP ist komplett in GfK gefertigt. Flach anliegende Rahmenfenster, eine modern gestaltete Bugmaske mit großem Oberlicht, dazu eine Deichselabdeckung sowie ...

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Bildquelle: Camping, Cars & Caravans, Ausgabe 4/2020

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... schwarze Alufelgen sollen Eindruck machen. Wie auch die dynamischen Blinker in den großen hinteren Rangiergriffen und die dunkle Folierung im Bereich der Fenster. Das helle Mobiliar folgt quergeflammt den aktuellen Trends für Caravaneinrichtungen. Weiße Oberschrankböden und dunkle Griffleisten spielen dabei mit Kontrasten.

Im Test tritt der erste Alizé Connect an, ein 560 CP mit Queensbett und Raumbad im Heck und der Rundsitzgruppe im Bug. Er wartet technisch mit allem auf, was in der Oberklasse heute zum guten Ton gehört - Combi-Heizung mit iNet, Hochkühlschrank, Panoramadachhauben und Ersatzrad sind ebenso an Bord wie ein Backofen, die elektrische Einstiegsstufe, der City-Wasseranschluss oder die Vorverkabelung für Sat-, Klima- und Solaranlage wie für die Bordbatterie. So liegt aber sein Preis in Regionen, die man bei einem Sterckeman erst einmal nicht erwartet: Der 560 CP steigt mit 31.490 Euro ein und unser Testwagen kostet 33.980 Euro.

KAROSSERIE

„Ein Aufbau komplett mit GfK beplankt, das ist schon super und selten, das gibt’s so bei der deutschen Konkurrenz nicht.“ Karosseriemeister Rudi Stahl weiß, „der französische Trigano-Konzern, zu dem Sterckeman gehört, macht das ganz konsequent in fast allen Marken. Im Prinzip haben sie damit den Caravans die Reisemobiltechnik spendiert und sparen sich die Fertigung unterschiedlicher Wände.“ Zwar ist der Aufbau nicht ganz holzfrei, doch wo Massivholz zum Einsatz kommt, ist es nach außen hin noch mit PU-Leisten oder Kunststoffkantenprofilen abgedeckt.

KATEGORIE OBERKLASSE GEWICHTSKLASSE ab 1.900 kg LÄNGE/BREITE 780/230 cm PREIS ab 31.490 € PREIS TESTWAGEN 33.980 €

REDAKTEUR VOLKER STALLMANN
Das helle quergemaserte Mobiliar steht dem Alizé Connect bestens zu Gesicht. Nicht nur das große Oberlicht verleiht ihm einen klasse Auftritt.

Alles in allem passt das, wenn man im europäischen Caravanmarkt weiter nach oben will. Mit dem Alizé Connect geht es jetzt tatsächlich in die Oberklasse. Und Stahl findet wenig, das dem entgegenstünde. Von den Rahmenfenstern über die breite Tür bis zu Alufelgen und Deichselabdeckung ist der Aufbau auch abgesehen vom Material aufwendig ausgestattet.

Auch die Verarbeitung kann vor den Augen des Profis bestehen - mit leichten Ab-CARAVANS & TECHNIK strichen. Vor allem die Abdichtung ist hier und da nicht perfekt. „Bodendurchbrüche müssen bei dem aufwendigen Wand- und Bodenaufbau nicht unbedingt abgedichtet werden, hier kommen nur GfK und XPS mit Feuchtigkeit in Kontakt und sie sind zudem sehr präzise ausgeschnitten. Aber auf Jahre und Jahrzehnte wäre eine Abdichtung auch bei XPS-Isolierung sicher kein Fehler.“ Im Gaskasten findet er aber doch eine ungeschützte Holzleiste, „das muss nun wirklich nicht sein“.

Neben den sehr flach bauenden Rahmenfenstern gefallen die zwei Stauklappen unter dem Queensbett, so lässt sich der große Stauraum unter der Schlafstätte von beiden Seiten beladen und vor allem ist Platz, um lange Teile quer durchzuladen. Nicht weniger praktisch findet Stahl die Dachluke mit elektrischem Lüfter in der Dusche, „die gibt’s schon lange, aber serienmäßig baut die kaum ein Hersteller ein.“ Der Karosseriemeister ist beeindruckt.

Rudi Stahl zur Karosserie: Der Aufbau ist vollständig in GfK ausgeführt. Insgesamt gut verarbeitet, bietet er hochwertige Anbauteile, aber auch einige kleine Schwächen bei der Abdichtung.

Helle Möbel mit quer verlaufender Flammung sind in, und das steht auch dem Mobiliar des Sterckeman Alizé Connect ausgesprochen gut. Der 560 CP wirkt mit seiner großen Rundsitzgruppe trotz des Raumbades zwischen Küche und Schlafbereich insgesamt sehr geräumig.


Roman Heinzle zur Technik: Die Ausstattung ist vom Abwassertank bis zur Gassteckdose reisefertig. Die Elektrik in der Sitztruhe und wild verteilte Gasabsperrventile sind ungewöhnlich.

TECHNIK

Auch TÜV-Ingenieur Roman Heinzle fallen am Alizé Connect sofort die vielen Klappen auf. Gleich vorn rechts ist der Gasaußenanschluss installiert, „praktisch, wenn man einen Gasgrill einsetzt.“ Daneben hat die Universalsteckdose für TV- und Stromanschluss im Vorzelt ihren Platz und vorn links unter dem Wagen sorgt ein City-Wasseranschluss für Nachschub im Wassertank.
Außen am Alizé Connect ist alles vorschriftsmäßig und vier Positionsleuchten vorn sorgen für ein perfektes Lichtprofil. Die Bremsseile sind so montiert, dass sie nicht an den Chassisholmen scheuern. „Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, war es bei den Franzosen aber nicht immer“, grinst Heinzle. Das galt auch für die Leitungsverlegung unter dem Wagen. Aber Gasleitungen und elektrische Kabel sind im Alizé durchweg sehr gut verlegt. Nur die über sehr weite Wege verlaufenden Abwasserleitungen haben nicht überall ein durchgehendes Gefälle. „Das kann bei Frost Probleme geben.“

Im Wagen fallen nur ein paar nicht geschützte Warmluftrohre negativ auf, ansonsten sind alle Kabel, Rohre, Anschlüsse und Ventile vorbildlich verlegt und eingebaut, teilweise mit durchaus aufwendigen Kanälen. Nach wie vor verbauen die Franzosen die Gasabsperrventile in der Nähe des jeweiligen Gerätes, „das war dort früher mal Vorschrift, hier wirkt das nur unübersichtlich und unpraktisch, aber eigentlich weiß man ja, wo im eigenen Fahrzeug die wichtigen Bedienelemente sind.“

Ein breites, bequemes Queensbett, schöne Beleuchtung und genügend Stauraum auch ohne Längsdachschränke - das Schlafabteil überzeugt.


Die Küche hat in etwa Standardmaße, LED unter der Arbeitsplatte, Backofen und Dunstabzug markieren hier den Hauch von Extraklasse.


Die Combiheizung ist im Querschenkel der Sitzgruppe verbaut, der Rest der Technik mit Elektroverteilung samt Sicherungen und FI-Schalter sowie der Batterievorrüstung sitzt in der linken Sitztruhe hinter dem entsprechend schwer erreichbaren Wassertank.

„In jedem Bereich gibt es Steckdosen, aber in der Sitzgruppe muss die 230-Volt-Dose nicht im Fußbereich montiert sein“, so Heinzle. Dafür freut er sich oben über die USB-Buchse. Am Queensbett ist auf jeder Seite eine Steckdose neben den Schaltern für die verschiedenen Leuchten. „Zusätzlich zum Deckenlicht lassen sich hier auch die Spots am Boden schalten - eine schöne Nachtbeleuchtung. Noch besser findet der zufriedene Profi aber die automatisch schaltenden Lichter in den Kleiderschränken und dem Bettstauraum.

INNENEINRICHTUNG

Die Optik des Alizé Connect kann Schreinermeister Oli Pfisterer auf Anhieb überzeugen. „Das neue helle Mobiliar mit weißen Elementen und dunklen Griffleisten sieht sehr stimmig aus. Auch die gewölbten Oberschrankklappen wirken deutlich wertiger als gerade Fronten.“ Vor allem, wenn sie ordentlich gearbeitet sind, was er dem Alizé bis auf einige unsaubere dünne Klebekanten durchweg attestieren kann.

Wer im Caravan duschen will, kommt um eine separate Dusche nicht herum. Im Alizé Connect 560 CP hat die im Raumbad neben dem Toilettenabteil Platz. Einrichtung und Zuschnitt sind auf dem vorhandenen Raum gut umgesetzt. In der Dusche ist gefühlt mehr Platz als auf dem stillen Örtchen.


Christiane Eckl zum Nutzwert: Der 560 CP ist sehr elegant und in allen Bereichen praktisch und ansprechend eingerichtet, wie zum Beispiel mit dem beleuchteten Stauraum unterm Bett.

Der Tisch ist eine äußerst praktische Konstruktion, sein Fuß ist am Boden fixiert. „Damit man nun leicht in die Sitzgruppe und an die Fenster oder die Oberschränke gelangt, lässt sich seine Platte in alle Richtungen verschieben und dazu noch ganz einfach auf die halbe Größe zusammenklappen - klasse gemacht.“

Nicht alle Beschläge finden so uneingeschränktes Lob. Die Schubladenauszüge arbeiten „mehr soft als close“. Will sagen, sie ziehen zwar die Schublade zu, aber nicht bis in die Verriegelung. „Da muss man aufpassen, nicht mit unverriegelten Schubladen loszufahren.“

Die Schubladengriffe und vor allem ihre Entriegelung empfindet Pfisterer als „etwas unpraktisch zu greifen.“ Da gefallen ihm die Oberschrankklappen besser. „Deren Zuhaltung lässt die Klappen aber trotz Anschlagpuffer sehr vernehmlich zufallen, wenn man sie nicht sanft schließt.“

Die Schiebetür im Gang zwischen Dusche und Toilette ist „keine oberklassentaugliche Konstruktion.“ Ein Klettband soll sie an Ort und Stelle halten, wenn sie nicht gebraucht wird, „was vermutlich am ehes ten deshalb funktioniert, weil sie eh in den Führungen klemmt.“ Auch die gewölbten Duschtüren haben als einzige Fixierung ein Klettband, „da gehören unbedingt vernünftige Riegel hin.“ Der Bettenunterbau ist dagegen sehr solide und mit der Durchladefunktion echt praktisch. Der große, zweiteilige Lattenrost schwingt am Stück weit genug auf, um auch im vorderen Abteil Gepäck zu stauen.

Die weiße Küchenrückwand sieht erstens gut aus, macht zweitens den Arbeitsplatz heller und ist drittens gut abgedichtet, sodass hier nichts passiert, wenn mal was passiert. Sprich überkochende Milch oder etwas zu großzügig eingesetztes Spülwasser dringen nicht in Mobiliar oder Wände ein.

WOHNWERT

„Der ist echt einladend“, befindet Wohntesterin Christiane Eckl beim ersten Blick in den Alizé Connect. Mit der großen Rundsitzgruppe im Bug ist der Grundriss des 560 CP fast ein Klassiker, wenn die spezielle Badlösung vor dem Queensbett auch im Prinzip ein Konzept aus dem Reisemobil ist. Queensbetten erfreuen sich in Frankreich sowieso noch größerer Beliebtheit als hierzulande. Das Bad mit separater Dusche und die Küche inmitten des Wagens lassen relativ viel Raum für die Sitzgruppe und den Schlafbereich. Der Preis dafür ist aber die zentrale Engstelle zwischen den Badkomponenten. Doch fällt die, meint die Wohntesterin, im 560 CP nicht sonderlich störend auf. Und der Blick nach hinten ins Schlafabteil mit dem Queensbett unter den zwei seitlichen Kleiderschränken gefällt ihr persönlich sehr gut. Die zwei geschwungenen Schränke sind ausgesprochen praktisch. „Unter den Kleiderstangen ist noch viel Platz für gefaltete Kleidung.“ Das Bett ist mit 1,50 Meter komfortabel breit, aber für den bequemen Zugang verzichtet Sterckeman im Schlafabteil auf Oberschränke, somit ist dieser Stauraum höchst sinnvoll.

DAS INNENLEBEN AUF EINEN BLICK

Getönte Plexiglastüren schließen die gerundete Dusche, „groß genug, gut beleuchtet und entlüftet, wenn der Wagen nicht ganz eben steht, wären zwei Bodenabläufe wie im Reisemobil aber praktisch.“ Der Raum gegenüber ist mit modern eckigem Waschbecken, drehbarer Toilette und zwei Schränkchen eingerichtet, „das reicht für die wichtigsten Utensilien.“

Oli Pfisterer zum Mobiliar: Das Mobiliar ist mit Abstrichen in Details qualitativ gut. Der Tischbeschlag ist aufwendig und praktisch, die Soft-close-Einzüge sowie die Schiebe- und die Duschtür könnten noch besser sein.

Die Küche überzeugt mit den großen Auszügen, „aber ob der Backofen statt Stauraum jedem gefällt?“ fragt sich die Wohntesterin dennoch. Auch der Dunstabzug verbraucht kostbaren Platz. Dreiflammkocher und Rundspüle sind ebenso guter Standard wie der 140-Liter-Kühlschrank. Die Sitzgruppe überzeugt auch hier mit dem praktischen Tisch und sehr bequemen Sitzpolstern, inklusive der leicht versetzbaren Nackenstützen - „toll gemacht“.

FAHRSTABILITÄT

Leer ist der Alizé Connect 560 CP perfekt austariert, die Radlasten liegen gerade einmal um vier Kilogramm auseinander und die Stützlast ist mit knapp 60 Kilogramm für einen Wagen mit viel Stauraum im Heck auch gut bemessen.

Mit 1.900 Kilogramm Gesamtmasse hat der Testwagen reichlich Zuladung für zwei. Nur eins ist zu knapp: Die montierten Reifen sind für maximal 950 Kilogramm Tragkraft zugelassen, da bleibt zumindest bei einer Tempo-100-Zulassung keinerlei Reserve. Die Sicherheitsausstattung ist bis auf die Längslenkerachse oberklassentauglich.

Bislang macht der Alizé Connect 560 CP auch in dieser Disziplin eine ausgezeichnete Figur. Die Messwerte vom Pendelprüfstand sind aber durchweg eher unterdurchschnittlich, sowohl bezogen auf die Größe wie auch auf das zulässige Gesamtgewicht. Das Gierträgheitsmoment GTM liegt für den beladenen Testwagen um 16 Prozent unterm Schnitt, der Fahrdynamikkennwert sogar um fast 18 Prozent. Das zeigt sich auch auf der Straße. Der 560 CP zeigt hinter angemessenen Zugwagen 50 l, Abwasser 30 l noch akzeptable Fahreigenschaften, aber das können andere besser. Insofern sollte man beim Beladen schon sehr sorgfältig sein, die maximale Stützlast nutzen, da dies das Fahrverhalten positiv beeinflusst und eine elektrische Stabilisierung ordern.

Michael Wille zur Fahrsicherheit: Die Messwerte zeigen kein überragendes Fahrverhalten. Der Ausstattung fehlen Schräglenkerachse und elektrische Stabilisierung. Die Reifen geizen mit Tragkraft.

FAZIT

Da der Preis für den Alizé Connect 560 CP auf alle Fälle Oberklasse ist, liegen die Erwartungen an diesen Franzosen schon deutlich höher als an seine Vorgänger in vergangenen Profitests. Doch er kann in den meisten Disziplinen, bis auf die Fahrdynamik, überzeugen. Und dies nicht nur wegen der tollen Ausstattung. Der Wohnwagen ist grundsätzlich gut gebaut und sauber verarbeitet. Seine besondere Note dürfte auch so manchen anspruchsvolleren Camper ansprechen, der auf französisches Savoir-vivre steht.

TECHNISCHE DATEN

Fahrwerk:
Trigano-Längslenker-Chassis, AKS, Reifen 195 R 14 C auf Alufelgen, LI 106 = 950 kg pro Rad

Aufbau:
GfK-Schaum-Sandwich, Stärken: Dach/Wand 30 mm, Boden 42 mm, Tür einteilig 170 x 59 cm mit Fenster, Ablage u. Abfallsammler, Deichselabdeckung

Fenster:
7 Rahmenfenster, 1 vorgehängtes Oberlicht im Bug, alle zu öffnen, mit Rollos, 2 Panoramadachhauben, 1 Haube 40 x 40 cm mit Lüfter, 2 Serviceklappen

Füllmengen:
Gas 2 x 11 kg, Frischwasser 50 l, Abwasser 30 l

Innenausstattung:
(Maße H x B x T) Möbelbau hinterlüftet, Queensbett 200 x 150 cm, Sitzgruppe 136/144 x 216 cm, 2 Kleiderschränke 147 x 29/38 x 57 cm, 6 Hängeschränke, 3 Sitzstaukästen, 1 Bettstaukasten, 1 TV-Platz, 1 Schiebeelement

Küchenblock:
Maße (H x B x T): 96 x 127 x 61 cm, Edelstahlspüle, Dreiflammkocher mit elektrischer Zündung, Thetford-Kühlschrank, Inhalt 142/136,5 l, 2 Deckenschränke, 1 mit Fachboden, 1 Ablage, 3 Auszüge, 1 mit Besteckeinsatz, 1 Staufach, 2 Spots 12 Volt, 1 Steckdose 230 Volt, Dunstabzug

Fahrdynamik

Massen und Reserven

Dusch-/Toilettenraum:
Maße (H x B x T): 196 x 96 x 73 cm, Thetford-Toilette drehbar, Waschbecken, 2 Spiegel, 1 Oberschrank, 1 Unterschrank, 1 x 230 Volt, ind. Licht, separate Dusche 194 x 75 x 65 cm, 1 Spot 12 Volt, Dachluke mit el. Lüfter

Heizung:
Truma Combi 6 mit 10-l-Boiler und Umluft

Energieversorgung/ Beleuchtung:
Elektroversorgung 13-polig, Umformer, Beleuchtungssystem 12-Volt-LED, 10 Spots, indirekte Beleuchtung, Bodenspots, 6 Steckdosen 230 Volt, 1 x USB, Vorzeltleuchte LED, Antennenkabel vorbereitet, FI-Schalter, Steuerung über Display u. per APP, Batterie-, Solar-, Klimaanlagenvorbereitung, Antennenkabel vorverlegt, Gasaußenanschluss, Universal-Vorzeltsteckdose

Die Extras im Testwagen:
Klimaanlage Truma Aventa Comfort 2.490 €

Zubehör: el. Stabilisierung ATC 850 €, el. Fußbodenheizung 690 €, Teppichboden 350 €

Nebenkosten: (TÜV/Brief): 190 €

Gewichte Testwagen
Leergewicht* 1.566 kg
Herstellerangabe** 1.590 kg
Zul. Gesamtgewicht*** 1.900 kg
Zuladung 334 kg

BEWERTUNG

MITBEWERBER

Der Vergleichspreis
basiert auf vergleichbarer Einrichtung mit Küche, Nasszelle, Beleuchtung mit Netzteil, Heizung, Chassis mit Stoßdämpfern, Ausstellfenstern mit Rollos, Frischwassertank mindestens 22 Liter, Kassettentoilette, Abwassertank, Umluftverteilung, Außenstauklappe, Schlingerdämpfung, Ersatzrad mit Halter, TÜV + Fahrzeugbrief.

PREISE

MEIN URTEIL

Preis/ Leistung 19,48 €/Punkt

Volker Stallmann, Test-Redakteur


Ein Sterckeman in der Oberklasse, über 30.000 Euro für einen französischen Caravan - da heben nicht nur altgediente Testprofis die Brauen. Aber er sieht von außen schon mal nicht schlecht aus mit flachen Rahmenfenstern, Alurädern und Deichselabdeckung. Innen zeigt er sich modern mit weiß-schwarzen Kontrasten in einem hellen Mobiliar. Die Ausstattung geht für den Preis wie für die angepeilte Klasse absolut in Ordnung. Soweit alles prima. Neben ein paar verbesserungswürdigen Details im Ausbau sollte Sterckeman aber in Sachen Fahrdynamik nachbessern.