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PROFITEST: Van mit Stil


Reisemobil International - epaper ⋅ Ausgabe 6/2020 vom 05.05.2020

Der Laika Kosmo V9 ist die exklusivere Variante entsprechender Modelle von Carado und Sunlight. Ob der schlanke Teilintegrierte auch besser ist, klärt der Profitest.


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Bildquelle: Reisemobil International, Ausgabe 6/2020

Der Name Laika steht gemeinhin für hochwertige Wohnmobile und einen klassisch-eleganten Ausbaustil. Schick, aber teuer. Mit der Linie Kosmo hat die zur Erwin Hymer Group gehörende italienische Marke die Einstiegspreise jüngst gedrückt. Nochmals deutlich günstiger zu haben, sind innerhalb des Kosmo-Programms die schmalen Teilintegrierten der Van-Klasse. Schon für 44.990 Euro gibt es einen 6,65 Meter langen und 2,14 Meter breiten Kosmo V9 mit ...

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... Einzelbetten über der Heckgarage.

Dabei ist das Fahrzeug eigentlich ein alter Bekannter: Die Hymer-Töchter Carado, Sunlight und Etrusco bieten Vans mit gleichen Abmessungen und gleichem Grundriss an. Allerdings verlangen sie für ihre weitgehend baugleichen Mobile nur einen Grundpreis von 39.499 Euro - rund 5.500 Euro weniger als für den Laika fällig werden. Im Profitest muss der schicke Italiener zeigen, ob er diesen Aufpreis wert ist und worin er sich von seinen günstigeren Geschwistern unterscheidet.

Basis ist ein Fiat Ducato mit originalem Tiefrahmenchassis und 120-PS-Turbodiesel. Das Testfahrzeug wird vom optional erhältlichen 140-PS-Motor angetrieben. Der Grundriss zeigt sich für einen Teilintegrierten dieser Größe klassisch: vorn eine Halbdinette mit drehbaren Vordersitzen, in der Mitte die Küche und gegenüber das Bad und im Heck die beiden Einzelbetten über der Garage. Weitere Schlafplätze offeriert der Laika nicht, während der Fahrt finden aber bis zu vier Personen einen gurtgesicherten Sitzplatz.

DIE EXPERTEN

Männer vom Fach, die unserer Test-Redaktion hilfreich zur Seite stehen.

Götz Locher, Elektromeister Das Elektrohandwerk liegt bei Lochers in der Familie. Der Vater war Obermeister der Elektroinnung Stuttgart, er selbst jahrelang Mitglied der Meisterprüfungskommission.

Alfred Kiess, Schreinermeister Mit seinem Unternehmen hat sich Alfred Kiess auf die Fertigung hochwertiger Möbel- und Einzelstücke mit edlen Intarsienarbeiten sowie auf den Innenausbau von Yachten und Luxus-Mobilen spezialisiert.

Rudi Stahl, Karosseriebaumeister Der Experte in Sachen Aufbau und Fertigungsqualität beurteilt mit seiner langjährigen Erfahrung im Karosseriebereich das optische Erscheinungsbild sowie die Kabinenanpassung der Testmobile.

René Arnold, Dekra-Sachverständiger René Arnold arbeitet seit dem Jahr 2000 bei der Dekra in erster Linie in der Produktentwicklung, aber auch im Bereich Schadensgutachten bei Wohnfahrzeugen. Auch privat ist er dem Camping zugetan und reist besonders gerne nach Kroatien.


„Die Verarbeitung des Aufbaus ist okay. Die Seitenschürzen sollte Laika aber stabiler befestigen.“ Rudi Stahl, Karosseriebaumeister


Karosserie

Die Konstruktion des Kosmo V9 entspricht den Modellen von Carado, Sunlight und Etrusco. Sprich: einfach, aber solide. Allerdings zeigte sich bei der Verarbeitung des Testwagens die ein oder andere Schwachstelle.

Die Seitenwände fertigen die Italiener als 34 Millimeter starken Alu-Sandwich, für das Dach (33 Millimeter dick) kommt an der Oberseite hagelresistentes GfK zum Einsatz. Der Boden besteht aus einer einfachen, 42 Millimeter starken Sperrholz- Sandwichplatte. Für die Isolierung von Wänden, Dach und Boden verwendet Laika offenporigen EPS-Schaum (Styropor). Wird der Aufbau beschädigt, kann dieses Material Wasser aufnehmen.

Unschön: Zwar ist die Unterseite des Holzbodens mit einem Schutzanstrich versehen, allerdings zeigen sich beim Testfahrzeug einige schmale offene Kanten, die nicht ausreichend vor Feuchtigkeit geschützt sind. Zudem sind Kabel teils nur angetackert, hier sollte Laika solidere Schraubschellen verwenden. Positiv hingegen und ein wichtiges Plus im Vergleich zu Carado und Sunlight: Laika montiert serienmäßig hochwertige Rahmenfenster, die nicht nur Windgeräusche reduzieren, sondern auch besser vor Einbruch schützen.

Gut gefällt der dreiteilige, vergleichsweise reparaturfreundliche Heckstoßfänger. Die Kunststoffteile sind sauber mit einer Dichtnaht zum Aufbau versehen. Während auch die Hutze über dem Fahrerhaus gut abgedichtet ist, fehlt den Fen- dern am Übergang zum Fahrerhaus eine Dichtnaht - Feuchtigkeit und Schmutz können hinter die Verkleidung gelangen.

Gediegen: Auch im Schlafzimmer harmonieren Farben und Formen gut. Zwei recht große Fenster und eine Dachluke lassen bei Bedarf Luft und Tageslicht herein. Abends leuchten zwei schwenkbare Leselampen ins Buch. Die Länge der Einzelbetten ist mit 1,90 Meter und 1,95 Meter ausreichend, aber nicht üppig bemessen.


Schrank-Ensemble: Zum kompakten Kleiderschrank zwischen Bett und Küche gesellen sich zwei Wäscheschränke mit Einlegeböden unter den Betten. Die Einzelliegen lassen sich zum großen Doppelbett erweitern. Zum Einstieg dient dann eine mehrstufige Einhängeleiter.


Innenausbau

Helles Holz, dunkler Fußboden sowie Oberschrankklappen und Küchenfront in hochglänzendem Weiß, dazu cremefarbene Polster: Die Optik des Interieurs erfüllt die Erwartungen an einen Laika. Der Ausbaustil wirkt durchweg elegant. Wer genauer hinsieht, findet aber schnell ein paar Details, die die Preisklasse des Kosmo V9 verraten: Viele Schrauben sind mit einfachen Papierklebern abgedeckt, die sich bereits nach wenigen Tagen zu lösen beginnen. Die Rüttelkante der seitlichen Ablagen über den Betten ist dünn und scharfkantig. Im Bad finden sich ein paar ungeschützte Schrauben, beim Duschen kann hier Wasser ins Holz gelangen. Die Oberschränke schließen leise per Soft-close-Technik. Dank der sinnvoll platzierten Zwischenböden lassen sich die großen Schränke über der Küche gut nutzen. Weil Laika auf einen raumhohen Kühlschrank verzichtet, ergibt sich auf dem rechten Bett liegend eine freie Blickachse durchs ganze Wohnmobil. Verstärken ließe sich dieser großzügige Raumeindruck noch durch ein Fenster in der T-Haube über dem Fahrerhaus, das Laika aber auch als Option nicht anbietet.


„Die Möbel sind stabil, aber ohne besondere Finessen. Papierkleber zum Abdecken der Schrauben stören mich.“ Alfred Kiess, Schreinermeister


Sitzen und Schlafen

Die Sitzgruppe im Bug besteht aus einer Zweiersitzbank, dem an der Seitenwand eingehängten Tisch und den gedrehten Fahrerhaussitzen. Hier ist ausreichend Platz für bis zu vier Urlauber. Der Tisch lässt sich durch ein einsteckbares Brett um 20 Zentimeter verlängern. Das ist unpraktischer als die sonst übliche ausschwenkbare Zusatzplatte. Verwendet man das Brett nicht, muss es der Camper irgendwo verstauen. Ist das Brett eingesteckt, kommt der auf dem Beifahrerplatz sitzende Urlauber trotzdem nur mit langen Armen zu seinem Teller. Während der Fahrt scheppert und quietscht der ausgezogene Tisch zudem erheblich.


„Die Elektrik entspricht dem Klassenstandard. Schön: mehrere USB-Anschlüsse im Wohnraum.“ Götz Locher, Elektromeister


Ungewöhnlich: Es gibt kein durchgehendes Podest unter der Sitzgruppe. Das erspart eine Stolperfalle, die sich dafür am Übergang zum Fahrerhaus findet. Nachteile: Ohne Podest ist dort kein Staufach möglich und für kleinere Menschen ist der Abstand von der Sitzfläche zum Fußboden zu groß, um wirklich bequem zu sitzen.

Geschlafen wird in den beiden Einzelbetten im Heck. Auf der linken Seite müssen 1,90 Meter Liegelänge genügen, rechts sind es immerhin 1,95 Meter. Großgewachsene können ihre Füße zudem noch ein paar Zentimeter auf die Ablagefläche über dem Kleiderschrank strecken. Die Matratzen bieten guten Liegekomfort.

Die kompakte Küche bietet ausreichend Stauraum. Als Abstell- und Arbeitsfläche lässt sich auch die Oberseite des Kleiderschranks zwischen Küche und Bett nutzen. Nur gebückt zu erreichen: der 89 Liter fassende Kühlschrank.


Die Heckgarage unter den Einzelbetten bietet ein gut nutzbares Format. Zur Ausstattung gehören Schienen und Zurrösen, praktische Fächer in der Vorderwand, LED-Licht und eine 230-Volt-Steckdose.


Zweckmäßig: Im Bad bleibt auf der Toilette und am Waschbecken genug Bewegungsfreiheit. Zum Duschen schwenkt der Camper die Spiegelwand zur Seite. Die Brause müssen die meisten Urlauber dann in die Hand nehmen, da selbst in höchster Position eingehakt nur 1,70 Meter Höhe darunter verbleiben. Die Haltestange der Brause hätte Laika ohne Probleme acht Zentimeter höher montieren können.


Allerdings ist der Kunststoff-Lattenrost in die Matratzenbezüge eingenäht, das erschwert den Tausch. Eine Abtrennung zur Garage fehlt.

Küche und Bad

Laika platziert den Küchenblock auf der Beifahrerseite zwischen Aufbautür und Bett. Auf den Dreiflammkocher passen auch größere Töpfe, eine elektrische Zündung fehlt. Die flache Spüle mit einfa chem Kunststoffhahn befindet sich unter der gleichen Glasabdeckung wie der Herd: Arbeitsfläche wird so verschenkt. Ein Klappbrett gibt es nicht, immerhin bleibt links neben dem Herd ein 26 Zentimeter breiter Streifen. Als gut geeignet erweist sich die Fläche auf dem Kleiderschrank zwischen Küche und Bett. Hier ist eine 230-Volt-Steckdose mit Deckel platziert.


„Gas- und Wasserversorgung sind solide installiert. Beispiel: der fest verankerte Frischwassertank.“ René Arnold, Dekra-Sachverständiger


Das kompakte Bad bietet Reisenden genügend Platz am Waschbecken und auf der drehbaren Kassettentoilette von Thetford. Zum Duschen lässt sich die Wand mit Spiegel und Waschbecken zur Seite über die Toilette schwenken. Dann kommt eine Brause zum Vorschein. Platz für die Füße gibt es ausreichend (Standfläche 70/60 mal 85/81 Zentimeter). Allerdings montiert Laika die höhenverstellbare Halterung der Duschbrause so tief, dass selbst in oberster Position nur 1,70 Meter Höhe darunter verbleiben. Die Stehhöhe im Bad ist mit maximal 1,88 Meter ohnehin eher mäßig. Zur Belüftung muss eine kleine, nur um wenige Zentimeter anhebbare Luke genügen.

Bordtechnik

Der 110 Liter große Frischwassertank sitzt gut gesichert unter der Sitzbank, der 90-Liter-Abwassertank hängt unter dem Fahrzeug. Er ist nur gegen Aufpreis isoliert (286 Euro) und beheizt (549 Euro).

Innenraum und Warmwasser temperiert eine Truma Combi 4 unter dem fahrerseitigen Heckbett. Klassenüblich zeigt sich auch die Elektrik. LED-Lichtleisten an der Unterkante der Oberschränke illuminieren den Innenraum geschmackvoll, auch an USB-Steckdosen hat der Hersteller aus der Toskana gedacht.

Sicherheit

Löblich: Laika versteckt den Beifahrerairbag nicht in einem aufpreispflichtigen Paket, sondern stattet den Kosmo V9 stets mit zwei lebensrettenden Luftsäcken aus. ESP und Hill Holder sind ebenso Serie.

AUF DER TESTSTRECKE

Bei einer Fahrt durch Pfälzer Weinberge zeigt der Laika sein hübsches Heck. Gut zu erkennen: der dreiteilige Stoßfänger.


Der Laika Kosmo V9 basiert auf dem originalen Tiefrahmenchassis des Fiat Ducato mit Längsblattfedern und Starrachse hinten. Den Fahrtest tritt der Teilintegrierte wie üblich bis an die Lastgrenze von 3,5 Tonnen beladen an. Dabei zeigt das Fahrzeug eine akzeptable Fahrdynamik. Den doppelten Fahrspurwechsel durchfährt der Laika mit 55 km/h, den 18-Meter-Slalom mit 50 km/h - passable Werte. Allerdings regelt das ESP tendenziell etwas zu spät, nachdem das Fahrzeug bereits am Übersteuern ist.

Positiv im Alltag: Dank des 2,14 Meter schmalen Aufbaus und des recht kurzen Radstands (3,80 Meter) fährt sich der Kosmo V9 sehr handlich, auch engere Passagen treiben dem Fahrer nicht gleich Schweißperlen auf die Stirn. Die gute Manövrierbarkeit profitiert zudem vom serienmäßigen Fenster in der Aufbautür und der optionalen, empfehlenswerten Rückfahrkamera. Beim Fahrkomfort zeigt sich ein zwiespältiges Bild: Während die Vorderachse - typisch für ein Reisemobil auf Fiat Ducato - sehr hart gefedert ist und Stöße deutlich spürbar in den Innenraum einleitet, zeigt die Hinterachse eine vergleichsweise weiche Abstimmung. Insgesamt bleibt der Federungskomfort daher im üblichen Rahmen. Weniger gut zu bewerten ist dagegen die Geräuschkulisse während der Fahrt. Nicht nur auf Kopfsteinpflaster, auch bei normaler Fahrt mit 80 km/h und 100 km/h ist es im Innenraum des Kosmo V9 überdurchschnittlich laut. Besonders der knarzende Küchenblock und die scheppernde Verkleidung der Hutze über dem Fahrerhaus können auf Dauer nerven. Wenig empfindlich zeigt sich der Laika dafür bei Seitenwind. Statt mit dem serienmäßigen 120-PSTurbodiesel war im Testfahrzeug die zweite Ausbaustufe des 2,3-Liter-Aggregats mit 140 PS verbaut (Aufpreis: 774 Euro). Damit zeigte der relativ leichte Teilintegrierte ausreichende, aber sicher keine sportlichen Fahrleistungen. Trotzdem ließ sich auch an längeren Autobahnsteigungen gut im Verkehr mitschwimmen. Erfreulich: Der relativ geringe Testverbrauch von 9,9 Liter Diesel je 100 Kilometer.

MESSERGEBNISSE

DAS INNENLEBEN AUF EINEN BLICK

DIE KONKURRENTEN

Hobby Optima Ontour Edition V 65 GE

Hobby aus Fockbek in Schleswig- Holstein bietet mit dem Optima Ontour Edition V 65 GE einen schmalen Teilintegrierten an, der in Abmessungen und Grundriss fast genau dem Laika Kosmo V9 entspricht. Als Basisfahrzeug kommt der Fiat-Ducato-Zwilling Citroën Jumper zum Einsatz. Eine Besonderheit des Hobby ist seine umfangreiche Serienausstattung, die unter anderem Markise, Sat-Anlage und TV umfasst. Der Boden aus GfK-Sandwich ist mit wasserabweisendem XPS-Schaum isoliert, Wände und Dach mit EPS. Die Fenster sind vorgehängt.

Basisfahrzeug: Citroën Jumper mit originalem Tiefrahmenchassis, 120-PS-Turbodiesel mit Start- Stopp-Automatik, Sechsgang- Schaltgetriebe und Frontantrieb; Euro 6 d TEMP

Maße, Massen: zul. Gesamtmasse: 3.500 kg, Maße: 678 x 216 x 290 cm, Innenhöhe: 198 cm, Einzelbetten: 195 u. 186 x 80 cm

Basisausstattung: Heizung: Warmluftheizung Truma Combi 6, Kühlschrank: 140 l, Frisch-/Abwasser: 100/96 l, Gas: 2 x 11 kg

Grundpreis: 51.600 €

www.hobby-caravan.de

Sunlight V 66

Der Sunlight V 66 ist wie auch der Carado V 337 und der Etrusco V 6600 SB ein Schwestermodell des Laika Kosmo V9. Die Konstruktion ist bis auf die vorgehängten Aufbaufenster anstatt der Rahmenfenster des Laika identisch. Mit einem Grundpreis von 39.499 Euro ist der Sunlight rund 5.500 Euro günstiger als der Laika. Derzeit bietet Sunlight das Sondermodell Team Edition an (Foto). Statt des Fiat Ducato kommt hier der baugleiche Citroën Jumper als Basis zum Einsatz. Das umfangreich ausgestattete Sondermodell kostet ab 48.499 Euro.

Basisfahrzeug: Fiat Ducato mit originalem Tiefrahmenchassis, 2,3-l-Turbodiesel mit 120 PS, Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb; Euro 6d TEMP

Maße, Massen: zul. Gesamtmasse: 3.500 kg, Maße: 665 x 214 x 271 cm; Innenhöhe: 195 cm, Einzelbetten 200 x 70 und 195 x 80 cm

Basisausstattung: Heizung: Warmluftheizung Truma Combi 4, Kühlschrank: 89 l, Frisch-/ Abwasser: 116/92 l, Gas: 2 x 11 kg; vorgehängte Aufbaufenster

Grundpreis: 39.499 €

www.sunlight.de

TECHNISCHE DATEN & LADETIPPS

HERSTELLER Laika Caravans S.p.A. Via Certaldese 41/A 50026 San Casciano in Val di Pesa +39 055 8058-1 www.laika.it/de

Basisfahrzeug: Fiat Ducato 2,3 l Multijet mit originalem Tiefrahmenchassis; vorn: Einzelradaufhängung mit McPherson-Federbeinen; hinten: Starrachse an Längsblattfedern mit Stoßdämpfern; Frontantrieb; Reifen vorne/hinten: 225/75 R16 CP

Motor und Getriebe: Vierzylinder- Turbodiesel mit AdBlue, Hubraum: 2.287 cm3; Leistung: 103 kW (140 PS) bei 3.600/min; max. Drehmoment: 350 Nm bei 1.400/min; Sechsgang-Schaltgetriebe Abgasnorm: Euro 6d TEMP-EVAP-ISC

MASSE UND MASSEN Zul. Gesamtmasse: 3.500 kg; Masse in fahrber. Zustand: 2.668 kg; Außenmaße (L x B x H): 665 x 214 x 271 cm; Radstand: 380 cm; Spur v./h.: 182/181 cm; Anhängelast gebremst/ ungebremst: 2.000 kg/750 kg

Karosserie: Dach und Heckwand: GfK-Sandwich 33 mm, Seitenwände: Alu-Sandwich 34 mm, Boden: Holz- Sandwich 42 mm, Isolierung: EPS (Styropor); Aufbau mit Holzelementen; Aufbautür 53 x 170 cm, einfach verriegelnd mit Fenster; Aufbau mit Alu-Rahmenfenstern

Wohnraum: Innenmaße (L (B-Säule bis Heckwand) x B x H): 436 x 200 x 195 cm; ebener Fußboden mit 11 cm hoher Stufe zum Fahrerhaus; Stufen zu Bett 20 und 26 cm hoch; Möbel: Sperrholz/Multiplex mit Dekorfolie; solide Metallaufsteller; Schubladen und Oberschrankklappen mit Soft- Einzug; variables Bad mit integrierter Duschkabine

INSTALLATION

Gas-Luftheizung Truma Combi 4 unter fahrerseitigem Bett installiert; Frostschutzventil Frost Control in Kleiderschrank in Bett-Fußende gut erreichbar; 110-l-Frischwassertank frostsicher in Sitzbanktruhe installiert; 90-l-Abwassertank unterflur montiert, gegen Aufpreis isoliert und beheizt; 2 x 230-V-Steckdose, 1 x 12-V-Steckdose; 1 x Einzel- u. 1 x Doppel-USB-Steckdose; 1 x Ein zel USB u. 12-V-Steckdose in Cockpit

LADETIPPS Der Laika Kosmo V9 ist ein vergleichsweise leichtes Wohnmobil. Der Testwagen rollt bestückt mit etwa 98 Kilogramm Extras auf die Waage. Trotzdem bleibt das Gewicht mit vollem Diesel-, Frischwasser- und Gasvorrat, Inventar sowie mit zwei Reisenden und ihrem Gepäck unter drei Tonnen. Bis zum zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen verbleiben üppige 509 Kilogramm Restzuladung. Auch bei der unwahrscheinlichen Nutzung mit vier Reisenden (mehr als zwei Schlafplätze bietet der Laika nicht) sind es noch 339 Kilogramm. Die angebotenen Auflastungen auf 3,65 oder 4,25/4,4 Tonnen sind deshalb nicht nötig.

ELEKTRIK Der Laika Kosmo V9 ist mit 230-V-Anlage (Wechselspannung AC) und 12-VAnlage (Gleichspannung DC) ausgestattet. Die Einspeisung erfolgt über einen CEE-Stecker in der rechten Außenwand. Die 230-V-Stromkreise sind mit zwei 16-A-Sicherungsautomaten mit FI-Schutzschalter abgesichert. Diese Bauteile installiert Laika im Schrank unter dem beifahrerseitigen Bett. Die Schnittstelle zum 12-V-Bordnetz bildet das Ladegerät CB520 von CBE mit 20 A Ladestrom. Es ist unter dem Fahrersitz montiert. Die Aufbaubatterie mit einer Kapazität von 95 Ah steckt unter dem Beifahrersitz. Mit zahlreichen LED-Bändern und Spots lässt sich der Innenraum des Kosmo V9 ansprechend beleuchten. Die Ausstattung mit USB-Steckdosen an Sitzgruppe und Bett ist gut, 230-Volt-Steckdosen sind in ausreichender Zahl vorhanden. • Garagentür links (3 kg)

AUSSTATTUNG IM TESTWAGEN (AUSZUG)

• Fahrer-und Beifahrerairbag Serie
• ABS, ESP, ASR, Hill Holder Serie
• elektr. Fensterheber Fahrerh. Serie
• Tagfahrlicht Serie
• Aufbautür mit Fenster Serie
• drehbare Fahrerhaussitze mit Armlehnen Serie
• Gasheizung Truma Combi 4 Serie
• Absorberkühlschrank 89 l Serie
• 140-PS-Turbodiesel (0 kg) 774 €
• Komfort-Paket u.a. mit Klimaanlage Fahrerhaus, Tempomat, elektr. Außenspiegel, Radiovorbereitung, Teppichboden im Fahrerhaus, Moskitonetztür (38 kg) 1.990 €
• Dolce-Vita-Paket u.a. mit Rückfahrkamera, Navi, Radio, 19-Zoll- TV, Sat-Anlage (30 kg) 4.290 €
• Garagentür links (3 kg) 399 €
• Doppelbett mit Leiter (9 kg) 309 €
• Kissen (Laika-Design) (2 kg) 136 €
• Matratzenüberzug (4 kg) 268 €

WAS UNS AUFFIEL

+ Oberschränke mit Soft-close, runden Schließblechen und Zwischenböden.


+ Praktische Doppel-USB-Steckdose unterm Oberschrank der Sitzgruppe.


+ Die Arbeitsfläche der Küche ist sauber mit einer Dichtnaht geschützt.


+ Der Heckstoßfänger besteht aus drei Teilen - das spart Kosten beim Tausch.


- Die Seitenschürze ist instabil. Hier fehlt eine Abstützung am Unterboden.


- Toilettenschacht mit Plastikwanne, aber ohne ausreichende Abdichtung.


- Der eingenähte Lattenrost aus Kunststoff erschwert den Matratzentausch.


- Bei der Kollision von Aufbau- und Beifahrertür sind Schäden vorprogrammiert.


TESTFAZIT

So günstig war ein Laika selten: Für einen Grundpreis von rund 45.000 Euro bietet der Kosmo V9 einen elegant und modern eingerichteten Innenraum, dessen Stil sich deutlich von den konzerneigenen Schwestermodellen von Carado und Sunlight unterscheidet. Die Verarbeitung fällt im Vergleich zu höherpreisigen Modellen des italienischen Herstellers aber schon deutlich ab. Die Konstruktion des Kosmo V9 ist bis auf die serienmäßigen Rahmenfenster mit den deutschen Schwestermodellen identisch. Ob der schicke Italiener deshalb einen Mehrpeis von rund 5.500 Euro rechtfertigt, muss jeder Käufer selbst entscheiden.

Simon Ribnitzky

BEWERTUNG


Fotos: Hardy Mutschler