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PROJECT ZERO


N-Zone - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 18.08.2021

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Bildquelle: N-Zone, Ausgabe 9/2021

Gehört Nintendo die Project-Zero-Marke, oder Fatal Frame, wie sie in anderen Teilen der Welt heißt? Nun, zumindest dachten das die meisten Beobachter bisher wohl. Vor vielen Jahren hieß es, dass die Rechte an den Mariokonzern übergegangen wären, dementsprechend erschienen die letzten paar Remakes, Spin-offs und eben Projekt Zero: Priesterin des Schwarzen Wassers dann auch exklusiv für Wii, Wii U und Nintendo 3DS. Die Neuauflage von Priesterin des Schwarzen Wassers erscheint nun aber eben neben der Switch auch noch für die restlichen Plattformen, also PC, PS5, PS4 und die Xbox-Konsolen, zudem fungiert anders als auf Wii U nun nicht Nintendo als Publisher, sondern Tecmo Koei, die zuvor nur für die Entwicklung zuständig waren. Man darf also durchaus verwirrt sein!

Horror, die Zweite

So oder so ist es aber schön, dass dem Horrorspiel nun eine zweite Chance vergönnt wird, denn mit Blick darauf, dass es ...

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... sich dabei ohnehin um ein Nischenprodukt handelt, das noch dazu auf einer wenig verbreiteten Konsole festsaß, kam kaum jemand in die Verlegenheit, es zu spielen. Klassischen Horror sieht man zwar immer gern, aber heute leider sehr selten, noch dazu mit dermaßen japanischer Prägung. In Priesterin des Schwarzen Wassers verschlägt es uns in einen Wald am Fuße des Berges Hikami, in dem es zu überbordernd vielen Selbstmorden kommt und wo Geister ruheloser Seelen ihr Unwesen treiben. Vorbild dafür ist ohne jede Frage der reale Wald Aokigahara, dem – ohne den übernatürlichen Aspekt – dieselbe, traurige Rolle zukommt und der vor einiger Zeit durch das respektlose Verhalten des Youtubers Logan Paul in den Fokus der Öffentlichkeit gelangte. Vor intelligenzbefreiten Internetsternchen bleiben wir im Spiel jedoch dankenswerterweise bewahrt. Die drei Protagonisten Yuri Kozukata, Ren Hojo und Miu Hinasaki müssen sich aber mit allerlei Spukgestalten herumschlagen, jeder der drei zu einer anderen Zeit. Dabei wird aber nicht mit Pistole oder Baseballschläger vorgegangen. Stattdessen hört die einzige Möglichkeit, sich zu verteidigen, auf den Namen Kamera Obscura. Dieser antike Fotoapparat kann mehr, als bloß hübsche Schnappschüsse anzufertigen. Stattdessen fügt er den angriffslustigen Astralfiguren Schaden zu, besonders viel, wenn wir sie entsprechend gut vor die Linse bekommen. Ein Highscore-System bewertet unsere Geisterjagd, das nagt durch diverse Einblendungen an der Atmosphäre, ist spielerisch aber nett. Dahinter versteckt sich eine Upgrade-Mechanik, dank der wir die Kamera mit verschiedenen Objektiven und Spezialfähigkeiten ausrüsten können. Schön: Auf der Wii U mussten wir das Gamepad hin- und herbewegen, um uns mit der Kamera umzusehen. Das nutzte zwar relativ gut die Gamepad-Fähigkeiten der Konsole aus, war aber ungemein nervig und sorgte dafür, dass man die Hälfte der Zeit nicht auf den Fernsehbildschirm, sondern an die Wohnzimmerwand guckte. Weiterhin gab es Bewegungsspielereien, etwa dann, wenn wir etwas aufheben wollten und eine Geisterhand unseren Arm fasste – das passierte ständig und war extrem stressig. Inwiefern dieses Gimmick verschwunden ist, lässt sich noch nicht sagen. Dass wir die Kamera nun ganz normal mit dem Analogstick herumbewegen können, davon ist aber auszugehen. Klappte in den Vorgängern ja schließlich auch problemlos.

Geisterfahrer auf dem Pfad

An der grundsätzlichen Struktur des Spiels dürfte sich nichts ändern. Das heißt, uns erwarten lineare Gebiete, die wir wegen des Protagonistentrios sowie mancher Missionen, die uns in bereits besuchte Gebiete zurückführen, meist mehr als einmal zu Gesicht bekommen. Dieses Backtracking ist jetzt keine Katastrophe, aber auch nicht wirklich spielspaßfördernd. Dafür sind die Areale aber schön gestaltet und stecken vor allem voller gruseliger Überraschungen. Nicht jede Spukgestalt greift uns an, manche lungern einfach nur herum, starren uns aus der Ferne an und sorgen damit für eine (un)angenehme Grundstimmung. Das heißt übrigens nicht automatisch, dass Priesterin des Schwarzen Wassers allzu gruselig ist. Schnell hat man sich an das Schema gewöhnt, man läuft also rum, trifft Geister, fotografiert sie ins endgültige Nirvana, danach Wiederholung. Allzu viele Rätsel gibt es nicht, das war in den Vorgängern noch anders. Die meiste Zeit läuft man wirklich nur einen Pfad entlang und fühlt sich dabei an einen Walking Simulator erinnert.

Arigato, Geist-san! *kicher*

In manchen Aspekten torpedieren die Entwickler die Atmosphäre selbst, etwa durch die zahlreichen Kostüme, die man den Spielfiguren anlegen kann. Was für eine Überraschung: Bei den Heldinnen fallen die über weite Strecken ganz schön knapp aus. Es bleibt abzuwarten, ob die im Wii-U-Original enthaltenen Nintendo-Klamotten basierend auf diversen Figuren des Mario-Konzerns Switch-exklusiv erneut ausgerüstet werden können oder ob sie über alle Plattformen hinweg gestrichen wurden. Auf jeden Fall mit an Bord sind neue Kostüme, auch die knappen, sowie ein Fotomodus. Man merkt schon: das beste Horrorspiel aller Zeiten war Priesterin des Schwarzen Wassers schon bisher nicht und wird es wohl auch auf Switch nicht sein. Für einen netten Gruseltrip taugt’s aber bestimmt.

Lukas Schmid

MEINUNG Lukas Schmid

Mal sehen, ob genug verändert wurde, damit ich diesmal bis zum Abspann durchhalte.

Ich mag Horrorspiele sehr, vor allem jene mit japanischem Touch, ergo hab ich damals natürlich zugegriffen, als Project Zero: Priesterin des Schwarzen Wassers für die Wii U erschien. Bis zum Abspann hielt ich aber nicht durch, denn auch, wenn ich die Atmosphäre schon ganz nett fand, empfand ich den Titel einfach nicht als gruselig. Das lag nicht zuletzt daran, dass mich das Gameplay einfach nicht abholte. Zu linear, zu beliebig, und dank Arcade-Elementen wie Highscores wurde ich häufig aus der Stimmung gerissen, Ja, das war bei den Vorgängern auch so, hier empfand ich es aber als besonders nervig. Vor allem aber sägte die bescheuerte Gamepad-Einbindung an meinem Nervenkostüm. Nun, ich kann mir gut vorstellen, dass schon alleine deren Wegfall dafür sorgt, dass ich es diesmal bis zu den Credits schaffe. Lust darauf, in die düstere Welt des Abenteuers zurückzukehren, habe ich auf jeden Fall. Denn auch, wenn ich wohl erneut nicht wirklich Angst haben werde, so finde ich die Atmosphäre, die über weite Strecken aufgebaut wird, schon sehr nett. Die einen aus der Ferne beobachtenden Geister etwa sorgen oft genug für wohlige Gänsehaut. Ich bleibe optimistisch!

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